Kinderlärm...

Dieses Thema im Forum "Hausordnung" wurde erstellt von Hexchen, 27.01.2008.

  1. #1 Hexchen, 27.01.2008
    Hexchen

    Hexchen Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich bin alleinerziehende Mutter zweier Kinder (5 und 7 Jahre) und wir sind wochentags kaum zu Hause (von 7- mind. 17 Uhr außer Haus) und um 20 Uhr liegen die Mäuse auch brav im Bett.

    Problem ist das Wochenende.. bzw. (meiner Ansicht nach, das WE an dem mal ein Besuchskind übernachtet..)

    Heute stand wieder der Mieter unter mir vor meiner Tür und hat sich drüber beschwert, dass die Kinder zu laut wären. Er hätte sie morgens um 6 schon gehört.. (Hier will ich mal dazu sagen, dass ich selbst, obwohl ich NICHT bis in die Puppen feiere, o.ä. gern auch mal am WE bis 8 oder 8:30 Uhr schlafe, nichts gehört habe und seelig vor mich hingeschlummert hab).

    Ich will nicht bestreiten, dass die Kids wirklich um diese Uhrzeit schon wach waren, wahrscheinlich haben sie auch schon "Lärm" gemacht. Aber ich selbst (Schlafzimmer ist das nächste Zimmer neben dem Kinderzimmer) habe davon nichts mitbekommen.

    Kann er denn dagegen etwas unternehmen? Gespräche mit meinen Kids helfen leider immer nur "minutenweise", so dass ich mit meinem Latein bald am Ende bin. Auf einen Nachbarschaftsstreit hab ich natürlich auch keine große Lust (und irgendwo kann ich den Mann ja auch verstehen, wenn er am WE mal ausschlafen will).

    Gruß von einem verzweifelten Hexchen
     
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  3. #2 argentina139, 27.01.2008
    argentina139

    argentina139 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    also die rechtliche Situation kenne ich da auch nicht genau, aber ich glaube dass Lärm durch Kinder toleriert werden muß.
    Ich kenne hingegen die andere Seite, da ich in einem Altbau wohne und jeden Schritt der Bewohner über mir vernehme.
    In der Regel ist hier als die Schallübertragung über den Boden das Problem (Also auch Spielzeugautos und Bobbicars) ;).
    Vielleicht hilft schon ein Teppich die Schallübertragung zu mildern?
    Bei uns und den über mir Wohnenden funktioniert es jedenfalls ganz gut.

    Grüße
     
  4. #3 onkelfossi, 27.01.2008
    onkelfossi

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    normaler kinderlärm ist zu tolerieren, allerdings sollte man auf die ruhezeiten in der hausordnung achten. also lärm nach 22 uhr und sonntags sollte auf zimmerlaustärke reduziert werden. andere mieter schränken sich da ja auch ein.
     
  5. #4 Hexchen, 27.01.2008
    Hexchen

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    Erst mal danke für die schnellen Antworten.

    Meine "Maßnahmen" sehen jetzt erst mal so aus, dass ich die Kids am nächsten WE umquartieren werde (ins kleinere Schlafzimmer, das ist dann gleich auch noch die Strafe für sie^^). Das ist ja eigentlich auch als Kinderzimmer gedacht gewesen. Und ja, nen Teppich werde ich auch noch verlegen.

    Aus dem Bobbie-Car-Alter sind sie ja draussen, der Lärm bezieht sich wohl eher auf nennen wirs mal vosichtig "unachtsames Heruntersteigen vom Hochbett", incl. freudigem Ausruf darüber, wie toll das schon geht ;)

    Und natürlich versteh ich "die andere Seite"... Wollte nur wissen, wie bzw. ob man Kindern, die noch nicht mal ordentlich bzw. gar nicht lesen können, die Hausordnung "einhämmern" kann oder muss... Falls wirklich ja, dann bin ich auch gern für Tips offen, wie ich das denn hinkriegen soll.

    LG
    Hexchen
     
  6. #5 Prüfer, 27.01.2008
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    Finde es toll das Du auch die andere Seite verstehsteht und etwas dagegen tun möchtest.

    Sicher Kinder machen lärm und das ist im "normalen" Maß ja auch ok.
     
  7. #6 bjoern.schott, 07.03.2008
    bjoern.schott

    bjoern.schott Neuer Benutzer

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    Hallo Hexchen,

    Dein Problem kann ich als "teilzeit" Alleinerziehender Vater von drei Kindern (2, 6, 8) in einem Mehrfamilienhaus sehr gut nachvollziehen. Besonders die Geschichte mit dem Absteigen vom Hochbett hat mich getröstet, da auch meine beiden "großen" sehr gerne von der obersten Stufe springen, und die zur Sicherheit auf den Boden gelegte Matraze scheint dieses Vergnügen noch zu steigern.
    Die Mieter unter uns waren Studentinnen für das Lehramt Grundschule, hatten aber für die Bedürfnisse meiner Kinder kein Verständnis. Wenn meine Kinder einmal nach acht Uhr abends voll aufdrehen ist es praktisch unmöglich, sie ohne Wiedereinführung der Prügelstrafe zu bändigen. Und diese Lust am Leben ist auch gut so und ich freue mich jedes mal, dies zu beobachten. Natürlich setze ich Grenzen und versuche alles, um unnötigen Lärm zu vermeiden. Aber ganz ohne Geräusche geht es nun einmal nicht.

    Die Nachbarn müssen das hinnehmen, und sollten sich eigentlich auch freuen, dass es überhaupt noch Kinder gibt. Aber leider gibt es wegen Kinderlärms immer wieder Ärger. Deshalb hier ein hilfreiches Gerichtsurteil (zur Kündigung ist es bei Dir zwar noch nicht gekommen, aber die Urteilsbegründung ist sehr aufschlussreich und findet sich sinngemäß auch in vielen anderen gerichtlichen Entscheidungen):

    *************************************************

    AG Potsdam Az. 26 C 82/01
    Kinderlärm: Große Freiheit für kleine Krachmacher

    *************************************************

    Bewohner müssen ihre Toleranzgrenze für Kinderlärm erhöhen. Das Landgericht Bad Kreuznach wies eine Vermieterklage als unbegründet zurück, der eine Mieterfamilie wegen massiver Störung des Hausfriedens, Krach im Treppenhaus und aus der Wohnung kündigte.

    Der behauptete Kinderlärm sei keine unzumutbare Lärmbelästigung, meinten die Richter. "Kinder als solche sind keine Störung. Beeinträchtigungen, die damit natürlich verbunden sind, müssen hingenommen werden. Solche Beeinträchtigungen beginnen mit üblichem Babygeschrei, ersten Kinderunarten, gehen in unbeabsichtigte Störungen aller Art über und enden bei bewussten kleineren Störungen, das heißt Gepolter, Gestampfe, Gespringe :wink und Gehopse und sind hinzunehmen."

    Das Landgericht forderte eine höhere Toleranz von Vermieter, Nachbarn und Mitbewohnern. Kinderlärm sei eine Begleiterscheinung kindlichen und jugendlichen Freizeitverhaltens. Auch wenn der Lärm als störend empfunden werde, sei er als Lebensäußerung unvermeidbar und der Wohngemeinschaft regelmäßig zumutbar.

    Diese geforderte erhöhte Toleranz gegenüber Kindern findet aber dort ihre Grenze, wo der Lärm nicht mehr sozialadäquat ist, wo den Eltern eine schuldhafte Pflichtverletzung bzw. eine Aufsichtspflichtverletzung vorzuwerfen ist. Bei den in der Vermieterkündigung beschriebenen Verhaltensweisen wie lautes Auftrampeln bzw. Herumrennen des Kindes, insbesondere vor dem Schlafengehen, Laufübungen im Gestell, Geschrei im Treppenflur, Blubbern und Weinen, handelt es sich aber um den üblichen und normalen Ausdruck eines natürlichen Bewegungs-, Spiel- und Mitteilungsdranges von Kleinkindern. Wenn Eltern dieses Verhalten nicht stoppen, ist das nicht schuldhaft und nicht vorwerfbar. Anders möglicherweise, wenn Eltern nicht verhindern, dass die Kinder von Stühlen springen oder Mobiliar umwerfen."

    Die anderen mit der Kündigung aufgeführten Gründe wertete das Gericht eher als Lappalien. Selbst wenn das Heraufziehen und Herunterlassen der Rollläden "nicht immer in einer gleichbleibenden sanften Art und Weise geschieht", handelt es sich jedoch um kurze Geräuschentwicklungen, die eine fristlose Kündigung auch ansatzweise nicht rechtfertigen können.
     
  8. kummer

    kummer Erfahrener Benutzer

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    Das ist aber nur ein Urteil, dieser gibt es viele. Kinderlärm ist nunmal eine Fallentscheidung, die Regel ist es ganz und gar nicht.

    http://www.wdr.de/themen/panorama/1/prozess_kinderlaerm/index.jhtml

    Aktenzeichen 10 S 210 / 02

    Das Amtsgericht Köln entsprach diesen Forderungen der Vermieter im Juni dieses Jahres. Seine Begründung: Geräusche, die "naturgemäß dem Bewegungs- und Spieldrang von Kleinkindern entsprechen" müssen von Mitbewohnern in einem Mehrfamilienhaus zwar hingenommen werden, doch die Hellhörigkeit eines Hauses erfordere besondere Rücksicht. Die Beklagten hätten daher "ihr Kind, soweit möglich, zu ruhigem Wohnverhalten anhalten" oder aber durch dickere Teppiche oder sonstige Maßnahmen für eine Geräuschminderung sorgen müssen. Insgesamt, so das Urteil, sei das Wohnverhalten "jenseits des Hinzunehmenden" gewesen.
     
  9. beaver

    beaver Benutzer

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    Hallo,
    hier nur mal zur Info: Meine Tochter war mit 10 Jahren um 20.00 Uhr im Bett.
     
  10. #9 annabe75, 21.03.2008
    annabe75

    annabe75 Neuer Benutzer

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    hallo.
    also diesen thread finde ich sehr interessant. deutschland ist ja auch nicht wirklich für seine kinderfreundlichkeit bekannt. also ruhezeiten einhalten ist schon o.k., aber gegen kinderlärm wie babyschreien mitten in der nacht kann man natürlich nichts machen....man kann das baby ja nicht einfach abstellen. ich habe selbst eine zwei jährige tochter und auch sie macht sicherlich mal lärm. zum glück ist sie aber mittlerweile in einem alter, in dem ich ihr das mit der ruhe schon ein bisschen erklären kann. also wenn das mit dem poltern außerhalb der ruhezeiten mal vorkommt, finde ich das total in ordnung. wenn die kinder allerdings ständig rumpoltern und rumschreien in den ruhezeiten und man das gefühl hat, dass die eltern das so hinnehmen, dann finde ich das nicht mehr so ok. wenn man in einem mietshaus wohnt, dann gibt es nun mal regeln. wenn man diese nicht befolgen will, dann muss man sich ein häuschen am stadtrand nehmen ;-) aber ich denke auch, dass normalerweise kinder spätestens um 21 uhr im bett sein sollten und nachts schlafen sie ja meistens.....und ein bisschen nach mama rufen in der nacht ist ja nicht gleich lärmbelästigung. man sollte immer gucken, wie sich die mietparteien generell verhalten. es gibt genug mieter, die keine kinder haben und sich nicht an die ruhezeiten halten. der mieter über uns zum beispiel hat über unserem schlafzimmer sein musikzimmer.....immer wenn ich unsere tochter schlafen lege, fängt der an selbst musik zu machen und hat ein metronom auf dem boden stehen....wir wohnen im altbau und es ist sehr hellhörig. am anfang dachte ich immer, dass er auf nem stepper steht oder sowas....dann ist mein mann dahinter gekommen, dass es ein metronom ist, das auf dem fussboden steht. natürlich könnten wir uns darüber beschweren, aber wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt und meine tochter schläft mittlerweile auch bei den geräuschen ein. sonst sind es wirklich sehr ruhige mieter. wir wollen keinen unnötigen ärger. ich denke, man muss da einfach abwägen, ob es sich wirklich lohnt sich zu beschweren. jeder ist einfach mal laut und ich denke, dass fast jeder schon mal in den ruhezeiten einen nagel in die wand gehauen hat, weil er es nicht anders schafft....wegen zu langen arbeitszeiten und sowas.

    also ein bisschen mehr toleranz auf allen seiten und alle sind glücklich ;-)

    annabe75
     
  11. #10 HROFamily, 08.09.2008
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    bei uns ist es leider so, das wir hier schon um 20 uhr nachtruhe haben und wenn meine tochter da noch nicht so zurr uhe kommt ist es also logisch, das sie mal nach der "ruhezeit" laut ist.
    leider ist unser obermieter und seine familie auch nicht gerade leise, getrampel auf allen ebenden meistens schon um 6 uhr, nachtruhe ist um 7 uhr zu ende und dann lautes gerede etc. das nervt auch, zumal dieses kind schon zur schule geht und man ihr das sicherlich begreiflich machen kann, aber bei uns wird leier gemotzt und bei jeder sache gemeckert.
    wollten uns sogar schonmal das jugendamt schicken, da die meinten, wir kümmern uns nicht ordentlich um unser kind.
     
Thema: Kinderlärm...
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