Internetanschlüsse in MFH - was muss ich beachten?

Dieses Thema im Forum "Kabel /Antenne / SAT-Anlage" wurde erstellt von dolcevita, 22.09.2014.

  1. #1 dolcevita, 22.09.2014
    dolcevita

    dolcevita Neuer Benutzer

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    Hallo,

    Ich hoffe, ich habe hier das richtige Unterforum gefunden.
    Das MFH um das es geht, wird in Kürze fertig gestellt, es sind bereits Kabel verlegt, über die in jeder Wohnung (7 Einheiten) auf den DSL-Anschluss im Keller zugegriffen werden kann.
    Mein Anliegen ist nun - da die Wohnungen für Wohnen auf kurze Zeit (semesterweise) konzipiert sind, möchte ich das Internet den Mietern kostenlos anbieten, da es natürlich eher schwierig für die Mieter ist, einen Anbieter zu finden, der keine Vertragslaufszeit hat.
    Ich würde gerne einen Anschluss im Keller anmelden, und dann über LAN-Kabel das Internet auf die Wohnungen verteilen.
    Weiß jemand ob dies möglich ist, und ob dies als gewerblicher Anschluss läuft, auch wenn ich kein Geld dafür verlange?
    Wie ist das mit der Schnelligkeit, wenn ich das Internet quasi auf 7 Wohnungen "aufteile"? Ist das dann überhaupt tragbar?
    Dass es auch mit der Haftung, falls die Mieter zum Beispiel illegale Seiten besuchen oder Musik, Filme etc. runterladen würden, ein Problem werden könnte, ist natürlich ein weiteres Problem, aber da frage ich mich, wie das Hotels, Cafés etc. das machen, die ebenfalls einen Internetzugang für ihre Gäste anbieten?
    Kann ich eine Haftung mit einem entsprechenden Vertrag mit den Mietern nahezu ausschließen?

    Vielen Dank schon einmal fürs Lesen und Antworten!
     
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  3. Andres

    Andres
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    Auch wenn sich die Mieter über diese Leistung bestimmt freuen würden: Es gibt Angebote mit sehr überschaubaren Kündigungsfristen und ohne Mindestlaufzeit. Außerdem gibt es gerade bei jungen Mietern im Stadtbereich die erhebliche Tendenz, gar keinen Festnetzanschluss mehr zu haben und alles über Mobilfunkverträge laufen zu lassen. Meiner Meinung nach lohnt es sich daher nicht, sich hier irgendwelche Beine auszureißen.


    Du verlangst Geld dafür. Mit der Miete ist die gesamte Nutzung abgegolten, sofern nicht einzelne Leistungen (z.B. Betriebskosten) separat vergütet werden. Dem Mieter in einem laufenden Mietverhältnis etwas zu schenken, ist gar nicht so einfach.

    Zumindest beim "großen T" wäre diese Nutzung für private Anschlüsse verboten und für gewerbliche Anschlüsse erlaubnispflichtig - was ganz bestimmt nicht ohne gesunden Aufschlag passiert. Immerhin gehen so 7 potenzielle Kunden verloren.


    Was "tragbar" ist, wird von Mietern recht unterschiedlich bewertet ;). Ein Siebtel der Bandbreite, die man in gut erschlossenem Gebiet bekommt, ist erheblich mehr, als ich bis vor ein paar Jahren privat hatte.


    Die treten entweder selbst als TK-Dienstleister auf (d.h. melden sich bei der Bundesnetzagentur als Netzbetreiber) oder beauftragen einen externen Dienstleister. Beides eliminiert die Störerhaftung weitgehend, kostet aber Geld.


    Eher nicht.
     
  4. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    wie von Andres ausführlich geschrieben würde ich auch keinen solchen Anschluss herstellen.

    Man braucht das auch im Grunde nicht.
    Die (kurzfristigen) Mieter können mit einem Internetstick den sie kaufen für relativ kleines Geld, nach Bedarf aufladen, mobil im Internet sein.
    Ich nutze denselben auch wenn ich unterwegs bin bzw. bei meiner Mutter, wo es auch keinen Internetanschluss gibt.

    Ich nutze den von "Otelo", es gibt aber noch zahlreiche andere Anbieter.
     
  5. #4 Tim_Berlin, 22.09.2014
    Tim_Berlin

    Tim_Berlin Neuer Benutzer

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    Wenn die Wohnungen halbwegs sicher vermietet werden, dann würde ich auch kein Internet bereitstellen. Das führt inital zu Mehraufwand und Mehrkosten und auch wird es am laufenden Band Ärger geben (Internet zu langsam für viele Parteien, ggf. illegale Aktivitäten etc.)

    Bei den meisten Anbietern gibt es Verträge mit monatl. Kündigungsfrist. Dazu nutzen viele junge Leute gar keine feste Verbindung mehr, sondern nutzen LTE o.ä.
     
  6. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Das allgemein von deinem Vorhaben abzuraten ist, wurde schon ausgeführt.
    Es besteht aber zumindest beim Anbieter mit dem großen T die Möglichkeit ein privates WLAN als HotSpot freizugeben, was für die Haftungsfrage vorteilhaft ist. Evtl könntest du deine Infrastruktur zur Verstärkung des WLAN nutzen

    VG Syker
     
  7. #6 Raimond, 23.09.2014
    Raimond

    Raimond Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    ich melde mich mal zu den zwei Punkten.
    Zur Geschwindigkeit:
    Bei einem Standard-DSL-50Mbit Anschluss bleiben für jede Partei theoretisch 7Mbit übrig. Das reicht für normale Anwendungen dicke aus.
    Wenn du jetzt natürlich einen "Sauger" unter deinen Mietern hast, wird dieser sich einen Großteil der Bandbreite schnappen und die anderen freuen sich über Pixelkino.
    Dem kannst du durch einen gescheiten Router/Switch einen Riegel vorschieben. Das Zauberwort heißt hier "QOS".
    Einfachste Regel: Jede Partei erhält maximal 7Mbit.
    Besser wäre aber eine Bedarfs- und Verfügbarkeitsgesteuerte Begrenzung. Dein örtlicher Netzwerkspezialist hilft dir da sicher gerne.


    Zur Haftung (und gleich auch noch zum Weitervermieten von Anschlüssen):
    Es gibt Provider die das Weitergeben ihrer Anschlüsse erlauben, die sind aber sehr selten. Mit einem gewerblichen DSL Anschluss wäre das einfacher. (Wie soll ein Anbieter aber herausfinden, dass nicht du mit deinen 7 Kindern in dem Haus wohnst? Wo kein Richter...).
    Du musst "alles notwendige und zumutbare" tun, um einen Missbrauch zu verhindern. Laut einem Urteil das ich mal gelesen habe (Dabei ging es um eine WG mit einem Anschluss und 3 Teilnehmern) ist hier "zumutbar", dass du die Parteien darüber aufklärst, dass illegales bööööööse ist und dir schriftlich versichern lässt, dass sie das jetzt endlich wissen und sowas nicht machen.
    Besserer Vorschlag:
    Es gibt einen Anbieter der genau auf solche Sachen spezialisiert ist: Du installierst einen Router mit der Firmware von diesem Anbieter. Jeder deiner Mieter muss sich bei dem Anbeiter anmelden und surft dann dank VPN Technik über eine IP des Anbieters. Dieser übernimmt entsprechend der gesetzlichen Vorgaben die Protokollierung --> Egal was die Leute 'runterladen, zu dir kommt deswegen keiner.
    2/3 der Einnahmen schüttet der Anbieter an dich aus. Du kannst dabei die Kosten für die "Kunden" auch noch selber einstellen.
    D.H. wenn du das kostenlos anbieten willst, kannst du z.B. 1€ pro Monat einstellen. Das sollte sich jeder Student leisten können.
    (Bei 1€ hast du keinerlei Aufwand, bei "ganz Kostenlos" müsstest du bei jedem Mieterwechsel aktiv werden und eine Einstellung ändern)
    Schick mir ne PM wenn du den Namen willst, ich will hier ja keine Werbung machen.
    (Falls dein Haus zufälligerweise auch noch günstig liegt (Restaurants, Uni, ...) könntest du mit einem public WiFi auf diese Weise noch Geld nebenher verdienen.

    Rai
     
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