Kann ich die Gerichtskosten usw.absetzen???

Dieses Thema im Forum "Steuer - Vermietung und Verpachtung" wurde erstellt von carmenleimbach, 09.03.2014.

  1. #1 carmenleimbach, 09.03.2014
    carmenleimbach

    carmenleimbach Gast

    Hallo,ich habe von meinem verstorbenen Mann eine Eigentumswhg.geerbt,hatte aber einen Pflichtteilsberechtigen(seine Tochter aus erster Ehe).Da ich kein Bargeld geerbt habe,nur die Wohnung mußte ich einen Kredit in Höhe von 30.000EURO aufnehmen,und sie ausbezahlen.
    Sie zehrte mich auch vor das Gericht,weil sie ja mehr wollte,was aber fehlgeschlagen ist.Ich mußte den Anwalt in Höhe von 3000EURO,und die Gerichtskosten von 140,00EURO bezahlen.>>>>>>>>>>>
    Kann ich das alles von der Lohnsteuer absetzen,die Wohnung habe ich vermietet.Ich bitte um eine baldige Nachricht,so daß ich es verstehe.
     
  2. AdMan

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  3. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Von der Lohnsteuer sicher nicht...
    Du meinst sicher die Einkommensteuer, auch hier denke kann ich mir das nicht vorstellen. Das sind Erbstreitigkeiten, die zwar in Verbindung mit der verm. Wohnung stehen, aber einen steuerlichen Abzug sehe ich für diese Kosten nicht ???

    Frag doch am besten beim Finanzamt nach.
     
  4. Andres

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    Die naheliegende Frage ist: Warum zahlt die Stieftochter in diesem Fall nicht die Kosten des Verfahrens? Vermögen müsste ja vorhanden sein ...

    Kam es zu einem Vergleich?


    Meiner Meinung nach nicht.

    Es handelt sich nicht um Werbungskosten. Die Klärung der Erbangelegenheit hat gar nichts mit der Vermietung zu tun oder umgekehrt: Auch ohne die Vermietung hättet wäre die Auseinandersetzung des Erbes (bzw. der Rechtsstreit darum) erforderlich gewesen.

    Seit 2013 ist der Abzug von Prozesskosten als außergewöhnliche Belastung nur noch in existenzbedrohenden Angelegenheiten möglich. Das fällt hier also ebenfalls aus, sofern du nicht gerade noch an der Steuer von 2012 sitzt.

    Vielleicht hätte ein Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein hier noch Ideen, aber ich sehe da keine Möglichkeit.
     
  5. #4 Bürokrat, 09.03.2014
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    Also den Pflichtteil sowieso nicht, dafür musst du dafür keine Erbschaftssteuer zahlen. Den Rest wahrscheinlich auch nicht aber hier wäre ein steuerberater angebracht.
    Das Finanzamt würde ich nicht gerade fragen, deren antwort ist sowieso im vorhinein bekannt... Ganz abgesehen dürfen die Finanzämter keine Steuerberatung tätigen
     
  6. Andres

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    § 4 Nr. 3 StBerG, § 89 AO.

    In der Praxis ersetzt das FA natürlich keinen Steuerberater, vor allem im Zusammenhang mit zukünftig geplanten Geschäften. Das FA kann (in manchen Fällen sogar: muss) aber sehr wohl dabei helfen, einen Sachverhalt steuerlich günstiger darzustellen. Gerade bei einer recht konkreten Fragestellung wie hier ("Kann ich die Kosten für ... abziehen?") kann man schon mal über seinen Schatten springen ...

    ... und es einfach probieren. Das FA hat definitiv nicht die Aufgabe, möglichst viele Steuern einzusammeln.
     
  7. #6 Bürokrat, 10.03.2014
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    Heu,

    als ich mal beim FA angerufen habe wegen einer Abschreibung die meiner meinung nach zu niedrig war hieß es bloß blaffend: "Das passt scho!"
     
  8. Andres

    Andres
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    Schieben wir das mal auf die Verhältnisse in Bayern :45:

    Ja, solche Antworten habe ich auch schon bekommen - aber auch die andere Sorte.
     
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