Kohle Ofen bin ich von der heizkostenverordnung befreit

Diskutiere Kohle Ofen bin ich von der heizkostenverordnung befreit im MV - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo ich habe einen Anbau wo ich nicht mehr drin wohne sondern in einer anderen Immobilie gezogen bin. Den Anbau würde ich gerne vermieten, es...

  1. #1 Horsttii, 25.04.2020
    Horsttii

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    Hallo ich habe einen Anbau wo ich nicht mehr drin wohne sondern in einer anderen Immobilie gezogen bin. Den Anbau würde ich gerne vermieten, es ist nur ein Kohle holzofen vorhanden und durschlauferhitzer bin ich damit von der heizkostenverordnung befreit und darf pauschal abrechnen?, muss ich den Ofen besorgen oder kann ich sagen der Mieter muss den Kamin mitbringen.
    Danke für die Antworten
     
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  3. Andres

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    Ja, weil es keine Zentralheizung gibt. Die Regeln zur Rechtschreibung und Zeichensetzung gelten aber davon unabhängig.


    Hä?
     
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  4. #3 ehrenwertes Haus, 25.04.2020
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    Klar kannst du sagen, dass der Mieter seine eigene Heizung mitbringen soll.

    Viel Glück bei der Suche nach einem Mieter für eine Wohnung ohne Heizmöglichkeit, wenn der Mieter keine eigene Heizung installiert und vom Kaminkehrer abnehmen läßt. Und viel Spaß, wenn der Mieter die Kosten für eine Heizungsinstallation (egal ob Einzelofenheizung oder eine andere heute übliche Heizungsvariante) dann bei dir erfolgreich einklagt.
     
  5. RMHV

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    Fragt sich nur noch, mit welcher Begründung der Mieter eine Veränderung des vertragsgemäßen Zustands erfolgreich einklagen könnte.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 25.04.2020
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    Ohne Heizmöglichkeit sind die Mindestanforderung an Wohnraum nicht erfüllt. Die Herstellung der gesetzlichen Mindestanforderungen kann jeder Mieter einklagen, wenn seine Wohnung diesem Standard nicht entspricht.

    Sinngemäß steht in allen LBOs als Mindestanforderung für Wohnungen, dass die Wohnung ganzjährig nutzbar sein muss.
    Als Mindestausstattung muss eine Heizmöglichkeit vorhanden sein, steht ebenfalls in den LBOs.

    Mieter haben einen Anspruch auf eine erreichbare Mindestraumtemperatur. Für die Erreichbarkeit dieser Raumtemperaturen ist der VM verantwortlich. Wie kann das VM-seitig gewährleitet werden in einer Wohnung ohne eine einzige Heizmöglichkeit? Selbst Hightech-Energiesparhäuser haben eine Heizung, weil es ganz ohne nicht geht.

    Bekannter ist vermutlich das Recht von Mietern auf Einbau eines Bades innerhalb der Wohnung, wenn lt. Mietvertrag nur ein außerhalb der Wohnung liegendes Bad vorhanden ist. Eine der wenigen Möglichkeiten, bei der ein Mieter auch gegen den Willen des VM bauliche Veränderungen an der Mietwohnung vornehmen darf.
    Die Kostentragung beim VM kann vom Mieter eingeklagt werden. Die Frage ist dann nur in welcher Form der VM für die Kosten aufkommen muss, Abwohnen und/oder Geldfluß.
     
  7. #6 Papabär, 25.04.2020
    Zuletzt bearbeitet: 25.04.2020
    Papabär

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    Und bitte wo da genau? Ich suche noch. In den LBO´s von Berlin, BaWü und Rheinland-Pfalz habe ich zumindest schon mal nichts dergleichen gefunden - wobei ich natürlich nicht ausschließen kann, dass ich ältere Versionen erwischt habe (im Internet findet man ja heutzutage jeden Sch***).

    In meinem derzeitigen "Lieblingsobjekt" habe ich nämlich genau ein solches Problem. Der Eigentümer würde gerne eine zentrale Heizungsanlage einbauen - das Wohnungsamt/Referat Millieuschutz verweigert dazu jedoch die Einwilligung mit der Begründung, dass dann ja die Mieten erhöht werden könnten (das gleiche Wohnungsamt ist übrigens der festen Meinung, das der Mietendeckel rechtskräftig ist). Aktuell sind einige Wohnungen mit GEH, andere mit Kohleöfen und wieder andere mit E-Heizungen ausgestattet. Drei Wohnungen sind aktuell garnicht beheizbar und der Elektriker hat bereits angekündigt, dass das vorhandene "Baumnetz" bei einem nicht ganz so milden Winter bereits jetzt die Grätsche machen würde.

    Das Referat Zweckentfremdung verlangt die umgehende Vermietung der leer stehenden (weil nicht beheizbaren) Wohnungen.
    Wenn das nun aber mangels Heizungsmöglichkeit gar keine Wohnungen wären ....?
     
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  8. #7 ehrenwertes Haus, 25.04.2020
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    Eigentlich sagt man ja in Bayern gehen die Uhren anders mit unseren teilweise überambitionierten Häuptlingen.
    In Berlin sollten Asteris und Obelix mal die spinnerten Römer vertreiben... reicht doch wenn die hinter den Bergen ihren Unfug machen.

    GEH oder Einzelöfen einbauen oder versuchen mit Nutzungsänderungsantrag aus dem Wohnungsstatus raus zu kommen, wenn eine ZH ohne Mieterhöhung auch nicht machbar ist, sagt mein Bauch ohne Kenntnisse der berliner Spezialprobleme (außer vermutetem Dachschaden mancher Rädelsführer).

    Den vermietbaren Zustand musst du halt irgendwie herstellen, nur kostenneutral für die Bestandsmieter und (vermutlich) auch die neuen Mieter der Leerstandsbuden.


    Buddel dich mal hier durch:
    https://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/w1/wohnung.htm
    Ist zwar NRW, die Berliner haben aber ganz sicher auch sowas. Nur wegen berliner Eigenbrödlertum evt. unter anderem Namen.
     
  9. #8 immobiliensammler, 25.04.2020
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    Wobei

    "a) die Möglichkeit des Anschlusses eines Herdes, einer Heizung, von elektrischer Beleuchtung oder elektrischen Geräten fehlt oder der Anschluß nicht zweckentsprechend benutzbar ist,..."

    ja hier bedeutet, dass ein Kaminanschluss oder eine entsprechend abgesicherte Steckdose für eine Elektroheizung vorhanden sein muss, nicht der Ofen/die Heizung selbst, oder?

    Hilft für die Frage des TE, ob er den Ofen besorgen muss also nicht wirklich weiter!
     
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  10. #9 Immofan, 26.04.2020
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    Nur mal als Gedankenspiel, weil ich noch nicht ganz sicher bin Euch richtig verstanden zu haben:

    Es wäre also zulässig zb. bei ner ohnehin fälligen Sanierung vom Elektriker in jeden Raum separate geeignete Leitungen für Elektroheizkörper legen zu lassen (+ Elektroheizkörper zu installieren) und auf andere Heizungsvarianten (zb. Zentralheizung oder separate Gastherme für die Wohnung) zu verzichten? Das käme doch deutlich günstiger als die üblichen Varianten...

    Hat mal jemand durchgerechnet wie sehr sich die Kosten fürs Heizen dann aufs Jahr gerechnet für den Mieter in unseren Breitengraden unterscheiden bei reiner Elektroheizung im Vergleich zu den üblichen Varianten?
     
  11. Ferdl

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    Das nennt sich dann meist Nachtspeicherheizung. Für den Rest ist gurgel dein Freund.
    Bei Mietern sind die allzeit beliebt.
     
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  12. #11 immobiliensammler, 26.04.2020
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    Genau so ein Haus steht in Sichtweite meines EFH - Vierfamilienhaus, welches unser örtlicher Elektromeister in den frühen 70ern für sich selbst bauen hat lassen (unten Büro und 1 WE, oben eigene WE und 1 vermietete WE, DG vermietete WG). Der ist dann Mitte der 2000er pleite gegangen und das Haus landete in der ZV. Immer wenn ich gefragt wurde warum das Haus auch im Dritten Termin nicht weggehen wollte habe ich denjenigen gesagt er solle mal das Dach genau anschauen ob ihm etwas auffallen würde. Die wenigsten haben den fehlenden Kamin überhaupt bemerkt. Der hat nämlich genau so gebaut, Heizung gespart, alle Elektroinstallationen konnte er ja selbst machen. Damals waren Nachtspeicherheizungen ja envogue, bei den heutigen Strompreisen stehen die Mieter da aber halt nicht mehr Schlange.

    Gut der hat jetzt die Heizungen natürlich selbst eingebaut und mitvermietet, aber m.E. dürfte rechtlich nichts dagegen sprechen, wenn der Mieter die selbst kaufen muss. Ob es hier (oder z.B. bei Boilern) sinnvoll ist das so zu machen bezweifele ich.
     
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  13. #12 Papabär, 26.04.2020
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    Das wäre dann ja quasi mein Passierschein A39


    Auch für GEH oder Einzelöfen bauchst Du die Einwilligung der Millieuschutzbehörde. Im Grunde für jede Schraube, aufgrund derer Du die Miete erhöhen KÖNNTEST (also auch für die eigentlich vorgeschriebene Dach- und Kellerdeckendämmung ... aber das ist´n anderes Thema). Es spielt dabei gar keine Rolle, ob Du die Miete erhöhen willst.
    In meinem Fall z.B. würde ein 80%iger Wegfall der jährlichen Reparaturaufwendungen für die Einzelheizungen die Kosten für die Installation einer Zentralheizung nach ca. 9 Jahren armortiesieren (bei konstanten Handwerkerpreisen) - ganz ohne Mieterhöhung.

    Die Sache mit dem Nutzungsänderungsantrag kannste in Berin derzeit knicken. Zumindest wenn Du den Wohnungsbestand damit reduzieren würdest.
     
  14. Duncan

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  15. #14 Dschei2, 26.04.2020
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    Das ist ganz schwierig zu berechnen. Die Vermieter argumentieren ja oft, dass auch Kaminkehrerkosten und Wartung der Zentralheizung etc. nicht anfallen. Aber insgesamt ist es trotzdem deutlich teurer. Ich habe lange ein Haus mit 1 m dicken Außenwänden vermietet mit Elektro-Speicher-Öfen. Und das Vermieten wurde jedes Jahr schwieriger. Die Akzeptanz bei den Mietern ist grauenhaft. Nicht nur die erhöhten Kosten (muss man halt über niedrigere Kaltmieten kompensieren) sondern auch die Unsicherheit der Mieter, wie sie damit umgehen und die tatsächlich geminderte Komfortabilität gegenüber Zentralheizung: wenn man nicht in der Nacht zuvor gespeichert hat, kann man am Tag gar nicht oder gemindert oder nur sehr teuer heizen ...
    Als das Geld da war, haben wir auf Zentral-Gas-Heizung umgerüstet und vermieten war wieder easy :-)
     
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