Katzenhaltung in Mietwohnung

Dieses Thema im Forum "Tierhaltung" wurde erstellt von Maja119, 24.09.2015.

  1. #1 Maja119, 24.09.2015
    Maja119

    Maja119 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich würde mir gerne zwei Wohnungskatzen anschaffen.

    In meinem Mietvertrag steht folgendes:

    „§4 Benutzung der Mieträume, Untervermietung, Tierhaltung

    […]

    3. Jede Tierhaltung, insbesondere von Hunden und Katzen ist verboten.“


    Eine Nachbarin, welche schon vor mir in dem Haus wohnte, besitzt eine Katze. Ein weiterer Nachbar, der erst kürzlich eingezogen ist, besitzt ebenfalls eine. Da er im Erdgeschoss wohnt, ist die Katze auch öfters draußen. Er arbeitet im Schichtdienst und ist daher oft nur sehr unregelmäßig zu Hause. Ist die Katze draußen, „jammert“ sie manchmal regelrecht und das auch ziemlich laut. Könnte also sogar von manchen als störend empfunden werden, besonders nachts.

    Für mich eigentlich ein Zeichen, dass es, trotz der Klausel im Mietvertrag, eigentlich kein Problem für den Vermieter ist, eine Katze zu halten.

    Nur, um alles richtig zu machen, habe ich beim Vermieter telefonisch nachgefragt, ob er etwas dagegen hätte, wenn ich mir ebenfalls eine Katze anschaffe. Er antwortete, dass er nur bei Mietern, die bereits eine Katze beim Einzug besitzen, eine Ausnahme mache. Eigentlich möchte er keine Katzen und Hunde im Haus. Die würden schließlich viel kaputt machen, besonders wenn man nicht viel zu Hause sei. Er selbst habe zwar einen nicht gerade kleinen Hund, aber „hier ist ja eigentlich auch immer jemand“.

    Muss ich mich mit dieser Absage zufrieden geben?

    Ich habe gelesen, dass, wenn in einem Miethaus bereits jemand ein ähnliches Haustier halte, gelte Gleichberechtigung. Außerdem stört die Katze ja niemanden. Und wenn, zerkratzen die Katzen noch eher meine Couch oder vllt. Tapete, also alles meine persönlichen Gegenstände.

    Meine Vormieter hatten im Übrigen auch eine Katze.

    Über eine Antwort, mit der ich auch bei meinem Vermieter argumentieren kann, würde ich mich freuen!
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 24.09.2015
    Zuletzt bearbeitet: 24.09.2015
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    Diese Klausel war schon nach alter Rechtsprechung (vor dem berühmt-berüchtigten Urteil das es eher NOCH schwieriger macht für Katzenhalter) ungültig.
    So grundsätzlich durfte man Tierhaltung schon früher nicht verbieten - Kleintiere in Käfigen durfte man schon früher nicht verbieten (es sei denn die Nachbarn fühlen sich gestört z.B. durch Geruch).
    Was ist das für ein Mietvertrag? Aus dem Schreibwarenladen?

    Das ist kein Argument.
    Der Vermieter darf für jede einzelne Wohnung einzeln entscheiden wie er's halten mag.

    Hast Du dabei auf die anderen Mieter verwiesen?
    Das wäre nicht sonderlich nett, sofern die schon "illegal" Katzen halten.

    Wenn der Vermieter das nicht möchte...

    Meiner Meinung nach SOLLTEST Du Dich damit zufrieden geben.
    Der Vermieter hat (wenn auch auf ungültige Art und Weise) schon per Mietvertrag signalisiert dass er keine Katzenhaltung in seiner Wohnung möchte. Und Du hast das unterschrieben, WEISST das also.
    Jetzt das Recht zur Katzenhaltung einklagen zu wollen wird entsprechend zu Ärger führen, auch - oder GERADE - wenn Du einen entsprechenden Prozess gewinnst.

    Wo hast Du denn das gelesen? Das ist Nonsens.
    Wie gesagt: Das kann jeder Vermieter selbst entscheiden. Außer in Eigentümergemeinschaften - da wird das meist von der Eigentümergemeinschaft fürs ganze Haus entschieden. Wenn der Vermieter dann (vermutlich aus Unkenntnis) trotzdem eine ungültige Klausel in den Mietvertrag schreibt hat er ein Problem.

    Woher willst Du das wissen?
    Vielleicht ist ja die Nachbarin in der Wohnung unter Dir extrem Allergikerin und bekommt einen anaphylaktischen Schock wegen ein paar Haare die Du an Deinen Klamotten ins Treppenhaus trägst?
    In so einem Fall könnte der Vermieter Dich locker (nach aktueller Rechtsprechung) zwingen die Katze abzugeben.

    Also wir hatten in einer Mietwohnung schon die Situation dass sogar der Estrich rausmusste, weil die Katzen "wildgepinkelt" haben - das sickert nämlich ein, und da Katzenurin hochaggressiv ist (sehr viel aggressiver als z.B. Hundeurin) zersetzt das schon 'ne ganze Menge.
    Wenn der Boden samt Estrich rausmuss (so wie bei uns) kann das schon ganz schön teuer werden...
    Tapete: Jo... da haben die Katzen von damals auch drangepinkelt, die musste auch runter, samt dem Putz darunter...
    Hast Du bei Dir die Tapete selbst angebracht weil Du schreibst das sei Dein persönlicher Gegenstand? Wir vermieten hier nämlich mit Tapete, auch mit Bodenbelägen, hier könntest Du sonst nicht vermieten, trotz Wohnungsmangel.

    Sagt nichts. Siehe oben: Nach der fraglichen Katzenurin-Katastrophe wurde dort nicht mehr an Katzenhalter vermietet.

    Gute Argumente:
    - Du bist entsprechend versichert (also auch für Schäden am Gemieteten, das ist normalerweise NICHT in den Standardhaftpflichten mit drin) und legst Deinem Vermieter eine entsprechende Bestätigung der Versicherung vor.
    - Beide Katzen sind kastriert und stubenrein (Kastration kannst Du beweisen, Stubenreinheit nicht, zumal sich das ja auch mal ändern kann).
    - Du bist bereit zu unterschreiben dass Du Dir jede neue Katze extra schriftlich genehmigen lassen musst.
    - Katzen-Krankenversicherung könnte auch gut ankommen (bei mir zumindest - ich weiss was für Löcher die Tierarztrechnung in die Haushaltskasse reissen kann). So 'ne Versicherung mildert das Risiko dass Du anstatt der Miete lieber die Tierarztrechnung bezahlst gewaltig.

    Und nur damit Du nicht denkst ich sei ein Katzenfeind:
    Wir haben selbst Katzen. Freigänger mit Katzenklappe.
    Ich weiss SEHR gut was Katzen anrichten können.
    Gleichzeitig habe ich aber auch ziemlich konkrete Vorstellung wie man Katzen "tiergerecht" halten sollte ("artgerecht" ist leider nicht möglich).
    Unkastrierte Katzen sind ein NO-GO - ob Freigänger oder Wohnungshaltung.

    Ist die Wohnung denn groß genug für 2 Katzen und X Menschen?

    P.S.: Hast Du denn schon Katzenerfahrung?
     
    GSR600 gefällt das.
  4. Nanne

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    Diese Klausel ist -wie schon erwähnt - ungültig. Du könntest Dir, praktisch ohne Deinen VM zu fragen, eine Katze anschaffen. Die Folgen kannst
    Du Dir denken. Wäre Dir das eine Katze wert?
     
  5. #4 Aktionär, 25.09.2015
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    Zu den möglichen Komplikationen wurde schon alles gesagt. Aber folgenden Sachverhalt aus dem Eingangspost finde ich mal wieder bemerkenswert:

    1. Die TE eröffnet damit, dass sie sich 2 Wohnungskatzen anschaffen möchte.
    2. Der TE ist bekannt, dass in ihrem Mietvertrag keine Katzenhaltung erlaubt ist.
    3. Die TE fragt höflichkeitshalber beim VM nach ob sie sich 1 Katze anschaffen darf.

    Selbst wennd er VM sich erweichen lässt ist der nächste Ärger vorprogrammiert, weil man ja gar nicht 1 sondern 2 Katzen haben möchte.
    Da frag ich mich doch, ob Mieter wirklich glauben Vermieter sind so blöd ... :erschreckt012:
     
  6. Duncan

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    Auch wenn ich mich lostcontrol inhaltlich voll anschließe, warum denn gleich 2? Weil das gerade in Katzenforen gepredigt wird und da die "Catlady" von sich auf ihre Katze schließt? Die Urform Falbkatze lebt solitär, genauso wie es Millionen ihrer domestizierten Nachfahren machen (und auch die gelegentlich eingekreuzte europ. Wildkatze). Ja, als Halter hast du dann eventuell für mehr Beschäftigung des Einzeltieres zu sorgen, hast aber insgesamt mehr Ruhe und weniger Schäden in der Wohnung als bei zwei umhertollenden Wesen, die sich ggf. gegenseitig aufstacheln. Das man mit der Auswahl der Rasse hier auch gewisse Prädispositionen treffen kann ist dir sicher klar. Welche hast du denn ins Auge gefasst?

    Ich hab selbst jahrelang eine Katze gehabt und ich habe Mieter(innen) mit Katzen, bisher weitgehend problemfrei (Einzeltiere). Gegen mehrere Katzen in der Wohnung habe ich auch Bedenken. Und nicht nur ich, auch Obergerichte wie der OLG Hamm in 20 U 106/14, der die Haftpflichtversicherung wegen übermäßig vieler Tiere ( 4 Katzen!) von der Leistung frei sprach. Die Stellung einer Sicherheitsleistung für Schäden durch die Katze(n) wäre also durchaus ein überlegenswertes Argument. Es sollte im Verhältnis zu möglichen und wahrscheinlichen Schäden stehen. Wenn ich die letzten Rechnungen für Fußböden usw. ansehe, würde ich in die Größenordnung 2.500-5.000€ tendieren.
     
  7. #6 lostcontrol, 25.09.2015
    lostcontrol

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    Fang bloss nicht mit DIESER Diskussion an.
    Abgesehen davon dass mittlerweile tatsächlich erwiesen ist dass Katzen sehr soziale Tiere sind und keine Einzelgänger sondern lediglich Einzel-JÄGER - es bringt nichts und macht hier keinen Unterschied.

    Genau das passiert aber erfahrungsgemäß eben nicht - zwei Katzen spielen miteinander anstatt die Tapete von den Wänden zu holen...
    Aber wie gesagt, das hier diskutieren zu wollen führt echt zu weit.
    Mir persönlich sind Mieter mit zwei Katzen jedenfalls DEUTLICH lieber als Mieter mit einer Einzelkatze (es sei denn diese ist tatsächlich Einzelgänger - aus welchem Grund auch immer).

    Wie willst Du das machen? Die Sicherheitsleistung (Kaution) ist ja gesetzlich nach oben begrenzt.
    Da wäre mir eine entsprechende Versicherung deutlich lieber, zumal so Sachen wie das mit dem Estrich doch auch nochmal deutlich teurer sind als "nur" 5.000 Euro.
     
  8. Nero

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    Ich sehe das Thema/die Anfrage verkürzt wie folgt.
    Ein berufstätiger junger Mensch möchte ein Tier halten- hier Katzen oder dort Hunde. egal.

    Weil er weiß, dass er sie aus Zeitgründen nicht bespaßen kann, will er natürlich für ihn/sie einen Partner.
    So funktioniert das aber nicht - denn geteiltes Leid ist nicht minimiert, sondern nur verdoppelt.
    Aber das kümmert sehr wenig - auch egal.

    Hier ist mir v. a. aufgefallen - dass wieder nur in der Ich-Form gesprochen wird.
    Erstens fragte man sich dabei nicht um das Wohl der Tiere.
    Zweitens versucht man sich darüber hinwegzustzen, was der VM will - ich denke, er hat da so seine Erfahrungem mit irren Tierhaltern und ihren entsprechend neurotischen Tieren gemacht.
     
  9. #8 Notwendges Übel, 26.09.2015
    Notwendges Übel

    Notwendges Übel Gast

    Warum kann man nicht einfach akzeptieren daß der Vermieter keine Tiere in SEINEM Haus haben will ?! (Es ist sein Haus und ER entscheidet)

    Wenn man in einer Wohnung wohnt in der keine Tierhaltung erwünscht ist muß man sich -wenn der Wunsch nach einem Haustier übermächtig wird- eben nach einer Wohnung umsehen, wo Tierhaltung erlaubt ist.

    Ich finde es nicht wirklich gut daß Mieter über den Kopf des Hauseigentümers hinweg Tiere anschaffen wollen oder den Hauseigentümer belatschern wollen daß er seine "Zustimmung" gibt.

    Ja, auch ich bin zu gutmütig und habe einer Mieterin erlaubt einen Hund vorübergehend (!) zu beherbergen weil ihre Mutter aus Krankheitsgründen sich nicht um das Tier kümmern kann. Ich werde das Gefühl nicht los daß das "vorübergehend" erst dann vorüber geht, wenn der Hund "den Napf abgibt"
     
  10. Nero

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    Ich denke, es hat bei diesem - wie auch allen weiteren Themen - grundsätzlich damit zu tun, dass mit der regelmäßigen Mietzahlung alle sonstigen Nebenpflichten erledigt sind.

    Habe es ja schon eben bei einem anderen Thema gesagt - wenn keine Kommunikation mehr gegeben ist, ja dann ist es glaube ich schwierig, die Eskalation aufzuhalten. Weil der Hals zu Recht sehr dick ist.

    Ich möchte schon ernst genommen werden - was ja andererseits die Gegenseite auch für sich beansprucht.
     
  11. #10 lostcontrol, 28.09.2015
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    Ist das bei Euch so?
    Bei uns ist das anders...

    Zudem weiss ich jetzt nicht was Du in Bezug auf Katzenhaltung mit "Nebenpflichten" meinst, könntest Du das bitte erklären?
     
  12. #11 Aktionär, 28.09.2015
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    Ich denke Nero meint, dass die Mieter davon ausgehen, dass sie mit pünktlicher Zahlung alle Pflichten ihrerseits erfüllt haben. Losgelöst von dem was noch so im MV oder der Hausordnung stehen mag (Flurwoche, Tierhaltung, Winterdienst etc.).
     
  13. #12 lostcontrol, 29.09.2015
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    Vielleicht sollte sich der eine oder andere geneigte Vermieter mal in den diversen Katzenforen umgucken (Leute - dagegen sind wir hier ein echt friedliebendes nettes Kuschelvölkchen) - was da so alles verbreitet wird wie man seinen Vermieter bezüglich Katzenhaltung (Balkonvernetzung usw.) austricksen kann geht auf keine Katzenhaut. Auch nicht auf eine Kuhhaut. Nicht mal auf eine Elefantenhaut. Ich hab's aber aufgegeben da was richtigzustellen, da ist man dann gleich wieder der "böse Vermieter" der seine Mieter nur terrorisieren will...
     
  14. Nero

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    Ja, genau so!
    Ich habe zudem selbst eigene Vorstellungen von argerechter Haltung entwickelt - egal ob Katze, Hund oder Karnickel.
    Was soll ich z. B. davon halten, wenn ich zufälliger Weise feststelle, dass man seit Jahren 1! Kaninchen in einem kleinen Kafig 10 Stunden am Tag alleine vor sich hinvegetieren (modern) lässt.
    Wenn man sich 2 Katzen hält, nicht mehr lüftet und die Wohnung dadurch anschimmelt (Katzen hätten sich ja einklemmen können... ha!)

    Ich rede i. e. L. von verantwortungslosem Umgang mit Tieren und - oft hieraus resultierend - auch dem achtlosen Umgang mit der Mietsache.
    Stimmt, ich habe grundsätzlich den Eindruck gewonnen, dass der MV sehr einseitig ausgelegt wird: Zugunsten eigener Bedürnisse und vermeintlicher Rechte.
    Und wenn man sich als M/Tierhalter dann auch noch außerstande sieht, als Schadensverursacher die Konsquenzen zu tragen, ja dann sind mit der Mietzahlungen wohl alle sonstigen Plfichten erfüllt d. h. sie interessieren nicht.
    Ich sage mittlerweile zu Tierhaltungen auch grundsätzlich nein, ob haltbar oder nicht. Wer bereits beim Vorstellungsgespräch mit diesem Anliegen vorspricht - egal um was es sich handelt - bleibt außen vor.
     
  15. Nanne

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    Tierhaltung kann im Mietvertrag nicht verboten werden. Jeder Mietinteressent kann behaupten, sich keine Tiere anshaffen zu wollen, und nach einiger Zeit in der Wohnung gibt es da doch z.B. eine Katze. Der Mieter müßte zuvor die Einwilligung des VM einholen, die dieser ohne wichtigen Grund nicht einmal verweigern kann. Es sei denn aus gesundheitlichen Gründen, (Katzenhaar-Allergie mit ärztl.Attest) Es gibt sicher noch weitere Gründe für ein Verbot,
    die genannt werden müssen.
     
  16. #15 lostcontrol, 29.09.2015
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    Drum ist so wichtig dass man im Mietvertrag stehen hat dass die Erlaubnis des Vermieters zur Haltung vonnöten ist.
    Das ist wie mit dem Zuzug des Partners - der Mieter MUSS vorher fragen, tut er's nicht, verstösst er gegen den Mietvertrag und das ist ein Kündigungsgrund.
    Dass man den Zuzug des Partners nicht verbieten darf spielt da keine Rolle, gekündigt werden darf weil nicht gefragt wurde, nicht weil der Partner eingezogen ist.

    Das bezieht sich aber nicht auf den Vermieter sondern auf die anderen Bewohner des Hauses (zu denen natürlich auch der Vermieter gehören kann).
    Weiter Gründe sind alles, was die weiteren Bewohner des Hauses stören könnte - der Vermieter als solcher ist aber seit diesem berühmt-berüchtigten Urteil außen vor.
    Eine in meinen Augen absurde Entscheidung, denn so kann es passieren dass der Vermieter die Katzenhaltung erlaubt, wenn sich aber andere Bewohner gestört fühlen (aus welchen Gründen auch immer) muss er die Erlaubnis wieder entziehen bzw. gegebenenfalls dann kündigen. Hirnrissig - damit ist niemandem gedient. Außer vielleicht diversen Querulanten die Spass dran haben sich mit anderen Hausbewohnern anzulegen - die haben damit freie Hand gekriegt.
     
  17. Nanne

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    Dem Lebenspartner kan ich den Einzug in die Wohnung verweigern, sollte es ein bekannter Gauner sein. Ist das noch aktuell?

    Ich wohne nun mal auch im Haus und zähle mit den Pflichten (Kehrwoche etc) zum Mieter, sonst habe ich als VM nur eingeschränktes Recht, oder wie?
    Die Mieter können sich z.B. bei Gestank im Haus, verursacht durch Tiere, beschweren, der VM nicht, na prima. (Beschweren kann sich der VM auch,
    aber ohne Erfolg)
     
  18. Nero

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    Ich weiß, dass ich es nicht verbieten kann, aber doch wohl auch nachträglich untersagen. So z. B. auch dann, wenn tierquälerisches Verhalten vorliegt - was ich mit dem Kaninchen sagen wollte.
    Oder die bereits vorerwähnte unzumutbare Beeinträchtung von Mietsache oder Mitbewohnern.

    Als quälerisch/nicht artgerecht empfinde ich es bereits, wenn die Halter noch nicht mal in der Lage sind, Primärbedürfnisse ihrer Tiere zu bedienen - aus Faulheit oder Dummheit.

    Will tatsächlich damit sagen, ich habe wohl Verständnis für einen unkastrierten neurotischenWohnungskater, der in seinem Frust die Wohnung markiert oder auf die Betten macht. .

    Nicht aber für den Halter = Mieter, der das Tier und die Mietsache untragbaren Bedingungen aussetzt..

    Alle Mietverhältnisse , die unter dem Thema Tierhaltung unappetittlich endeten, haben sich unter dem Stichwort "zerrüttet" Gott sei Dank von alleine gelöst. Kündigung. Oder sie kamen eben erst gar nicht zustande.
     
  19. Nero

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    Lostcontrol (12):
    Du verfügst ja über einen sehr kompetenten Blick sowohl in die eine als auch die anderere Richtung.
    Du sprichst bezogen auf das K.Forum von unzähligen Möglichkeiten, den VM auszutricksen und von deinen vergeblichen Versuchen, den Unsinn richtig zu stellen.

    Was mich jetzt aber wirklich interessiert, sind die "Kollegen" tatsächlich damit durchgekommen und kann man das - wovon ich ausgehe - für die eigene Praxis verwerten. - allgemein gesehen!!!

    Warum ich das frage - ich bin mit einer Bekannten hundemäßig täglich unterwegs und was ich von ihr so an "qualifizierten" Äußerungen allgemeiner wie besonderer Art höre, ist lediglich Halb- oder Unwissen eines anderen Forums.

    Ich finde nichts ärgerlicher, als wenn mit dem Brustton der Überzeugung kompletter Unsinn verbreitet wird.
    V. a. unter dem Motto: 1000 Fliegen können sich nicht irren.
     
  20. #19 lostcontrol, 29.09.2015
    lostcontrol

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    Es ging mir darum dass es ein Kündigungsgrund ist, wenn der Mieter Dich nicht vorher fragt - dass Du's nicht verweigern kannst (außer in bestimmten Ausnahmefällen) steht auf einem anderen Blatt. Auch so 'ne Skurrilität, aber das sind die Fakten. Nicht zu fragen ist ein Verstoß gegen den Mietvertrag und das ist ein Kündigungsgrund.

    Als Bewohner hast Du da die gleichen Rechte und Pflichten wie andere Bewohner auch (es sei denn es wurde mietvertraglich etwas anderes vereinbart) - als Vermieter nicht.

    Bei wem willst Du Dich denn als Vermieter beschweren? Die Mieter können sich beim Vermieter beschweren - Du darfst aber gerne auch selbst einen Beschwerdebrief an Dich selbst verfassen wenn Du magst.
     
  21. #20 lostcontrol, 29.09.2015
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    Wen meinst Du jetzt mit "Kollegen" - die Vermieterkollegen?

    Tja, dann klär sie auf.
    Man darf Katzen- und Hundehaltung nicht mehr grundsätzlich verbieten, das ist richtig.
    Sobald sich aber ein anderer Bewohner beschwert musst Du als Vermieter etwas unternehmen, d.h. Abmahnen mit Fristsetzung usw. und irgendwann dann eben kündigen, wenn sich nichts tut.

    Naja - ist das hier so viel anders?
    Wir haben hier doch auch - selbst unter den "Profis" den einen oder anderen der das eine oder andere "im Brustton der Überzeugung" verzapft. Nur dass es hier eben auch noch andere gibt die das dann richtigstellen.
    In einem Tierforum ist das eher selten der Fall - da outen sich Vermieter nämlich lieber nicht (ich übrigens auch nicht - das hab ich einmal gemacht und war danach der Depp vom Dienst).
     
Thema: Katzenhaltung in Mietwohnung
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