Keine Heizkostenvorauszahlung vereinbart - jetzt Nachzahlung

Diskutiere Keine Heizkostenvorauszahlung vereinbart - jetzt Nachzahlung im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Einen schönen guten Abend, Ich habe ein Anliegen und hoffe mir kann vorerst ohne Anwalt geholfen werden. Ich habe im Oktober 2018 eine Wohnung...

  1. ciba

    ciba Neuer Benutzer

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    Einen schönen guten Abend,
    Ich habe ein Anliegen und hoffe mir kann vorerst ohne Anwalt geholfen werden.

    Ich habe im Oktober 2018 eine Wohnung bezogen mit einer angegebenen Betriebskostenvorauszahlung von 117€. Bei Heizkosten stand im Exposé 0,-€ , weswegen ich davon ausging dass die Heizkosten in den Betriebskosten enthalten sind, zumal bei der Betriebskostenverordnung im Mietvertrag u.a. auch "f) die Kosten der eigenständig gewerblichen Lieferung von Wärme" und "d) die Kosten des Bestriebs der zentralen Brennstoffversorgungsanlage" etc enthalten sind.

    Bis nun eine Heizkostenabrechnung und eine Nebenkostenabrechnung kam mit der Aufforderung zur Nachzahlung von 118€ Heizkosten für meinen Mietzeitraum von 26.10.2018 bis 31.12.2018 (Nebenkosten erhalte ich 13€ Gutschrift).

    Ich bin nun verwirrt und habe meinen Vermieter angerufen, welcher mir mitteilte, dass nur weil das in der Betriebskostenverordung steht, es nicht zwangsläufig in den Nebenkosten enthalten ist, weil ja z.B. auch Solarkollektoren drin stehen und wir diese gar nicht haben. Ich habe jetzt auch mega Panik dass ich für 2019 nächstes Jahr eine hohe Nachzahlung erhalten werde und fühle mich irgendwie getäuscht.

    Das nächste Ding ist, dass ich mit meiner NK-Abrechnung plötzlich eine Heizkostenvorauszahlung von 65€ habe zu den 117€ Nebenkostenvorauszahlung, was mir irgendwie auch sehr viel erscheint.

    Inwieweit hat der Vermieter recht und inwieweit Ich?

    Liebe Grüße und vielen Dank im Voraus,
    Cindy
     
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  3. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Es interesiert nicht das Expose, sondern was in deinem Mietvertrag vereinbart ist.
    Es könnte sein, dass der Vormieter mit der vereinbarten Vorauszahlung hinkam, aber hier ist das ohne genauere Kenntnis der Größe der Wohnung, der Bausustanz etc. das nicht zu beurteilen.
    Denn in der Regel werden die Vorauszahlungen nach den vergangenen und erwarteten Gegebenheiten angepasst, und vereinbart.
    Das kann hinkommen oder auch nicht, denn jeder hat ein anderes Heizverhalten.

    Ob eine arglistige Täuschung bei Abschluss des Mietvertrages bestand, dazu müsste man mehr Infos haben.
    Nur da die kalten Nebenkosten schon die ganze Vorauszahlung aus machen, ist da möglicherweise etwas schief gegangen...
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 21.11.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Schau in den Mietvertrag was da vereinbart ist zu den Vorauszahlungen und was darin enthalten ist.

    Wenn du unsicher bist was der genaue Wortlaut bedeutet, kannst du das auch anonymisiert hier einstellen.
    Ebenso die Abrechnung. Auch da könnte ein Irrtum unterlaufen sein, der zu unerwartet hohen Heizkosten führt.
    Und, wie sara schon sagt, dein Heizverhalten kann auch die Ursache für höhere Heizkosten als beim Vormieter sein.


    Sollte ein Fehler beim Ausfüllen des Vertrags passiert sein, musst du dir gut überlegen, ob du wirklich auf Konfrontation gehen möchtest.
    Fehler passieren. Das entsprechend ausnützend, wenn es zu deinem Vorteil sein sollte, bringt dir längerfristig weiteren Ärger ein, z.B. in Form von regelmäßig möglichst zeitnahen Mieterhöhungen. Besser ist, wenn du an einem längerfristigen guten Mietverhältnis interessiert bist, kompromissbereit sein und nicht nur auf vermeindlicher Fehlersuche.
     
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  5. #4 Papabär, 21.11.2019
    Papabär

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    Einerseits verständlich - andererseits höchstwahrscheinlich unbegründet.
    Du darfst nämlich die Nachzahlung für die 2 Monate nicht einfach so auf´s Jahr hochrechnen ... es sei denn, Du heizt in den Sommermonaten genau so, wie in dem abgerechneten Vergleichszeitraum (Nov. & Dez.). Die Vorauszahlungen werden aber sicherlich konstant sein und sich nicht monatlich ändern. Die Kosten sind aber in den Wintermonaten regelmäßig höher. Es ist also nicht unüblich, dass jemand der im Spätherbst einzieht, eine Nachzahlung hat, obwohl die Vorauszahlungen (weil auf 12 Monate gerechnet) relativ passend berechnet/geschätzt wurde. Genauso wird es jemanden treffen, der Ende Februar aus einer Wohnung auszieht.

    Panik ist hier deswegen erst einmal nicht angebracht.


    In Anbetracht des oben bereits geschriebenen, erscheint mir das auch nicht plausibel. Allerdings müsste man für eine genauere Einschätzung mehr Infos haben. Frage doch einfach mal den Vermieter, wie er auf diese 65,- € kommt.

    Die Anpassung der Vorauszahlung kann übrigens von jeder Mietpartei nach einer Abrechnung erfolgen. Muss eben nur in Textform geschehen (§560 (4) BGB). Das ist kein Monopol, das nur Vermieter haben.
     
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  6. ciba

    ciba Neuer Benutzer

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    Vielen Dank schonmal für eure Antworten.

    Ich habe einmal einen Teil des Mietvertrags und die Nebenkostenabrechnung angehängt. Die Heizkostenabrechnung folgt noch, da wurde etwas Mist gebaut denn die ist kaum leserlich.

    Also das Ding ist, es wurde eine neue Heizung eingebaut. Daher kommen auch die 14€ Veränderung in der Kaltmiete, das sind die umgelegten Kosten für die Modernisierung. Und damit begründete man auch die neue Heizkostenvorauszahlung. Auf die Frage wieso ich davor das nicht zahlen musste, meinte der am Telefon irgendwas verwirrendes von wegen davor hat der Vermieter die Heizung bezahlt bzw. das ging über ihn (?). War jedenfalls sehr verwirrend.

    Die Nebenkosten kann ich z.B.online im Portal anpassen, die Heizkosten nicht. Die stehen nach wie vor mit 0,-€ drin.

    Wo ich gerade nochmal die Antwort von sara lese, könnte das sogar alles Sinn ergeben. Die Wohnung stand angeblich 1 Jahr leer. Sollte man sich also tatsächlich an den Heizkosten davor orientiert haben würden diese ja 0,-€ betragen und so wurden für mich ebenfalls 0,-€ angesetzt. So könnte auch die neue Heizkostenvorauszahlung erklärt werden. Da ich in den zwei Monaten letztes Jahr ca. 120€ verbraucht habe, wurde 65€ als neue Vorauszahlung angesetzt?
     
  7. #6 ehrenwertes Haus, 22.11.2019
    ehrenwertes Haus

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    Ich weiß nicht wie es Anderen geht, ich seh keinen Angang in diesem Thema...
     
  8. ciba

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    Das ist richtig. Wurde netterweise darauf hingewiesen dass ich falsch geschwärzt habe.
     
  9. #8 Papabär, 22.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 22.11.2019
    Papabär

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    65,- € klingen mir da zunächst nicht wirklich angemessen.

    Nov. & Dez. zusammen sind 280 Gradtage. bei 120,- € macht das knapp 43 Cent pro Ticker, also 430,- €/Jahr. Durch zwölf komme ich auf ca. 36,- €. Schlag da noch 10% drauf (weil die Preise von 2018 ja sicherlich auch gestiegen sind), bist Du bei rund 40,- €/Monat.
    Allerdings immer unter dem Vorbehalt örtlicher Besonderheiten.


    ? Weil der Roboter nicht wusste, dass in der Leerwohnung die Heizung abgedreht war? Sorry, aber da darf man (hier der Vermieter) auch mal mitdenken.


    Schon mal mit Tinte auf totem Holz probiert?

    Im Übrigen kannst Du die Heizkosten eh nur über den komischen dicken Knopf an den Heizkörpern verändern. Was Du in Textform ändern darfst, sind lediglich die Vorauszahlungen.
     
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Keine Heizkostenvorauszahlung vereinbart - jetzt Nachzahlung

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