Jahresabrechnung - falsche Einheiten

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von mika, 18.05.2015.

  1. #1 mika, 18.05.2015
    Zuletzt bearbeitet: 18.05.2015
    mika

    mika Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich war in der diesjährigen Eigentümerversammlung verhindert.
    Hier wurde die Jahresabrechnung genehmigt, wir haben einen neuen Verwalter, der die Abrechnung zum ersten mal erstellte.
    Nun rief mich ein Miteigentümer an, der auch nicht persönlich teilnehmen konnte, und sagte, dass die Abrechnung innerhalb 4 Wochen anfechtbar wäre, weil der neue Verwalter einen Fehler bei der Anzahl der Wohneinheiten gemacht hat.
    Beim Blick in die Teilungserklärung sind es in Wirklichkeit 25 Einheiten, der Verwalter hat aber 30 Einheiten für seine Verwaltergebühr abgerechnet.
    Wäre dann die gesamte Jahresabrechnung ungültig (ich gehe mal davon aus entweder der Verwalter hat es mit Absicht gemacht oder ihm ist ein Fehler unterlaufen) Allerdings ist es von den Eigentümern bei der Genehmigung auch nicht aufgefallen. Dem Verwaltungsbeirat ist es scheinbar auch nicht aufgefallen.
    Es geht hier um stolze 1200 EUR, die wir zuviel bezahlt haben.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 18.05.2015
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    moin Mika,

    wo genau ist jetzt die Frage?

    Die Anfechtungsfrist beträgt einen Monat und nicht vier Wochen.
    Ich würde zuerst die Verwaltung anrufen und versuchen, das Thema so zu klären. Wenn das nicht möglich erscheint und ggfs. die Zeit drängt, dann zumindest zur Fristwahrung anfechten.

    Christian Martens
     
  4. mika

    mika Neuer Benutzer

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    der Miteigentümer hat bereits mit der Verwaltung gesprochen, der Verwalter meint, es wurde so beschlossen und genehmigt, das mit den unterschiedlichen Einheiten sei ihm neu. Deshalb habe er auch keine Lust diesem Einwand nachzugehen (er meinte das hätte bereits in der Versammlung Einspruch erhoben werden müssen)
    Jetzt hat er keine Lust mehr, die Abrechnung zu korrigieren. Er hat ihn darauf hingewiesen, dass im Aufteilungsplan der Teilungserklärung eine niedrigere Anzahl von Einheiten vermerkt ist.

    Ich habe auch schon versucht ihn anzurufen, jedoch ist der Verwalter seit Tagen nur über Anrufbeantworter erreichbar, Rückruf Fehlanzeige.

    In der Frage geht es darum, ob man überhaupt Aussicht auf Erfolg bei einer Anfechtung der Jahresabrechnung hat, wenn die Anzahl der Einheiten nicht korrekt ist. Denn wir wollen die Schludrigkeit des Verwalters nicht hinnehmen und uns einfach nicht so abspeisen lassen.
     
  5. Syker

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    Hallo zusammen,

    Ob das Erfolg hat ... vor Gericht und auf hoher See ... usw.

    Ich finde aber die Begründung das 1200€ zuviel bezahlt wurden zumindest unschön.
    Der Gesamtbetrag ändert sich i.d.R. ja nicht (Rechnungsbetrag des Verwalters) sondern die Einzelbeträge die durch die andere Verteilung größer ausfallen.

    VG Syker
     
  6. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    Da Mika schreibt
    ist im Verwaltervertrag nachzulesen wie hoch die Kosten tatsächlich vereinbart sind. Denn wenn Betrag X.YY Euro je Wohneinheit vereinbart sind, macht es schon einen Unterschied wenn plötzlich 5 WE mehr da sind.

    Stimmt der Endbetrag des Verwalters und sind weiter keine Kostenaufteilungen nach Wohneinheiten vorhanden, würde ich für die nächste Versammlung den TOP "Überprüfung der WE"" einfordern und bei Erhalt der Abrechnung genau nachschauen.

    Hat der Verwalter mehr als ihm zusteht abgerechnet, würde ich einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung stellen.
     
  7. mika

    mika Neuer Benutzer

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    wie meinst du das mit Antrag auf gerichtliche Entscheidung? Ist nur im Beschlussanfechtungsverfahren innerhalb 1 Monat nach Versammlung möglich oder? Oder gibt es hier noch ein anderes Rechtsmittel außer die Beschlussanfechtung?
     
  8. RMHV

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    Die Frage ist allerdings, mit welcher Begründung welcher Beschluss angefochten werden könnte.

    Der Abrechnungsbeschluss wird jedenfalls nicht mit der Begründung anzufechten sein, der Verwalter hätte überhöhte Rechnungen geschrieben. Auch wenn es nicht jeder verstehen wird: in die Abrechnung gehen Einnahmen und Ausgaben der Gemeinschaft ein. Ob die Rechnungen überhöht waren oder nicht, spielt dabei keine Rolle.

    Eine Anfechtung scheint mir beim vorliegenden Sachverhalt aussichtslos. Viel eher kommt eine Rückforderung wegen ungerechtfertigter Bereicherung in Betracht. Dabei ist dann die Anfechtungsfrist auch nicht relevant. Allerdings könnte ein Rückzahlungsanspruch durch eine Entlastung erloschen sein.
     
  9. #8 PHinske, 18.05.2015
    PHinske

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    Wiedervorlage: Nächste Versammlung

    Ich würde für die nächste Versammlung schriftlich einen TOP beim Verwalter anmelden mit dem Thema "Rückforderung von zu viel bezahlten Verwaltergebühren im Wirtschaftszeitraum 2014".

    Natürlich einen entsprechenden Beschlussantrag stellen und sich bloß nicht vom Verwalter abwimmeln lassen.

    Sollte der Verwalter den TOP nicht in die Tagesordnung aufnehmen, wäre vielleicht schon wieder ein Verwalterwechsel anzuraten...

    Bei positivem Beschluss würde dann die Überzahlung im laufenden Wirtschaftsjahr wieder in die Kasse gelangen und bei der nächsten Jahresabrechnung berücksichtigt werden.

    Der Verwalter hätte sich auf den Ertappt-Hinweis hin kooperativ zeigen können und seine Absicht auf Rückerstattung an die WEG-Kasse vermelden können.
    Hat er aber nicht.
    Sondern will anscheinend das zu viel eingesackte Geld behalten, was nicht in Ordnung wäre.

    Nachdem hier bei der Abrechnung weder der Verwalter noch der Beirat gut gearbeitet haben, würde ich wahrscheinlich die gesamte Abrechnung kurzfristig noch selbst überprüfen. Wer weiß, was da noch für weitere Fehler bei herauskommen?
    (DANN könnte auch eine Beschlussanfechtung in der Monatsfrist noch sinnvoll sein.)

    MfG PHinske
     
  10. #9 Martens, 19.05.2015
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    Zustimmung soweit es die abzurechnenden Gesamtkosten betrifft.
    Wenn der Verteilerschlüssel nicht stimmt, stimmt jedoch meine Einzelabrechnung nicht... und die der 24 Miteigentümer stimmen logischerweise auch nicht, beschlossen sind sie aber lt. TE.
    Also was tun außer anfechten?

    Christian Martens
     
  11. Jobo45

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    Ob hier Betrug vorliegt diese Frage lass ich mal unbeachtet, aber ich meinte damit das Anfechten bei Gericht!
     
  12. GSR600

    GSR600
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    Zuallererst sollte mal geklärt werden wie mit dem Verwalter abgerechnet wird, mit einem Betrag pro Einheit, wobei er hier dann 5 Einheiten zuviel abgerechnet hat, oder ob eine pauschale vereinbart wurde welche dann ja stimmt oder ob evtl im Verwaltervertrag ja 30 Einheiten vereinbart waren.
     
  13. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    genau deshalb habe ich ja auch geschrieben:

    Das fände ich aber doch sehr komisch, wenn die WEG aus 25 Einheiten besteht, aber die Abrechnung für 30 Einheiten vertraglich abgeschlossen wird und dann auf Nachfrage der Verwalter diese Information nicht kommuniziert.
     
  14. #13 HeinrichBoese, 28.05.2015
    HeinrichBoese

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    Ja unschön ist dies definitiv, da gebe ich dir Recht.
     
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