Konto für WEG in echter Selbstverwaltung

Diskutiere Konto für WEG in echter Selbstverwaltung im WEG-Verwaltung Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hallo in die Runde, wir sind eine kleine WEG in der alle Parteien Ihre Einheit auch selbst bewohnen. Nachdem wir bereits den Bau und dessen...

Micle

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Hallo in die Runde,

wir sind eine kleine WEG in der alle Parteien Ihre Einheit auch selbst bewohnen. Nachdem wir bereits den Bau und dessen Abrechnung erfolgreich gestemmt haben lag es Nahe die WEG in Selbstverwaltung zu betreiben .

Das derzeit größte Problem ist, dass wir es nicht schaffen ein Konto für die WEG zu eröffnen OHNE einen Verwalter zu bestellen. Einen Verwalter (aus den eigenen Reihen) wollen wir nicht bestimmen, eben weil wir in Selbstverwaltung bleiben möchte und die juristische Verantwortung nicht auf einer Person lasten soll.

Es gibt eine ordnungsgemäße Eigentümerversammlung in der eine Person beauftragt / legitimiert wurde ein Konto für die WEG zu eröffnen.

Mit dieser Vollmacht angefragt haben wir bisher:
  • DKB
hier reichte diese Vollmacht aber nicht aus. Verlangt wird die Bestellung eines Verwalters.
Außerdem haben wir recherchiert, dass bei den folgenden Banken ebenfalls ein bestellter Verwalter verlangt wird (so wird dies zumindest in den Bedingungen angegeben):
  • Bank für Wohnungswirtschaft
  • Hausbank München (Bank für Haus- und Grundbesitz)
  • Lokale Sparkasse
Kennt hier jemand eine Bank die einer WEG in Selbstverwaltung erlaubt ein Konto zu eröffnen?


Bisher nutzen wir ein Konto, dass wir als GbR eröffnet haben (Zweck: Bau des Hauses, Mitglieder GbR = Mitglieder WEG). Das funktioniert zwar erstmal aber für die Instandhaltungsrücklage brauchen wir ja ein seperates Konto. Zudem sind wir uns unsicher welchen rechtlichen Status die GbR überhaupt noch hat (da diese in die WEG überführt wurde) und würden dieses gerne sauber schließen und für die WEG Verwaltung ein neues nutzen.
 
dots

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WEG ist zwar überhaupt nicht mein Bereich, aber ich habe im Hinterkopf, dass jedes WEG-Mitglied auf die Bestellung eines Verwalters bestehen kann - und dass dann im Extremfall zwangsweise ein Verwalter bestellt wird (oder so ähnlich).

Nun seid ihr euch alle einig, aber wenn in ein paar Jahren mal einer von euch plötzlich quer schießt und eine ordnungsgemäße Verwaltung verlangt (was sein gutes Recht ist), fällt euer Kartenhaus in sich zusammen.

Das befürchte ich jedenfalls.
 
immobiliensammler

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Das Problem ist halt die Rechtsfähigkeit der Organisation für die das Konto eröffnet werden soll. Hier sind die Anforderungen an die Banken zuletzt ziemlich verschärft worden (Geldwäsche etc.).

wir sind eine kleine WEG in der alle Parteien Ihre Einheit auch selbst bewohnen.

Wie viele Mitglieder hat die "kleine" WEG denn?
 

Dschei2

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Mal rein praktisch gefragt: es ist doch sicher nicht so, dass dann alle Mitglieder der WEG auf das Konto zugreifen können sollen und wild durcheinander überweisen? Es muss doch sowieso einer benannt werden, der sich um die Zahlungs-ein- und ausgänge kümmert.
Und der könnte doch dann mit Vollmacht ein treuhänderisches Konto eröffnen.

Bei der FIDOR Bank weiß ich z.B. dass relativ viel geht. Eine WEG ohne Verwalter ist mir allerdings noch nicht begegnet, daher weiß ich auch nichts Genaues.
 

Micle

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Nun seid ihr euch alle einig, aber wenn in ein paar Jahren mal einer von euch plötzlich quer schießt und eine ordnungsgemäße Verwaltung verlangt (was sein gutes Recht ist), fällt euer Kartenhaus in sich zusammen
Hat jetzt nicht so viel mit der Frage zu tun, aber danke für den Hinweis. Das ist uns natürlich Bekannt, wobei sich WEG in Selbstverwaltung und ordnungsgemäße Verwaltung nicht ausschließt (ob man als Gruppe eine ordnungsgemäße Verwaltung stemmt ist natürlich eine andere Frage für einen anderen Thread). Was aber korrekt ist: jedes WEG Mitglied hat das Recht einen VERWALTER zu verlangen - d.h. die Selbstverwaltung kann Einseitig beendet werden.

Das Problem ist halt die Rechtsfähigkeit der Organisation für die das Konto eröffnet werden soll. Hier sind die Anforderungen an die Banken zuletzt ziemlich verschärft worden (Geldwäsche etc.).
Eigentlich ist die WEG meiner Information nach (seit ein paar Jahren) Rechtsfähig. Deshalb hat es uns verwundert, dass wir bisher keine Bank gefunden haben. Unsere Vermutung ist, dass es den Banken einfach zuviel Aufwand ist, da nach § 9b Abs. 1 WEGesetz
Hat die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer keinen Verwalter, wird sie durch die Wohnungseigentümer gemeinschaftlich vertreten.
vermutlich für die Bank bedeutet, dass Alle WEG Mitglieder persönlich unterzeichnen und legitimiert werden müssten. So war das auch bei der Eröffnung unseres GbR Kontos der Fall und zugegebenermaßen sehr aufwändig (da du gefragt hattest: 8 Einheiten / Parteien).

Bei der FIDOR Bank weiß ich z.B. dass relativ viel geht. Eine WEG ohne Verwalter ist mir allerdings noch nicht begegnet, daher weiß ich auch nichts Genaues.
Danke für den Tipp. Wir werden es dort mal versuchen.

Grundsätzlich ist es korrekt, dass es ausreichend wäre, wenn eine Person Verfügungsgewalt über die Konten hätte. Aus andere Quelle haben wir auch eine ähnliche Empfehlung bekommen: Eine Person zum Kontobevollmächtigten zum Zwecke der Bildung einer Instandhaltungsrücklage ernennen und diese eröffnet dann "privat" ein Konto.

Das hat aber natürlich den Nachteil, dass nicht offensichtlich ist wem das Guthaben auf dem Konto gehört und nur im Binnenverhältnis per Vertrag geregelt ist. Das führt im Worst-Case (Privatinsolvenz des Kontoinhabers) sicherlich zu erheblichem Mehraufwand gegenüber einem Konto das direkt auf den Namen der WEG läuft.
 
immobiliensammler

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Eigentlich ist die WEG meiner Information nach (seit ein paar Jahren) Rechtsfähig. Deshalb hat es uns verwundert, dass wir bisher keine Bank gefunden haben. Unsere Vermutung ist, dass es den Banken einfach zuviel Aufwand ist, da nach § 9b Abs. 1 WEGesetz

Genau das ist das Problem - die WEG ist zwar rechtsfähig, jedoch wird sie durch ihren Verwalter vertreten und den habt ihr nicht, vergleich das mal mit einer GmbH, deren Geschäftsführer zurückgetreten/verstorben ist, wer soll für die denn ein Konto eröffnen/führen?

Wie viele Leute sind denn in der WEG? Was mir nämlich vorschwebt wäre bei sagen wir 3 ME ein Gemeinschaftskonto dieser 3, die Vollmachten dafür kann man dann ja mit der Bank regeln. Ist aber natürlich etwas für eine Bank vor Ort mit der man das auch besprechen kann. Für Online-Banken die nach Standard F vorgehen ein NoGo.
 
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Eine Person zum Kontobevollmächtigten zum Zwecke der Bildung einer Instandhaltungsrücklage ernennen und diese eröffnet dann "privat" ein Konto.

Das hat aber natürlich den Nachteil, dass nicht offensichtlich ist wem das Guthaben auf dem Konto gehört und nur im Binnenverhältnis per Vertrag geregelt ist. Das führt im Worst-Case (Privatinsolvenz des Kontoinhabers) sicherlich zu erheblichem Mehraufwand gegenüber einem Konto das direkt auf den Namen der WEG läuft.

Und wäre rechtswidrig, denn das Vermögen der WEG muss ja laut Gesetz getrennt vom Vermögen des Verwalters etc. angelegt werden. Genau dasselbe Problem gibt es übrigens auch bei meiner Idee eines Gemeinschaftkontos auf die sagen wir 3 Eigentümer, da würde ja schon die Insolvenz nur eines der drei bedeuten dass sich dessen Gläubiger an dem Konto schadlos halten. Zusätzlich müsste also noch eine Vereinbarung mit der Bank her, dass das eine Art Treuhandkonto ist, aber das reicht halt auch nicht für einen Pfändungs- und Überweisungsbeschluss eines dritten Gläubigers (eines der Kontoinhaber = Eigentümer).
 
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