Kaufüberlegungen / Planung Renovierung für selbstgenutze ETW

Diskutiere Kaufüberlegungen / Planung Renovierung für selbstgenutze ETW im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo Forianer, in absoluter Wunschlage (an ein Naturschutzgebiet angrenzend, fast dörflicher Charakter, absolut ruhig, trotzdem innerhalb...

  1. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    Hallo Forianer,

    in absoluter Wunschlage (an ein Naturschutzgebiet angrenzend, fast dörflicher Charakter, absolut ruhig, trotzdem innerhalb (m)einer Großstadt gelegen) steht eine bezugsfreie Wohnung zum Verkauf.
    Auf den qm-Preis gesehen ist sie nicht ganz günstig, aber in Anbetracht der Lage und zur sofortigen Selbstnutzung noch akzeptabel. Weiterhin ist sie leider etwas klein (nur ca. 72 qm), aber für diese Lage nähme ich auch das in Kauf. Kaufverhandlung mit dem Makler läuft und gestaltet sich bisher recht fruchtbar.

    Es handelt sich um eine mittelgroße WEG (ca. 65 SE), die sich auf mehrere Baukörper auf einem großzügigen Gelände verteilt. 1995 gebaut.
    Ich bin bereits zweimal in der Wohnung gewesen, nächste Woche gibt es nochmal einen Termin, zu dem ich einen Bausachverständigen mitnehme. Wenn der nichts Gravierendes an der Bausubstanz findet, was gegen einen Kauf spricht, hoffe ich, baldmöglichst einen Notartermin machen zu können.

    Soweit zur Vorrede. Nun zu meinem Anliegen:

    Die Wohnung so wie sie steht und liegt wäre sofort vermietbar. Aber natürlich möchte man es sich für die Selbstnutzung doch noch etwas schöner machen. :)
    Falls es zu einem Kauf käme, wäre zu entscheiden, ob man mit einer Minimal-Variante den weiteren Finanzbedarf in Grenzen hält oder jetzt, wo die Wohnung leer steht, gleich noch mal richtig zupackt.
    Dazu sei gesagt, dass ich die Absicht habe, die Wohnung dann längere Zeit zu nutzen. Mindestens 10 Jahre, wahrscheinlich länger.

    Ist Zustand ist folgender: Küche ganz einfache weiße Bodenfliesen + weißer Fliesenspiegel, einige wenige Fliesen sind gerissen. In Wohnzimmer, Flur und Diele liegt Parkett aus der Errichtungszeit. Noch sehr guter Zustand und Optik, müsste jetzt nicht aufgearbeitet werden. In den beiden weiteren Zimmern wurde das gute Parkett leider durch Laminat ersetzt. Ist zwar neu, aber hässlich. Bad ist in einem guten Erhaltungszustand, man könnte (vorübergehend) damit leben. Die Optik spricht wohl eher die Generation 60/70+ an. Terasse ist mit Naturstein belegt, Optik in Ordnung, keine Schäden. Ansonsten ist die Wohnung mit weißer Rauhfaser versehen. Zimmer- und Wohnungstür sind Holzfurnier ohne Schäden.

    Mir schwirren ein paar Ideen durch den Kopf, wozu ich gern weitere Meinung gehört hätte.
    Minimalvariante wäre: Küche Boden machen lassen, schönen Fliesenspiegel anbringen lassen, das Laminat aus den beiden Zimmern raus und wieder Parkett reinlegen lassen. Heizkörper im Bad durch einen Handtuchheizkörper ersetzen. Kleinkram, wie vergilbte Steckdosen, ersetzen. In einzelnen Zimmern die Rauhfaser durch schöne Tapete ersetzen. Fertig. Einziehen. Überschlägig sollte das ja mit max. 5000€ und ein bisschen Eigenleistung zu bewerkstelligen sein.

    Nun zu den Erweiterungsideen zur Minimalvariante:

    Das Bad ist sehr klein. Mit einem Umbau sollte neben der Optik auch eine pfiffigere Gestaltung und dadurch verbesserte Raumnutzung realisiert werden. Das wäre grundsätzlich möglich, würde aber bedingen, dass das Bad komplett umgebaut werden muss. Knackpunkt scheint mir, die Toilette müsste dorthin versetzt werden, wo sich bis jetzt nur der Abfluss der Wanne befindet. Kann man das (möglichst ohne Eingriff am Gemeinschaftseigentum) realisieren? Wenn ja, mit welchen Kosten muss man überschlägig für einen Badumbau rechnen, wenn man zwar gute Qualitätsware kalkuliert, aber nicht unbedingt den neuesten Design-Preis gewinnen will. Der Fliesenleger würde wohl einiges kosten, da pfiffige Ideen auf kleinem Raum gefordert sind, ergo viel Pfriemelarbeit.

    Da es eine Erdgeschosswohnung ist, schwirrt mir auch Fußbodenheizung durch den Kopf (falls erforderlich mit zusätzlich einzelnen Heizkörpern an ausgewählten Stellen).
    Ist das eine völlige Schnapsidee? Die zentrale Heizungsanlage ist auch noch aus der Errichtungszeit (noch keine Brennwerttherme). Die ist sicher mal irgendwann fällig, aber es ist bisher in den ETV noch nicht die Rede davon. Aber mittelfristig wird die sicher ersetzt werden.
    Kann man mit einer bestehenden Heizungsanlage im Mehrfamilienhaus, die auf Heizkörper ausgelegt ist, überhaupt auf Fussbodenheizung in einer einzelnen Wohnung umrüsten? Wie verhält es sich, wenn die Heizungsanlage in 3 - 4 - 5 Jahren ausgetauscht wird?

    Falls sich das mit der Fußbodenheizung irgendwie realisieren ließe, würdet ihr keramischen Belag in allen Räumen empfehlen oder in den Wohnräumen bei Parkett bleiben (Aufbauhöhe, Kosten...)? (Plaste und Elaste kommt nicht in Frage.) Welche Kosten sind zu erwarten, für den Einbau einer Fusbodenheizung mit Einzelsteuerung für die Räume (3 Zimmer, Küche, Bad, Diele)? (Alte Böden rausreißen wäre Eigenleistung).

    Oder würdet ihr generell vom Nachrüsten einer Fußbodenheizung im Bestandsbau abraten? Wenn ja, warum?

    Bin auf Eure Meinungen gespannt.
    Viele Grüße.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Dann mache ich mal einen Anfang:


    Vorher würde ich mir ein paar Küchen anschauen. Viele moderne Gestaltungen erfordern keinen Fliesenspiegel mehr, weil sie zwischen Arbeitsplatte und Hängeschränken keine Freiräume sondern eine Rückwand haben. Auch wenn man sich für eine Inselküche entscheidet (deutlich höheren Platzbedarf bedenken!), ist ein Fliesenspiegel nicht unbedingt erforderlich.


    Ist die Elektroinstallation noch für 20+ Jahre tragfähig? Ansonsten würde ich die Leitungen sofort ersetzen/ergänzen/ändern lassen. Das ist eine Arbeit, die nur in einer komplett ausgeräumten Wohnung ohne große Scherereien zu erledigen ist.


    Das kommt darauf an, wo und wie die zentralen Leitungen bzw. die Abzweige für diese Wohnung liegen. Technisch fallen mir spontan keine Probleme ein, die sich bei den geplanten Umbauten nicht lösen lassen.


    Da es ein "kleines" Bad ist, wäre meine erste Schätzung: zwischen 3000 und 30000 Doppelmark. Und das ist nur sehr eingeschränkt witzig gemeint.


    Nicht völlig, aber sehr aufwändig, auch weil hier fast sicher Eingriffe ins Gemeinschaftseigentum fällig werden.


    Parkett, aber das hat mit persönlichen Vorlieben zu tun.
     
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  4. GSR600

    GSR600
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    Beim Umbau auf Fussbodenheizung bitte nicht die Ablesegeräte für die Abrechnung aus den Augen verlieren. Evtl. ist dadurch gsr kein Umbau möglich.
     
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  5. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    @Andres Danke für Deine Hinweise. Insbesondere mit der Elektrik wirst Du recht haben. Das musst man prüfen. Es sind natürlich für die heutigen Ansprüche zu wenige Steckdosen. Und wenn man einmal dabei ist, könnte man auch gleich noch LAN in alle Räume einziehen.

    In die Küche kommt ein Fliesenspiegel, da meine alte Küche mitkommt. :) Sie kann mit wenig Aufwand passend eingesetzt werden.
    Außerdem gefällt sie mir noch und ich finde ohnehin, dass Küchen kaum kaputt zu kriegen sind. Es kommt eine neue Arbeitsplatte drauf, das ist genug Veränderung für meinen Geschmack :)
     
  6. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Wenn du schon eine neue Arbeitsplatte drauf machst, kannst du auch noch einen Schritt weiter gehen:
    Es gibt so ne Art dünnere Arbeitsplatte als Fliesenspiegel. Wahlweise im gleichen Dekor wie die Arbeitsplatte. Nur (geschätzt) ungefähr 10-20 mm stark.
    Die klebst du (passend zugeschnitten) an die Wand, nachdem die Küche steht - und der Fliesenspiegel ist nicht mehr nötig und/oder verdeckt.

    Oder das ganze aus Glas - sieht cool aus, ist aber pflegeintensiver, weil man da alles drauf sieht.
     
  7. Bovary

    Bovary Erfahrener Benutzer

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    Ja, ich werde mich mal mit den neuen Rückwandsystemen beschäftigen. Befürchte aber, das mich das nicht überzeugt.

    Außerdem weiß ich wirklich nicht, was gegen den guten alten Fliesenspiegel spricht. Da kann ich zur Not mit dem Stahlschwamm drüber gehen und alles bleibt schick. :)

    In einer Mietwohung würde ich überlegen, ob es noch notwendig ist, einen Fliesenspiegel zu überarbeiten. Aber für mich selbst finde ich den gut, wenn nicht sogar sehr gut.

    Mir schwebt sowas, wie auf dem ersten Bild hier, vor:
    https://www.deutschefliese.de/wohnideen-fuer-die-kueche/
    (In der oberen Bildleiste ist es das dritte Bild)
     
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  8. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ich hab das seit 10 Jahren.
    Und würde es immer wieder so machen.
    Keine Fugen. Eine glatte Fläche.
    Die Arbeitsplatte bearbeitest du ja auch nicht mit dem Stahlschwamm, oder? ;-)
    So "neu" oder exclusiv oder hochwertig ist das gar nicht. Nur sehr praktisch.
    Vielleicht gibt es ja auch Fliesendekor. So eine Platte ist schneller zugeschnitten und angeklebt, als ein Fliesenspiegel angebracht.
    Rundherum Silikon muss eh bei beiden.
     
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