Immobilienkaufmann vs Immobilienfachwirt

Dieses Thema im Forum "Ausbildung zum Immobilienkaufmann" wurde erstellt von Puffelchen81, 02.03.2015.

  1. #1 Puffelchen81, 02.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2015
    Puffelchen81

    Puffelchen81 Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    02.03.2015
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Guten Tag liebe Gemeinschaft,

    ich hoffe hier gute Anregungen bzw. Rat zu erhalten für meine nachfolgende etwas verzwickte Situation.

    Ich, ein 33 jähriger Berliner Familienvater habe im Jahr 2003 meine bauhandwerkliche Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Mein damaliger Ausbildungsbetrieb hat mich anschließend gleich weiterbeschäftigt. Da das Unternehmen recht groß war und auch eigene Immobilien unterhielt, wechselte ich das Lager und wurde Objektverwalter für mehrere Eigentums,- sowie Mietwohnungen. Ich blieb dort bis 2007 bevor meine Firma Konkurs anmelden musste.

    Im gleichen Jahr kam mein Sohn auf die Welt mit einer Behinderung. Da meine Frau in einem unbefristeten Arbeitsverhältnis steht und das auch noch im 3 Schichtsystem habe ich die Pflege und Betreuung übernommen. Unser Sohn besucht nun seit einem halben Jahr die erste Klasse in einer sonderpädagogischen Einrichtung. Ich habe also nach Jahren wieder etwas mehr Zeit für mich.

    In der Betreuungzeit habe ich einige Weiterbildungen auf eigene Kosten absolviert, darunter den praktischen Betriebswirt (privat) sowie eine Menge Personalmanagement, Arbeitsrecht etc.

    Das waren/sind die Rahmenbedingungen jetzt das eigentliche Problem.
    Aufgrund der nun eingetreten Schulbetreuung, kann ich wieder arbeiten gehen. Zwar nur 30/Woche aber das ist schon mal ein Anfang. Im Handwerk ist der Zug eh schon lange abgefahren und vor allem schon viel zu lange raus. Ausserdem kommt das nicht mehr in Frage, weil ich eher theoretisch veranlagt bin und andere Vorzüge habe :-)

    Meine Arbeitsvermittlerin bot mir jetzt einen Bilungsgutschein an. Ein wichtiges Kriterium war, es muss ein anerkannter kaufmännischer Abschluss sein. Das finde ich auch ganz gut so. Nachdem mein Lebenslauf hoch und runter gearbeitet wurde, sagte man mir: Immobilienkaufmann oder Immobilienfachwirt. Das ist denen egal, die Höhe der Kosten ebenfalls. Allerdings darf die Aus bzw. Fortbildung nicht länger wie 12 Monate gehen da es ansonsten als Umschulung zählt und das wesentlich mehr Hürden sind, diese durch zu bekommen. Ich stellte also bei der IHK zum einen den Antrag zur externen Prüfung zum Immobilienkaufmann sowie den Antrag für den Immobilienfachwirt. Beides genehmigt! Anbieter habe ich auch gefunden!

    Die externe Prüfungsvorbereitung für den Immobilienkaufmann soll 12 Monate gehen. Der Fachwirt schlägt mit 9 Monaten zu Buche. Alles beide Vollzeit!

    Ich muss ehrlich sagen, ich weiß nicht mehr viel aus meiner damaligen Zeit sind ja auch schon wieder bald 9 Jahre her. Einige grundlegende Sachen werde ich noch nie gehört haben weil ich es einfach nicht gelernt habe. Deswegen habe ich Angst das die 12 Monate für den Immokaufmann nicht ausreichen. Vorallem wird dort nur Prüfungsvorbereitung gemacht, aber nichts mehr gross "erlernt". Sie stecken mich in eine Umschulungsklasse die gerade ihr letztes Jahr macht.

    Beim Fachwirt würde ich allerdings bei Null anfangen was mir besser gefällt. Er soll zwar inhaltlich ein bisschen auf den Immokaufmann aufbauen (Grundlagen der Immowirtschaft) aber auch völlig neue Themen behandeln.

    Von daher die Frage an euch, was macht mehr Sinn?

    Ist es in 12 Monaten machbar den Immokaufmann abzulegen, wenn man Zuhause noch ein bisschen vorarbeitet? Ich würde jetzt den Rahmenplan durchackern, eigene Skripte verfassen und denn die 12 Monate für die Prüfungsvorbereitung nutzen? Oder ist das Harakiri?

    Oder lieber gleich den Fachwirt? Einige Vorkenntnisse speziell aus Personal und Betriebswirtschaftslehre bringe ich bereits mit. Zu dem ein Abschluss auf Meisterniveau und eben ne Fortbildung und keine zweite Ausbildung. Allerdings klaffen denn großen Lücken bei den Grundlagen. Die würde ich mir ggf. selber aneignen?

    Freue mich über eure Meinungen dazu!
     
  2. AdMan

    Schau mal hier in diesem Ratgeber. Dort findet man viele Antworten!

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2 Martens, 02.03.2015
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    öhm, soviel ich weiß, entspricht der Fachwirt im kaufmännischen dem Meister im Handwerk.
    Damit ist Deine Frage dann doch schon beantwortet, oder?

    Wenn Du also meinst, den Kaufmann evtl. nicht zu packen, wie willst Du dann den Fachwirt durchstehen?

    Christian Martens
     
  4. #3 Puffelchen81, 02.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 02.03.2015
    Puffelchen81

    Puffelchen81 Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    02.03.2015
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo,

    genau darum gehts ja. Natürlich gehe ich davon aus das ich den Immobilienkaufmann packe, dass war nicht die Frage. Die Frage ist, ob man "ohne bzw.wenig" Vorkenntnisse die Prüfung zum Immobilienkaufmann innerhalb 1 Jahres schaffen kann? Der Rahmenlehrplan geht von 13 Lernfeldern und ich glaube 880 Stunden aus. Die Ausbildung hat also wesentlich mehr Stoff als der Fachwirt. Der Fachwirt wird dafür Anspruchsvoller sein, dass ist mir bewusst.

    Der Fachwirt hat glaub ich um die 5 Lernfelder und wird mit 550 Stunden angegeben.
    Für den Fachwirt würde ich fast die gleiche Zeit bekommen wie für den Kaufmann bei weniger Stoff.

    Das Problem ist halt, ich habe "nur" 12 Monate Zeit, keine Minute länger. Vorgabe des Arbeitsamtes.
    Natürlich wäre es logisch erst den Kaufmann zu machen und später den Fachwirt. Leuchtet mir schon ein.
    Wenn hier allerdings die Meinung vorherrscht, dass man den Kaufmann niemals in 12 Monaten schaffen kann, naja den würde ich eher den Fachwirt nehmen.
     
  5. #4 Martens, 02.03.2015
    Martens

    Martens
    Super-Moderator

    Dabei seit:
    05.04.2006
    Beiträge:
    2.909
    Zustimmungen:
    157
    Ort:
    Berlin
    pardon, das habe ich wohl blöde formuliert, wollte Dir nicht zu nahe treten. :)

    Ich verstehe nur nicht, wie man sich für einen Meisterkurs anmelden will, wenn man meint, den Stoff für die Gesellenprüfung nicht drauf zu haben.
    Hättest Du den Stoff des Kaufmannes aktuell drauf, würdest Du doch mit einem Jahr Vorbereitung die Prüfung problemlos schaffen, oder?

    Der Fachwirt baut doch auf den Kenntnissen des Kaufmannes auf, ohne die wird man dem Unterricht des Kurses für die Fachwirtprüfung irgendwie schwer folgen können, meine ich.

    Wir hatten bei uns mehrfach Praktikanten, die im Rahmen einer Umschulung auf die IHK-Prüfung zum ImmoKaufmann vorbereitet wurden. Wenn ich mich nicht irre, war das ca. 1,5 Jahre Vorbereitung, darin enthalten drei Monate Praktikum. Die meisten haben's gepackt.

    Aber ich bin nur Quereinsteiger und habe weder die eine noch die andere Ausbildung genossen.

    Christian Martens
     
  6. #5 Papabär, 02.03.2015
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

    Dabei seit:
    16.12.2010
    Beiträge:
    5.715
    Zustimmungen:
    425
    Ort:
    Berlin
    Neun Jahre aus´m Pott raus ist ´ne lange Zeit ...

    Ich habe selber quasi bei Null angefangen und so´ne 12-monatige Weiterbildung gemacht (d.h. 9 Monate Theorie und 3 Monate Praktikum). Man sagte uns damals, das wir den gesamten prüfungsrelevanten Stoff für den Kaufmann durchgepeitscht hätten ... allerdings als Druckbetankung.

    Damals fühlte ich mich nicht fit genug für eine IHK-Prüfung (habe einen IHK-Abschluss in meinem ersten Beruf und bilde mir daher ein, den Schwierigkeitsgrad so in etwa abschätzen zu können).

    Direkt nach dem bestandenen Kartoffeltest des Bildungsträgers hatten sich zwei Hausverwaltungen bei mir gemeldet (meine anschließende Bewerbung war lediglich pro forma), so dass ich meine eigene Vorgabe - 2 weitere Monate eigenständige Nacharbeiten als Prüfungsvorbereitung bei der IHK - nicht eingehalten habe.

    Einerseits bedauere ich dies heute - andererseits bin ich in den letzten 11 Jahren aber über genug Themen gestolpert, die im Unterricht nie behandelt wurden.


    Da es bei Dir, Puffelchen81, ja offenbar nur um entweder-oder geht, würde ich eher zu dem Kaufmann raten (Spatz -> Hand/Taube -> Dach).

    Falls Du allerdings die Möglichkeit hast, vorher z.B. ein Jahr (ggf. befristet) in einer Hausverwaltung zu arbeiten - und Du Dir nebenbei auch noch einiges Grundwissen aneignen kannst - könnte man vlt. sogar den Schritt zum Fachwirt wagen.
     
  7. #6 Puffelchen81, 03.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 03.03.2015
    Puffelchen81

    Puffelchen81 Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    02.03.2015
    Beiträge:
    3
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Papabär,

    Genau, in dieser Situation befinde ich mich auch. Faktisch gesehen, habe ich die geforderte Berufserfahrung, sonst hätte die IHK mir auch die Zulassung nicht zugesprochen. Andererseits ist der letzte Praxisbezug so lange her, dass er schon garnicht mehr war ist!

    Bei meinem Anbieter ist das Problem, dass Sie nur "Prüfungsvorbereitung" machen. Aber eine prüfungsvorbereitung kann ich nur machen, wenn ich auch das Grundlagen Wissen drauf habe, also die Ausbildungsrelevanten Themen an sich. Die werden aber garnicht vermittelt, sondern vermitteltes Wissen nur nochmal abgefragt.

    Ich habe jetzt vereinbart, die Laufzeit auf maximal 12 Monate zu ziehen. Man will mir jetzt 6 Monate Wissen vermitteln und 6 Monate Prüfungsvorbereitung durchziehen. Ohne Praktikum also reine Theorie!

    Starten soll das ganze Mitte Mai. Die Zeit bis dahin versüße ich mir mit derweile mit den Büchern aus dem Cornelsen Verlag "Immobilienkaufleute 1-3" sowie den Murfeld. Ich lese und versuche den Inhalt zu verinerlichen und schreibe mir denn eigene Skripte zum lernen.

    Mehr kann ich jetzt nicht machen und hoffen das das irgendwas wird.

    Laut Rahmenplan sind für die Ausbildung theoretischer Unterricht in der Berufsschule von 880 Stunden angesetzt. Das wären bei einer 40 Stunde Woche eine Laufzeit von 5 Monaten und 2 Wochen, also sagen wir 6 Monate. Das ist in einer Ausbildung natürlich verteilt auf 3 Jahre. Aber rein rechnerisch müsste ich mit dem Jahr hinkommen! Die Praxiserfahrung muss ich denn hinterher entweder über ne Zeitarbeitsbude oder Praktikas rein holen. So sieht der Plan aus!
     
  8. #7 TorstenImmo, 06.04.2015
    TorstenImmo

    TorstenImmo Neuer Benutzer

    Dabei seit:
    06.04.2015
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    ??

    Ich bin selber Betriebswirt und Qualitätsmanager, sowie Immobilienkaufmann seit 1996.
    Ich würde empfehlen, arbeite erst einmal in einem Immo- Maklerbüro und mache nebenbei den Immo- Kaufmann - in der Praxis.

    Ich habe immer in der Praxis gearbeitet, also in Selbständigkeit gearbeitet und die Schule nebenbei gemacht! Erlerne erst einmal, ob Du den Job überhaupt kannst und Immobilien verkaufen kannst. Du musst ein Netz von Partnern aufbauen im Bank und Finanzbereich, sowie mit anderen Maklern usw., um
    den vielen Wünschen der Kunden gerecht werden zu können.
    Immobilienkaufmann heißt nicht nur schnell Geld verdienen!

    Heute ist Praxis wichtig, es nützen Dir nicht noch tausend Tittel, wenn Du kein Geld verdienst und immer was Neues anfängst.
    Ich habe mir im lauf der letzten 19Jahre viele eigene Häuser und Wohnungen angeschafft und weiß was Leute wollen und wie sie "ticken".

    Ein Kunde will einen guten Makler, keinen der evtl. nicht verkaufen kann und ihm nicht helfen kann.

    Sorry.. Praxis und Lernen und zwar vom Grund her, da Du noch keine Erfahrung hast! Grüße Torsten Anacker - Immobilien - Finanzierungen u. Versicherungen




    .....................................................................................................
     
  9. #8 Newbie15, 06.04.2015
    Newbie15

    Newbie15 Gast

    Für mich hört sich der Eingangsbeitrag wenig danach an, als wäre ein Makler-Karriere angestrebt. Immobilienkaufleute enden ja nicht zwangsläufig als Makler.
     
Thema: Immobilienkaufmann vs Immobilienfachwirt
Besucher kamen mit folgenden Suchen
  1. immobilienkaufmann vs immobilienfachwirt

    ,
  2. immobilienkaufmann oder immobilienfachwirt

Die Seite wird geladen...

Immobilienkaufmann vs Immobilienfachwirt - Ähnliche Themen

  1. Mietminderung VS Bankbürgschaft als Kaution

    Mietminderung VS Bankbürgschaft als Kaution: Hi zusammen, ich hab leider immer noch keine Ruhe von meinem "noch" Mieter....deswegen hier ein paar Fragen. - Darf ich, wegen Mietminderung...
  2. Meinungsäußerung vs. Rechtsberatung

    Meinungsäußerung vs. Rechtsberatung: Hallo, ich habe - aus aktuellem Anlass- folgendes Problem beim Verständnis des Gesetzeslage (BGB + Rechtsdienstleistungsgesetz RDG) Warum ist es...
  3. Heizkosten-Abrechnungszeitraum vs. Versorger Abrechnugszeitraums ?

    Heizkosten-Abrechnungszeitraum vs. Versorger Abrechnugszeitraums ?: Hi ! ich habe eine Frage bezüglich der Fernwärme-Abrechnung. Der Abrechnungszeitraum für die Fernwärme unterscheidet sich bei uns um ca. 1,5 Monat...
  4. Hausgeldabrechnung: Kosten Heizölkauf vs. reale Heizkosten

    Hausgeldabrechnung: Kosten Heizölkauf vs. reale Heizkosten: Hallo zusammen, wir sind eine kleine WEG mit zwei Parteien und je einer Haushälfte. Eine Partei davon bin ich und verwalte auch gleichzeitig. Der...
  5. Haus und Grund vs andere

    Haus und Grund vs andere: Hallo was sind eure Erfahrungen mit Haus und Grund? Was sind die Vorteile? Habe mit einer Dame telefoniert als Vorteil kam sie mit einem...