Ista in wie weit umlegbar bei Erstvermietung?

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von mel87, 21.04.2014.

  1. mel87

    mel87 Neuer Benutzer

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    Hallo an alle,
    ich bin neu hier und das Thema Vermietung ebenso.
    Darum brauche ich eure Hilfe.

    Mein Vater hat ein Haus gekauft und wollte das ich dort einziehe, was auch geschehen ist. Dann gibt es in dem Haus noch eine Wohnung im OG, die er vermieten möchte. Dies ist ebenso schon geschehen.

    Nun kümmere ich mich um die Nebenkostenabrechnung. Ich habe für Die Heizkosten eine Firma beauftragt die mir nun eine Rechnung für ihre Leistung geschickt hat.
    Jetzt zu meiner Frage:
    Wir sind fast gleichzeitig in die Wohnungen eingezogen und die Firma hat für uns beide nun den 1sten Oktober für die Abrechnung notiert, dieses Datum gilt auch im Mietvertrag. In wie weit kann ich nun die Rechnung dieser Firma, in Höhe von ca 400 €, auf den Mieter (und mich) umlegen ? Das Problem ist kann ich nur von Oktober bis Dezember gelten machen oder mehr bzw. den vollen Betrag auf beide Parteien (Ich und der Mieter) umlegen? Gibt es vielleicht Ausnahmeregelungen bei Erstvermietungen?

    liebe Grüße
    Mel Schubert
     
  2. AdMan

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  3. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Mel,

    der Mieter ist nicht Vertragspartner der Firma. Die Installationskosten hat regelmässig der Hauseigentümer=Auftraggeber=Vertragspartner zu zahlen.
    Übrigens verstehe ich nicht, dass überhaupt eine Rechnung erstellt wurde: Bei uns (und auch überhaupt) ist es üblicherweise so, dass die HKVs gemietet werden und die Mietkosten auf die voraussichtliche Lebens-/Vertragsdauer von 10 Jahren auf die Mieter/Nutzer verteilt werden.
    Ich habe so das ungute Gefühl, dass Du schlecht oder garnicht beraten bzw. über den Tisch gezogen wurdest.
    Übrigens, da klang doch Ista an...: Du scheinst zuviel Geld zu haben...:unsicher040:
     
  4. Andres

    Andres
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    Ok, was ist hier genau vereinbart? Das Abrechnungsjahr sollte keinesfalls immer am 1.10. beginnen - das ist der absolut ungünstigste Termin. Sofern nur einmalig 1.10.-31.12. abgerechnet wurde und sonst immer ab 1.1. abgerechnet werden soll, wäre das natürlich in Ordnung.

    Außerdem will man eigentlich den Abrechnungszeitraum für Heiz- und andere Betriebskosten gleichliegend haben. Das ist aber Geschmackssache.


    Wie Berny schon angerissen hat, kommt das darauf an, um welche Leistungen es hier geht und - sofern nach dem Abflussprinzip abgerechnet wird (empfehlenswert, weil einfach) - wann diese Rechnung bezahlt wurde.
     
  5. mglotz

    mglotz Gast

    Danke für die Antworten :)

    @Berny: leider habe ich nicht genug Geld darum finde ich die Rechnung auch nicht so angenehm. Die Rechnung beinhaltet zum einen die Mietkosten der Verteiler aber auch andere Dinge wie die Ermittlung von Werten etc. und auf der Abrechnung der Mieter ist mir nicht ersichtlich das die Miete der Verteiler dort eingerechnet sind. Das hat mich alles verwirrt aber mir ist jetzt ein Licht aufgegangen und ich bzw mein Vater als Vermieter muss die Rechnung bezahlen. Ich werde allerdings mit Ista noch telefonieren müssen da mir einige Dinge hier schleierhaft sind.

    @Andres: der Abrechnungszeitraum ist 1.1 bis 1.12 der 1.10 ist einmalig gewesen.
    Was meinst du mit Abflussprinzip?
    Die Rechnung ist vor einigen Tagen erst bezahlt worden. Mir geht es nur darum ob ich die ganze Rechnung umlegen darf oder nur die Miete der Heizkostenverteiler, weil mir der Rechnungsbetrag sehr hoch erscheint.
     
  6. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Also ich kenne das von der Bruata so, dass zwar der Hauseigentümer/Vermieter die Rechnung für die Heizkostenabrechnungserstellung bezahlt/überweist, aber diese Kosten auf den einzelnen Heizkostenabrechnungen dann auch verrechnet sind.

    Schau dir doch mal auf der Heizkostenabrechnung genau die Zusammenstellung der Kosten an, da findest du bestimmt auch die Summe die die Ista für die Erstellung der Abrechnung verlangt, mit aufgelistet und die ist sicher auch entsprechend den Wohnungen aufgeteilt.

    Dass der Vermieter die Rechnung bezahlen muss, ist auch klar.
     
  7. #6 mel1987, 21.04.2014
    mel1987

    mel1987 Gast

    ja ich habe nochmal geschaut und habe dort nur die Miete der Geräte gefunden aber nicht die Erfassung der Werte oder ähnliches aber ich muss mir das nochmal durchgucken und mit ista das am Telefon besprechen.

    Aber vielen Dank für die Hilfe
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Entschuldige bitte, aber mir schwant, dass Du nur mit wenig Wissen gesegnet bist.
    Stelle doch mal die Rechnung anonymisiert hier ein.
    Bei unserem jetzigen Provider betrug die erste Rechnung (Montage der HKVs) 23,80€.
     
  9. Andres

    Andres
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    Niemand zahlt gerne Rechnungen. Es ist nur so, dass es beim Vermieten nicht zu vermeiden ist, immer wieder in Vorleistung gehen zu müssen. Wenn schon eine Rechnung von rund 400 € für Unwohlsein sorgt, wird das auf Dauer nicht gut gehen. Es ist ein eher grundsätzliches Problem, aber trotzdem musst du das mal in einem ruhigen Moment mit deinem Vater als Eigentümer des Hauses klären.


    Ok, noch etwas grundsätzliches :)
    Wir fragen diese Dinge nicht, weil wir so gerne mit den hier aufschlagenden Leuten plauschen (ok, manchmal auch das ;)), sondern weil wir die Informationen für eine gute (d.h. richtige und möglichst vollständige) Antwort brauchen. Also bitte nochmal - und zwar ohne "etc.".

    Die beiden Positionen, die du genannt hast, könnten nicht unterschiedlicher sein: Mietkosten der Verteiler sind umlagefähig, Ermittlung der Bewertungsfaktoren für Heizkörper (das werden diese "Werte" sein) dagegen nicht. Letztere sind Bestandteil der Installationskosten und als solche bestenfalls per Modernisierungserhöhung umlegbar.


    Es wäre denkbar, dass sie es nicht sind. Kommt gleich ...


    Hier gehe ich von einem Schreibfehler aus. Bitte korrigiere mich, wenn es nicht so ist.


    Auch wenn du die Abrechnung (btw: nur die Heizkosten oder gleich die gesamte Betriebskostenabrechnung?) von einem Dienstleister erstellen lässt, solltest du dir dringend etwas Grundlagenwissen bzgl. Betriebskostenabrechnung aneignen. Sonst ist der Ärger programmiert.

    Die Betriebskostenabrechnung teilt sich (stark vereinfacht) in zwei Teile auf: Die Ermittlung der Gesamtkosten pro Kostenart und die Aufteilung dieser Kosten auf die einzelnen (Wohn-)Einheiten. Hier geht es um Schritt 1, d.h. die Ermittlung der Gesamtkosten.

    Da ein paar Zahlen zu addieren keine große Kunst ist, geht es hierbei vor allem um die Frage: Welchem Abrechnungsjahr wird eine Ausgabe zugeordnet? Dafür gibt es zwei mögliche Verfahren:

    Beim Leistungsprinzip werden Ausgaben dem Jahr zugeordnet, in dem die zugehörige Leistung erbracht wurde. Wenn dir die Ista also die Zählermiete für Oktober 2013 in Rechnung stellt, ist das eine Leistung die 2013 erbracht wurde und folglich in die Abrechnung 2013 eingeht - egal wann sie bezahlt wurde.

    Beim Abflussprinzip werden Ausgaben dem Jahr zugeordnet, in dem sie aus deinem Vermögen abgeflossen sind. Wenn du eine Rechnung der Ista im April 2014 bezahlst, ist das Geld 2014 aus deinem Vermögen abgeflossen und folglich gehört diese Ausgabe dann zum Abrechnungsjahr 2014 - egal welche Leistung abgerechnet wurde.

    Grundsätzlich kannst du zwischen den Verfahren frei wählen. Das Abflussprinzip ist im Regelfall einfacher: Zahlungen haben ein eindeutiges Datum, bei Leistungen ist es manchmal schwieriger. Du darfst nur nicht willkürlich zwischen den Verfahren wechseln und musst darauf achten, den Mieter durch die Art der Abrechnung nicht unangemessen zu benachteiligen. Aus diesem Grund rechnet man Brennstoffverbräuche im Regelfall nach Leistungsprinzip ab.

    Um die Frage vorwegzunehmen: Bei der BK-Abrechnung geht es nicht um Gerechtigkeit (die liegt ohnehin im Auge des Betrachters) sondern um Korrektheit.


    Falls nach Abflussprinzip abgerechnet wird, ist es damit korrekt, wenn die Rechnung nicht in die Abrechnung 2013 eingegangen ist. Das willst du aber unbedingt sorgfältig überprüfen! Wenn du einen Fehler hierbei erst bei der Abrechnung für 2014 (d.h. irgendwann 2015) bemerkst, kannst du deine Ausgaben für 2013 nicht mehr geltend machen.
     
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Ista in wie weit umlegbar bei Erstvermietung?

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