Kaltwasserzähler zählt nicht?

Diskutiere Kaltwasserzähler zählt nicht? im Kaltwasserversorgung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich habe die Vermutung, dass bei mir ein Wohnungs-Kaltwasserzähler nicht richtig funktioniert (hat). Der Gesamtverbrauch des...

  1. ed881

    ed881 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich habe die Vermutung, dass bei mir ein Wohnungs-Kaltwasserzähler nicht richtig funktioniert (hat). Der Gesamtverbrauch des Hauses passt so eigentlich in das Bild, nur eine Wohnung passt irgendwie nicht dazu und dadurch kommt bei der Berechnung auch eine Abweichung von ca. 40m3 (bei 138m3 Gesamtverbrauch).

    Aber der Reihe nach:
    Verbrauch der Wohnung, bei der ein Defekt vermutet wird:

    2016: 58m3
    2017: 28m3

    Wobei dazuzusagen ist, dass 2017 noch Nachwuchs bei den Bewohnern dazukam, der Verbrauch also eigentlich steigen müsste, bzw. dies zu erwarten wäre.

    Gesamtverbrauch des Hauses:

    2016: 134m3
    2017: 138m3

    Differenz von den Wohnungszählern zur Hauptwasseruhr:

    2016: 3m3
    2017: 42m3

    Da scheint doch irgendwas nicht zu stimmen oder? Ich vermute der Zähler hing in 2017 irgendwann mal. Es geht hier um eine Differenz von ca. 250€ die ich natürlich nicht übernehmen möchte. Was für Möglichkeiten habe ich? Den einen Mieter schätzen?

    Vielen Dank schon einmal für eure Hilfe!

    Gruss
    ed881
     
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  3. #2 immobiliensammler, 06.03.2018
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Zunächst mal die gute Nachricht: Du musst diese 250 € nicht bezahlen. Der Rechenweg für die Umlage ist ganz einfach: Kosten Wasserversorgung : Summe aller Wasserzähler x Wasserzähler der jeweiligen Wohnung.

    Benachteiligt werden dadurch - so Deine Vermutung stimmt - die Mieter der anderen Wohnung, auf die werden die 250 € anteilig umgelegt.

    Ob der Zähler evtl. defekt ist/war würde ich denjenigen fragen, der den Zähler eingebaut (am besten natürlich vermietet) hat.
     
  4. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Erfahrungsgemäss ist der jährliche Prokopfverbrauch 35-40m³.
    Ich würde die angezeigten Werte zueinander in's Verhältnis setzen und dann entsprechend auf den Gesamtverbrauch/die Gesamtkosten hochrechnen.
    Bei meinem MFH ergibt das i.d.R. jährlich einen Korrekturwert von +/- ~3%
     
  5. #4 Newbie15, 07.03.2018
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    Hast du nur die Daten von 2016 und 2017? Der Verdacht liegt ja schon nahe, dass der Zähler nicht richtig gezählt hat. Du kannst den Verbrauch auch schätzen, wenn ein Zähler defekt ist.

    Wir haben trotz Familienzuwachs (selbst bei 2 Kindern) unerheblich mehr Wasser verbraucht, deshalb würde ich da beim Verbrauch vom Vorjahr bleiben. Wir hatten unsere alte, dann zu kleine Waschmaschine gegen eine moderne, sparsame mit Mengenautomatik getauscht und so blieb der Wasserverbrauch konstant. Ansonsten braucht ein Baby oder Kleinkind ja nicht wirklich viel Wasser.

    Was mir mehr Sorgen machen würde, wir hatten nicht bzw. zu wenig zählende Wasserzähler immer nur, wenn diese undicht wurden. Kannst du prüfen, ob da irgendwo am Zähler Wasser herausläuft und irgendwo hin? Wand, Boden... Da gab es eine ähnliche Reduktion von ca. 50 auf 15 m³ und dann haben uns die Bewohner mitgeteilt, dass da schon die ganze Zeit am Zähler etwas Wasser neben rausläuft *aaaaarg*
     
  6. #5 immodream, 07.03.2018
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    Hallo ed881,
    nachdem bei einem Objekt zahlreiche Frischwasserleitungen erneuert worden sind, meldete sich eine Mieterin, das ihre Wasseruhr seit einigen Tagen nicht mehr zählen würde.
    Ich gehe davon aus, das irgendwelche Ablagerungen bei der Leitungserneuerung das Zählwerk blockiert haben .
    Da es eine langjährige gute Mieterin war, haben wir den Verbrauch anhand der Vorjahresverbräuche geschätzt.
    Die Wasseruhr wurde erneuert und zählte dann in den nächsten Jahren einwandfrei.
    Grüße
    Immodream
     
  7. #6 myhouse, 08.03.2018
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    Ist bei mir auch Mal der Fall gewesen. In dem Fall wird der Verbrauch geschätzt und die Uhr ausgetauscht. Das ist in Ordnung so.
     
  8. Berny

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    "Geschickte" Installateure bauen bei der Nachrüstung zu den ZwischenWZ auch gleich noch eine Filteranlage ein...:016sonst:
     
  9. #8 immodream, 08.03.2018
    immodream

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    Hallo Berny,
    erkläre mir einmal, wie man bei einer Unterputzwasseruhr eine Filteranlage einbauen soll.
    Diese Wasserfilter hab ich inzwischen überall mit dem Druckregler direkt nach der Hauptwasseruhr nachrüsten lassen.
    Grüße
    Immodream
     
  10. Berny

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    Wo die WZ sind, ist eigentlich egal.
    Die Filteranlagen, die mir bei Ortsbesichtigungen zwecks Abgabe von Angeboten angeboten wurden, sollten beim Hausanschluss eingebaut werden. Pro-Argument: Verstopfungen durch (bspw.) Sand vermeiden.
     
  11. dots

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    Hallo Berny,

    was nützt eine Filteranlage, die (wie von dir beschrieben) "beim Hausanschluss" eingebaut wurden/sind, im konkreten Fall von @immodream, um den es hier geht?
    In dem Fall wurden Leitungen getauscht, die sich (höchstwahrscheinlich?) hinter "deiner" Filteranlage befunden hätten. Die durch den Leitungstausch gelösten Rost-/Ablagerungs-Krümel hätten auch die Zähler blockiert, wenn eine Filteranlage "beim Hausanschluss" eingebaut gewesen wäre.

    Daher fragt @immodream sich (vermutlich), wie man eine Filteranlage direkt vor jeder (Unterputz-)Wasseruhr einbauen kann.
     
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  12. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Moin Dots,
    der Einbau einer Filteranlage - egal, ob sinnvoll oder nicht - erhöht doch den Umsatz des Installateurs...:009sonst:
     
  13. dots

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    Berny, die Frage war, was der Einbau so einer Filteranlage nützt, nicht wem ... ;-)
     
  14. #13 immodream, 09.03.2018
    immodream

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    Hallo dots,
    ich glaub Berny will uns nicht verstehen.
    Grüße
    Immodream
     
  15. ed881

    ed881 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich muss das Thema leider nochmal aufgreifen. Ich habe das nun nach dem System verteilt jetzt natürlich erstmal eine Beschwerde von einer Mieterin erhalten...kann ich auch nachvollziehen. Sie hat 2016 ca. 2,4m3 / Monat verbraucht und 2017 ca. 2,3m3 / Monat. Aus den Abrechnungen ergibt sich für 2016 für sie ein Preis von ca. 6€ / m3 und für 2017 von ca. 8,5€ / m3, was natürlich schon ein enormer Unterschied ist.

    Jetzt habe ich im Netz etwas rechechiert und dazu etwas gefunden (Link siehe unten), dass ich die Differenz nur so abrechnen kann wenn diese nicht höher als 20% ist ansonsten müsste ich die Kosten tragen. Bei einem Gesamtverbrauch am Hauptzähler von 138m3 und 96m3 gezählten Einheiten an den einzelnen Zählern entspricht die Abweichung jedoch knapp 30%.

    Hier die Quelle: https://www.immobilienscout24.de/an...ermieten/wasserzaehler-zaehlerabweichung.html

    Kann ich das trotzdem so abrechnen, dass ich die Differenz auf alle umlege entsprechend Ihrem Anteil am Gesamtverbrauch oder wie löse ich das am Besten?
     
  16. #15 immodream, 02.08.2018
    immodream

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    Hallo ed 881,
    ich habe Objekte, da habe ich auch Differenzen von 20-30 % bei der Summe der Wassermengen der Einzelwasseruhren zur Wassermenge der Hauptwasseruhr.
    Bei anderen Objekten ist die Differenz sehr gering und bei einem Objekt " lebe ich sogar vom Wasserverkauf " .
    Wir haben im Forum unterschiedlich Abrechnungswege.
    Die Wohnungswasseruhren werden nicht zur Abrechnung von m³ sondern von Einheiten, wie bei Wärmemengenzählern benutzt.
    Beispiel: Wasseruhr 1 hat 138 Einheiten ,Wasseruhr 2 96 Einheiten , also insgesamt 234 Einheiten.
    Wenn du an der Hauptwasseruhr z. B. einen Wasserverbrauch von 280 m³ hast, wird dem Mieter 1 280m : 234 Einheiten x 138 Einheiten = 165 m³ berechnet.
    Dann hast du nicht die Diskussionen, warum Jemand laut Wasseruhr 138 m³ verbraucht hat und nun 165 m³ bezahlen soll.
    Ich selber nehme den anderen Abrechnungsweg , indem ich mein Exelprogramm die Einzelverbräuche addieren lasse und die Differenz anteilmäßig
    berechne.
    Auf alle Fälle sollte man sich Literatur oder Gerichtsurteile ( auch z.B vom Mieterverein ) besorgen und dem Mieter das erklären .
    Grüße
    Immodream
     
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  18. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ich würde noch einen Schritt weitergehen: Es interessieren nicht die Kubikmeter, die der Hauptzähler gezählt und der Versorger berechnet hat, sondern die an den Versorger gezahlten Euros.
    Die werden anhand der Einheiten der Wohnungszähler (Punkte, nicht Liter oder so, auch wenn das da drauf steht) verteilt.
     
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  19. ed881

    ed881 Neuer Benutzer

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    Okay vielen Dank für die Ausführlichen Antworten. Ich werde das so dem Mieter erklären.
     
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