kein Lüften - Nasse Wände - abmahnen?

Diskutiere kein Lüften - Nasse Wände - abmahnen? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Frage: Weche Rechte habe ich als Vermieter? Mieter hat feuchte Wände und massive Wasserränder an Fenstern. Ich habe schon mehrfach darauf...

  1. #1 Vermieter-Greenhorn, 30.01.2017
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    Frage: Weche Rechte habe ich als Vermieter? Mieter hat feuchte Wände und massive Wasserränder an Fenstern. Ich habe schon mehrfach darauf hingewiesen, daß mehrfach täglich stossgelüftet werden muss, Mieter macht dies aber nicht. In der Wohnung wird Wäsche getrocknet, Karnickel gehalten (dagegen kann ich glaube ich auch nicht vorgehen, oder?), gekocht etc. Was kann ich nun tun? Schriftlich mahnen? Kann ich Mieter dazu zwingen ein Lüftungsprotokoll zu führen? Oder muss ich stillschweigend hinnehmen, daß meine Altersvorsorge langsam aber sicher vor sich hinschimmelt?
     
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  3. #2 BHShuber, 30.01.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    die Frage mal zweigeteilt, was sollte der Vermieter hier tun um genau das zu verhindern, dass Wasser an den Fenstern und Fensterbänken herunterläuft und die Wände nass sind.

    Nasse Wände kommen nicht nur vom NIchtlüften, eventuell hat das bauliche Ursachen.

    Durchaus kann der Vermieter den Mieter mittels Abmahnung dazu bewegen öfter mal Stoß- und Querzulüften doch auch das hat Grenzen und diese beginnen dann, wenn durch die Feuchte in der Wohnung der vertragsgemäße Gebrauch der Mietsache gefährdet ist.

    Besorge dir mal ein paar Hygrometer mit Auswertungsfunktion, stelle diese für eine oder zwei Wochen an verschiedenen Standorten in der Wohnung auf, dann werte das aus, und handle entsprechend des Ergebnisses.

    Gruß
    BHShuber
     
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  4. Andres

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    Das kann man tun, aber mindestens als ergänzende Maßnahme wären die Zustände in der Wohnung zu dokumentieren. Will man wegen dieser Geschichte nämlich irgendwann kündigen, ist man als Vermieter in der Beweispflicht für das Fehlverhalten des Mieters.


    Nein.


    Das Trocknen der Wäsche kann man nicht (direkt) verbieten, aber man kann dem Mieter natürlich Alternativen anbieten bzw. aufzeigen. Gibt es im Haus einen geeigneten Raum, in dem Wäsche getrocknet werden könnte bzw. ein Wäschetrockner aufgestellt werden kann? Gibt es keine Alternativen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Mieter selbst Lösungen suchen ...

    Das soll natürlich nicht heißen, dass der Mieter die Wohnung einfach verschimmeln lassen dürfte.

    Kaninchen zählen zu den sog. Kleintieren, für deren Haltung in üblichen Anzahlen keine Erlaubnis des Vermieters eingeholt werden muss.

    Die Frage nach dem Kochen versuche ich so zu verstehen, wie sie gemeint war - auch dann wirkt sie in dieser Aufzählung aber noch etwas skurril. Wie auch immer: Kochen darf der Mieter auch. :hut014:


    Den Hinweisen von BHShuber, die ich gerade noch lese, möchte ich mich auch anschließen: Andere Ursachen abklären und ausschließen, Hygrometer aufstellen.
     
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  5. #4 Vermieter-Greenhorn, 30.01.2017
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    Danke für die bisherigen Antworten. Mit kochen Wäschetrocknen und Tierhaltung wollte ich nur aufzeigen, wo die vermehrte Feuchtigkeit in der Raumluft herkommt.....und die muss ja irgendwo hin....wenn man nicht lüftet, kondensiert sie nun mal an den kalten Fensterscheiben und Aussenwänden. Wo sonst sollte bei einer Frostperiode von 4 Wochen Feuchtigkeit im Haus herkommen? Von draußen kommt zu diser Zeit zumindest kein Wasser (Regenwasser, Grundwasser o.ä. rein. Welche Ursachen könnten denn sonst die Wände feucht werden lassen? (Es verlaufen keine wasserführenden Leitungen dort lang).
     
  6. #5 BHShuber, 30.01.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    da hast du auch wieder Recht, doch kann ich mir nur schwer vorstellen, dass lediglich vom Kochen, Wäschetrocknen und Kleintierhaltung eine relative Luftfeuchte von mind. 70% entsteht, dann müsste nämlich auch das Heizverhalten an den Pranger gestellt werden, wenn die Wände so auskühlen, dass das Wasser die Wände runterläuft.

    Hygrometer halte ich da für das beste Mittel, dann kann man sehr gut sehen, wann wie geheizt und gelüftet wird.

    Gruß
    BHShuber
     
  7. Duncan

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    Punkt 1: google oder andere Suchmaschine des geringsten Misstrauens: DMB + heizen lüften Schimmel eingeben. Da kommst du zu einem PDF mit Empfehlungen zum Heizen und Lüften, das dem Mieter nachweisbar zukommen lassen.
    Punkt 2: Hygrometer mit Aufzeichnungsfunktion zur Datenerfassung aufstellen. Daten auswerten. Andere mögliche Ursachen ausschließen. Mieter Abmahnen.
    Punkt 3: Wenn man sich seiner Sache nun sicher ist ins selbständige Beweisverfahren am örtlichen Amtsgericht eintreten. Spätestens hier sollte jedem Mieteranwalt die Domglocke im Hinterkopf läuten. Mit dem Gutachten entsprechend gerichtlich gegen den Mieter vorgehen.
    Das "Spiel" kann sich über mehrere Winter/Jahre ziehen. Das kostet auch richtig Geld und Nerven, man sollte sich also seiner Sache sowohl sicher sein, als auch einen solventen Mieter haben(Kostenrückerstattung).

    Sobald sich bei einem der Punkte Hinweise auf einen möglichen Gebäudemangel ergeben, beheben, ist langfristig günstiger.
    Gegenüber dem Mieter nie drohen, einfach machen. Man droht nicht mit dem Gerichtsvollzieher (zur Zustellung) man beauftragt den einfach. (Konkret: Mieter will für ihn nachteilige Schreiben immer nicht erhalten haben.)
    Wenn sich zeigt, dass die Mieter fortan ihren Pflichten nachgehen, kann man das Verfahren da jeweils abbrechen.
     
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