Jahresabrechnung per Beschluss gegenüber dem beschlossennen Wirtschaftsplan ändern

Diskutiere Jahresabrechnung per Beschluss gegenüber dem beschlossennen Wirtschaftsplan ändern im Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan Forum im Bereich Wohnungseigentum; in einer WEG mit 18 WE wurde letztes Jahr in der Versammlung der Wirtschaftsplan für 2012 beschlossen. So weit so gut, nun hat sich aber durch...

  1. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    in einer WEG mit 18 WE wurde letztes Jahr in der Versammlung der Wirtschaftsplan für 2012 beschlossen.
    So weit so gut, nun hat sich aber durch ein BGH Urteil von 2012 die Abrechnungsweise des Heizöls geändert.
    Bisher wurden die Kosten für das Heizöl aus den Rücklagen genommen. Nach dem Urteil (kenne leider das Akz nicht) dürfen die Heizölzahlungen nicht aus den Rücklagen entnommen werden.
    Der verbrauchte Teil wird über die Heizkostenabrechnung abgerechnet. Der Wert des Restbestandes an Öl fließt als Ausgaben in die Jahresabrechnung ein, in dem nachfolgenden Jahr wird dann díeser Betrag wieder als Einkommen eingerechnet.

    Durch diese Art der Abrechnung erhöhen sich die Jahresausgaben 2012 sehr deutlich, dafür bleibt natürlich mehr Geld in den Rücklagen. Nun stellt sich mir die Frage ob es möglich ist, die Abrechnung 2012 per Beschluss so zu verändern, dass weniger Geld in die Rücklage fließt um die Nachzahlungen deutlich zu reduzieren.
     
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  3. #2 Martens, 04.04.2013
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    Abrechnung und Wirtschaftsplan desselben Jahres haben nur begrenzt miteinander zu tun.

    Aufgabe des WP ist es, auf der Basis der zu erwartenden Kosten die monatlichen Vorauszahlungen festzulegen.

    Aufgabe der Abrechnung ist es, die tatsächlichen Kosten an die Eigentümer weiterzugeben.

    Die Gestaltung der Jahresabrechnung unterliegt - in Grenzen natürlich - der Beschlußkompetenz der Eigentümer. Sofern man nicht nur den Endbestand an Heizöl als Kosten sondern auch den Anfangsbestand als Ertrag bucht, sollte die zu erwartende Nachzahlung auch überschaubar sein.

    Wie bereits in diesem thread erwähnt, muß nicht jede zeitlich begrenzte Entnahme vom Tagesgeldkonto / Festgeldkonto etc. auch als Rücklagenentnahme gebucht werden, so daß das genannte Problem auch aus diesem Grund nicht entstehen muß.

    Christian Martens
     
  4. benjoe

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    Ich gehe davon aus, dass ihr eine separate Liquiditätsrücklage beschlossen habt. Ansonsten ist die Deckung von Liquiditätsengpässen aus der Instandhaltungsrücklage unzulässig. Quelle hier
     
  5. #4 Tobias F, 05.04.2013
    Zuletzt bearbeitet: 05.04.2013
    Tobias F

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    Sorry, aber das ist falsch. Natürlich darf der Verwalter, um Liquiditätsengpässe zu überbrücken bez. zu vermeiden, im laufenden Jahr Gelder umbuchen.


    Der Verwalter darf im laufenden Jahr Umbuchungen zwischen beiden Konten vornehmem.
    Dies macht Sinn wenn z.B. das Girokonto einen Liquiditätsüberschuss ausweist, um durch die Umbuchung einen Zinsgewinn für die Gemeinschaft zu erzielen. Auch Umbuchungen vom Rücklagen- auf das Girokonto sind, z.B. um Liquiditätsengpässe zu vermeiden, zulässig. Derartige Buchungen muss der Verwalter in der Jahresabrechnung nicht einzeln aufzeigen.
    KG Berlin, Beschluss v. 19.07.2004, 24 W 305/02
     
  6. #5 Martens, 05.04.2013
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    Man muß gedanklich das Bankkonto (Tagesgeld, Festgeld etc.) vom buchhalterischen Rücklagenkonto trennen. Dann weiter, wie von Tobias beschrieben.

    Ansonsten stimme ich zu, Entnahme aus der Instandhaltungsrücklage zum Zwecke der Liquiditätsbehebung sind zumindest problematisch.

    Christian Martens
     
  7. Jobo45

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    Danke für die Antworten, somit ist dieser Punkt zumindest enprechend erklärbar.

     
  8. #7 dirkt, 24.05.2013
    Zuletzt bearbeitet: 24.05.2013
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    Guten Morgen,

    ich häng mich mal kurz hier dran mit ner ähnlichen sache.

    In meinem fall hat die WEG beschlossen, für den heizöleinkauf 2012 ein kurzfristiges darlehn aus der instandhaltungsrücklage auf das giro konto umzubuchen, um liquiditätsengpässen vorzubeugen. Der betrag ist in 2013 dann zurückgebucht worden auf die rücklage.

    Da die umbuchung nicht abrechnungsrelevant ist… wie stelle ich das jetzt korrekt bei der entwicklung der instandhaltungsrücklage (buchungskonto) in der jahresabrechnung dar? Setze ich dort den betrag als abgang ein (bestand am jahresende ist um den entsprechenden betrag gemindert), oder lass ich ihn raus (bestand ist nicht gemindert)?

    Bei der entwicklung der bankkonten muss ich ihn nat. auf dem girokonto als zugang und auf dem sparbuch als abgang buchen, da ich sonst nicht auf den endbestand komme. Das ist klar.
    Geht rein um das buchungskonto.

    Anm: Ich benutze kein Win Casa, sondern hab mir ne Numbers vorlage gestrickt, um die jahresabrechnung zu machen.
     
  9. #8 Tobias F, 24.05.2013
    Tobias F

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    Mach dir doch keinen Stress. Das Geld wurde nur von Konto A nach B geschoben, den Rücklagen also nicht entnommen.
    Wenn Du bei deinem Selbstgestrickten die Möglichkeit dazu hast, dann leg ein passievs Rücklagenkonto an. Auf dieses hast Du dann in 2012 eben den entnommenen Betrag gebucht.
    D.h. die Rücklagen sind noch unverändert da, eben nur nicht mehr auf dem "Sparkonto".
     
  10. dirkt

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    Danke.

    Da guck ich mal, wie ich das einbaue :)
     
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  12. #10 Martens, 24.05.2013
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    Nun, wenn beschlossen wurde, die Rücklage für ein Darlehen zu erleichtern, dann würde ich auch die geminderte Rücklage zum Jahresende genau so abbilden.

    Was hat man denn von einer ausgewiesenen Rücklage, die es auf den Konten nicht gibt - da sie ja im Heizölbestand angelegt ist? Da wird die Kontenverprobung aber schwierig...

    Christian Martens
     
  13. dirkt

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    Ich denke, beide argumentationen haben was für sich.

    Ich hab den sheet nun so modifiziert, dass er beide möglichkeiten mittels eines schalters zulässt. Wie immer es die WEG haben will.
     
Thema: Jahresabrechnung per Beschluss gegenüber dem beschlossennen Wirtschaftsplan ändern
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