Kaltwasser abrechnen. Nach Verbrauch?

Diskutiere Kaltwasser abrechnen. Nach Verbrauch? im Abrechnungs-/Umlagmaßstab Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Wenn sich in einem Haus mehrere Wohnungen befinden, jedoch nur ein Teil - sagen wir mal 40% - mit Kaltwasserzählern ausgestattet sind, konnte man...

  1. #1 Papabär, 06.08.2019
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Wenn sich in einem Haus mehrere Wohnungen befinden, jedoch nur ein Teil - sagen wir mal 40% - mit Kaltwasserzählern ausgestattet sind, konnte man bislang ja mittels Vorverteilung nach Nutzergruppen abrechnen und jenen Teil ohne Wasserzähler eben nach Fläche verteilen.

    Jetzt soll es ein neues Eichgesetz geben, welches diese Art der Abrechnung unmöglich machen würde.

    Habt ihr auch schon davon gehört oder wollte mir da lediglich ein Wasserzählervertreiber einen Bären aufbinden (in der Hoffnung auf einen erweiterten Vertragsabschluss).
    In meinen Augen kann doch da irgendetwas nicht stimmen, wenn ich jene Wohnungen, die mit Wasserzählern ausgestattet sind, jetzt trotzdem nur nach Fläche abrechnen darf. Oder?
     
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  3. Andres

    Andres
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    Nein, aber das muss ja nichts heißen ...


    Vielleicht kommt ja mal die Pflicht zur Verbrauchserfassung für "alles". Aber auch davon hätte ich bislang nichts gehört.
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ganz unabhängig von irgendeinem Eichgesetz sehe ich im Moment nicht, wie die Vorabaufteilung funktionieren soll. Gemessene Menge und Rest? Das würde die Messfehler der Wohnungszähler vollständig dem Rest anlasten und wäre unzulässig.
    Voraussetzung für diese Art der Verteilung wäre m.E., dass für beide Gruppen die jeweilige Gesamtmenge gemessen wird.
     
    dots gefällt das.
  5. #4 Papabär, 07.08.2019
    Papabär

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    Ja, das wäre natürlich in der Tat der korrekte Weg. Da sich die Gruppen aber die gleichen Stränge teilen, dürfte das technisch kaum unzusetzen sein.

    Es dürfte auch nahezu unmöglich sein, die Eigentümer dazu zu bewegen, ALLE Wohnungen auf einen Schlag mit Wasserzählern ausstatten zu lassen (bitte einfach mal so hinnehmen. Ist ein kompliziertes Konglomerat - ähnlich einer sich nicht ganz einigen Erbengemeinschaft - das zu erläutern mehrere Seiten füllen würde und eventuell beteiligten Mitlesern einen zu hohen Wiedererkennungswert bieten würde). Wenn wir es in der nächsten Dekade schaffen sollten, bin ich schon heilfroh ... der angekündigte Mietendeckel dämpft meine Erwartungen allerdings recht erheblich. Aktuell geht die Tendenz in Richtung "Wenn dann trotzdem nach Fläche abgerechnet werden muss, können wir auf die Wasserzähler ja auch gleich ganz verzichten".
    Das einzig Gute an dem Objekt ist, dass es alleine genug Stoff für "Das Mietshaus des Grauens" (Teil II-XIV) liefern würde.
     
  6. RMHV

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    Hatte nichts anderes erwartet...
    Dann nimm es doch einfach so und versuche nicht, dir Probleme mit einer an greifbaren Abrechnung einzuhandeln...
     
  7. #6 Papabär, 07.08.2019
    Papabär

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    Hatte ich mitr ja auch gedacht. Nun hat mir aber ein kluger Mensch mal erzählt, dass wenn Kaltwasserzähler verbaut sind, diese auch verwendet werden müssen. Und einige Einheiten sind halt bereits damit ausgestattet. (Den Ausbau derer kriege ich vermutlich genausowenig durch).
     
  8. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Warten, bis die Eichfrist der verbauten Zähler abgelaufen ist?
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 07.08.2019
    ehrenwertes Haus

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    Nein, wenn nicht alle Entnahmestellen mit Zählern ausgestattet sind, müssen die verbauten KW-Zähler nicht für die NK-Abrechnung verwendet werden.
    Gibt halt evt. Diskussionen mit den Mietern oder Selbstnutzern der Wohnungen mit Verbrauchserfassung, wenn dann doch nach Fläche abgerechnet wird.

    Ich habe einfach meinen Anwälten geglaubt und nicht weiter nachgeforscht bei "Mischbauweise" Wohnungen mit und ohne Zähler im gleichen Haus.
    Auf deren Rat hin wir entweder nach Fläche (oder bei viel Leerstand nach Bewohneranzahl lt. Vertrag) abgerechnet.
    Egal wie man es dreht und wendet, bei dieser "Mischbauweise" ist irgenjemand immer der Depp, der zuviel für seinen Verbrauch zahlt.
     
  10. #9 ehrenwertes Haus, 10.08.2019
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    Ich habe nochmal gebuddelt wegen den Kaltwasserzählern bzw. Kaltwasserabrechnung und musste meine Meinung revidieren.
    Die Frage von @Papabär ist doch nicht so einheitlich zu beantworten, wie wir das immer gerne hätten...

    Die Kaltwasserabrechnung unterliegt zwar nicht bundesweit einheitlichen Regelungen wie die WW-Geschichte, aber es gibt länderspezifische Vorgaben zu einer Nachrüstpflicht mit Kaltwasserzählern für die jeweiligen Nutzeinheiten. Für die jeweiligen Länder in den LBOs buddeln.

    Soweit ich gesehen habe, gewährt nur noch Bayern Narrenfreiheit bei Kaltwasserzählern bei Wohnung- und sonstigen Einheiten unabhängig ob Neubau oder Bestandsimmo.

    In allen übrigen Bundesländern gibt es Einbau- bzw. Nachrüstpflichten bei Neubauten und Bestandsimmos bei Nutzungsänderungen. In einigen Bundesländern nur für Wohnraum, in anderen für egal welche Art von Nutzeinheit und manche finden das nur bei Gewerbeeinheiten lustig. Und natürlich wie immer: keine Regel ohne Ausnahme(n) beachten.


    Ich nehme an, das hier ist bekannt:
    https://www.haufe.de/recht/deutsche...092003-v-zb-2103_idesk_PI17574_HI1058750.html
     
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Kaltwasser abrechnen. Nach Verbrauch?

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