Kann man einen Miteigentümer zwingen, Aufgaben zum Wohle aller durchzuführen?

Diskutiere Kann man einen Miteigentümer zwingen, Aufgaben zum Wohle aller durchzuführen? im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Ich und zwei andere meiner Verwandten (A, B und C) haben ein Haus geerbt. In diesem Haus gibt es mehrere Mieter. Das Problem ist, das Haus hat...

  1. #1 Reinhart Kampmann, 24.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 24.10.2014
    Reinhart Kampmann

    Reinhart Kampmann Neuer Benutzer

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    Ich und zwei andere meiner Verwandten (A, B und C) haben ein Haus geerbt. In diesem Haus gibt es mehrere Mieter. Das Problem ist, das Haus hat etliche Schwierigkeiten, etwa alte Wasserrohre, die überprüft werden müssen.

    Es gibt eine Teilungserklärung, die jedem von uns etwas zugesteht. Es gibt keine Verwaltung. Einer derjenigen, die geerbt haben, nennen wir ihn C, beteiligt sich nicht daran, eine Verwaltung zu finden und die Schwierigkeiten des Hauses in den Griff zu bekommen. C sagt "Ihr macht das gut, ich gehe d´accord mit euren Entscheidungen". C hat einen Betrag vom gemeinsamen Konto abgezogen um A und B zu erpressen, einer rechtlich zweifelhaften Forderung nachzukommen(Das Konto wurde dadurch überzogen und die Überziehungszinsen haben A und B genauso betroffen).

    Können A und B von C Leistungen(Kostenvoranschläge einholen, Termine mit Handwerkern ausmachen, präsent sein bei Ausführung, bei der Planung helfen, sich Gedanken machen) fordern, die dazu führen, daß die Schwierigkeiten des Hauses angegangen werden?
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Kennst du das Sprichwort "Ich und der Esel ... "?

    Wer behauptet, dass die überprüft werden MÜSSEN? Wer verlangt die Überprüfung?

    Das Haus hat zusätzlich zu den Schwierigkeiten auch noch Probleme? Welche denn?

    Das ist doch zunächst beinahe traumhaft! :-)

    Abgehoben? Oder gar nicht erst einbezahlt/überwiesen?

    Ist das deine Bauchgefühl-Einschätung oder wurde bereits offiziell von dazu Befugten festgestellt, dass es sich um eine Erpressung und eine rechtlich zweifelhafte Forderung handelt?


    Mal ganz grundsätzlich: Ist C der gleichen Meinung wie A und B bzgl. der Wasserrohrüberprüfung, der Probleme und Schwierigkeiten des Hauses?
     
  4. Syker

    Syker Erfahrener Benutzer

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    Hallo zusammen,

    Die Eigentumsverhältnisse müssten noch etwas genauer hinterfragt werden:

    Ist jeder Erbe alleiniger Eigentümer eines einzelnes Teileigentums, oder ist die Erbengemeinschaft Eigentümer mehrerer/aller Teileigentume?

    VG Syker
     
  5. #4 Reinhart Kampmann, 24.10.2014
    Reinhart Kampmann

    Reinhart Kampmann Neuer Benutzer

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    Jeder Erbe hat eine oder mehrere ganze Wohneinheiten zugeteilt bekommen. Es werden keine Wohneinheiten unter den Erben geteilt.
     
  6. Syker

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    Das ist m.E. für dich von Vorteil da die Fragestellung nur das WEG betrifft.

    Da es scheinbar keine ordentliche WEG-Verwaltung gibt sollte dies dringend angegangen werden.

    Ich würde hier in jedem Fall einen professionellen externen Verwalter
    empfehlen. Weil das i.d.R. weniger konfliktpotential bietet, als wenn dies ein Eigentümer selbst erledigt.
    Zu prüfen wären die Mehrheitsverhältnisse in eurer WEG. Ein Beirat ist vermutlich nicht vorhanden der eine ETV einberufen darf, dann wäre wohl der sicherste Weg über das Gericht zu gehen.

    VG Syker
     
  7. #6 Reinhart Kampmann, 30.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.10.2014
    Reinhart Kampmann

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    Welchen Anspruch habe ich woraus gegenüber C? Ich habe in der Teilungserklärung nicht gefunden, daß C sich einbringen muß. Ich und B aber auch nicht. Nur, wenn sich keiner einbringt, Schäden etwa an den Rohren zu reparieren in Auftrag gibt, laufen uns nicht nur die Mieter weg sondern auch ggf. die Bauaufsichtsbehörde oder eine andere zuständige Behörde die Tür ein.

    Es scheint "Ihr seid alle verantwortlich und ja, Toll-ein-anderer-machts ist hier tatsächlich möglich" zu gelten. Ich möchte C motivieren oder zwingen, etwas zu tun.

    C hat nicht verstanden, was eine Kontoüberziehung bedeutet, nur um wie ein kleines Kind "seine" Forderung durchzusetzen. Er sagte damit eines: "es paßt mir nicht, was ihr tut, ich nehme jetzt einfach Geld weg dann schauen wir mal, wer den längeren Atem hat". Würde ich das tun, würde C vermutlich nicht verstehen, was passiert.

    Oder liege ich falsch und auch mir kann es eigentlich völlig egal sein? Im Sinne von "soll sich doch ein anderer drum kümmern". Wenn das A, B und C machen, was wird wirklich passieren?
     
  8. #7 Tobias F, 30.10.2014
    Tobias F

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    Damit handelt es sich rechtlich um eine Eigentümergemeinschaft.
    Du hast keinen Anspruch gegen C, wohl aber die WEG. Allerdings hat auch diese keinen Anspruch das C etwas macht, etwas toll findet, oder eine gute Idee einbringt.
    Der ANSPRUCH ist geregelt in §16 Abs. 2 WEG und bezieht sich auf die Kosten, nicht auf Arbeitsleistung.

    Sucht euch, wie Syker schon schrieb, eine externe Verwaltung.
     
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