Kaltwasserzähler -Austausch

Diskutiere Kaltwasserzähler -Austausch im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Es ist wieder so weit. Ein Wasserzähler weist sehr geringen Verbrauch auf. Der Mieter war beruflich lange im Ausland. Ein VM soll ja...

  1. #1 Nanne, 05.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 05.01.2015
    Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Es ist wieder so weit.

    Ein Wasserzähler weist sehr geringen Verbrauch auf. Der Mieter war beruflich lange
    im Ausland.
    Ein VM soll ja wirtschaftlich handeln/denken und ich bin am überlegen ob dieser Wasser-
    zähler unbedingt nach 6 Jahren geeicht bzw. erneuert werden muß.

    Mir geht es nicht unbedingt um die Kosten, vielmehr um Grundsätzliches.

    Süddeutsche Wohnwirtschaft 2004
    "Soweit aus Gründen der Kostenersparnis (Wirtschaftlichkeitsgebot) das alte Messgerät gegen ein neues (generalüberholtes oder fabrikneues) Meßgerät ausgetauscht wird, -wie dies üblicherweise der Fall ist-, zählen auch diese Kosten zu den Eichkosten im Sinne des § 2 Nr.2 Betr.KV,

    danke für sachdienliche Meinungen.
     
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  3. Pitty

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    Du kannst es nur den Mieter überhelfen, wenn es über eine Miete läuft.

    Ich kann mir nicht vorstellen, wenn es alle 6 Jahre kommt, dass man da von einer Regelmäßigkeit reden kann.
     
  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ich schon, schließlich ist "alle 6 Jahre" eine astreine Regel.

    Mein Vater geht regelmäßig Blutspenden.
    Er war bisher ein einziges mal und geht alle 50 Jahre zum Blutspenden.
    Das ist sehr wohl regelmäßig, auch wenn das Bauchgefühl was anderes behauptet.
     
  5. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Was soll denn das für ein Quatsch sein? Und wann ist die nächste Regelmässigkeit?
     
  6. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo pitty,

    Na nach den nächsten 50 Jahren ...

    Ich glaube @Dots versucht zu erklären das für eine Regelmäßigkeit nicht der Jahresrhythmus nötig ist und dieser auch mal wie bei Kaltwasserzählern alle 6 Jahre stattfinden kann.

    Es spricht also nix dagegen die Kaufkosten auf den M umzulegen.

    Ich weiß jetzt nicht genau wer das war aber ein Forenmitglied, legt jährlich 1/6 der Kosten auf die M um, dadurch zahlen auch M anteilig obwohl sie später eingezogen und/oder früher Ausgezogen sind.

    VG Syker
     
  7. #6 lostcontrol, 05.01.2015
    lostcontrol

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    Da musst Du nicht überlegen - es gibt in Deutschland eine Eichpflicht.
    Also: JA. Du musst eichen lassen bzw. erneuern lassen.
     
  8. Andres

    Andres
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    Wirtschaftlich ist etwas anderes als billig, günstig, sparsam und andere ähnliche Begriffe. Wirtschaftlichkeit beschreibt einen Zusammenhang zwischen einem Ergebnis und dem dafür betriebenen Aufwand. Das Ergebnis ist in diesem Fall ein rechtlich einwandfreies Ableseergebnis. Der Eichtausch ist der dafür betriebene Aufwand. Unwirtschafltich wäre dieser Aufwand, wenn er in keinem angemessenen Verhältnis zur Gegenleistung steht.

    Zwar würde das Auslassen des Eichtauschs den Aufwand reduzieren, gleichzeitig würde dadaurch aber das Ergebnis (einwandfreie Verbrauchserfassung) nicht erreicht. Das hat nichts mit Wirtschaflichkeit zu tun.


    Schön auch, dass hier so eine tolle Diskussion um einen Begriff entstanden ist, der so gar nicht (bzw. in völlig anderem Zusammenhang) in der BetrKV steht. Dort ist von "laufend" die Rede, nicht von "regelmäßig".


    Teilweise mach ich das so. Die vollständige Umlage im Anschaffungsjahr habe ich aber auch schon durchgebracht.
     
  9. Berny

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    So isses. Die Erstinstallaition (rund 2000€) hatten wir damals selbst bezahlt, jedoch die Eichtauschkosten werden wir nach dem ersten Eichtausch jährlich mit 1/6 berechnen.
    (Für Klugsch....: Dass Warmwasserinstrumente nach fünf Jahren dran sind, ist mir sehr wohl bekannt).
     
  10. Nanne

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    Ich kenne die Eichpflicht und halte mich auch daran. Es ist für meine "sparsame Seele"
    nur nicht einzusehen, daß ein Zähler mit knapp 60 cbm Durchlauf ebenso der Eichpflicht
    unterrliegt wie ein anderer mit einem vielfachen Durchlauf. Verstehe mich richtig, mir geht es darum ob nicht ein "Leidgenosse" meine Meinung vertreten kann/könnte.Wäre ja möglich.

    Ich lege auch die Kosten 1/6 Teil mit den NK um. Die gesamte Eichsumme ist zwar auch
    möglich, nur ist das sinnvoll, wenn der Mieter auch 6 Jahre nicht auszieht, er wäre sonst benachteiligt..
     
  11. #10 lostcontrol, 05.01.2015
    lostcontrol

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    Tja, das ist leider häufig so dass man persönlich den Sinn eines Gesetzes nicht nachvollziehen kann.

    Bei den Wasserzählern denke ich aber dass eine geringe Durchflussmenge tatsächlich eher schädlich ist als nützlich - ich denke da auch an das vermutlich noch allseits bekannte "rostige Wasser" bei älteren Leitungen wenn man früher (oder in Altbauwohnungen teilweise auch heute noch) nach dem Urlaub das erste mal wieder den Hahn aufgedreht hat.

    Wenn wir diese Kosten umlegen würden, dann würden wir es wohl auch so handhaben. Ich überleg da alle paar Jahre mal wieder dran rum ob wir das tun sollen, vielleicht führen wir's ja nächstes Jahr tatsächlich ein.
     
  12. Nanne

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    @ lostcontrol

    Rostiges Wasser- das ist ein Argument.
     
  13. Berny

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    Denk' nach: 60m³ sind in etwa soviel, wie (knapp) zwei Menschen in einem Jahr verbrauchen.
     
  14. #13 Taliesin, 05.01.2015
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    Hallo,

    nur mal fürs Protokoll: Es ist doch so, dass die Kosten eigentlich nur einmalig im Anschaffungs/bzw Austausch-)jahr anzusetzen sind, oder? (analog WMZ)
    Die 1/6-Geschichte, die ich für fair halte, ist so doch nicht vorgesehen?

    Gruß
    Tali
     
  15. #14 lostcontrol, 05.01.2015
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    Oooops ja genau! Das ist ja ein ganz normaler Verbrauch, für eine Single-Wohnung wär das sogar sehr viel! Danke Berny, war mir auch nicht aufgefallen.
     
  16. Andres

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    Verstehen ja, vertreten wie oben dargelegt nicht. Bei mir setzt auch regelmäßig das große Kopfschütteln ein, wenn ich in einem Objekt bei der Heizkostenabrechnung sehe, dass man sich das ganze Theater mit der Verbrauchserfassung auch hätte sparen können, weil bei einer Umlage komplett nach Fläche praktisch das gleiche Ergebnis entstanden wäre.

    Ich sehe es so: Bei Wahlen habe ich eine Stimme, meine Mieter haben viele. Für die Gesetzgebung sind meine Mieter also stärker verantwortlich als ich. Solange ich die Kosten des Ergebnisses dieser Gesetzgebung auf die Mieter umlegen kann, kann ich mich mit diesem Mess-Wahn irgendwie arrangieren.
     
  17. Nanne

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    Eine kleine Wohnung, der Mieter kaum da, erst im Ausland, später überwiegend bei der
    Freundin, der hat nun mal nicht mehr verbraucht. Er hat zudem immer recht gepflegt ausgesehen.
    Nun eine Story die den Tatsachen entspricht. Der erste Mieter in meinem Haus, ein
    älterer Herr (damals bereits 80 Jahre alt) hatte auffallend wenig Wasser verbraucht,
    hatte auch keine Waschmaschine, so daß ich mich getraute zu fragen, wo er denn
    seine Wäsche waschen läßt. Er meinte, im nahe gelegenen Wald sei ein Ameisenhaufen,
    dort lege er seine Wäsche hinein und fertig.

    Und es klappt nachweislich. Den Vorgang muß ich jetzt nicht erklären. Habe es selbst
    nicht ausprobiert.
     
  18. #17 Nanne, 05.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 05.01.2015
    Nanne

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    Um einen Irrtum auszuschließen: 60 cbm war der Kaltwasser-Durchlauf in 6 Jahren,
    also pro Jahr 10 cbm Wasser. Sparsamer kann man nicht plantschen.
     
  19. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo nanne,

    60 geteilt durch 6 ergeben bei mir 10 ...

    VG Syker
     
  20. #19 lostcontrol, 05.01.2015
    lostcontrol

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    Och, auch das hatten wir schon, sogar in mehreren Fällen.
    Witzigerweise bei den beiden extremsten Fällen beide Male Mädels, die ja ansonsten einen deutlich höheren Wasserverbrauch haben als Männer (zumindest laut unserer Statistik - da haben Mädels zwischen 20 und 35 den mit Abstand höchsten Wasserverbrauch, auch ohne Badewanne).
    Erklärung: Die eine hat auf der Arbeit geduscht bzw. im Fitness-Studio, die andere hatte Neurodermitis die sie dazu zwang sich quasi per "Katzenwäsche" zu waschen.
    Ähnlich niedere Verbräuche liessen sich ähnlich begründen: Arbeit, Fitness, viel Abwesenheit aus welchen Gründen auch immer...

    Ändert aber nichts, wie gesagt ich bin überzeugt dass niedrigere Wasserverbräuche einem Zähler eher schaden als hohe. Und wenn ich unserem Haus-und-Hof-Installateur glauben darf sind Leitungen, die weniger beansprucht werden, auch deutlich mehr von Erosion befallen als Leitungen durch die täglich viel Wasser fliesst...

    Und all das ändert gleich dreimal nichts an der Eichpflicht...
     
  21. #20 kranseier71, 05.01.2015
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    Der erste Absatz ist genauso korrekt wie der zweite ;)
    Geeicht werden muss dann wenn der Eichstempel abgelaufen ist. Punkt.
    Ausnahmen gibt es zwar - aber das führt hier zu weit. Da waere dann dein Installateur der richtige Ansprechpartner.

    Nur nebenbei:
    Versuch mal der Polizei zu erklären das dein Auto ja keinen TÜV braucht weil du in den letzten 2 Jahren nur 1000km gefahren bist ;)

    Lg, Karl
     
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