Katastrophale Fehlleistung vom AHD (Allgemeiner Hausverwaltungsdienst)

Dieses Thema im Forum "Verwaltung" wurde erstellt von TrioTec, 13.12.2015.

  1. #1 TrioTec, 13.12.2015
    TrioTec

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    Wir haben leider für zwei unserer Objekte den AHD beauftragt. Nachdem der Steuerberater zweimal den schlampigen Umgang mit den Umsatzsteueranteilen in den Betriebskosten moniert hat, sind wir etwas tiefer in das Thema eingestiegen: Die BK-Abrechnungen für die Gewerbemieter für 2013 und 2104 sind fehlerhaft.

    Nach der Aufforderung, die BK-Abrechnungen nun korrekt aufzustellen, kamen wiederum fehlerhafte Abrechnungen. Der AHD ist offenbar völlig überfordert bei Objekten, in denen auch Gewerbemieter sind. Wir haben dem AHD inzwischen gekündigt.

    Meine Frage: Ich würde dem AHD jetzt gerne eine Frist setzen bis zum 15.01. mit der Androhung, jemand anderen mit der Korrektur der BK-Abrechnungen zu betrauen und die Kosten dafür ggü. dem AHD geltend zu machen. Ist das ein praktikables Vorgehen? Oder sollte ich lieber die Fehlbeträge direkt dem AHD in Rechnung stellen (laut Verwaltervertrag haften die für auch für einfache Fahrlässigkeit) plus der Anwaltskosten, die dabei entstehen?
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Ebenfalls ohne Gruss:
    Ich würde erst zahlen, wenn die Aufträge einwandfrei bis zum Fristablauf erledigt wurden, ansonsten wäre die Geschäftsbeziehung beendet. Du kannst denen nur etwas in Rechnung stellen, wenn Dir ein Schaden entstanden ist.
     
  4. #3 TrioTec, 14.12.2015
    TrioTec

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    Korrekt. Allerdings ist (a) die Geschäftsbeziehung - ich erwähnte es - ohnehin von uns zum 01.01. beendet worden und (b) laufen die Mieten bis dahin immer noch auf deren Treuhandkonto, von dem bislang die Verwaltergebühr einbehalten wurde. Einfach die Verwaltergebühr nicht auszugleichen, wird vemutlich nicht funktionieren. Zudem übersteigen die Fehlbeträge in den Abrechnungen die noch ausstehenden Verwaltergebühren.

    Klar. Bislang ist als Schaden nur der - per Rechnung substantiierbare - Mehraufwand des Steuerberaters entstanden. Aber meine Frage hatte auch einen ganz anderen Inhalt.

    Gruß,
    Thorsten
     
  5. Andres

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    Sofern von der fehlerhaften Abrechnung auch Wohnraummieter betroffen sind und Nachzahlungen im Raum stehen, ist das keine gute Idee. Man könnte sich zwar auch diese Ausfälle als Schadenersatz zurückholen, aber meist finde ich es besser, den Folgeschaden gar nicht erst entstehen zu lassen - um weltbewegende Beträge wird es dabei kaum gehen und damit lohnt sich der Ärger eher nicht ...

    Für 2013 ist dieses Thema schon durch, daher gibt es kleinere Unterschiede in der Bewertung der beiden Leistungen.

    Wurde schon einmal eine Frist gesetzt? Wann, wofür, wie lange war sie? Ohne Frist geht es grundsätzlich nicht, denn was du hier anpeilst, ist ein Schadensersatz nach § 281 BGB. Dass du erst zweieinhalb Wochen vor Ende der Abrechnungsfrist Druck machst, ist kein besonderer Umstand im Sinn dieser Vorschrift.

    Einen anderen Dienstleister für die Abrechnung brauchst du ja sowieso. Ich würde das so machen: Falls noch nicht erfolgt, Fristsetzung an den alten Anbieter. Zwei Wochen sind allgemein üblich und (sofern alle Unterlagen vorliegen) meiner Meinung auch hier angemessen - 28.12. wäre also der Termin. Parallel zügig einen neuen Anbieter suchen. Dann klären, mit wie viel/wenig Vorlauf die eine Abrechnung auf den Weg bringen könnten. Abhängig davon dann entweder die Abrechnung dort sofort beantragen und hoffen, dass es die alte Bude auch in 2 Wochen noch nicht gelernt hat, oder artig danke sagen, dass man beim Neuen in den letzten 4 Tagen eines Jahres keinen Urlaub nimmt.

    Ohne Wohnraum entfallen die Vorbedingungen: Fristsetzung, dann neuer Anbieter, dann Schadensersatz.
     
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  6. #5 TrioTec, 14.12.2015
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    Wohnraummieter sind zum Glück nicht betroffen. Der AHD war nur mit der korrekten Durchrechnung der Umsatzsteuer bei den Gewerbemietern überfordert.

    Das trifft zu. Es geht nur um etwa 2.000 EUR für 2013 und 2014 (wir haben die Objekte 2013 gekauft). Ich denke aber, dass man bei Gewerbemietern auch Forderungen aus einer BK-Abrechnung aus 2013 noch geltend machen kann?

    Frist wurde bislang nicht gesetzt. Daher die Bitte um Rat hier in diesem Forum ... und gleich einmal ein DANKE für die Antwort. Meine Frage war ja auch, ob es sinnvoll ist, dem AHD bis zum 15.01. eine Frist zu setzen.

    Den Nachfolger haben wir natürlich bereits vor der Kündigung inthronisiert. 28.12. als Frist klingt plausbiel. Ich werde dem AHD dennoch eine Frist bis zum 15.01. einräumen, um denen die Weihnachtszeit nicht zu vergällen. Die Zusammenarbeit war ansonsten atmosphärisch zwei Jahre lang angenehm. Aber wenn die trotz intensiver (und für uns teurer ...) Nachhilfe durch den Steuerberater bislang unfähig sind, eine korrekte BK-Abrechnung zu erstellen, hilft es wenig, wenn die handelnden Personen nett sind.

    Gruß,
    Thorsten
     
  7. Andres

    Andres
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    Wenn die Mieter noch keinen Druck machen, wäre das schon eine denkbare Fristsetzung. Kürzere Fristen wären aber auch zu rechtfertigen.
     
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  8. #7 TrioTec, 14.12.2015
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