Ionisationselektrode umlagefähig?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Papabär, 20.10.2011.

  1. #1 Papabär, 20.10.2011
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hallo Gemeinde,

    das Opferannoden nebst Austauschkosten umlagefähig sind, ist ja nicht neu ... aber wie sieht´s aus mit Ionisationselektroden? :gehtnicht

    Meister Röhrich hat mir gesagt, das Teil wär´ so etwas wie ´ne Zündkerze beim Auto und müsste regelmäßig getauscht werden.

    Ich hatte so ´nen Fall noch nicht ... die betreffende Heizanlage ist aber auch erst 5 Jahre alt.
     
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  3. #2 Martens, 20.10.2011
    Martens

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    Opferanoden sind umlagefähig? Hm...

    Meinem Kenntnisstand nach sind Materialkosten, die bei einer Wartung turnusgemäß anfallen (z.B. Ölfilter und Öldüse bei einer Ölheizung) eben grade NICHT umlagefähig, nur die Lohnkosten der Wartung samt Austausch der Teile.
    Analog sollte dies für Anoden und Zündkerzen gelten.

    Ich lasse mich aber gerne aufschlauen.

    Christian Martens
     
  4. #3 DieVierWände, 20.10.2011
    DieVierWände

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    Elektrode umlagefähig?

    Hallo,
    wichtig ist bei der Umlagefähigkeit von Kosten immer, ob Sie regelmäßig anfallen; eine Wartung fällt regelmäßig an und ist daher umlagefähig.

    Entgegen der Auffassung von Christian Martens bin ich der Meinung, dass ein Ölfilter - wenn er z.B. jährlich getauscht werden muss - umlagefähig ist.

    Ein Zeitraum von 5 Jahren ist schon ziemlich lang für eine Regelmäßigkeit, da es Mieter gibt, die z.B. nur 3 Jahre im Haus wohnen. Fallen diese 3 Jahre genau zwischen das Wechselintervall, haben sie einen Vorteil.
    Oder ein Mieter wohnt nur in dem Jahr im Haus, in dem die Elektrode getauscht wird.

    Sie bräuchten außerdem sicher etwas schriftliches vom Handwerker, in dem er bestätigt, dass die Elektrode regelmäßig gewechselt werden muss. Damit Sie das Ihren Mietern bei Nachfragen vorlegen können.

    Was kostet denn das Teil?
     
  5. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Der Zusammenhang zwischen der Regelmäßigkeit und der Mietzeit erschließt sich mir nicht wirklich. Das hat ja Beides überhaupt nichts miteinander zu tun.

    Beispielsweise fällt eine Öltankreinigung auch nur aller 5 Jahre an. Ebenso die neue Gebühr für die Feuerstellenschau durch den Schorni. Dennoch sind das Heizkosten die zu 100% umlagefähig sind und auch auf einmal umgelegt werden dürfen. Wahlweise kann man das auch auf 5 Jahre aufteilen.

    Warum sollte das bei der Elektrode anders sein? Hier wäre nur zu klären ob es sich tatsächlich um ein Verschleißteil handelt oder nur mal eben kaputt gegangen ist.
     
  6. #5 Martens, 22.10.2011
    Martens

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    Entscheidend ist vor allem, ob die Kosten im Gesetz als umlagefähig ausgewiesen sind.
    Umlagefähig sind gem. Heizkostenverordnung folgende Kosten:

    Da man in der Heizkostenverordnung nirgends etwas zu den Kosten von Ersatzteilkosten findet - und um Ersatzteile handelt es sich bei Ölfiltern, Anoden, Zündkerzen etc. - werden diese nicht umlagefähig sein.

    Auch das ist für die Betrachtung des Sachverhaltes völlig ohne Belang.

    Christian Martens
     
  7. Berny

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  8. #7 DieVierWände, 22.10.2011
    DieVierWände

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    Elektrode umlagefähig?

    Hab noch mal nachgeschaut im Betriebskostenkommentar...wenn bei Wartungen kleinere Verschleißteile wie z.B. Ölfilter oder eine Düse turnusmäßig mitgewechselt werden, fällt das noch unter Wartungskosten.
    Daher meine Frage nach den Kosten für das Teil. Größere oder teurere Teile sind nicht umlagefähig.
    Klar ist die Sache z.B. wenn es eine Herstellervorgabe gibt, wie beim Auto, dass der Ölfilter jährlich gewechselt werden muss; oder etwas schriftliches vom Handwerker.
    Viele Grüße und ein schönes WE.
     
  9. #8 Martens, 23.10.2011
    Zuletzt bearbeitet: 23.10.2011
    Martens

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    In welchem Kommentar steht das?
    Bitte Autor, Titel, Auflage und ggfs. Seite angeben.


    Zu unterscheiden sind die Lohnkosten für das Wechseln von Filter und Düse von den Ersatzteilkosten von Filter und Düse (oder auch Ionisationselektrode, Opferanode etc.).

    vielen Dank,
    Christian Martens
     
  10. Heizer

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    Die Ionisationselektrode wird bei den meisten Kesseln als Verschleißteil angesehen. Wird sie trotz fortgeschrittenem Verschleißbild nicht getauscht, so ist die Betriebssicherheit gefährdet.

    Je nach dem was der Hersteller als Tauschturnus angibt, wird sie entsprechend auch in diesen Abständen umlegbar sein.

    Wir reden hier von Materialkosten in Höhe von 20-40€ je nach Typ. Zuzüglich wahrscheinlich so um die 5-10 Machelohn. Je nach Anlage sollte so ein Tausch nicht länger als 5-15min dauern.
     
  11. #10 Berny, 23.10.2011
    Zuletzt bearbeitet: 23.10.2011
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    Richtig, man sollte auch nicht vergessen, über welche Beträge wir hier überhaupt sprechen (ausser, man ist Prinzipienreiter...).
    Bei uns wird dies, evtl. auch der Austausch der Opferanode, als Wartung Heizungsanlage deklariert.
     
  12. #11 DieVierWände, 23.10.2011
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    Elektrode umlagefähig?

    Sorry war ein Irrtum...war nicht im Betriebskostenkommentar, sondern im Internet unter : frag-einen-anwalt.de/Mietrecht-umlagefähige-Nebenkosten
     
  13. #12 Martens, 24.10.2011
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    Danke für die Quellenangabe, aber der RA Peter Schäfer äußert dort auch nur seine fachliche Meinung (genau wie wir hier) und hat keine Grundsatzentscheidung oder einen Bezug zu einem anerkannten Kommentar parat.
    Mit dieser Angabe sind wir also keinen Schritt weiter.

    Seit wann ist die Höhe des streitigen Betrages für die rechtliche Beurteilung dieser Situation entscheidend?
    Entweder sind solche Materialkosten umlegbar oder nicht.

    Wenn es um "lächerliche" Kosten geht - ich höre dieses Argument in verschiedenen Diskussionen immer wieder - dann kann der Eigentümer ja diese Materialkosten problemlos selbst tragen und muß nicht seine Betriebs- oder Heizostenabrechnung mit dem Risiko belasten, nicht umlagefähige Kosten umgelegt zu haben.

    Christian Martens
     
  14. RMHV

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    Könnte man so handhaben...
    Man kann aber auch das Risiko eingehen, dass ein einzelner Mieter - im Gegensatz zur herrschenden Rechstprechung - das Verbrauchsmaterial beanstandet und den auf ihn entfallenden Anteil abzieht.

    Die Kostenumlage für Teile, die im Rahmen der Wartung turnusmäßig ausgetauscht werden, hat bei mir übrigens noch niemand beanstandet.
     
  15. #14 Papabär, 24.10.2011
    Papabär

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    Also ich habe diese blöde Elektrode jetzt vorsichtshalber rausgenommen. Die Kosten hierfür beliefen sich auf schlappe 70,- € - also eine Größenordnung, die meine Wartungskosten hier fast verdoppelt hätte.

    Außerdem hat mich der Beitrag (#2) von Martens durchaus nachdenklich gemacht ... ich grübel schon die ganze Zeit nach der Quellenangabe (war irgend ein Urteil ... nur von wann???).

    Trotzdem würde es mich freuen, wenn die Disskusion hier noch weitere Früchte trägt - es scheint hier ja ganz unterschiedliche Meinungen/Herangehensweisen zu geben.
     
  16. Heizer

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    Na dann gucken wir doch nochmal in die Verordnung:

    "Zu den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage gehören die Kosten der verbrauchten Brennstoffe und ihrer Lieferung, die Kosten des Betriebsstromes, die Kosten der Bedienung, Überwachung und Pflege der Anlage, der regelmäßigen Prüfung ihrer Betriebsbereitschaft und Betriebssicherheit einschließlich der Einstellung durch einen Fachmann, der Reinigung der Anlage und des Betriebsraumes, die Kosten der Messungen nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz, die Kosten der Anmietung oder anderer Arten der Gebrauchsüberlassung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung sowie die Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung einschließlich der Kosten der Berechnung und Aufteilung. "

    Man könnte sich nun streiten ob mit "Pflege" auch das Auswechseln von Verschleißteilen und dessen Kosten gemeint ist.

    Beim Auto sagt man ja auch "Scheckheftgepflegt" und meint damit die regelmäßige Wartung incl. Austausch von Verschließteilen wie Bremsen, Motoröl oder Reifen.

    Ob es sich nun um Verschleißteile handelt oder nicht, wird einzig und allein der Herstellervorgabe zu entnehmen sein. Nur weil ein Teil regelmäßig kaput geht, heißt das noch lange nicht, dass es ein Verschleißteil ist. Meist handelt es sich dabei auch um einen Kontruktionsmangel oder fehlerhafte Bedienung und/oder Installation. Die Behebung derartiger Mängel sind natürlich nicht umlegbar.
     
  17. #16 Pfeifdireins, 25.10.2011
    Pfeifdireins

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    Zur Funktion der Ionisationselektrode:

    Es wird ausgenutzt, das eine Flamme Strom leitet.
    D.h. umgekehrt, keine Flamme -> kein Strom.
    Bei Gasgeräten darf auf gar keinen Fall UNVERBRANNTES Gas austreten.
    => Lösung ganz einfach: Kein Strom an der I.E. => Gasventil schliesst (stromlos geschlossen)

    Daraus folgt, wenn da irgendwas nicht ganz ok ist, merkt man es: Kein Heizbetrieb möglich
     
  18. Gast

    Gast Gast

  19. #18 Martens, 10.10.2014
    Martens

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    Ein über zehn Jahre altes Urteil eines Amtsgerichts, das sich auf ein im Jahre 2000 veröffentlichtes OLG-Urteil bezieht würde ich nicht als sichere Quelle ansehen.

    Aber bitte.
    Christian Martens
     
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