Kleinreperaturklausel

Dieses Thema im Forum "Kleinreparaturen" wurde erstellt von Flux, 20.05.2014.

  1. Flux

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    Bei mir gab es einen Schaden an den Elektrischen Leitungen (ob an einer Steckdose oder innerhalb der Wand ist nicht ganz klar).
    Zusätzlich sagte mir der Elektriker auch das ich dafür nicht wirklich etwas kann und das so etwas bei den "alten Aluleitungen mal passiert"

    Die Rechnung des Elektrikers die auf mich abgewälzt wurde beträgt 114 Euro. Im Mietvertrag ist eine Kleinreperaturklausel bis 120 Euro vereinbart.
    Ich habe nun schon öfters gelesen, das eigentlich nur 75 Euro zulässig sind maximal 100 (oder in Ausnahmefällen bis 120 Euro). Was ist so ein Ausnahmefall? Meine Warmmiete beträgt nur 475 Euro, es ist also keine “Luxuswohnung”.

    Auch bestätigte wohl das Amtsgericht Bingen schon einmal das 120 zu viel seien.

    Ist diese Abwälzung rechtens, weil im Mietvertrag akzeptiert oder kann ich die Zahlung ablehnen?

    Vielen Dank im Vorraus!
     
  2. AdMan

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  3. Jobo45

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    klar kannst Du die Zahlung ablehnen, vermutlich wurdest Du ja auch gezwungen den Mietvertrag zu unterschreiben! ;-((


    Mal im Ernst, warum hast Du mit dem Vermieter diese Pauschale nicht besprochen und auf Dein Wunsch festlegen lassen? Aber das Thema ist ja jetzt schon erledigt, denn der Vertrag ist unterschrieben.

    Du kannst jetzt natürlich den Klageweg beschreiten und gegen die Rechnung vorgehen, jedoch wirst Du nicht sehr viel Erfolg haben.

    Hast Du die Orginal-Rechnung eigentlich gesehen, denn die 114 Euro kommen mir bei eine Eigenbeteiligung von 120 Euro etwas hingerechnet aus, wobei das reine Spekulation ist.
     
  4. #3 MacSassi, 20.05.2014
    MacSassi

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    Meiner Ansicht nach stellt sich hier die Frage nach der Höhe gar nicht, weil diese Reparatur gar nicht unter die Kleinreparaturklausel fällt, da eine elektrische Leitung nicht im ständigen und direkten Zugriff des Mieters ist. Insofern ist sowieso der Vermieter verantwortlich (es sei denn, Du hättest beispielsweise die Steckdose aus der Wand gerissen etc.)
     
  5. Flux

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    Ok, also ist das schon rechtens weil im Mietvertrag akzeptiert (obwohl eigentlich zu hoch)? Das hätte man also vor dem Unterschreiben wissen müssen welche Höhe rechtens ist?

    Ja, der Gedanke kam mir auch mit dem "hingerechnet", habe aber auch die Originalrechnung.
     
  6. Flux

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    Die Vermutung ist das innerhalb der Steckdose ein Kabelbruch vorlag (aber nicht sicher), und Steckdosen an sich gehören da ja schon mit rein in die Klausel..
     
  7. #6 MacSassi, 20.05.2014
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    Ja, aber nur die Abdeckung (das Plastik). Nur zu der hast du direkten Zugriff. Wenn du direkten Zugriff zu den Leitungen haben solltest, dann solltest du das dringend beim Vermieter reklamieren und abstellen lassen wegen Gesundheitsgefährdung.
     
  8. Flux

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    Defekte Steckdosen an sich gehören da aber schon rein. Ist nun Auslegungssache ob es nun die Reparatur einer defekten Steckdose oder einer elektrischen Leitung war..
    In meinem Fall waren fast alle Steckdosen ausgefallen (ein ganzer Stromkreis) durch den Fehler und die Ursache war wohl ein Kabelbruch in einer Steckdose. Ist dies dann die Reparatur einer Leitung an die ich keinen direkten Zugriff habe? Immerhin könnte es ja auch durch mein Einwirken passiert sein (auch wenn am Tag des fehlers nicht mal was an der Steckdose dran war).
     
  9. Andres

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    Nein, das ist keine Auslegungssache. Eine Steckdose hat kein Kabel und ein Kabelbruch ist daher kein Defekt an der Steckdose und deshalb auch keine Kleinreparatur. "Auslegungssache" wäre es z.B., wenn die Steckdose vom Kabel abgerissen ist.

    Mit 120 € ist der Deckel für einzelne Maßnahmen sehr hoch angesetzt. Wie das dann vom örtlichen AG entschieden würde :unsicher001:

    Gehört zur Kleinreparaturklausel auch eine Begrenzung der Kosten pro Jahr? Andernfalls ist sie unwirksam. Vielleicht möchtest du einfach mal die ganze Klausel hier im Wortlaut einstellen.
     
  10. Flux

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    ja, ist mit drin, hier der Wortlaut:

    Der Mieter trägt die Kosten für kleine Instandhaltungen, soweit die Kosten für die einzelne Reparatur 120,00 Euro und der dem Mieter dadurch jährlich entstehende Aufwand 6% der Jahresnettomiete nicht übersteigen. Die kleinen Instandhaltungen umfassen nur das Beheben kleiner Schäden an den dem Mieter zugänglichen Installationsgegenständen für Elektrizität, Wasser und Gas, den Heiz- und Kocheinrichtungen, den Fenster- und Türverschlüssen sowie den Verschlussvorrichtungen von Fensterläden.
     
  11. Andres

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    Das sieht für mich grundsätzlich schon nach einer gültigen Vereinbarung aus, mit der o.g. Ausnahme des 120 €-Deckels pro Maßnahme - da wirst du aber keine Gewissheit bekommen.

    Ein Kabelbruch ist aber trotzdem keine Kleinreparatur.
     
  12. #11 Pharao, 20.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 20.05.2014
    Pharao

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    Hi,

    warum ist das nicht ganz klar ? Was steht denn in der Rechnung :?

    Ob du als Mieter was für den Schaden "kannst" oder nicht, spielt bei der Kleinreparaturregel keine wirkliche Rolle. Wichtig ist lediglich, das der Schaden unter Kleinreparaturen fällt und das scheint hier ja nicht der Fall zu sein.

    Nur weil du den MV unterschrieben hast, bedeutet das nicht automatisch das deswegen alles im MV auch gültig seinen muss. Ob diese Klausel gültig ist oder nicht, spielt erst eine Rolle, wenn dieser Schaden überhaupt unter Kleinreparaturen fallen würde.
     
  13. Flux

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    in der Beschreibung vom Elektriker steht:

    Steckdosen in den Zimmern ohne Funktion
    Steckdosen ausgebaut und überprüft.
    Einen Kabelbruch festgestellt und behoben.
     
  14. #13 Pharao, 20.05.2014
    Zuletzt bearbeitet: 20.05.2014
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    Na dann hast du es doch schriftlich: Ursache war ein Kabelbruch und das ist "innerhalb der Steckdose" bzw an der eigentlichen Steckdose selber war kein defekt.
     
  15. Flux

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    Ok, dann berufe ich mich darauf das ein Kabelbruch die Reparatur einer Elektrischen Leitung (nicht direkt zugänglich) ist und demnach nicht unter die Kleinreparaturklausel fällt.

    Vielen Dank für die Antworten!
     
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