Kalkmatik - wer kennt den?

Diskutiere Kalkmatik - wer kennt den? im Kaltwasserversorgung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, wir haben im Heizungsraum ein "Kalkmatik" das ist ein Wasserleitungsgerät für die Wasseraufbereitung. Das ist aber auch alles was ich...

*Rosalie*

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Hallo,

wir haben im Heizungsraum ein "Kalkmatik" das ist ein Wasserleitungsgerät für die Wasseraufbereitung. Das ist aber auch alles was ich davon weiss. Im Haus kann uns Niemand sagen was es damit auf sich hat. Dies hat ein Voreigentümer einbauen lassen, den wir nicht mehr fragen können.

Wir haben hier einen sehr harten Wassergrad. Kennt dieses Gerät vllt. Jemand von euch? Ich habe mal 2 Fotos angefügt.

VG Rosalie
 

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Berny

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Hallo Rosalie,

mehr als Deine Infos gab Google auch nicht her. Das Gerät scheint ca. 20 Jahre alt zu sein. Es soll wohl zur Entkalkung von Wasser dienen. Eine mögliche Arbeitsweise könnte sein, dass eine höhere Frequenz in der durchlaufenden Wasserleitung erzeugt wird, wodurch die Kalkpartikel in Schwingungen versetzt werden und sich gegenseitig anschleifen, also weniger scharfkantig werden sollen. Dadurch könnten sie sich dann nicht mehr so leicht an Rohrinnenwänden festsetzen.
Falls da noch ein Filter bei sein sollte, sollte man mal überlegen, ob er noch eine (positive) Wirkung hat bzw. haben kann.
 

Heizer

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Das sieht nach so einem Gerät ohne Funktion aus, was Anfang der 90er einige dubiose Firmen ahnungslosen Eigentümern total überteuert aufgeschwazt haben.

Aus physiakalischer Sicht kann man mit etwas Elektronik nicht den Kalkgehalt des Wasser herabsetzen. Und das mit den Schwingungen ist blödsinn. Kalk ist nämlich nicht magnetisch. Ein elektromagnetisches Feld hätte also keinerlei Auswirkungen.

Eine richtige Wasseraufbereitung in der Industrie und Gastronomie erfolgt auch heute noch auf chemischem Wege.
 

Papabär

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Kalk ist nämlich nicht magnetisch.
Seinerzeit gab´s ja auch diese Dauermagnete, die man sich an jedes Ende der Wasserleitung bappen sollte und die angeblich den Kalkgehalt im Waser reduzieren sollten. Sonderpreis damals 27,- DM/Paar. Mein Vater schwört heute noch Stein und Bein darauf, das diese Dinger was gebracht haben sollen - ich hab´ mittlerweile aufgegeben ihm die magnetischen Eigenschaften von Kalk zu erklären.

Vielleicht haben diese Dinger ja auch bewirkt, daß der Kalk sich nicht mehr an den Rohrleitungen absetzen konnte und munter in seine Nahrungskette gewandert ist.
 

Berny

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Vielleicht haben diese Dinger ja auch bewirkt, daß der Kalk sich nicht mehr an den Rohrleitungen absetzen konnte und munter in seine Nahrungskette gewandert ist.
Vom Kopf abwärts geht ja noch... - und Glauben versetzt ... ;-)
 

klavikula

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Schauen Sie mal bei "Owa" bzw. "Grünbeck".
Ich habe so eine Anlage und kann insoweit den Härtegrad des Wassers herabsetzen. Zwei Sack Salz a 8,50 € p.a., sowie alle zwei Jahre eine Wartung mit Vertrag a 130,-€. Qualitativ hohe Geräte für EFH kosten deutlich unter 2.000,- €
 

emu_hd

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KALKMATIK Betriebsanleitung

Kalkmatik ist ein Markennamen der Firma Schmidt Wasseraufbereitung in Pfaffenhofen von 05.06.1987 bis 01.07.2007 gewesen.
Betriebsanleitung siehe KALKMATIK_BETRIEBSANLEITUNG1.jpgKALKMATIK_BETRIEBSANLEITUNG2.jpg
Wir haben so eine Einheit seit Anfang der 90er bei uns im Haus installiert, nachdem 1983 praktisch alle Kaltwasserleitungen zugekalkt waren und ersetzt werden mussten.

Seitdem sind unsere 6 Heisswasserboiler leichter zu entkalken und die Kaltwasserleitungen sind nicht mehr zugewachsen.

Das Gerät läuft seit dem praktisch wartungsfrei. Gelegenlich muss mal der Poti nachjustiert werden und wir haben einen Grobschmutzfilter vorne drangehängt.

Das Kalk bleibt zwar im Wasser, gegenüber früher sind jedoch die Kalkkristalle nicht mehr scharfkantig und agressiv.
Davor war der Kalk so in die Heizstäbe reingefressen dass wir alle 3 Jahre neue kaufen mussten.
Habe selbst Ende 2011 rund 25 Liter weichen Kalk mit blossen Händen rausgebröckelt.
Insofern stimmt die Aussage der Firma Schmidt das der Kalk weniger agressiv ist rund 20 Jahre später immer noch.

In der Mietwohnung wurde der Boiler meist auf 80 Grad geheizt und ist trotz Anlage im Schnitt alle 8 Jahre kaputt gegangen.
In Oma's Wohnung wird der Boiler immer nur auf max. 40 Grad geheizt und hält seit 1983 (!). Entkalken muss halt alle paar Jahre sein.

Es stimmt also wenn Stiftung Warentest schreibt, dass weniger Wärme den grössten Effekt auf Verkalkung hat.
Unsere Kaltwasserleitungen sind immernoch frei und mit einer dünnen glatten Kalkschicht überzogen.
Nächste Jahr lass ich ein Bad renovieren und dann schau ich mir mal die Kaltwasserleitungen an.

Für mich wirkt das Gerät und zum Wirkprinzip siehe Wikipedia bzw. http://www.aqua.si/datoteke/Physikalische_Wasserbehandlung.pdf

mfG
E
 

Papabär

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...Ich spreche diesen Geräten ihre angeblichen Wirkungen ab.
Ooch Berny ... nu sei doch mal kein Spielverderber. Ich wollte mich gerade freuen.

In diesem Pamphlet zur Wirkungsweise steht nämlich (so mehr oder weniger), das das Gerät dafür sorgt, das die Moleküle im Wasser kristllisieren, was dann dazu führen müsste, das die Wachstumsgeschwindigkeit in alle Richtungen gleich (isotrop) wäre, wodurch wiederum kugelförmige Kristalle entstehen.

Nicht das ich alles verstanden hätte ... aber das es einen sehr hohen Bedarf an kugelförmigen Kristallen gibt, dass hab´ ich hier bereits mitbekommen. :hut015:
 

Berny

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Papabär:

"Ooch Berny ... nu sei doch mal kein Spielverderber. Ich wollte mich gerade freuen."
Schande über meine Rübe!:sauer016:

"In diesem Pamphlet zur Wirkungsweise steht nämlich (so mehr oder weniger), das das Gerät dafür sorgt, das die Moleküle im Wasser kristllisieren, was dann dazu führen müsste, das die Wachstumsgeschwindigkeit in alle Richtungen gleich (isotrop) wäre, wodurch wiederum kugelförmige Kristalle entstehen."
Yooo, und diese Nummer ist bereits soo alt, dass die Bartwickelmaschine nebenan schon eingeschlafen ist.

Nicht das ich alles verstanden hätte ... aber das es einen sehr hohen Bedarf an kugelförmigen Kristallen gibt, dass hab´ ich hier bereits mitbekommen. :hut015:"
Jaja, immer diese Globuli...:50:
 
Martens

Martens

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Nur weil man sich einen bestimmten Effekt/Vorgang mit dem aktuellen Wissensstand nicht erklären kann, heißt das ja nicht, daß es diesen Effekt/Vorgang nicht gibt. Hier hat die Menschheit schon häufiger geirrt.

Ich kenne auch so eine Anlage, die seit über zehn Jahren funktioniert...

Also bitte sachlich diskutieren und keine Häme ausschütten.

Den entsprechenden Artikel bei wikipedia findet man nach kurzer Suche.

Christian Martens
 
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Jobo45

Jobo45

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.....spreche diesen Geräten ihre angeblichen Wirkungen ab.....

Es soll ja auch Untersuchungen geben die festgestellt haben, dass Wasser in seinem Verhalten durch elektrische und magnetische Felder beeinflusst wird.
Ebenso gibt es Untersuchungen der Stiftung Warentest dass 3 von 13 Geräten funktioniert haben.
Mein Fazit daraus, ist ein Lieferant bereit, dass ein solches Gerät getestet und nach einer angemessenen Zeit immer noch zurückgegeben werden kann, hat man die beste Möglichkeit sich von der Wirkung oder auch nicht Wirkung zu überzeugen, verstehen warum das funktioniert braucht man nicht.
Pauschale Aussagen wie das Zitat oben, halte ich eher für polarisierend und öffnen den Scharlatanen Tür und Tor.
 

Heizer

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Es soll ja auch Untersuchungen geben die festgestellt haben, dass Wasser in seinem Verhalten durch elektrische und magnetische Felder beeinflusst wird.
Ebenso gibt es Untersuchungen der Stiftung Warentest dass 3 von 13 Geräten funktioniert haben.
Mein Fazit daraus, ist ein Lieferant bereit, dass ein solches Gerät getestet und nach einer angemessenen Zeit immer noch zurückgegeben werden kann, hat man die beste Möglichkeit sich von der Wirkung oder auch nicht Wirkung zu überzeugen, verstehen warum das funktioniert braucht man nicht.
Pauschale Aussagen wie das Zitat oben, halte ich eher für polarisierend und öffnen den Scharlatanen Tür und Tor.

Dann frage ich mich warum in der Industrie und Gastronomie solche Dinge nicht eingesetzt werden sondern immer chemische Wasseraufbereitungen vorzufinden sind. Ähnlich sieht es aus bei größeren Heizanlagen aus.
 

Papabär

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Dann frage ich mich warum in der Industrie und Gastronomie solche Dinge nicht eingesetzt werden sondern immer chemische Wasseraufbereitungen vorzufinden sind. ...
Das könnte evtl. daran liegen, dass die den wikipedia-Artikel (link siehe Beitrag von Martens) tatsächlich auch gelesen haben.
 

gams

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Seit 1991 habe ich eine Kalkmatik nach der Wasseruhr und Wassfilter eingebaut und bin damit zufrieden.
Obwohl unser Letungswasser sehr kalkhaltig ist - 20-2 dH -sind meine Wasserleitungen sauber und kalkfrei. Da ich eine Solaranlage für Wasser auf dem Dach habe, brauch uch den Wärmetauscher im Warmwasserboiller nur nach ca. 4 Jahren renigen. Den Kalk kann ich mit einer Wurzelbürste - nicht Stahlbürste! - vom Wärmetauscher entfernen.
Mir war es wichtig, daß ich zu unserem guten Trinkwasser keine Chemie zuführen muß und die Rohrleitungen nicht verkalken.
 

RP63VWÜ

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Kaum 9 Jahre vorbei und es gibt einen Beitrag eines neuen Forenmitglieds …
Dennoch: Willkommen im Forum, @gams!
Egal, Zitat aus dem verlinkten Wikipedia-Artikel:
Die Stiftung Warentest veröffentlichte im Januar 2000 eine Untersuchung derartiger Wasserbehandlungsgeräte. Es konnte meist keinerlei Wirkung festgestellt werden; allein die drei Geräte mit regelmäßig zu wechselnder Filterpatrone zeigten eine deutliche Verminderung von Kalkablagerungen in Elektroboilern.
Schon @Heizer schrieb damals:
Eine richtige Wasseraufbereitung in der Industrie und Gastronomie erfolgt auch heute noch auf chemischem Wege.
So schauts aus!
In der Gastronomie werden qualitativ hochwertige und relativ teure Filter vorgeschaltet, die nach spätestens einem Jahr ersetzt werden müssen (alternativ früher nach entsprechender Durchflussmenge).
Gleichzeitig wird eine Behandlung der Leitungen und des evtl. vorhandenem Karbonator (Soda-Anlagen wie Cola-Postmix) mit Säure durchgeführt.
Nix für Laien, denn der Gast sollte möglichst nicht bereits im Lokal umkippen. ;)
Ach so:
Mir war es wichtig, daß ich zu unserem guten Trinkwasser keine Chemie zuführen muß und die Rohrleitungen nicht verkalken.
1. Alles ist Chemie, Wasser zum Beispiel ist H2O.
2. Trinkwasser verliert direkt nach der Entnahmestelle seinen Status und wird fortan "nur noch" Lebensmittel genannt.
 
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