Instandhaltung ohne Beschluss

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von sajulamed, 31.08.2009.

  1. #1 sajulamed, 31.08.2009
    sajulamed

    sajulamed Neuer Benutzer

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    Folgendes Problem:

    Die Hausverwaltung (HV) hat die letzten 3 Jahre keine Eigentümerversammlung einberufen.
    Da überdies noch die Abrechnungen zum Teil falsch waren haben wir die HV ende letzen Jahres
    abgesetzt, die gleich daraufhin Insolvenz angemeldet hat.
    Nun hat die Neue HV die Abrechnungen nochmals überprüft und nun stehen in den
    letzten 3 Jahren, Instandhaltungskosten von gesamt ca 21000€ an, die nun von den Eigentümern bezahlt werden sollen laut neuer HV.
    Nun hat die alte HV die meisten Instandhaltungen (z.T Sinnlose) von Ihren Spezis erledigen lassen. Komisch nicht wahr? Aber schlimmer ist, dass alles OHNE BESCHLUSS erledigt wurde. Der Betrag für eigenständige Instandhaltungen beträgt nämlich nur einige hundert Euro.

    Nun die Frage: Wer muss für die beschlusslosen Instandhaltungen aufkommen, da die alte HV (war ne GmbH) nun Insolvent ist, aber vom Eigentümerbeirat noch nicht entlastet wurde.

    Ich danke bereits im voraus

    Lars
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Die Eigentümer natürlich... Wer wohl sonst?
    Schadenersatzforderungen gegen den ehemaligen Verwalter kann die Gemeinschaft beim Insolvenzverwalter anmelden. Es ist allerdings offen, ob diese Forderungen vom Insolvenzverwalter anerkannt werden und ob darauf jemals irgendwelche Zahlungen geleistet werden.
     
  4. #3 Michael_62, 31.08.2009
    Michael_62

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    Es könnte versucht werden aus deliktischem Anspruch gegen dern Geschäftsführer der GmbH vorzugehen.

    Erfahrungsgemäß sehen das aber Insolvenzverwalter recht sportlich locker. Ich habe gerade den Fall der absichtlichen Begünstigung der uns viel Geld gekostet hat, und selbst mit eidesstattlicher Aussage eines Mitarbeiters bekomme ich den Inso Verwalter nicht dazu den GF deliktisch zu belangen.

    Ergo: Vergiss es.
     
  5. #4 sajulamed, 31.08.2009
    sajulamed

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    Danke für die schnelle Nachricht.
    Ich denke wir werden wohl den Betrag beim Inso-verwalter anmelden.
    Da wird wohl eher nichts dabei rauskommen aber kosten tuts ja nix im Gegensatz zu den bereits entstandenen Kosten. Trotzdem ist das mehr wie Kot da es mir mehr wie offensichtlich erscheint was
    die HV abgezogen hat.

    Ich danke trotzdem nochmals

    THREAD GESCHLOSSEN
     
  6. #5 Vermieterheini1, 01.09.2009
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    Auch wenn der Fragesteller den Thread geschlosen hat, hier noch einige Anmerkungen, da ja auch andere das Geschiebene vom Fragesteller lesen.

    "Die Hausverwaltung (HV) hat die letzten 3 Jahre keine Eigentümerversammlung einberufen.
    Nun hat die Neue HV die Abrechnungen nochmals überprüft und nun stehen in den
    letzten 3 Jahren, Instandhaltungskosten von gesamt ca 21.000€ an, die nun von den Eigentümern bezahlt werden sollen laut neuer HV."

    1. Da muss man sich schon fragen, was für Totaltrottel von WEG-Miteigentümern das sind - 3 Jahre keine WEG-Eigentümerversammlung.
    Wenn die (erste) WEG-Eigentümerversammlung "überfällig" ist müsste jeder normalintelligente WEG-Miteigentümer auf die Idee kommen mal beim WEG-Verwalter nachzufragen.
    Und wenn sich dann nicht schnell genug was tut hätte ich meine WEG-Hausgeldzahlungen ganz eingestellt.

    2. Wovon hat denn der geschaßte WEG-Verwalter die letzten 3 Jahre die Instandhaltungskosten von gesamt ca 21000€ bezahlt?
    Es ist doch wohl ganz unwahrscheinlich, dass die Handwerker tatenlos bis zu 3 Jahre auf ihr Geld gewartet haben.
    Es ist zu vermuten, dass der geschaßte WEG-Verwalter die Rechnungen der letzten 3 Jahre von den monatlichen Hausgeld-Eingängen oder aus der Instandhaltungsrücklage bezahlt hat.
    Das "... stehen in den letzten 3 Jahren, Instandhaltungskosten von gesamt ca 21000€ an, die nun von den Eigentümern bezahlt werden sollen laut neuer HV."
    kann also nicht richtig sein!
    Allerhöchstens können noch die Rechnungen vom letzten halben Jahr offen sein.
    Also wenn mich als Gläubiger der WEG-Verwalter nicht schnell genug bezahlen würde, so gingen blitzschnell Mahnbescheide an alle WEG-Miteigentümer raus.

    "aber vom Eigentümerbeirat noch nicht entlastet wurde"
    Seit wann darf und kann der Eigentümerbeirat (korrekt heist das WEG-Verwaltungsbeirat) den WEG-Verwalter entlasten?

    Der Fragesteller - wie die allermeisten WEG-Miteigentümer - hat sicherlich keine Ahnung was das Wort Entlasten/Entlastung für weitreichende negative juristische Konsequenzen für die WEG-Miteigentümer hat!
     
  7. #6 sajulamed, 01.09.2009
    sajulamed

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    Danke für die nette Mail.
    Zum einen mal wegen den letzten drei Jahren. Letztes Jahr wurde die HV abgewählt. Also sind es eigentlich nur 2 Abrechnungen plus die reguläre dritte von letztem Jahr die nun eh fällig war.
    Zu anderen hat man sich wohl Informiert. Die Abrechnungen wurde auch gemacht. Allerdings wurden die Instandhaltungen nicht aufgeführt. Und woher soll man wissen ob welche gemacht wurden oder nicht??? Nachdem die zweite Versammlung nicht gemacht wurde hat man ja auch reagiert und eine neue HV beschlossen.

    Mit entlasten meine ich, dass wenn bei der Eigentümerversammlung die Abrechnung geprüft wird und keine Einwände sind, auf die Ansprüche gegen den Verwalter verzichtet werden und so die Abrechnung ihre vollständige Gültigkeit erhält. Obwohl der Verwalter dann weiterhin haftet weil er die
    Instandhaltungen verschwiegen hat, kommt wieder das Thema Insolvenz ins Spiel. Was ergo heisst;
    Wir dürfen den Mist ausbaden und das Konto begleichen.
    Falls das der Intelligenzbestie widersagen sollte bitte ich um genaue Aufklärung ;-)
    Ich danke im voraus

    Lars
     
  8. #7 Vermieterheini1, 02.09.2009
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    Wie ich vermutet hatte, hat der Fragesteller keine Ahnung zu dem ganz wesentlichen Unterschied zwischen
    der Genehmigung der WEG-Abrechnung
    und
    der Entlastung des WEG-Verwalters
    durch die WEG-Eigentümerversammlung.

    Die meisten WEG-Miteigentümer sind so dumm den WEG-Verwalter völlig unnötigerweise zu entlasten und berauben sich selbst dadurch JEDER Möglichkeit den WEG-Verwalter haftbar zu machen. Eine Entlastung entlastet den WEG-Verwalter selbst bei offensichtlichen bzw. unübersehbaren Fehlern!
    Gute WEG-Verwalter haben eine Entlastung nicht nötig!
    Schlechte WEG-Verwalter lassen sich nur allzugerne aus den vorstehend genannten Gründen entlasten und verbinden verbal im Abstimmtext geschicht die Genehmigung der WEG-Abrechnung mit ihrer Entlastung.


    "Allerdings wurden die Instandhaltungen nicht aufgeführt. Und woher soll man wissen ob welche gemacht wurden oder nicht?"
    Bei der Prüfung der WEG-Abrechnung muss immer auch die Kontoführung geprüft werden. Da sieht man die Überweisungen an die Handwerker.
    Wenn also Handwerker (WEG!!!) im Haus waren und keine Rechungen in den Abrechnungsunterlagen sind bzw. keine Überweisungen an Handwerker, dann ...

    Der Fragesteller hat nicht erklären können
    - Wie dermaßen umfangreiche Instandhaltungsarbeiten in 2 Jahren durchgeführt worden sein können, ohne dass "man" das bemerkt hat - 21.000 EURO! Unsichtbare Handwerker? Kein Staub/Frck/Lärm? Keine Firmenfahrzeuge/Materialanlieferungen?
    - Wer bzw. von was für Geld wurden die Handwerker die letzten 2 Jahre bezahlt?
    - Ob die Handwerker (21.000 EURO!) aus WEG-Vermögen oder aus laufenden WEG-Einnahmen (Hausgeld) bezahlt wurden.
    - Wieso die WEG-Miteigentümer die Handwerkerkosten noch einmal bezahlen sollen. (Dabei unterstelle ich, dass kein Handwerker tatenlos 1-2 Jahre auf sein Geld wartet.) Die Beträge müssen aus dem WEG-Vermögen oder aus laufenden WEG-Einnahmen (Hausgeld) bezahlt worden sein.
    Ist das so schwer zu begreifen?
    Oder wurde der Sachverhalt vom Fragesteller falsch dargestellt?

    Die Worte des Fragestellers erklären in keinster Weise wie diese WEG tatenlos dem Treiben des ersten WEG-Verwalters zuschauen konnten!
    Spätestens 3 Wochen nach dem üblichen Termin der ersten ausgefallenen WEG-Eigentümerversammlung hätte man aktiv werden müssen.

    Wenn sich der Fragesteller durch meine deutliche Wortwahl angegriffen fühlt, so möge er brav doppelt(?) zahlen.
    Denn vor Gericht wird eine Sprache gesprochen, gegenüber der meine Worte nur ein lauhes Lüftchen sind!
    Da ich weis, dass man in einer WEG nicht alleine ist bzw. alleine nichts gegen die Masse der Intelligenzfreien ausrichten kann,
    habe ich den Fragesteller in meiner ersten Antwort an keiner Stelle persönlich angegriffen. Auch im letzten Absatz ist er nur Mit-Täter.
     
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