Keine Reaktion auf Erhöhungsverlangen - muss ich klagen??

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von Norman Bates, 03.08.2009.

  1. #1 Norman Bates, 03.08.2009
    Norman Bates

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    Tag zusammen!

    Leider habe ich vermutlich ein kleines Problem mit einem meiner Mieter. Dessen Miete will ich nämlich um 5 Prozent erhöhen, was die allererste Anhebung seit über 17 [siebzehn !!] Jahren wäre, und womit ich immer noch deutlich unter dem Mietspiegel liege [München]. Und bei dieser Gelegenheit würde ich auch gleich umstellen von "Pauschal" warm [ohne irgendwelche Nachzahlungen etc.], auf die übliche Aufteilung in Nettokaltmiete und Betriebskostenvorauszahlung, wegen der gestiegenen bzw. schwankenden Nebenkosten in den letzten Jahren. Was das betrifft, habe ich ihm allerdings erst mal die Wahl gelassen, zumal diese Umstellung wohl einen neuen Mietvertrag bedeuten würde, oder?? [bereits getippt und zur Ansicht verschickt]

    Nun, die vollen zwei Monate seit meinem "Erhöhungsverlangen" sind jetzt gerade abgelaufen. Alle Dokumente wurden natürlich sehr ordentlich, klar und ausführlich und freundlich verfasst [mit zwei Begründungen, den Nebenkostenabrechnungen und sonstigen Ausführungen], und zwei- oder dreimal angerufen habe ich auch, wobei alles soweit klar zu sein schien.
    Bevor ich nun ein letztes Mal telefonisch nachhake, ein letztes Ultimatum stelle und notgedrungen mit einer Klage drohe, möchte ich hiermit anfragen wie dieser Ernstfall vonstatten gehen würde. Ich gehe also zu einem Anwalt, dieser wiederholt quasi meinen Erhöhungsbrief, mit gleichbleibender Frist wie ursprünglich vorgesehen? Und die Kosten dafür muss der Mieter übernehmen? Was muss ich in meinem Fall berücksichtigen? Ich hätte einfach gerne ein paar Details oder Tipps, bevor ich mich kopfüber in meinen ersten Rechtsstreit stürze, vielleicht hat ja jemand Erfahrung mit diesem Szenario...

    Vielen Dank schon mal im Voraus!
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Ich würde eher sagen, dass der Vermieter das Problem ist...

    Warum nur 5% wenn der Mietspiegel mehr her gibt? Wie man sieht, wird diese Zurückhaltung vom Mieter keineswegs honoriert. Der Vermieter wird bei jeder Mieterhöhung immer der der Böse sein. Mit volleren Taschen kann man lebt es sich als ohnehin böser und raffgieriger Vermieter wesentlich leichter.

    Der Vermieter hat zwar Anspruch auf die Zustimmung zu einer begründeten Mieterhöhung, er hat aber keinen Anspruch auf eine Änderung der Mietstruktur. Eine Umstellung auf Nettomiete und Betriebskostenabrechnung oder auch Pauschale ist also nicht durchzusetzen. Einzige Ausnahme sind die Heiz- und Warmwasserkosten. Hier ist von wenigen Ausnahmen abgesehen die Heizkostenverordnung zwingendes Recht und mit der Hiezkostenverordnung nicht vereinbare Vereinbarung unwirksam (BGH, Urteil vom 19. Juli 2006 - VIII ZR 212/05).


    Die Zustimmungsfrist sind keineswegs "volle 2 Monate", sondern nach § 558b BGB bis zum Ablauf des zweiten Monats, der auf den Zugang des Mieterhöhungsverlangens folgt. Das bedeutet, dass z.B. bei Zugang eines Erhöhungsverlangens am 1. Mai die Zustimmungsfrist bis Ende Juli läuft und - bei Zustimmung - die erhöhte Miete ab August fällig ist.

    Stimmt der Mieter nicht zu, hat der Vermieter 3 weitere Monate Zeit zur Klage auf Zustimmung.
     
  4. #3 Norman Bates, 03.08.2009
    Norman Bates

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    Na Vielen Dank. Jahrzehntelanges Wohnen zum Dumpingpreis praktisch auf meine Kosten, weit unter dem Mietspiegel und bei ständig steigenden Nebenkosten zu meinen Lasten, das findest du in Ordnung? Dein Status hier ist nicht zufällig "Mieter"?

    Du widersprichst dir - es passt dir vielleicht nicht, dass ich bisher eben NICHT der böse, raffgierige Vermieter war, und es auch nicht sein will!! Ein guter Spielraum zum Mietspiegel geht für mich in Ordnung.

    Ich sollte erwähnen, dass der Mietvertrag noch auf meinen Opa läuft, den ich vor einigen Jahren beerbt habe. Der neue Mietvertrag wäre also in erster Linie aufgrund des Eigentümerwechsels angesagt [bisher lief das leider einfach so unverändert weiter].

    Nun wie gesagt, der Mieter zahlt nur die Warmpauschale - sonst GARNICHTS. Keine Heizung, keine sonstigen Nebenkosten, keine Grundsteuer, nichts.

    Danke erstmal, aber ich erwarte eigentlich etwas objektivere Antworten.
     
  5. #4 lostcontrol, 03.08.2009
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    norman - RMHV mag zwar nicht immer einen sonderlich gefälligen tonfall anschlagen (ob absichtlich oder nicht), aber objektivere und fundiertere antworten auf deine frage als seine wirst du hier nur schwerlich bekommen.

    soll ich (berühmt für subjektives und emotionales geplaudere) dich ein bisschen zutexten damit du glücklicher bist? oder willst du ECHTE antworten?
     
  6. #5 Norman Bates, 03.08.2009
    Norman Bates

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    Zutexten mit subjektiv emotionalem Geplaudere :D ?? Nee nicht unbedingt, dafür hab' ich momentan zu viel um die Ohren... aber auf ein paar tjaähem... "echte" Antworten [?] lasse ich mich gerne ein.
    Aaalso ich bin jetzt hier tatsächlich der niederträchtige, gierige Schurke oder wie, kann das sein? Bitte nicht, lasst den Unfug Leute :wink
     
  7. #6 lostcontrol, 03.08.2009
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    das hast du falsch verstanden.
    RMHV meinte das so, dass der mieter dich in jedem falle so sieht, egal ob du nun 5% oder 20% erhöhst. böser vermieter biste so oder so.
     
  8. #7 Norman Bates, 03.08.2009
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    ...Oder ich habe meinen Nick hier unüberlegt gewählt :rofl ...

    Ich kann mir kaum vorstellen dass dieser Mieter in mir den bösen Vermieter sieht, eben weil ich bzw. meine Familie ihn so lange Zeit völlig unbehelligt liessen. Ich schreibe sogar Weihnachtskarten :mail . Und vor ein paar Jahren habe ich für fast 2000 Euro einfach so defekte Einrichtungsteile ausgetauscht, obwohl er das laut altem Mietvertrag eindeutig selber hätte machen müssen. Es kann natürlich sein dass er jetzt denkt, er könnte mir auf der Nase rumtanzen, ich unternehme eh' nichts... :?
     
  9. #8 Michael_62, 03.08.2009
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    Es gibt immer wieder Menschen, die es auf die harte Tour lernen müssen.

    Verzicht auf Rechtspositionen bringt nix. Maximum was zulässig ist berechnen, und dafür mal ein Mieterfest und eine Karte zum Gebiurtstag schafft Ruhe.

    Und am besten durch eine professionelle Verwaltung.

    Auf die kannst du dann mit deinem Mieter zusammen bei der zweiten Mass schimpfen.

    ´So ein Sch*** aber auch, dass die den neuen Gasliefervertrag nicht billiger aushandeln konnten+******....´

    Klare Regeln, gute Räumlichkeiten und Erhöhung immer genau an der Grenze, so wird ein Schuh daraus.

    pS.: für die verschenkten 2 Mille hättest du deinen Kindern ein paar schöne Geschenke machen können. Hoffe mal, dass die kein Forum lesen.......
     
  10. #9 Norman Bates, 03.08.2009
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    Schon geschehen ;) - telefonisch sowie schriftlich. Den schwarzen Peter hat allerdings zum Glück nicht der recht vorbildliche Verwalter [der vor einigen Jahren den alten, garnicht vorbildlichen ersetzte], sondern die, nun ja, die Gesamtsituation :motzki ...

    Nun gut, also keine unangebrachte Gnade...


    ...PS 7. August:

    Ich habe noch eine kleine Frage in diesem Zusammenhang, inwieweit man bei einem EIGENTÜMERWECHSEL auf einem neuen Vertrag bestehen kann: Darf, kann, soll, muss der Mietvertrag erneuert werden, wenn der Eigentümer wechselt??
     
Thema: Keine Reaktion auf Erhöhungsverlangen - muss ich klagen??
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