Kleinreparaturklausel nicht ganzb gerecht

Dieses Thema im Forum "Kleinreparaturen" wurde erstellt von Rene82, 21.01.2010.

  1. Rene82

    Rene82 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich bin neu hier und erwarte gerecht und fair behandelt zu werden. Ich bin Mieter einer Wohnung die Baujhar 2000 ist.

    An der Wohnugn habe ich nichts zu bemängeln, alles soweit bis auf Kleinigkeiten im normalen Zustand.

    Jetzt zu meinen Fragen:

    Kleinreparutklausel, bei uns im Mietvertrag maximal 100€ zzgl. Mehrwersteuer. Ist das korrekt das die Mehrwertsuer extra kommt, normalerweise ist diese automatisch im gesamt Preis mit eingerechnet ?

    Da die Wohnungsausstattung mitlerweile nun 10 Jahre alt ist und bislang nichts defekt war halte ich von der Klausel sehr wenig. Denn wenn jetzt etwas kaputt geht müssen wir im Rahmen der Klausel diese Kleinreparatur zahlen. Das wiederum bedeutet das wir den Verschleiß von in etwa 10 Jahren auferlegt bekommen. Das kann nicht gerecht sein, oder ??? Auch wenn die Reparatur nur 50 € kostet weil ein 10 Jahre alter Wasserhahn defekt ist wäre das nicht korrekt. Denn wir wären an diesen 10 jahren grade mal mit 2 Monaten zu beteiligen.

    Gruß Rene
     
  2. AdMan

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  3. #2 Thomas76, 21.01.2010
    Thomas76

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    Ich denke, das ist letzlich nur eine Sache der Schreibweise.Ob du nun bis 100€+Mwst zahlen sollst oder bis 116 € inc. Mwst ist doch egal, oder ? ;)

    Also "Recht" wird das schon so sein, auch wenn es durchaus ungerecht erscheinen mag.Sollte tatsächlich in den ersten Monaten etwas kaputtgehen, was offensichtlich jahrzehntelang von den Vormietern abgewohnt wurde, würde ich mal mit dem Vermieter sprechen, möglicherweise zeigt der sich da kulant.

    Ich komme gerade neuen Mietern diesbezüglich auch immer entgegen. (Genau genommen repariere ich alles, was ich kann kostenlos, und übernehme manchmal sogar die Materialkosten, wenn sich die Mieter um die eigentliche Reparaturtätigkeit kümmern).
     
  4. Larina

    Larina Benutzer

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    Eine äusserst interessante Frage!!!

    Bei meiner Mieterin steht die Klausel ..."Kleinreparaturen bis 150 Euro, jedoch maximal bis 300 Euro im Jahr"....
    Wäre tatsächlich in deinem Fall ungerecht, wenn man einzieht und es ist in den kommenden Monaten etwas defekt!

    Doch ich halte es auch wie Thomas76 und schaue alles genau nach und repariere es selbst. Gegebenenfalls gibt es z.B. einen neuen Wasserhahn!

    Erwarten würde ich von einem Mieter allerdings, dass er die Reparatur einer defekten Dichtung oder so selbst in die Hand nimmt.

    Meine persönliche Meinung!
     
  5. Rene82

    Rene82 Neuer Benutzer

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    Also das kann in keinem Fall gerecht sein uns Kosten für 10 Jahre Verschleiß auf zuerlegen, durch diese komische Klausel.

    Das der Vermieter die Materialkosten übernimmt ist klar, aber warum soll der Mieter sich um die Arbeit kümmern. Der Mieter ist Mieter und kein Eigentümer.
    Man sollte wirklich nachdenken ob es besser ist ein eigenes Haus zubauen und sich aus der Mieterwelt verabschiedet. Es bietet keinerlei Vorteile mehr Mieter zusein.

    Ich denke ich muss, damit wir später hier keine Kosten tragen zwecks Reparaturen von 10jahre altem Material, einen Anwalt beauftragen.

    Alternativ werde ich meinen Vermieter einen Berechnungsvorschlag machen der wie folgt aussieht.

    Das haus ist 10 Jahre alt und die Ausstattung auch.
    10 Jahre sind 120 Monate.
    Wir wohnen davon jetzt 2 Monate dort.

    Man nimmt den Rechnungsbetrag und teilt ihn durch die Anzahl der gesamt Monate. Dann nimmt man der Wert und multipliziert ihn mit der Anzahl der Monate in denen wir hier wohnen. Das wäre eine gerechte Beteiligung.

    Praktisches Beispiel:

    Rechnung 100 € : 120 Monate = 0,833 Euro x 2 Monate (unsere Mietzeit)
    das ergibt für uns 1,66 € Beteiligung.

    Das wäre eine korrekte Berechnung die für beide Seiten gerecht ist. Denn umso länger wir dort wohnen um so mehr steigt unsere Beteiligung.
     
  6. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Diese Klausel ist nicht komisch. Sie ist einfach nur vereinbart. Zweck der Klausel ist auch nicht die Herstellung von absoluter Gerechtigkeit, sondern die Streitvermeidung. Es muss nicht darüber gestritten werden, ob es sich im Einzelfall um eine Abnutzung durch vertragsgemäßen Gebrauch handelt oder um eine - schuldhafte - Beschädigung durch den Mieter.
     
  7. #6 Michael_62, 21.01.2010
    Michael_62

    Michael_62 Erfahrener Benutzer

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    116,-€?

    Bist du ausgewandert oder habe ich verpasst, dass die Mehrwertsteuer im Westen gesenkt wurde?

    Hier in Thüringen sind es 119,- :wink


    @RENE82

    Die Klausel ist üblich und gültig und gerecht.
    Wenn du die Wohnung anmietest kannst du dich entscheiden, ob du eine gerade frisch renovierte, teuerere Wohnung oder eine alte Wohnung zu einem niedrigeren Preis nimmst.
    Da zwingt dich niemand eine "umgotteswillen uralt überalterte" 10 Jahre alte Wohnung zu nehmen.

    Hast du überhaupt irgendeine Idee wie lange die Dinge in der Vermietung halten müssen, damit überhaupt Abschreibungskongruenter Ersatz möglich ist?
    Wenn du dein Haus gebaut hast, dann wirst du schlotternd an die Zeiten zurückdenken wo du billig zur Miete gewohnt hast.

    Wasserhähne müssen ca. 30 Jahre halten. Das ist der Turnus, den das Finanzamt für den Tausch der Bädereinrichtung vorsieht.
    Die Dichtungen werden sicherlich öfter erneuert.
     
  8. #7 Thomas76, 21.01.2010
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    Das ist keine "komische Klausel", das ist die rechtlich völlig korrekte Kleinreparatuklausel, die seit Ewigkeiten Gang und Gäbe ist.Es geht auch nicht um Gerechtigkeit, wie RMHV schon schrieb, sondern um eine schlichte vertragliche Vereinbarung.Wenn dir die nicht paßt, hättest du den Vertrag eben nicht unterschreiben dürfen.

    Woher weißt du überhaupt, das zehn Jahre lang nichts defekt war ? Ich glaube kaum, das dich Vomieter und/oder Vermieter über jede Wasserhahndichtung oder jeden Lichtschalter, der im laufe der Zeit evtl. mal kaputt gegangen ist informieren würden.

    Nein, das ist überhaupt nicht klar.In den Kleinreparaturen sind selbstverständlich alle Kosten enthalten.

    Weil das eine Form von Entgegenkommen dafür wäre, das der Vermieter nicht eiskalt auf der Kleinreparaturklausel besteht, wie es ihm rechtlich eigentlich zustehen würde.

    Doch, du hast die ganzen großen Instandhaltungskosten nicht am Hals und bist räumlich kaum gebunden.

    Der Anwalt wird dir auch nur das bestätigen was hier geschrieben wird.Die Kleinreparaturklausel ist eindeutig, da spielt es keine Rolle, wie alt das Zeug ist, an dem ein Schaden auftritt.

    Außerdem scheinst du auch eher die Sorte von Mieter zu sein, auf die man als Vermieter nicht unbedingt scharf ist.Du wohnst jetzt popelige zwei Monate in einer vernünftigen Wohnung, und fängst jetzt schon an wegen zweier Lapalien (die im übrigen rechtlich eindeutig geregelt sind) einen Anwalt auf den Vermieter zu hetzen.Besser kann man sich das Verhältnis zum Vermier wohl kaum versauen...

    Richtig, richtig ;)
     
  9. #8 armeFrau, 21.01.2010
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    Mich hats die ganze Zeit in den Fingern gejuckt zu schreiben:
    Lieber Gott, bewahre mich vor solchen Mietern!

    Rene, Du hast als erstes hier geschrieben:
    Ich bin neu hier und erwarte, gerecht und fair behandelt zu werden.

    Das Gleiche denke ich, gilt jedoch auch für Dich im umgekehrten Fall, dass andere auch so behandelt werden.
    Für mich ist das eine grundsätzliche Selbstverständlichkeit.
    Mich wundert, dass Du so etwas erwähnst.

    Achja...und wenn eine 10 Jahre alte Wohnung zuviel Ungerechtigkeit in Deinen Augen an Verschleißteilen für Dich bringt, ziehe doch nur in ganz neu gebaute Mietwohnungen, als erster Mieter ein.
    Dann kannst ja nach 10 Jahren wieder in die nächste neue ziehen.
     
  10. Rene82

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    ich wäre sehr daran interessiert das jemand dieses nocheinmal vor den BGH bringt. Ich finde es darf nur eine Altersentsprechende Beteiligung geben.
     
  11. #10 Christian, 21.01.2010
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    Christian Gesperrt

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    Hallo Rene,

    herzlich Willkommen im Forum :wink

    Wenn man irgendwo neu ist, und sofort drauflosposaunt, was man verlangt ... ähhh ... gerne erwartet, wirkt das nicht sehr nett ;)
     
  12. Rene82

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    Naja aber manche Dinge sind ungerecht und deshalb wäre ich für eine altersentsprechende Reperaturklausel
     
  13. #12 Thomas76, 21.01.2010
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    Inhaltlich wäre das zwar theoretisch gar nicht so verkehrt, aber das Alter wird sich in der Regel nicht feststellen lassen, außer vieleicht die Vermieter würden in Zukunft einen imensen Verwaltungauswand betreiben und für jede Dichtung, etc. die Quittung aufheben.Dieser Aufwand wird sicherlich zukünftig dann wieder auf die Miete aufgeschlagen.

    Vieleicht ließe sich das eher mit eine Übergangsregelung machen, nach der der Mieter erst nach einer gewissen Wohnzeit zu 100% an den Kleinreparaturen beteiligt wird.Aber auch da könnte der Aufwand bei Streitigkeiten evtl. in keinem angemessenem Verhältnis zur Sache stehen.
     
  14. #13 armeFrau, 21.01.2010
    armeFrau

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    Na, dann mußt Du selber bauen, denn wenn Du so bei Vermietern und Eigentümern argumentierst, bekommst Du bald keine Wohnung mehr.
    Falls Du es tust, selber bauen, wirst Du sehen, was gerecht und was ungerecht ist, anhand der Gesamtkosten.

    @Thomas
    Dann müßte man aber auch die dementsprechende Qualität der Kleinreparaturteile einkalkulieren.
    Und dann würde die Zankerei losgehen, zwischen Mieter und Eigentümer.
    Über teure Firmen, Billigprodukte-die vlt. nicht so lange halten-
    Es gibt sogar teure Produkte, die schnell verschleißen, wo ist da der Anfang und wo ist das Ende?
    Das wäre eine undurchführbare Schraube ohne Ende.

    Ich bin immer noch der Meinung:
    Kein Mieter MUß eine bestimmte Wohnung mieten.
    Wenn ihm irgendwas nicht gefällt, soll ers lassen und eine andere suchen und nehmen.
    Genauso, wie der Vermieter ja auswählen kann, wer einziehen soll.
     
  15. Rene82

    Rene82 Neuer Benutzer

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    Thomas,

    mir geht es dabei nicht um die kleinen Dinge wie mal eine Dichtung an der Dusche oder ähnliches. Sowas zahle ich auch gerne aus eigener Tasche, son paar Euro sind mir egal.

    Ich will ja nur mich irgendwie abscihern für den Fall das wenn .... es ist ja momentan noch nichts.

    Mir geht es hierbei um Kernstücke der Wohnung.
    Therme
    Elektrische Einrichtung
    Antennenanlage
    Wasseranschlüsse

    Der Vermieter macht alles eigentlich an Reparaturen selbst, auch wenn er eher sehr langsam ist, aber so isser nunmal. Momentan ärgert er sich über den Wasserhahn mit ausziehbaren Schlauch ( ist noch vom Vormieter defekt).

    Habe mit ihm eben nochmal gesprochen. Wir haben in den Vertrag mit eingefügt das wir an keine Reparaturen beteiligt werden die mit Heizung, Wasser, Strom, Antenne zu tun haben. Selbstverständlich behandeln wir unsere Mietsache sorgfältig.
     
  16. Larina

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    Habe ich das richtig verstanden....
    wenn ich jetzt einen Wasserhahn (ca. 50-60Euro) neu einbaue, dann kann ich erst nach 30 Jahren einen neuen Wasserhahn absetzen???
    Auch wenn eine Mietpartei aus einer Familie mit 2-3 Kindern bestehen würde und der Hahn nach 5 Jahren völlig im Eimer ist?
    Booaaa.....

    Aber keine Sorge, wenn an der Heizung, Sat-Anlage oder anderen grundlegenden Einrichtungen etwas kaputt ist, so ist das sicher mit läppischen 100 Euro nicht getan.
    Wie ich das verstehe, ist die Kleinreparaturklausel nur für Dinge innerhalb deiner gemieteten und benutzten Wohnung gedacht!
     
  17. #16 lostcontrol, 21.01.2010
    lostcontrol

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    rene, du hättest lieber einen anwalt konsultieren sollen, bevor du handelsübliche mietverträge unterschreibst.
    jetzt kann dir der anwalt nur noch erklären dass du dich vertraglich verpflichtet hast, die kleinreparaturen zu übernehmen - nicht mehr und nicht weniger.
    die klausel ist rechtsgültig, das kannst du gerecht finden oder auch nicht, aber du hast es unterschrieben.

    bedenke doch einfach mal den satz von michael:

    also ich würde dir dringend raten nur noch nagelneue wohnungen als erstmieter zu beziehen - denn die kleinreparaturenklausel steht eigentlich in jedem mietvertrag, da kommste nicht drumrum.
    wenn du so weiter machst wird's vermutlich ohnehin nicht lange dauern, bis du dir was neues suchen musst.

    oder du baust selbst bzw. kaufst dir selbst 'ne nagelneue wohnung.
    dann siehste mal was da so alles dahintersteckt...

    die kleinreparaturenklausel bezieht sich übrigens selbstverständlich auf material UND arbeitslohn - ausserdem natürlich auch noch auf fahrtkosten, rüstzeiten usw., also die komplette rechnung des handwerkers. bis zur genannten obergrenze.
    und ich erklär dir jetzt ganz sicher nicht, wie man das problem umgehen könnte, wenn man schlau wäre (was du ja im anderen thread von dir behauptest).

    wir tauschen übrigens veraltete wasserhähne etc. auf unsere kosten aus, wenn's dann halt mal fällig ist. aber eine solche kulanz kannst du nach dem gezicke jetzt von deinem vermieter natürlich nicht mehr erwarten.
     
  18. Larina

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    Stimme meinem Vorredner zu!
    Bau dir selbst ein Haus oder kauf dir eine Eigentumswohnung!
    Dann hast du diese ganzen Probleme mit Mietverträgen und was in diesen drin steht nicht!
     
  19. #18 lostcontrol, 21.01.2010
    lostcontrol

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    aber es steht zu befürchten dass du dich dort auch um wartungen und reparaturen kümmern musst (und zwar OHNE obergrenze) *flöööööööööööööööt*
     
  20. #19 Thomas76, 21.01.2010
    Thomas76

    Thomas76 Erfahrener Benutzer

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    Naja, die Kleinreparaturen sind ja in der Höhe begrenzt, das gibt schon mal eine gewisse Sicherheit.Des weiteren fallen unter die Kleinreparaturklausel auch nur Dinge, die dem direkten und häufigen (ich glaube, so ähnlich lautet die offizielle Definition) Zugriff des Mieters ausgesetzt sind.

    Wenn also z.B. an der Antennenanlage etwas (außer vieleicht die Anschlußdose in der Wohnung) kaputt geht, hast du damit sowieso nichts zu tun.

    Ich weiß nicht, ob die Definition so richtig ist, wie Michael sie schrieb.Vermutlich sind da Badeinrichtungen im Sinne von Waschbecken, Kacheln, etc. gemeint.Wasserhähne sind ja fast schon "Verbrauchsgüter" ;)

    Aber wie dem auch sei, es interessiert das Finanzamt in der Regel sowieso nicht, wenn da mal ein Wasserhahn mit in der Steuererklärung auftaucht ;)

    Ja, selbstverständlich nur für Dinge in der Mieterwohnung bzw. die damit in direktem Zusammenhang stehen.
     
  21. Capo

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    Was ich dazu zu sagen habe:
    1. Der Mieter wird nicht darüber aufgeklärt, dass die Kleinrep-Klausel nur einen Höchstbetrag PRO RECHNUNG bezeichnet und keine Beteiligung ist.
    Ist eine Rechnung unter 119 € hat der Mieter das zu tragen bzw der Vermieter geht in Vorkasse und fordert das Geld vom Mieter. Liegt der Betrag für eine Handwerker-Rechnung darüber (und ist es nur ein Cent) kommt der Vermieter für den KOMPLETTEN Betrag auf.

    2. Bis jetzt ist es noch völlig unklar, ob im Mv eine Jahresgrenze angegeben wurde. (Oder habe ich das überlesen?). Ist diese Begrenzung (Prozentual oder als Betrag) nicht angegeben, ist die Klausel unwirksam.

    3. Am Ende bleibt dann noch der ständige Zugriff durch den Mieter (und nur durch den Mieter). Die Türklinke am Hoftor muss also der Vermieter bezahlen, auch wenn die Rechnung nur 118€ incl beträgt...
     
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