Katzen-/Hundehaltung

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Chococrossie, 02.09.2016.

  1. #1 Chococrossie, 02.09.2016
    Chococrossie

    Chococrossie Neuer Benutzer

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    Hallo Leidensgenossen/Innen, habe folg. Problem mit meinen Mietern:

    Bei Neuvermietung meiner Whng. habe ich der Haltung eines Hundes (Aussie) zugestimmt. Ich habe aber drauf hingewiesen: dann aber keine Katzen.

    Dann kam Anfrage: 2. Hund gewünscht! Ich habe mit Anmerkung, dass 2 Hunde genug sind und keine weiteren Haustiere geduldet werden, zugesagt und Zusatzvertrag geschickt m.d.B. um Unterschrift.

    Nix kam zurück- ich habe nachgefragt: der Vertrag hat lt. Mieter Flecken und musste neu ausgedruckt werden: hahahaha. Es kam natürlich nie was zurück.

    Dann habe ich erfahren, dass sie außerdem noch eine Katze haben. Ich habe sie abgemahnt, sie sind zum Anwalt und der hat geschrieben: ..... der Haltung eines 2. Hundes hätte ich ja zugestimmt und Katzen dürfe ich sowieso nicht verbieten.

    Ich habe noch keinen RA gefragt, stelle mir aber die Frage, ob die Zustimmung für den 2. Hund nicht aufgrund
    "arglistiger" Täuschung zustande kam - falls überhaupt der von mir zugesandte Zusatz zum MV wurde nie unterschrieben).
    Die Mieter hatten vor einigen Monaten schon Fenster mit Folie zugeklebt und Vorhänge an 2 Glastüren angebracht - aber Katzen sind ja neugierig... In meinem Mail mit der 'Zustimmung' zum Zweithund hatte ich nochmals extra erwähnt, dass 2 große Hunde in einer Mietwohnung genug sind und keine weiteren Haustiere erlaubt sind.

    Tja, und auf meine Abmahnung hin - hier hatte ich noch um einen Termin gebeten, um die Sache gütlich abzuwickeln - bekam ich eine WhatsApp mit der Frage, wann der Hof endlich gestrichen würde und ob sie nun einen neuen Toilettendeckel bekommen. Ich konnte es echt nicht glauben...

    Ich könnte brechen und das Schlimmste ist: Ich musste - da ich 500 km weit weg wohne - einen Makler mit der Mietersuche beauftragen. Beim ersten Treffen mit diesen Mietern hatte ich sofort ein schlechtes Gefühl, aber da
    ich normalerweise eine schlechte Menschenkenntnis habe, dachte ich na, wird schon passen. Das nächste Mal höre ich auf mein Bauchgefühl.

    Und nun? Alles schlucken? Fristlos kündigen? Fristgemäß kündigen?

    Hat jemand ähnliche Erfahrungen?
     
    Syker gefällt das.
  2. AdMan

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  3. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Der Hinweis "keine Katzen" ist deutlich und für jedermann zu verstehen. Ich nehme mal an beweisbar darauf hingewiesen.

    Postalisch zugesandt per Einschreiben?

    Der Anwalt schreibt das, was seinen Mandanten am besten gefällt. So bleibt er im Geschäft.
    In diesem Fall kann die Katzenhaltung sehr wohl verboten werden.

    Diese Mail wurde zur Kenntnis genommen, kann demnach nicht geleugnet werden.

    Meine Meinung hierzu möchte ich nicht äußern, sonst....:115: Das sind die Mieter die keiner gerne im Haus hat.
     
  4. #3 Chococrossie, 02.09.2016
    Chococrossie

    Chococrossie Neuer Benutzer

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    Liebe/r Nanne, danke für Dein Statement - egal wie's ausgeht: ich bin froh, dass Du die Sache ähnlich
    siehst. Mein Mann meinte schon: "Na ja, wenn Katzenhaltung immer erlaubt ist, kann man nix machen.." Ich wollte schon "die Segel streichen"...

    Ja, es ist beweisbar, dass keine Katzen (zusätzlich) gehalten werden sollten (1x war mein Mann Zeuge, 2 x schriftlich in einem Mail und der Maklerin hab' ich's auch gesagt). Was muss man denn noch tun?

    Immerhin: Im Anwaltsschreiben gab's 'ne Entschuldigung im Namen der Mieter für die Hundehaufen, die der neue Hund auf dem (gemeinsamen Hof mit meiner Mutter) hinterlassen hat und nicht beseitigt wurden. Auch hat der Anwalt meiner Anmerkung zugestimmt, dass der Hof keine Hundetoilette ist - man höre und staune!

    Schade finde ich einfach, dass Menschen, die verantwortungsvoll mit Tieren und Wohnungen umgehen, durch so etwas in schlechten Ruf geraten: Ich werde jedenfalls künftig 3x hinschauen.

    Danke nochmals - bin einfach froh, dass mein Rechtsempfinden doch einigermaßen in Ordnung
    ist :-)
     
  5. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    mal etwas unabhängig von der Rechtslage, erstmal wäre die Frage, wie weit willst du gehen bzw. was ist dir das alles Wert :? Also stört dich diese eine Katze wirklich so arg, das du es ggf. bis Gericht drauf ankommen lassen würdest? Ich mein, dieser Weg im ungünstigsten Fall kostet dich einiges an Zeit und ggf. noch viel mehr an Nerven.

    Was man hier genau machen kann, dazu würde ich dir auch anwaltlichen Rat empfehlen. Es macht hier m.E. keinen Sinn als Laie weiter zu machen, wenn die gegnerische Seite sich jetzt schon anwaltlich vertreten lässt.

    "Müssen" hättest du das nicht. Klar, 500km ist jetzt schon ein Stück, aber es wäre durchaus machbar, das ganze zB an einem Wochenende auch selber in die Hand zu nehmen. Natürlich bedeutet das wesendlich mehr Arbeit für dich und auch eine doofe Fahrerei, aber ich persönlich will meine potenziellen neuen Mieter schon selber kennen lernen und dazu gehört u.a. auch, wie die sich bei mir gemeldet haben, welchen Eindruck ich bei der Besichtigung von denen hatten, usw.

    Und für`s nächste mal, wenn dein Bauchgefühl nach einer Nacht überschlafen immer noch "nein" sagt, dann ist es i.d.R. auch Sinnvoll darauf zu hören! Bevor man an den falschen vermietet, lässt man m.E. lieber die Wohnung weiter leer stehen.


     
  6. #5 Sweeney, 02.09.2016
    Sweeney

    Sweeney Erfahrener Benutzer

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    Ich verstehe nicht, was mit "Hinweis" konkret gemeint ist. Dem Anschein nach ist dies lediglich als Bitte des Vermieters zu werten und nicht als wirksam vereinbarte Pflicht.

    Bislang erkenne ich hier kein wirksam vereinbartes Haltungsverbot von Katzen, sodass es im Zweifelsfall auf eine Abwägung der Interessen des Mieters und Vermieters hinauslaufen würde. Hierbei wären vom Vermieter sachliche Gründe darzulegen, um eine gewünsche Tierhaltung zu verbieten. Dabei wird es regelmäßig nicht ausreichen eine potentiell höhere Abnutzung/Verschmutzung als pauschalen Grund anzuführen. Vielmehr wird der Vermieter differenziert argumentieren müssen, warum eine beispielsweise eine Bedrohung oder Einschränkung der Mietsache oder andere Mieter vorliegt.

    Was ist denn konkret im Mietvertrag zur Tierhaltung vereinbart?
     
  7. #6 Chococrossie, 02.09.2016
    Chococrossie

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    Hi Pharao, danke für die Antwort:

    Ihre Frage ist natürlich berechtigt:
    Natürlich hab' ich mir die Frage "was ist mir das Ganze wert" schon gestellt. Wer zieht schon gerne vor Gericht? Aber was ist die Alternative: Sich mit allem abfinden? Zwei große Hunde dulden, eine Katze dulden, Hundehaufen auf dem Hof (wurde alles schon angemahnt)?

    Ja, Sie haben Recht: Natürlich soll man sich die Mieter persönlich anschauen: Habe ich auch gemacht.
    Nach der Auswahl durch die Maklerin hatte ich noch auf einem persönlichen Kennenlernen bestanden.
    Aber wie gesagt: meine - zumindest bis zu diesem Punkt - erbärmliche Menschenkenntnis hat mich dann dazu veranlasst den MV zu unterschreiben. Würde ich heute nicht mehr tun, da meine Menschenkenntnis vlt. doch nicht so übel ist!?

    Man ist so alt wie eine Kuh und lernt doch immer noch dazu..

    Aber - ich musste (durfte) eben die 'magische 50' erreichen um zu merken, dass Menschen
    manchmal arglistig Dinge verschweigen...

    Der Dornröschenschlaf ist aber nun vorbei.

    Nochmals danke für den sachlichen Hinweis hinsichtlich "Wert sein" - ich werde drüber nachdenken.
     
  8. #7 Pharao, 02.09.2016
    Zuletzt bearbeitet: 02.09.2016
    Pharao

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    Hi Chococrossie,

    allgemein nur mal der nette Hinweis, das Siezen in einem Forum doch eher sehr unüblich ist ;) Also Duzen ist hier nicht unhöflich, sondern eher Standart.

    Nur weil du diese Katze jetzt ggf. duldest oder ggf. sogar dulden musst (sorry, aber ich kann die Rechslage hier nicht einschätzen), bedeutet das nicht, das du jetzt alles weitere immer einfach hinnimmst. Also Hundehaufen im Hof würde ich auch in Zukunft nicht akzeptieren, genauso wie verspätete Mietzahlung, ect.

    Grundsätzlich ist es auf jeden Fall ratsam, wenn du was bei einem unliebsamen Mieter abnahmen kannst, das du von diesem Recht auch zeitnah gebrauch machst. Bedenke hierbei bitte nur, das es für das Abmahnen auch Regeln gibt (gerade in Bezug, wenn man bei erneuten Verstoß kündigen möchte) und eine "sichere" Zustellung kann auch sehr Sinnvoll sein, gerade bei Problemmietern. Ob du das alles später mal gebrauchen kannst, das steht auf einem ganz anderen Blatt.

    Ansonsten mal die Frage, wie groß ist den die Wohnung und was genau stört dich hier jetzt an dieser Katze? Ich mein, auch wenn dir das ggf. persönlich zu viele Tiere sind, so bedeutete das ja nicht zwangsweise das hier die Tiere "leiden" müssen. Vielleicht hast du diesen Mieter auch nur auf den falschen Fuß erwischt, auch wenn du dich hier etwas "überrumpelt" fühlst mit der Katze.



     
  9. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Meine Neuvermietungen lassen ich keine Hunde mehr zu. Katzen ein Stück.

    Und ich hatte auch das Problem vor Gericht auszusagen und zu beweisen, dass in der Wohnung 4 Hunde leben. Nachbarn wollten nicht aussagen, also hat sich die Mieterin selber vor die Tür gesetzt. Keine Miete gezahlt und auf die Räumung gewartet. Und Du glaubst nicht wie die Wohnung stinkt. Das geht gar nicht.

    Das mit dem Anwalt beim 1. mal vorgehen hat mich auch 300Euro gekostet. Für nichts und wieder nichts. Sie meinte ja die Tiere seien vom Bekannten, da kam ich einfach nicht weiter.
     
  10. Duncan

    Duncan
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    der Anwalt hat nicht ganz unrecht. Die Tierhaltung ist ein beliebtes Streitthema, dass es auch gerne mal bis zum BGH schafft. Hier ein kleiner Überblick. Ich sehe hier gerade keinen Hebel für dich. Unterm Strich: Verbot nur mit guter Begründung im Einzelfall und generell schon mal überhaupt nicht.
    der Mieter hat doch seine Bestätigung, mehr will er gar nicht...
    naja, so professionell wie du mit den Haustieren agiert hast - da kann man es ja mal versuchen. Übrigens was ist mit dem Toilettendeckel? Ist der mitvermietet und ggf. defekt?
    Bauchgefühl geht immer dann über Papier wenn es negativ ausfällt...
    Wenn 2 große Hunde ok für dich sind, kommt's auf eine Katze dazu schon gar nicht mehr an - so der Zwischenruf einer still mitlesenden Richterin zur Probe...
    Bleiben die abgemahnten Hundehaufen, hier könnte man nach mehrfacher erfolgloser Abmahnung sein "Glück" versuchen. Kommt aber sehr auf den RiAG dessen Tagesform und Frühstück drauf an. Da kannst nur beten, dass der mal schwer gebissen wurde und eine ausgereifte Abneigung gegen Hunde entwickelt hat...
    Aber "auf dem (gemeinsamen Hof mit meiner Mutter)" - wie viele Parteien gibt es in dem Haus? Wenn es nur die beiden sind, formaljuristisch ist nicht zufällig deine Mutter die Vermieterin? Gen § 573a BGB schielen.

    Nochmal SMS, WhatsApp & Co. stellen kein geeignetes Kommunikationsmittel im Mietverhältnis dar. Telefon für kurzfristige Schadensmeldung und ggf. unkomplizierter Terminvereinbarung. Eine Schadensmeldung mit Bild per E-Mail ist da schon das Höchste der Gefühle in Sachen moderner Technik, ansonsten immer schön toter Baum zum Abheften in der Mieterakte. Mieter sind Geschäftskunden, keine Freunde, behandle sie entsprechend.
     
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