Jederzeit kündbar: vertragsklauseln.

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von Bayern-Racing, 06.04.2016.

  1. #1 Bayern-Racing, 06.04.2016
    Bayern-Racing

    Bayern-Racing Neuer Benutzer

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    Hallo vll hat ja jemand meinen post mitbekommen (mieter= betrüger)
    Mach jetz mit einem neuem mieter einen neuen vertrag. Darin soll ich als mieter jederzeit das recht haben zu kündigen. Wie schreibt man das am besten? Ich will keinen vertrag bei dem ich 10 jahre nix machn kann, weil man nicht weiss wie gut man mit dem mieter auskommt. Man kann ja immer ausfüllen
    Mietbeginn________
    Befristet bis______
    Dann dieses "verlängert sich automatisch um ___ jahre, wenn....."
    Ich dachte mir ich schreib noch drunter

    "Sonderkündigungs recht seitens des vermieters: der vermieter darf mit einer frist von 3 monaten zum jeweiligem kalendervierteljahr kündigen"

    Mal nur als beispiel, hat da jemand eine gute förmliche lösung sodass man als vermieter das recht hat den wenn wirklich was ist schnell raus zu haben?
    Will diemal alles richtig machen.
     
  2. AdMan

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  3. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Über das gleiche Objekt? Dann sollte als allererstes der noch bestehende Mietvertrag wirksam beendet werden...
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Äh? Du meinst hier sicherlich "du als Vermieter", oder?

    Ansonsten kannst du in einen Wohnraummietvertrag reinschreiben was du willst, deswegen muss das noch lange nicht Gültigkeit besitzen, u.a. weil im BGB doch recht häufig steht "Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam".

    Desweiteren ist es m.E. nicht Sinnvoll einen neuen Vertrag zu machen, wenn der alte Mieter noch nicht ausgezogen ist. Du weist das du gegen über deinem neuen Mieter haftbar wärest? Klar kannst du diese Kosten dann deinem "noch Mieter" in Rechnung stellen, aber wenn`s bei dem nix zu holen gibt .....

    Du kannst bei einem Wohnraummietvertrag max. 4 Jahre einen Kündigungsausschluss vereinbaren. Die fristlose Kündigung darf aber nicht ausgeschlossen werden. Andere Regelungen sind meines Wissens nur bei Gewerbemietverträgen möglich.

    Diese Klausel ist meines Wissens in einem Wohnraummietvertrag schon lange ungültig. In alten MV findet man sowas u.U. noch, aber du benutzt hoffendlich bei Neuvermietung immer aktuelle MV aus einer sicheren Quelle, oder nicht :?

    Dann empfehle ich dir den Gang zum Fachanwalt. Am falschen Ende zu sparen kann hinterher richtig Geld kosten.



     
  5. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Meine erachtens geht das gar nicht, und wenn dann nur sehr eingeschränkt, und mit einer Begründung. Um das gleich klar zu stellen "anderer Mieter hat mich beschissen" ist keine Begründung.
    Bitte, Bitte geh zum Fachanwalt für Mietrecht.
     
  6. #5 Bayern-Racing, 06.04.2016
    Bayern-Racing

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    Ja der wird davor gekündigt. Der alte mieter ist ja gar nicht eingezogen also gibts nicht zum ausziehen. Es ist als privater lagerraum zu vermieten jetzt. Also kein wohnraummietvertrag
     
  7. #6 Bayern-Racing, 06.04.2016
    Bayern-Racing

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    wäre das hier richtig von der form her was meint ihr?



    Das Mietverhältnis beginnt am .............................. und endet am ............................................

    Das Mietverhältnis verlängert sich um ....... Jahr(e), falls es nicht mindestens sechs Monate vor Ablauf durch eingeschriebenen Brief gekündigt wird. Für die Rechtzeitigkeit ist entscheidend der Zugang des Kündigungsschreibens. Sondervereinbarung: Der Vermieter hat das Recht, dem Mieter mit einer Kündigungsfrist von 3 Monaten zum Ende eines Kalendervierteljahres zu kündigen. Die Kündigung ist rechtzeitig erfolgt, wenn sie spätestens am 3. Werktag des ersten Monats der Kündigungsfrist schriftlich beim Mieter eingegangen ist.
     
  8. Duncan

    Duncan
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    Mal was ganz Exotisches: man geht zu Haus & Grund (kann man auch Online machen) holt sich da für kleines Geld einen erprobten von Fachjuristen geprüften und erarbeiteten Vertrag, ja die gibts da auch für Gewerbeflächen. Das hat zum einen den Vorteil, dass man eine ordentliche Vertragsurkunde hat die richtig ausgefüllt auch juristischer Prüfung standhält und nicht nur ein hysterisches Lachen hervorruft. Zum Anderen ein Mieter mit etwas Ahnung sieht auch gleich woran er ist und wird viele Nickligkeiten unterlassen.
    Die außerordentliche Kündigung ist damit dann auch jederzeit möglich.


    PS: ich finde es albern bei Geschäftsraummietverträgen ein Ende vorzubestimmen. Entweder es kommt eh anders als geplant, z.B. durch Insolvenz, dann wird das eh abgeändert, zum anderen möchte man möglichst lange Planungssicherheiten so das eher Mindestfristen interessant sind, gerade auch im Hinblick auf Umbauten/Anpassungen.
     
  9. #8 BHShuber, 07.04.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    da in Gewerbemietverträgen im weiteren Sinne Verhandlungsfreiheit herrscht könnte man das so eintragen, bis auf den Umstand der einseitigen Kündigungsmöglichkeit ausschließlich für den Vermieter, wenn du aber schreibst der Vermieter hat das Recht aus wichtigem Grund dem Mieter mit einer Frist von 3 Monaten zum Ende eine Kalendervierteljahres zu kündigen, sähe ich jetzt nicht das Problem.

    Sofern der Mieter den Vertrag kennt und sich mit den Bedingungen mit Unterschrift einverstanden erklärt.

    Gruß
    BHShuber
     
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  10. #9 Papabär, 08.04.2016
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    Vorsicht mit eigenmächtigen Zusätzen. Auch in ´nem Gewerbemietvertrag kann man gegen §§305 ff. BGB verstoßen. Insbesondere wenn sich Geiz (die Sache mit dem Fachanwalt wurde ja nun bereits mehrfach gepostet), Frust und Ahnungslosigkeit paaren, gehört man da schnell zur Risikogruppe.

    Den geneigten Mietinteressenten freut´s ... kann der doch mit dem Wissen der Unwirksamkeit fast jeden Sch*** unterschreiben.


    Auch hier sehe ich schon Potential für Murphy´s Gesetz. Zwar dürfte das noch verhältnismäßig kostenneutral sein, aber der Streß ...
     
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