Jeder Gast unserer Mieterin hat einen Schlüssel zu unserem Haus

Dieses Thema im Forum "Hausordnung" wurde erstellt von Seeker, 07.03.2010.

  1. Seeker

    Seeker Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich führe hier einmal die Punkte auf, die sich seit wir unser Haus gekauft haben aufgestaut haben und entschuldige mich jetzt schon einmal für die Fülle und Länge dieses Beitrags.

    Mein Mann und ich haben vor zwei Jahren ein Haus gekauft, dass eigentlich nicht zur Vermietung gedacht war.

    Die obere Wohnung war aber zum Zeitpunkt des Kaufes an eine 88 jährige Dame vermietet, die wir im Grunde mit übernommen haben. Damals auch noch freiwillig, weil wir wirklich nicht darauf bedacht waren, einem älteren Menschen seine Wurzeln zu nehmen.

    Nun ist die Situation aber die, dass unsere Mieterin nicht mehr selbst das Haus verlassen (sie wohnt in der oberen Wohnung - wir unten) und sich auch nicht selbst versorgen kann.

    Sie kann die Tür nicht öffnen und schon gar nicht die Treppen steigen und so haben alle Menschen die zu ihr kommen einen Schlüssel. Mittlerweile sind ca. 15 Schlüssel im Umlauf.

    Der Pflegedienst kommt ca. alle zwei Stunden zwischen 7:00 Uhr und 23:00 Uhr. Dazu noch der Essensdienst, die Friseurin, die Enkelin, die Fußpflegerin, die Krankengymnastin, der Hausarzt ... . Beim Pflegedienst wechselt das Personal täglich und so sind wir jeden Tag mit immer neuen und fremden Personen konfrontiert, die sich mit einem Schlüssel Zugang zu unserem Haus verschaffen können.

    Ich muss dazu auch noch sagen: Wir haben nur einen Hauseingang und die beiden Wohnungen sind auch nur recht provisorisch von einander getrennt, da es sich eigentlich um ein Einfamilienhaus handelt.

    Die Klinke wird sich in die Hand gegeben und vorallem der Pflegedienst hat keine Verträge damit, in irgendeiner Form leise zu sein. Es wird getrampelt, die Haustür geknallt (falls die überhaupt geschlossen wird), Windeln in die Biotonne geschmissen (fast täglich hole ich die da wieder raus), Dreck durchs Haus getragen (der natürlich nicht wegemacht wird - außer von mir).

    Sooft schon habe ich um Rücksicht gebeten, aber dann bekomme ich nur freche Antworten. Das Haus sei zu hellhörig, ich zu empfindlich und überhaupt solle ich ihnen doch erst einmal nachweisen, dass sie zu laut gewesen sind, und natürlich hat niemand die Windeln in den Biomüll geschmissen.

    Ständig wird bei uns geklingelt: "Der Kühlschrank ist kaputt, die Glühbirne im Badezimmer geht nicht mehr, das Telefon knackt". Wenn wir darauf hinweisen, dass wir damit als Vermieter nichts zu tun haben, heißt es - "ja, wer soll es denn sonst machen? Die arme Frau kann es ja wohl schlecht alleine machen". Da uns die Frau dann auch leid tut, machen wir das halt auch noch. Wäre eigentlich auch kein Problem, wenn man im gleichen Zuge auch einmal unsere Bedürfnisse nach Lebensqualität achten würde.

    Mein Mann und ich haben hier in der unteren Wohnung nur zwei Zimmer in denen wir leben und ich auch noch arbeite - als Reikilehrerin und Coach. Dazu studiere ich noch Psychologie und muss das Lernen oft in die Nacht verlagern, da es dann ein wenig ruhiger ist. Das mit dem Arbeiten kann ich mittlerweile komplett wegen der Ruhestörung vergessen und werde mir, um nicht noch mehr Kunden zu verlieren ein Büro mieten müssen, da man mir sagte, dass wir sowieso keine Chance haben in irgendeiner Form Eigenbedarf anzumelden. Die Rechte einer Mieterin über 80 stehen über den Rechten des Eigenbedarfs.

    Und so zahlen wir also bald noch dafür, dass unsere Mieterin bei uns wohnen darf.

    Ich bin mehr als verzweifelt und denke immer öfter daran, dass Haus wieder zu verkaufen oder einfach auszuziehen - egal, auch wenn ich dabei viel verlieren könnte, Hauptsache ich habe meinen Frieden wieder. Das sind natürlich "nur" die Auswüchse eines verzweifelten Geistes, aber wer weiss, wann ich die Grenze dessen erreiche, was ich noch aushalten kann.

    Habe ich denn wirklich so gar keine Rechte im Bezug auf ein zumutbares Leben? Haben sogar der Pflegedienst und die weiteren Besucher unserer Mieterin mehr Rechte als wir?

    Darf jeder machen was er will? Nur wir nicht?

    Es liegt mir fern, die alte Dame auf die Straße zu setzen und ich bin zu vielen Kompromissen bereit.

    Aber hier und so gehe ich unter.

    Kann mir jemand einen Tipp geben, wie ich mir wenigstens einen störungsfreien Rahmen in unserem Haus schaffen kann, um vernünftig leben, lernen und arbeiten zu können. Und muss ich es wirklich billigen, dass soviele für uns fremde Menschen einen Zugang mit eigenem Schlüssel zu unserem Haus haben.

    Vielen Dank für die Geduld, diesen ellenlangen Beitrag zu lesen. Ich würde mich über die eine oder andere Antwort und vielleicht das eine oder andere aufmunternde Wort sehr freuen.

    Liebe Grüße
    Seeker
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas76, 07.03.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Wer behauptet das denn ? Auch wenn ein über 80jähriger Pflegefall sicherlich nicht mit einem 08/15-Mieter gleichzusetzen sein wird, kann man selbstverständlich wg. eigenbedarf kündigen.Da bei euch, wenn ich das richtig verstehe, die klassische "ein Haus, zwei Wohnunngen, Besitzer bewohnt eine davon selbst"-Situation besteht, ist das Kündigen sowieso noch mal um einiges einfacher.

    Will man nicht gleich mit der Kündigung kommen, würde ich erst mal eine Abmahnung schicken, die alle Punkte, die euch stören beinhaltet.Vieleicht wirkt das ja schon.Darauf hin würde ich diese ganzen Pflegeheinis, die wg. aller möglicher Probleme, die nicht eure sind bei euch klingeln zukünftig ganz klar darauf verweisen, das ihr damit nichts zu tun hat, und die Dame selber sehen muß, wie sie das geregelt bekommt.Wenn sie das nicht kann, muß sie evt. mal an einen Umzug in's Heim und/oder an einen Vormund, etc. denken, ihr seid schließlich keine Seniorenresidenz mit Rundumservice.Das die Mieterin Hausschlüssel an andere "verteilt" wird man allerdings vermutlich nicht verbieten können, sie muß aber für Schäden, die dadurch evtl. entstehen haften.

    Ist die Mieterin denn selbst noch der Ansprechpartner, oder hat sie mittlerweile einen Vormund o.ä. ? Oder ist evtl. die Enkelin die beste Ansprechpartenerin ? Es geht nur darum, ob eure Mieterin überhaupt noch in gänze alles mitbekommt, wenn ihr mit ihr kommuniziert ? Pflegedienst, etc. muß ja alles von irgednwem organisiert worden sein, also scheint es da jemanden zu geben, der erst mal vieleicht besser als Ansprechpartner geeignet ist als die Mieterin selber.

    Wenn ihr das Haus zu hellhörig ist, kann sie ja gerne ausziehen.Wg. dem Lärm könnte man Lärmprotokolle führen, und Erwachsenenwindeln (?) im Biomüll können ja wohl nur von der Dame stammen.Aber wie gesagt, einmal aus Nettigkeit in deutlichem Tonfall schriftlich abmahnen, und wenn das nichts bringt rigoros kündigen.

    Noch mal kurz&bündig zusammengefaßt : Selbstverständlich habt ihr Rechte, in der genannten Wohnsituation sogar mehr als in "normalen" Mietverhältnissen, ihr müßt sie nur eben auch durchsetzen.Wenn die betreffenden Leute auf freundliche Ansprachen nicht wie gewünscht reagieren, muß man eben härtere Geschütze auffahren.
     
  4. Seeker

    Seeker Neuer Benutzer

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    Guten Morgen,

    so jetzt bin ich mit meiner Nachtlernerei endlich fertig und versuche die nächsten drei ruhigen Stunden noch einmal ein wenig zu schlafen.

    Danke für die ausführliche und aufmunternde Antwort.

    Mir sagten mehrere "selbsternannte" Experten (unter anderem auch unser Notar und unser Steuerberater), dass wir keine Chance hätten "Eigenbedarf" anzumelden, da ein Mieter über 80 Jahre im Grunde Wohnrecht auf Lebenszeit hätte.

    Eigenbedarf anzumelden wäre eh der von uns letzte Schritt. Mir ist viel mehr daran gelegen, dass ich auf dem für mich begrenzten Raum wenigstens vernünftig leben und arbeiten kann.

    Kann ich hier zumindenstes um eine schriftliche Liste derjenigen bitten, die einen Schlüssel zu unserem Haus haben?

    Soweit ich weiß, hat unsere Mieterin keinen gesetzlichen Vormund, doch die Enkelin kümmert sich rührend um alle ihre Angelegenheiten und ist auch sonst immer bei Gesprächen zwischen ihrer Oma und uns dabei. Da unsere Mieterin schon mehrere kleine Schlaganfälle hatte, kann sie sich auf Gespräche nicht mehr sehr gut konzentrieren und vergißt vieles sehr schnell wieder. (Ansonsten ist sie aber geistig noch fit und nicht verwirrt.) Bei allem was unser Mietverhältnis und unsere Hausgemeinschaft betrifft beziehen wir deshalb die Enkelin auch gerne mit ein.

    Lärmprotokolle sind eine gute Idee und die werden wir auch gleich heute beginnen umzusetzen.

    ... Und ja, bei den Windeln handelt es sich eindeutig um Erwachsenenwindeln, die, ebenfalls eindeutig, nicht von uns stammen.

    Danke vorallem für diesen Satz. Denn das mit dem Durchsetzen ist so ein Schwachpunkt bei mir. Da ich doch immer einmal wieder in Richtung "Helfersyndrom" tendiere und die Bedürfnisse Anderer dann vor die meinen stellen, komme ich ab und zu davon ab, meine eigenen Bedürfnisse durchzusetzen. Da ist es gut, das von außen nochmal reflektiert und gesagt zu bekommen.

    Hier werde ich jetzt ansetzen und ins Handeln gehen.

    Liebe Grüße
    Seeker
     
  5. #4 Thomas76, 08.03.2010
    Thomas76

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    Also da würde ich es im Zweifelfall erst mal drauf ankommen lassen.Kündigen könnt ihr erst mal immer, ob und wie sich die Mieterin dann dagegen zur Wehr setzt, und mit welchem Ergebniss würde man dann sehen.Dazu käme, wie gesagt noch, das ihr aufgrund der quasi Einliegerwohnungs-Situation bei euch sowieso jederzeit ohne weitere Gründe kündigen könnt.

    Das die Person dann evtl. nicht ausziehen kann, mit welcher Begründung auch immer, kann da erst ein Richter entscheiden.Nur weil jemand 80 Jahre oder älter ist, ist es noch lange kein Härtefall, der nicht gekündigt werden könnte.

    Bitten kannst du um alles, ich glaube aber nicht das sie rechtlich dieser Bitte nachkommen müßte ;)

    Das ist gut so, bei allen rechtlich verbindlichen Dingen aber nicht vergessen, diese offziell an die Mieterin zu adressieren.

    Daran kannst du mal sehen, wie frech es ist, euch zu sagen, ihr müßtet erst mal nachweisen, das die Windeln von der Mieterin sind.

    Sehr gut.Auch mal nachzugeben, gerade wenn man quasi unter einem Dach wohnt ist grundsätzlich sicherlich nicht verkehrt, man ist ja auch an einem entspannten Mietverhältnis interessiert.Aber man muß eben auch deutlich machen, wenn es zu weit geht.Leider wird Nettigkeit gerne mal ausgenutzt, und wenn man dann nicht massiv gegensteuert wird es meist höchstens schlimmer.
     
  6. #5 lostcontrol, 08.03.2010
    lostcontrol

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    glühbirne und telefon sind sicher nicht euer problem, beim kühlschrank solltet ihr jedoch abklären ob der mitvermietet wurde oder nicht. FALLS er mitvermietet wurde, ist das sehr wohl euer problem.

    so grundsätzlich würde ich das aber auch nicht sehen. zumal ihr ja - wie bereits erwähnt - auch ein sonderkündigungsrecht habt, gegen das eigentlich kein einspruch erhoben werden kann.

    es steht eigentlich in allen standard-mietverträgen drin, dass der mieter nicht berechtigt ist ohne zustimmung des vermieters nachschlüssel anzufertigen. klar braucht der pflegedienst schlüssel, aber üblicherweise reicht denen einer, auch wenn sie sich abwechseln (hab da selbst erfahrung).
    ihr könntet natürlich auch das haustürschloss austauschen gegen eines dieser schlösser, für die man nicht mal eben so einfach bei jedem schlüsseldienst um die ecke nachschlüssel anfertigen kann. ob euch das allerdings so viel bringt ist die frage, denn sicher wollt ihr auch nicht zig mal am tag für die alte dame die türe öffnen müssen.

    ich würde mir an eurer stelle noch ganz andere sorgen machen ehrlich gesagt, und zwar eben weil ich mit dem thema (leider) 'ne ganze menge erfahrung habe:
    die alte dame ist nicht mehr fit, sie hat geistige aussetzer und besser wird das sicher nicht mehr werden (sorry, is aber so). das risiko, dass irgendwann mal was passiert, weil die dame leider nicht mehr ganz klar ist, ist ziemlich hoch. die "harmlosen" auswüchse davon kennt ihr ja schon (vergisst viel), es gibt da aber weit schlimmere auswüchse, angefangen mit dem ausrutschen in dusche oder badewanne oder gar das laufenlassen von wasser ohne es zu merken (wasserschäden am haus), bis hin zu feuerschäden und ähnlichem (herd angelassen, kerze nicht gelöscht usw.).

    vielleicht solltet ihr wirklich mal versuchen da mit der zuständigen behörde zu sprechen. wenn ich daran denke dass heutzutage ein gutachter kommen muss um zu beurteilen, ob es in ordnung ist, wenn ein pflegefall ein gitter ans bett bekommen soll, dann kann es kaum sein, dass in eurem fall niemand zuständig sein soll.

    so hart es klingen mag, aber irgendwann kommt nun mal der punkt wo man eine alte dame nicht mehr alleine wohnen lassen kann, und mir scheint als sei das bei euch zumindest schon sehr, sehr nahe dran.
    wahrscheinlich ist es für die alte dame besser wenn sie entweder zur enkelin zieht oder in ein pflegeheim kommt, so hart das klingen mag.
    natürlich ist es der enkelin lieber wenn sie bei euch wohnen bleiben kann, denn das ist ja wesentlich billiger als ein pflegeheim und deutlich bequemer für die enkelin, aber irgendwann muss man sich dem nun mal stellen.

    loschdi
    (deren omi nach langjähriger häuslicher und darauffolgender mehrjähriger stationärer pflege letztes jahr 96jährig verstorben ist)
     
  7. Kaktus

    Kaktus Neuer Benutzer

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    Erleichterung würde es bereits schaffen, wenn es einem gelänge, den Pflegedienst zu rücksichtsvollem und angemessenenem Verhalten zu veranlassen.

    Das geht zum einen über ein Gespräch (und wenn das nichts fruchtet, ein Schreiben) mit dem Pflegedienstleiter, in welchem man nachdrücklich darauf besteht, dass gewisse Mindeststandards (z. B. Türen leise schließen usw.) eingehalten werden. Das muss evt. auch noch mal wiederholt werden.

    Ich habe selbst auch einschlägige Erfahrungen mit Pflegediensten und da muss man resolut und sehr selbstbewußt auftreten, sonst wird das nichts, weil viele Leute da ihr Ding durchziehen und durcheinanderwurschteln.

    Gleichzeitig muss man die Enkelin auf die Probleme ansprechen und im Extremfall sollte auch eine schriftliche Abmahnung helfen. Da die alte Dame hier hilflos ist, ist die Enkelin nun mal in der Pflicht, als Vertreterin der Auftraggeberin den Pflegedienst "einzunorden".

    Wegen der unüberschaubaren Vielzahl der nachgemachten Schlüssel und wegen der unvollkommenen Abgeschlossenheit der beiden Wohnungen vermute ich schon, dass ein Anspruch auf eine Schlüsselliste bestehen könnte, nur ob das davor schützt, dass ein Schlüssel in falsche Hände gerät ?
     
  8. Capo

    Capo Erfahrener Benutzer

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    Es spielt keine rolle, wieviele Schlüssel im umlauf sind. Auch ein einziger Schlüssel im Blumentopf vor der Haustür rechtfertig keinesfalls das Übersteigerte Interesse eines Vermieters. Es ist wie bei Stalker früher: Erst wenn eingebrochen wurde und das mit Schlüssel, wird die Polizei diese Liste anfordern und alle Schl-eigentümer unter Generalverdacht stellen.

    einfache Gegenmaßnahme: Ein neuer Zylinder als Schließanlage. Sofort ist jede Kopie nur mit Sicherungskarte möglich. Der Vermieter hat also eine Hand auf die Kopien...
    Sollten die Kosten dem Vermieter das nicht wert sein, wird wohl auch keine echte Gefahr vorhanden sein.

    btw: Wie riskant ist es denn, wenn der Briefchenbringer einen Schlüssel hat. Bei einem ständigen Mitarbeiterwechsel ist vielleicht ein schl vorhanden, doch wer hat ihn???
     
  9. Seeker

    Seeker Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die vielen Beiträge. Ich habe mittlerweile schon mehrfach das Gespräch gesucht. Direkt bei den MA vom Pflegedienst. Bei der Pflegedienstleitung und auch der Enkelin. Die Leute vom Pflegedienst werden aber einfach nur frech und stellen mich als überzogen hin, zeigen keinerlei Einsicht, und knallen die Türen mit Fleiß noch lauter, trampeln intensiver und haben sich jetzt auch noch etwas Neues angewöhnt, nämlich die Möbel ständig hin und her zu rücken, die Fenster mit Gewalt zuzuschlagen.

    Es wird mir unterstellt, ich versuche die arme Frau rauszuekeln, dabei sind wir immer in erster Reihe dabei, wenn sie mal Hilfe braucht. Und ich miete mir jetzt Büroräume und zahle damit sogar drauf, da die Miete der Büroräume die Mieteinnahme der oberen Wohnung bei weitem übersteigt.

    Wir zahlen also drauf, damit eine alte Dame ihr Zuhause behalten kann. Da ist es dann besonders gemein, wenn so etwas behauptet wird.

    Alles was ich möchte, ist einfach nur ein wenig Ruhe und einen Raum, in dem auch ich in Frieden leben kann.

    Ich bin mit meinem Latein am Ende und streiche die Segel.

    Mein Mann bestätigt mir zwar, dass er das Verhalten des Pflegedienstes auch ganz klar als Ruhestörung empfindet, möchte aber nichts weiter dagegen tun, damit man das Feuer nicht noch schürt.

    Ich werde nächste Woche ausziehen und ersteinmal in meinem neuen Büro wohnen. Wie es mit meiner Ehe weitergeht - mal schauen. Ich überlasse dem Pflegedienst das Feld. Hier kann ich unter solchen Voraussetzung nicht leben.

    Habe mir ein Leben in den eigenen Vier-Wänden irgendwie anders vorgestellt.

    Ich kapituliere. Ich sehe doch immer mehr, dass ich keinerlei Rechte habe und wenn ich mir mein Recht wirklich so hart erkämpfen muss und Recht nichts mehr Gerechtigkeit, Fairness und Miteinander zu tun hat, dann bin ich bei diesem Spiel nicht mehr mit dabei.

    Trotzdem danke für alle Eure konstruktiven Beiträge. Ich habe leider keine Kraft mehr und auch keine Vorstellunge mehr davon, wie es funktionieren könnte.

    Mein Auszug scheint mir die einzige Lösung zu sein, bei der ich nicht ganz auf der Strecke bleibe.

    LG Seeker
     
  10. #9 armeFrau, 10.03.2010
    armeFrau

    armeFrau Erfahrener Benutzer

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    oh weia....aber, sorry wenn ich das so schreibe...
    Wenn der Mann nicht mit zieht, was willste machen?
     
  11. Seeker

    Seeker Neuer Benutzer

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    Genau das sehe ich auch so - die Handlungsmöglichkeiten sind da sehr eingeschränkt.

    Das Haus verkaufen und ausziehen kommt für meinen Mann nicht in Frage und sich gegen die Ruhestörung wehren auch nicht.

    Er möchte es aussitzen und ich kann und werde das auf keinen Fall aussitzen.

    Also wird er hier wohnen bleiben und ich ziehe ins Büro. So haben wir auf jeden Fall beide den Weg eingeschlagen, für den wir uns entschieden haben. Auch wenn sich diese Entscheidung auf der Basis von dem rücksichtslosen Verhalten Dritter (die mit diesem Haus im Grunde gar nicht zu tun haben dürften) begründet.

    Nun bleibt es abzuwarten wie lange das unsere Ehe aushält und wie es weiter mit den Besitzverhältnissen geklärt wird.

    Zur Zeit sind mein Mann und ich zu gleichen Teilen Eigentümer und ich habe die Nase von diesem Haus gestrichen voll und hoffe nun, dass wir auch hier eine Lösung finden.

    Da wird uns wahrscheinlich der Gesetzgeber auch wieder viele Steine in den Weg legen.

    Ich würde für das Haus ja auch weiter bezahlen, aber ich bin nicht mehr bereit als Eigentümer mit eingetragen zu sein und immer noch als Vermieterin zu gelten. Ich hoffe hier findet sich noch ein Weg.

    Werde mal mit der Bank sprechen.

    LG Seeker
     
  12. #11 armeFrau, 11.03.2010
    armeFrau

    armeFrau Erfahrener Benutzer

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    Ich wünsche Dir alles Gute und dass Du das Richtige für Dich entscheidest, in jeder Beziehung!
     
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