Insolvenz eines Eigentümers

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Dennis87, 26.03.2016.

  1. #1 Dennis87, 26.03.2016
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    Hallo,

    nehmen wir an Person A und Person B besitzen gemeinsam 4 Garagen, beide Personen sind im Grundbuch eingetragen. Wert der 4 Immobilien je 20t€, also 80t€ insgesamt.
    Es bestehen keine Belastungen, die Immobilien sind bezahlt, monatliche Gesamtmiete 800€, die auf ein gemeinsames Konto eingehen.

    Person B geht privat in die Insolvenz, weil sein Einzelunternehmen "pleite" ging.

    Was passiert mit den 4 Immobilien? Was passiert vorallem mit dem Anteil von Person A?

    Danke
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 26.03.2016
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    Hallo,

    das kommt jetzt darauf an ob das Eigentum von B mit in die Insolvenzmasse eingeht.

    Dann, in welcher Form die Gemeinschaft besteht, es könnte sein, dass hier die Form einer sog. Bruchteilsgemeinschaft besteht, dies würde heissen, dass jedem vom allem die Hälfte gehört, dann müsste das Eigentum auseinandergesetzt werden!

    Wenn es hart kommt wird unter Umständen auch Zwangsauseinandergesetzt!

    Haben die beiden Eigentümer eine Realteilung durchgeführt steht es in einer Teilungserklärung wem was gehört aber so wie das geschrieben ist, tippe ich auf die Bruchteilsgemeinschaft.

    Es ist in diesem Fall anzuraten, sich anwaltlich beraten zu lassen für Experimente ist hier kein Spielraum wenn man sein Eigentum schützen will.

    Gruß

    BHShuber
     
  4. #3 Dennis87, 26.03.2016
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    Der Fall der Insolvenz ist nahezu ausgeschlossen, mich würde es aber trotzdem interessieren.
    Nehmen wir an, es ist eben keine klare Teilung, sondern eben die Bruchteilsgemeinschaft "ausgemacht".

    Was bedeutet es in dem Fall genau, wenn Person B in die Insolvenz muss?
    Was versteht man unter Zwangsauseinandersetzung?
     
  5. #4 BHShuber, 26.03.2016
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    Hallo,

    ist das Eigentum, bzw. Bruchteilseigentum in der Insolvenzmasse, wird wenn der Insolvenzverwalter gut ist, nicht viel passieren als dass die Hälfte der Mieteinnahmen an den InsoVerwalter überwiesen werden muss.

    Es kommt im wesentlichen darauf an, wie das Eigentum des insolventen Eigentümers verwertet wird um die Gläubiger zu befriedigen, ist es zwingend das Eigentum zu veräußern, kann ein Richter die Zwangsteilung, bzw. Zwangsversteigerung der gemeinschaftlichen Immobilien anordnen um die Schulden tilgen zu können, das ist allerdings eine sehr harte und Möglichkeit des letzten Augenblicks.

    Eine andere Möglichkeit wäre, die Anteile des Bruchteilseigentümers zu kaufen, dann hat man sofort seine Ruhe.

    Eine Zwangsauseinandersetzung endet immer in der Zwangsversteigerung durch richterliche Anordnung.

    Gruß
    BHShuber
     
  6. #5 Dennis87, 26.03.2016
    Dennis87

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    Ok, ich verstehe. Es besteht aber die Möglichkeit, dass Person A die Anteile (50%) entweder vor der Insolvenz von Person B abkauft, oder in der Insolvenz vom Insolvenzverwalter?
     
  7. #6 BHShuber, 26.03.2016
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    Hallo,

    natürlich besteht die Möglichkeit, vorher wird aber erst eine Bewertung stattfinden, mein Rat, möglichst frühzeitig mit dem Insolvenzverwalter ins Gespräch kommen.

    Vor allem einen Juristen hinzuziehen.

    Gruß
    BHShuber
     
  8. #7 Dennis87, 26.03.2016
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    Ok, wie gesagt, der Fall ist quasi ausgeschlossen. Sollte es doch irgendwann einmal so weit kommen, merken wir das grundsätzlich ja einige Monate vor einer drohenden Insolvenz.

    Vielen Dank für deine Hilfe.
     
  9. #8 BHShuber, 26.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 26.03.2016
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    Hallo,

    das ist gut, wenn du begründeten Verdacht hast und der sich in irgendeiner Weise bestärkt, dann sei schnell, biete dem Gemeinschftspartner noch vor Insolvenzantrag den Kauf an, das kommt günstiger mit weniger Aufwand als abzuwarten bis der vollends pleite ist.

    ACHTUNG, hier noch was zum lesen:

    http://www.rechtslupe.de/zivilrecht/teileigentum-an-einem-grundstueck-in-der-insolvenzmasse-343245

    Viel Glück, Gruß
    BHShuber
     
  10. Duncan

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    Da diese Fallgestaltung fern jeder Realität ist, wäre es in obigem Falle eindeutig klüger, jeder kauft 2 Garagen und man koordiniert die Vermarktung/Vermietung zu gegenseitigem Vorteil. Und im Falle eines Falles, kurz vor der Insolvenzanmeldung stattfindende Vermögensübertragungen werden sehr genau geprüft werden, wenige Monate Vorlauf werden bei der Übertragung von Immobilien regelmäßig nicht ausreichend sein. Da gibt es auch strafrechtlich ganz schnell Interesse.
     
  11. Andres

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    Schließlich besteht noch die Möglichkeit, dass man sich nicht "einig wird" und am Ende die Gesellschaftsanteile (nicht etwa die Immobilien) zwangsversteigert werden. Solltest du dabei nicht den Zuschlag bekommen, hast du am Ende einen neuen Partner im Boot. Ob davon dann alles besser wird ...?
     
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