Kabelanschluss entfernen

Diskutiere Kabelanschluss entfernen im Kabel /Antenne / SAT-Anlage Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Es gibt in unserem Haus einen Kasten von Kabel Deutschland, den wir gerne entfernen (lassen) würden. Weder unsere Mieter, noch wir haben Interesse...

Katharmo

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Es gibt in unserem Haus einen Kasten von Kabel Deutschland, den wir gerne entfernen (lassen) würden. Weder unsere Mieter, noch wir haben Interesse an einem Kabelanschluss. Der Kasten hängt leider genau an der Stelle, wo wir früheren Durchbruch wieder öffnen möchten.

Ich habe ein bisschen recherchiert und es gibt wohl das "Recht auf Informationsmöglichkeit". Das Anbringen von Satellitenschüsseln würden wir jedoch aufgrund des Denkmalschutzes niemandem gestatten (müssen).

In allen Wohnungen gibt es Telefondosen, so dass Telefon/DSL/Fernsehen (via Internet) für jeden möglich ist, der einen entsprechenden Einzelvertrag abschließt und so wird es von den Mietern auch gehandhabt, von uns ebenfalls.

Jetzt sehen wir also zwei Möglichkeiten:
1. Kabel Deutschland mit dem Abbau und der Abholung ihres Kastens beauftragen. Hat jemand von euch Erfahrung damit? Ist das kostenpflichtig? Können die unseren Verzicht auf diesen Kasten irgendwie verweigern?

2. Den Kasten selbst (illegal) abklemmen und einlagern. Wenn dann doch später mal jemand sich bei Kabel Deutschland (oder jetzt Vodafone) nach Tarifen erkundigt, wäre natürlich der Kabelanschluss laut deren System noch verfügbar, wenngleich es uns unrealistisch erscheint, dass sich jemals jemand ernsthaft dafür interessieren könnte.

Für uns ist Variante 1 deutlich attraktiver, da sie legal ist und der Kasten nicht gelagert werden müsste.
Wer hat Erfahrungen bzw. Rat, wie wir am besten vorgehen?
 

immobiliensammler

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Hast Du Unterlagen darüber wie dieser Kasten ins Haus kam? Irgendeinen Gestattungsvertrag o.ä. muss es ja geben. Da müsste dann ja auch die Kündigung dieses Vertrages geregelt sein.
 

Katharmo

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Ich habe gar nichts darüber und es wird ja auch nichts bezahlt. Es ist einfach nur der Kasten da.
 

immobiliensammler

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Dann würde ich Vodafone einfach in Zugzwang bringen. Kurzes Schreiben ala ich kündige hiermit den mit Ihnen bzw. Ihrer Rechtsvorgängerin geschlossenen Gestattungsvertrag bezüglich des Anbringens eines "Kastens" in meinem Haus zum sagen wir 28.02.2021. Wetten es kommt postwendend ein Schreiben, das dies laut § xxx des Vertrages nicht möglich ist und dann bestreitest Du das eben und verlangst eine Kopie des Vertrages zwecks Nachprüfung.
 

ehrenwertes Haus

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Idee 2 finde ich nicht gut.
1. Der Anschlußkasten ist nicht dein Eigentum.
2. Wurden diese Kästen gratis gesetzt (überwiegend)
3. Wiederanschluß ist kostenpflichtig, falls das später gewünscht wird.

Besser aus meiner Sicht:
Den Kasten nur an eine Stelle versetzen, an der er nicht stört.

In allen Wohnungen gibt es Telefondosen, so dass Telefon/DSL/Fernsehen (via Internet) für jeden möglich ist, der einen entsprechenden Einzelvertrag abschließt und so wird es von den Mietern auch gehandhabt, von uns ebenfalls.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass du keinem Mieter das vorschreiben kannst bzw. darfst.
Auch Mietern ohne Telefon- und/oder Internetanschluß muss TV-Empfang möglich sein. Entweder über Schüssel oder Kabel.

Das Anbringen von Satellitenschüsseln würden wir jedoch aufgrund des Denkmalschutzes niemandem gestatten (müssen).
Doch, sofern kein anderer kostenloser TV-Empfang möglich ist.
 

Katharmo

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Wäre dann nicht DVB-T2 eine Alternative?
 

Katharmo

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3. Wiederanschluß ist kostenpflichtig, falls das später gewünscht wird.

Das Risiko würde ich eingehen.
Sollte der Fall überhaupt jemals eintreten, würde ich sowieso einen anderen Anbieter nehmen. Nach meinem Kenntnisstand hat der Vermieter das Wahlrecht.
 

ehrenwertes Haus

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Kenntnisstand hat der Vermieter das Wahlrecht.
Theoretisch ja.
Praktisch: Wieviele Firmen kennst du, die eigene Kabel verlegen für Kabel-TV?
Die Leitungen dafür gehören der Telekom mit ihren diversen Ablegern.

In der Zukunft kann das anders aussehen.
 

ehrenwertes Haus

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Wäre dann nicht DVB-T2 eine Alternative?
Für dich ja, ich hätte aber keine Lust mich hiermit anzulegen ;)
Ständige Rechtssprechung z.B. BayObLG, WuM 1981, 80; vgl. auch BVerfG NJW 1994, 1147, 1148 m. w. N.

in diversen Kommentaren dazu steht u.A.:
Gibt es in dem Haus weder über eine Gemeinschaftsantenne noch über einen Kabelanschluss eine ausreichende Möglichkeit zum Empfang von Fernsehprogrammen, hat der Mieter einen Rechtsanspruch auf Anbringung einer Einzelantenne. Dies gilt selbst dann, wenn im Mietvertrag etwas anders vereinbart ist. (LG Hamburg ZMR 65,188). Der Mieter benötigt aber dennoch die Zustimmung des Vermieters, wenn er eine eigene Antenne aufstellen will. Der Vermieter hat ein Mitspracherecht bei der Aufstellung und Montage einer entsprechenden Antenne, er kann den Montageort bestimmen, soweit keine unzumutbaren Kosten für den Mieter entstehen. Im übrigen muss der Vermieter aber seine Zustimmung erteilen.
 
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Katharmo

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Das ist ja verrückt. Ich meine, wenn man eine Wohnung anmietet, weiß man doch vorher, was alles zur Ausstattung gehört.
Aber ok, ich akzeptiere geltendes Recht selbstverständlich.
Ich danke dir für das Heraussuchen der Texte :top
 

Katharmo

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Jetzt gesehen: die von dir genannte Regelung ist sogar sinngemäß im Haus und Grund Mietvertrag drin
 

Hutchinson Hatch

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Aus technischer Sicht empfinde ich persönlich weder IPTV noch DVB-T2 als gleichwertigen Ersatz zu einer vernüftigen Schlüssel oder Kabel-TV. Gerade für ältere Menschen wäre dies doch eine erhebliche Einschränkung ihrer Gewohnheiten.
 

Katharmo

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Ich habe die erhaltenen Ratschläge mit meinem Mann durchgesprochen und werden den Kasten ein wenig versetzen, das müsste möglich sein, ohne ihn abzuklemmen.
 
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