Ist Dämmung des Kellers zur Wohnung im EG eine Modernisierung für alle im Haus?

Diskutiere Ist Dämmung des Kellers zur Wohnung im EG eine Modernisierung für alle im Haus? im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Das EG in meinem Mehrfamilienhaus ist immer kalt, Bestand halt. Jetzt will ich zwei Maßnahmen durchführen: die Kellerdecke mit Steropor dämmen,...

  1. #1 Chocolat, 19.03.2019
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    Das EG in meinem Mehrfamilienhaus ist immer kalt, Bestand halt. Jetzt will ich zwei Maßnahmen durchführen:

    • die Kellerdecke mit Steropor dämmen, damit es im EG wärmer wird.
    • eine Heizung in der Küche im EG einbauen.

    Müssen alle Mieter für diese Modernisierung aufkommen oder nur der EG Mieter? Bei der Heizung gehe ich davon aus, dass kein anderer Mieter dafür aufkommen muss, aber wie ist das mit der Kellerdecke?
     
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  3. #2 Tobias F, 19.03.2019
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    Ich bin zwar kein Mietfachman, aber in welcher Hinsicht soll diese Dämmung den Gebrauchswert oder die allgem. Wohnverhältnisse der Wohnungen im 2, 3, 4, ..... OG steigern?
     
  4. #3 immobiliensammler, 20.03.2019
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    War da vorher noch keine Heizung drin?
     
  5. #4 FMBerlin, 20.03.2019
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    Sofern das Haus über eine Zentralheizung verfügt und ein Teil der Heizkosten nach Fläche verteilt wird können alle Wohnungsmieter an den Dämmkosten der Kellerdecke beteiligt werden, da sie von der Ersparnis durch die Dämmung profitieren. Wird die Wohnung im EG hingegen mit Einzelöfen oder Gasetagenheizung beheizt, ist nur diese Wohnung an den Dämmkosten zu beteiligen.
     
  6. #5 Benni.G, 20.03.2019
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    @FMBerlin das die Kosten unbedingt sinken ist eine vage Vermutung. Wie man an der angehängten Tabelle sehen kann, sinken die Kosten zwar um 5%, die Kosten für WE2 und WE3 steigen jedoch um 2,5% - also vorsichtig mit so einer Pauschalisierung. Klar, wenn die Gesamtkosten um 10% sinken sparen auch die WE1 und WE2 insgesamt etwas ein...

    upload_2019-3-20_8-7-6.png

    Also ich würde sagen, dass eine Mieterhöhung für die WE2 und WE3 nur zu unnötigen Diskussionen führen würde und würde nur die Miete der WE1 erhöhen, die wie das Beispiel zeigt ja auch 17% Einsparungen erzielt.
     
  7. sara

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    ohne deine Rechnung, die ja fiktiv ist, nachzurechnen, wieso erhöht sich die qm Zahl von 15 auf 20qm bei Whg. 1 ? :16:
     
  8. Nanne

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    Wenn das Hausdach gedämmt wird profitiert ja auch nicht nur der Dachbewohner, es werden mit einer evtl. Mieterhöhung bzw.Modernisierung alle Hausbewohner beteiligt. Warum soll es mit der Kellerdecke anders sein?
     
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  9. #8 Benni.G, 20.03.2019
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    Es ging auch erstmal darum die pauschale Aussage von fmberlin zu widerlegen.
    Die Fläche erhöht sich, weil in der Küche eine Heizung eingebaut wird.
     
  10. dots

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    Ohne das bis ins Detail verstanden zu haben: Vielleicht, weil sich die beheizte Fläche durch den zusätzlichen Heizkörper in der Küche erhöht hat?

    :edit:
    Habe @Benni.Gs Beitrag zu spät gelesen ...
     
  11. Nanne

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    Die beheizte Fläche in der Küche erhöht nicht die Wohnfläche. Der Flur ist i.d.R. auch nicht beheizt, zählt trotzdem voll zur Wohnfläche. Könnte man so sehen.
     
  12. dots

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    Natürlich kann man das so sehen.
    Aber wer verteilt schon die Heizkosten nach Wohnfläche (wenn diese von der beheizten Fläche abweicht)? Doch wohl nur derjenige, der das alles nicht verstanden hat und falsch macht, woll?

    Aber sehen kann man das schon so, das stimmt.
     
  13. #12 Benni.G, 20.03.2019
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    Ok, der Effekt verstärkt sich nur noch.
    upload_2019-3-20_9-36-19.png
    Nun müssen die Bewohner der WE2 und WE3 5% mehr zahlen, obwohl die Kosten um 5% gesunken sind.
    Die Kosten müssten um 10% sinken, um in meinem Beispiel ebenfalls auf 300 € zu kommen.
     
  14. Nanne

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    Das würde im Umkehrschluß bedeuten, dass mein ungeheizter Flur nicht qm-mäßig zur Wohnfläche zählt und von der Gesamt-qm-Wohnfläche in Bezug auf HK-Abrechnung abzuziehen wäre. Ist aber nicht der Fall. Was verstehe ich da evtl. falsch? Klär mich auf:16:
     
  15. #14 Fremdling, 20.03.2019
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    @Nanne,
    es geht in der Regel um beheizbare Fläche. Diele ist drin. Außenbalkon nicht.
     
  16. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Küche ist aber auch beheizbar. Vom Balkon war keine Rede. Ich steh' im Moment auf dem Schlauch.
     
  17. #16 Fremdling, 20.03.2019
    Fremdling

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    @Nanne,
    Diele und Balkon waren lediglich Beispiele. So können die beheizten Innenflächen Basis für die Heizkostenabrechnung sein, wogegen die Wohnfläche auch den Balkon (...%) umfasst.
     
  18. dots

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    Ja, das ist nicht der Fall - das stimmt. Und zwar deshalb, weil du den Unterschied zwischen Wohnfläche und beheizter (oder beheizbarer) Fläche nicht siehst.
     
  19. Andres

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    Gar nicht. Hier läge wohl eher eine Einsparung von Endenergie vor, damit eine Modernisierung nach § 555b Nr. 1 BGB - ebenfalls ein Grund für eine Modernisierungserhöhung.

    Die Frage ist trotzdem gut, denn sie ist die Argumentationsvorlage für ein anderes hier "erfundenes" Problem:
    Das mag (in deinem Fall) so sein, aber das ist nicht relevant. Die Modernisierung zielt nicht auf die Einsparung von Kosten ab. Selbst wenn durch die Maßnahme kein einziger Cent gespart wird, liegt trotzdem eine Modernisierung vor, solange Endenergie eingespart wird. In der Konsequenz bedeutet das, dass die Energiekosten durch eine Modernisierung sogar steigen dürfen, solange Endenergie eingespart wird.

    Die Aussage von @FMBerlin ist also tatsächlich falsch, aber ganz leicht zu korrigieren: Man müsste nur "profitieren" durch "Endenergie einsparen" ersetzen.


    Ich sehe überhaupt keinen Unterschied zur Dachdämmung und würde diesen Teil der Modernisierung entsprechend nach Wohnfläche auf die verteilen. Den zusätzlichen Heizkörper in der Küche halte ich (unter den beschriebenen Umständen!) für eine Verbesserung der allgemeinen Wohnverhältnisse (§ 555b Nr. 6 BGB), allerdings nur für die Wohnung im EG, daher würde ich diese Kosten nur auf die Miete der betroffenen Wohnung umlegen.

    Da das ziemlich sicher zu einer spürbaren Mieterhöhung im EG führt, würde ich vielleicht darüber nachdenken, zunächst die Auswirkung der Dämmung der Kellerdecke zu beobachten. Wenn es dem Mieter dann trotzdem noch "zu kalt" ist, kann man da ja immer noch weiter aufrüsten.
     
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  20. #19 Fremdling, 20.03.2019
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    Sorry @Nanne,
    wollte keine Verwirrung stiften. Ich versuche es mal am Stück. Eine beheizbare oder beheizte Wohnfläche muss nicht in allen Räumen einen Heizkörper besitzen. So hat oft z.B. hinter der Wohnungstür die Diele als Verbindungsraum für die Zimmer der Wohnung oder auch eine Kammer wie ein untergeordneter Hauswirtschaftsraum keinen eigenen Heizkörper. Diese Flächen werden in der Regel durch die Raumluft aus den angrenzenden Zimmern "mitgeheizt" und dort herrscht normale Raumtemperatur. Diesen Wohnungsinnenraum nenne ich beheizt bzw. beheizbar; die Fläche kann ich bei der Heizkostenabrechnung hinsichtlich des flächenbezogenen Anteils (z.B. 30%) gemäß HKVO auch als Rechengröße nutzen. Bei Wohnungen mit Balkon, Terrasse, etc. im Außenbereich zählen auch diese Außenflächen anteilig zu den Wohnflächen, werden im Mietvertrag berücksichtigt, müssen jedoch bei der Heizkostenabrechnung nicht zwingend zur Berechnung herangezogen werden.

    Was mir hier trotz mehrfachen Lesens noch nicht einleuchtet ist, warum in obiger Diskussion sich durch einen zusätzlichen Heizkörper in der Küche die im Zusammenhang mit einer Heizkostenabrechnung berücksichtigte "beheizte Fläche" vergrößern sollte. Doch zu den besonderen Umständen, warum es zuvor keine Heizung in der Küche gab (Mini-Küche? Offene Nische zum Wohnraum? ...) und ob sogar die Küchenfläche bei der Heizkostenberechnung ausgenommen wurde, weiß allerdings @Chocolat besser zu berichten. Die Frage von @sara an @Benni.G wurde zwar beantwortet, doch verstehe ich die Begründung nicht wirklich. Bin somit auch Schlauchsteher; gleich neben @Nanne.;)
    Auch @dots kann das vermutlich erklären?
    Ich sah und sehe es bisher wie @Nanne, falls "Wohnfläche" hier im Kontext mit den Heizkosten gebraucht wird.
     
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  21. Nanne

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    @dots, ich sehe mehr als Du denkst. In meinem Haus wird seit Jahrzenten nach Wohnfläche abgerechnet, Es haben alle Wohnungen einen Balkon und einen unbeheizten Flur, somit gibt es diesbezüglich keinen Unterschied.
    Wenn ich nach beheizten Flächen abrechnen würde, müsste ich die unbeheizten Flächen-wie Balkon, Flur- von der Wohnfläche rauszurechnen. Wozu dieser Aufwand.

    Zur beheizten Fläche zählen nur Räume, in denen ein Heizkörper vorhanden ist. So verstehe ich diese
    Sache, und mir reicht das, komme gut damit klar.
     
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