Können Heizkostenverteiler falsch berechnen?

Diskutiere Können Heizkostenverteiler falsch berechnen? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich habe ein Problem mit der Heizkostenabrechnung, bin der Meinung da stimmt was nicht. Wir haben an den Heizkörpern diese...

  1. Achim

    Achim Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich habe ein Problem mit der Heizkostenabrechnung, bin der Meinung da stimmt was nicht.

    Wir haben an den Heizkörpern diese Heizkostenverteiler (ista HKVE-2 FLC). Dass HKVs auch laufen, wenn es im Sommer recht warm ist, hab ich hier schon gelesen, nennt man, glaub ich, Kaltverdunstung. Betrifft das auch die Elektronischen? Haben die Teile ein max. Laufzeit, unabhängig ob die Batterie noch gut ist? Können sie unter Umständen zu schnell zählen, falsch berechnen?

    Wir, beziehungsweise mein Nachbar, haben folgendes Problem. Wir sind beide Eigentümer einer Wohnung in einem 5-Famielienhaus. Seine Wohnung hat ca. 100qm und wird mit Gas beheizt. Eine Heizung für 5 Wohnungen. Soweit sogut.

    Nun soll er nach der Heizkostenabrechnung knapp 2000€ (zweitausend???) nachzahlen. Das ist ganz schön happig, wenn man bedenkt, dass es noch gar kein richtiger Winter war und seine Wohnung mit 21°C-22°C nicht gerade kuschelig warm ist. Übrigens ist das Haus 15 Jahre alt und eigentlich ganz gut in Schuß, d. h. es ist auch ordentlich gedämmt.

    Jetzt aber wieder zum eigentlichen Problem. Er soll alleine für 3 Heizkörper, die er nicht aufgedreht hatte, 430€ nachzahlen. Die HKVs laufen nach seinen Angaben auch, wenn der Heizkörper aus ist (3-4 Einheiten am Tag) Ist so etwas möglich? Kann man die HKVs überprüfen lassen? Selbst der Mann vom Messdienst hat gemeint, dass da was nicht stimmt.

    Ich hoffe, es kann jemand was dazu sagen, denn unsere örtlichen Heizungsbetriebe reagieren komisch, wenn man was zu diesem Thema fragt, als würde man sich die Finger verbrennen. Und wenn der Name ista fällt, ist eh Feierabend, da heißt es dann: Da können wir nix zu sagen, Auf Wiederhören.

    Gruß Achim
     
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  3. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Die Heizungsbetriebe könne dazu nix sagen weil sie keinen blassen von der Materie haben.

    Die Heizkostenverteiler nach dem Zweifühlerbetrieb sind manchmal etwas problematisch unter bestimmten Umgebungsbedingungen.

    Wenn beispielsweise gelüftet wird kühlt der Raumfühler schneller ab als der Heizkörperfühler. Wenn diese dann eine Temperaturdifferenz von mehr als 4,5K erreichen, fangen die Heizkostenverteiler an zu zählen.

    Das ist aber Systembedingt und man hätte vor Gericht keine Ausicht auf Erfolg wenn man dagegen klagen würde.

    Heizkostenverteiler sind mit Langzeitbatterien ausgestattet die für eine Laufzeit von ca. 11-13 Jahre ausgelegt sind. Vorsorglich werden sie aber meist nach 10 Jahren getauscht.
     
  4. Achim

    Achim Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für die ersten Infos.

    Vor Gericht wollen wir ja nicht gehen, nur heraus finden, ob diese Problematik zu so hohen Nachzahlungen führen kann.

    Das heißt, die Heizkostenverteiler laufen auch dann weiter, wenn der Heizkörper ganz aus, bzw. kalt ist, wenn der Temperaturunterschied an den beiden Fühlern zu groß ist. Hab ich das richtig verstanden? Ich frag nur, weil mir das im ersten Moment nicht ganz logisch erscheint, aber wenn es so ist, kann man es nicht ändern.

    Wir haben halt beobachtet, dass die Heizkostenverteiler auch dann laufen, wenn keine Temperaturunterschiede gegeben sind, das heißt, der Heizkörper ist aus, es wurde nicht gelüftet und es zählt je nach Heizkörper bis zu 4 Einheiten/24h weiter. Da kommt übers Jahr doch einiges zusammen.

    Gruß Achim
     
  5. #4 lostcontrol, 01.03.2007
    lostcontrol

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    zweitausend ist ganz schön viel, das stimmt.
    aber ob die HKVs richtig laufen oder nicht, hat damit ja nichts zu tun, denn:
    abgerechnet wird, was tatsächlich verbraucht wurde (sowie die zusätzlichen betriebsmittel strom, wasser etc. und schornsteinfeger, wartung usw.).
    die HKVs ermitteln ja die verteilung der heizkosten auf die einzelnen heizkörper - nicht wieviel öl zur wärmeerzeugung nötig ist.
    bestimmt liegt da irgendwo ein fehler vor, z.b. dass bei der brennstoffberechnung 'ne null zuviel reingerutscht ist oder irgendwas in der art.
    ich würde mir da vom vermieter mal die belege zeigen lassen...
     
  6. Achim

    Achim Neuer Benutzer

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    Wir sind ja die Eigentümer, wohnen selbst in der besagten Wohnung, daher haben wir die Hausverwaltung gebeten, die ganzen Papiere offen zu legen, da in der Betriebskostenabrechnung nicht alles so detailliert aufgelistet ist.

    Mal schaun, was raus kommt.

    Vielleicht kann "Heizer" noch was zu den Heizkostenverteilern sagen, ob ich mit meiner Vermutung richtig liege.
     
  7. #6 lostcontrol, 01.03.2007
    lostcontrol

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    oh - ich dachte ihr redet grad vom nachbarn...

    trotzdem: die heizkostenverteiler messen ja nicht den gasverbrauch.
    klar haben HKVs so ihre macken - aber sie bestimmen trotzdem nur den anteil, den die bewohner an den gesamtkosten zahlen müssen.
    und wenn das dann plötzlich € 2000 mehr sind für eine wohnung, dann würde ich den fehler eher z.b. bei einer lecken gasleitung suchen oder im heizungssystem.

    aber schaut euch erstmal die unterlagen an - vielleicht ist es ja wirklich nur ein zahlendreher oder sowas in der art...
     
  8. Heizer

    Heizer Erfahrener Benutzer

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    Im Normalfall dürfen die nicht zählen ohne das die Heizung an ist. Jedoch spürt man einen Temperaturunterschied von nur 4,5K nicht mit der blosen Hand.

    Theorethisch könnte es schon sein das mal einer total spinnt ohne das die interne Selbstkontrollelektronik was davon mitbekommt. Das ist jedoch extram selten. Und daher ausgeschlossen gleich an 3 Heizkörpern. Da ist was anderes Faul.
     
  9. #8 matths, 19.07.2013
    Zuletzt bearbeitet: 19.07.2013
    matths

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    Heizkostenverteiler misst bei einer abgestellten Heizung einen Wert von 2500

    Folgender Fall liegt der TECHEM vor !
    Am 16.07.2013 war ein Techniker von der Firma TECHEM bei mir in der Wohnung und tauschte im Bad den elektronischen Heizungszähler aus. Letztes Jahr bekam ich einen elektronischen Heizkostenverteiler!
    Nun kommt der Schock : Der TECHEM Mitarbeiter hat einen Wert von 2500 abgelesen!
    Der TECHEM Mitarbeiter zeigte mir Anhand seines Notebooks wann und zu welchem Zeitpunkt die Heizung in Betrieb gewesen sein soll. Die mir gezeigten Angaben können allerdings nicht stimmen, weil die Heizung zu keinem der mir gezeigten Zeiten aktiv gewesen ist!
    Die Heizung im Bad ist seit 9 Jahren nicht benutzt worden, weil der Drehgriff/Heizkörperventil total verkalkt ist.
    Da ich die Heizung im Bad nicht unbedingt brauche, kümmerte ich mich all die Jahre nicht mehr darum und das Heizungsventil/Drehgriff blieb weiterhin verkalkt.
    Deshalb wurde die Heizung mehrere Jahre nicht benutzt und deshalb wurde nie etwas berechnet.
    In den letzten Jahren war der Ablesewert steht,s bei 0,000.
    Die Rechnungen der Vergangenheit können das belegen!

    Die Heizung lässt sich bis heute nicht aufdrehen!

    Bei einem angenommenen Verbrauch von 2500, kann sich da das Heizkörperventil zugleich dermaßen verkalken und dermaßen festsitzen, so dass sich nichts mehr drehen lässt ? Bei einer Heizung die angeblich 2500 verbraucht haben soll ist das eher ungewöhnlich? Der Griff/Ventil müsste zumindest im
    aufgedrehtem Zustand festgefahren sein. Allerdings hätte dann die Heizung all die Jahre zuvor einen Verbrauch registrieren müssen, wenn dass der Fall gewesen wäre.
    Die Heizung ist wohlgemerkt abgedreht und der Drehgriff ist im abgedrehtem Zustand verkalkt, blockiert und festgefahren. Bereits beim Anschauen
    des Drehgriffs kann man eine “grünlich – weiße -Kalk- Schicht“ oder ähnliches sehen! Da hat die letzten Jahre niemand dran gedreht ! Deshalb benötigt es einen Gutachter, der sich die Heizung anschaut? Würde ein Gutachten ausreichen um den Heizkostenverteiler anfechten zu können?
    Letztes Jahr wurde das alte Ablesegerät durch ein neues Gerät ( elektronisch mit Signal ) ersetzt.
    Die Jahre zuvor wurde nie ein Wert abgelesen, obwohl das Messgerät des Öfteren ausgetauscht worden ist. Der Ablesewert befand sich stets bei 0,000 .
    All die Jahre zuvor habe ich dem Heizungsableser gesagt, dass sich die Heizung nicht aufdrehen lässt und deshalb kein Ablesewert registriert worden ist. Seit dem Austausch zum Signalgerät soll die Heizung im abgedrehtem Zustand 2500 verbraucht haben?

    Ich weiß gar nicht ob die Heizung überhaupt geht, denn die Heizung war seit Einzug abgedreht und der Drehkörper ist in einem verkalktem Zustand.

    Was kann man da machen?
     
  10. #9 Fremdling, 19.07.2013
    Fremdling

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    Eine wohl laienhafte Frage: Mag es sein, dass eine unzutreffende Zuordnung Deines Gerätes zum Signalempfänger besteht? Will sagen, ein anderes Messgerät liefert den zutreffenden Verbrauchswert 2500, wogegen Dein Messgerät mit 0 Einheiten einem anderen Nutzer zugeordnet wurde? Schlicht vertauscht?

    Vielleicht mal die 'technische Dokumentation' Eures Dienstleisters einsehen?
     
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