Kosten Dämmung Außenfassade

Dieses Thema im Forum "Bautechnik" wurde erstellt von immof4n, 20.09.2015.

  1. #1 immof4n, 20.09.2015
    immof4n

    immof4n Neuer Benutzer

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    Ich habe im April diesen Jahres ein 3-Familienhaus Baujahr 1965 erworben und möchte dieses, nach und nach, energetisch sanieren.

    Als eine der ersten Maßnahmen hatte ich mir eine Dämmung der Außenfassade mit Hartschaumplatten überlegt. Die Materialien sollten im mittleren Preissegment liegen, also nicht Premium und auch nicht Baumarkt Ware.

    Anhand der Bauunterlagen habe ich die zu dämmende Fläche grob berechnet und die wäre ca. 235 mq.
    Ich habe schon viele Richtwerte online gefunden, aber irgendwie vertraue ich den Angaben nicht.

    Klar ist, das die daraus resultierenden Kosten über die Miete wieder reinkommen müssen und ich vorab eine Kalkulation aufstellen möchte, ob das überhaupt möglich ist.

    Im nächsten Schritt oder vielleicht gleichzeitig tausche ich natürlich auch die Gaszentralheizung, aber die soll in dieser Rechnng erstmal keine Beachtung finden.

    Hat jemand Erfahrung oder einen Richtwert für die möglichen Kosten einer solchen Dämmung?
     
  2. AdMan

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  3. Duncan

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    Du möchtest auf deine Investition eine Strafsteuer bezahlen?
    Du wirst mit hoher Wahrscheinlichkeit die 15% Marke knacken, spätestens wenn die Heizung zu zeitnah dazukommt.
    Also erst mal ruhig mit den jungen Pferden.
    Wie hoch ist die derzeit erzielte Miete und wo liegt das regionale Maximum für deinen jetzigen Wohnungszustand+Dämmung/hübscher Fassade?
    Wenn du schon eine gute Miete erzielst wird auch eine Modernisierungserhöhung nicht voll die Kosten abdecken können, da diese nicht (vollständig) realisierbar ist.
    Wie ist der Zustand der Fassade? Muss die unbedingt so kurzfristig angegangen werden oder macht es die noch ein paar Jahre?
    Auch wenn du wohl derzeit davon ausgehst die Arbeit in Eigenarbeit zu erledigen (klingt zumindest für mich so) lasse dir 2-3 Angebote von Fachfirmen erstellen. Fassadendämmung mit WDVS ist meist Sache des Malergewerbes. Mein Haus-und Hofmaler ist großer Fan von sto. Derzeit finde ich auch einige Rockwool Fassadenplatten nicht uninteressant.

    Um die Kosten für dein Haus abschätzen zu können muss man es sehen. Rüstung (Größe, Gefälle, Winkel, Transport, Abstrebungen), Auswahl des jeweiligen Materials, Region,...
    Der einfachste Weg: Angebote regionaler Firmen einholen. Du siehst dann auch eher den realen Aufwand der dahinter steckt. "Das Bisschen Platten ankleben und verdübeln kann doch nicht so schwer sein" - und wie sieht es mit dem Verspachteln und Aufbringen des Dünnputzes aus? In einem Zug! Sonst siehst du immer starke Abweichungen. Bei mehr als WE-Haus Größe schafft das einer alleine nicht.
     
  4. #3 immof4n, 20.09.2015
    immof4n

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    Die 15% Hürde will ich auf jeden Fall halten und plane nur schon mal in die Zukunft. Bis jetzt ist alles noch im grünen Bereich.

    Die Fassade hat ein paar Risse unter den Fensterbänken und im Grunde bräuchte sie auch einen Anstrich.
    Selber machen lässt sich nicht realisieren, die Zeit habe ich nicht.

    Die Miete ist genau im Schnitt, nicht herausragendes, wirft aber eine gute Rendite ab und genau Deinen Gedanken teile ich, vielleicht bringt die Sanierung nicht den erhoffeten Mietzins ein :-(

    Daher möchte ich Rückwärts rechnen:
    • Planung war KfW 151,152: Was wird Heizung (25 Jahre alt) + Dämmung kosten
    • Den Wert auf die Konditionen des Förderprogramms anwenden und schauen, wie hoch die Belastung wird.
    • Das ganze auf den Mietzins umgelegt und schauen, ob er Markt das hergibt
     
  5. Duncan

    Duncan
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    Wenn du es Finanzieren musst lass es! Im Übrigen halte ich von der KfW und ihren Finanzierungen ungefähr genauso viel wie von ihrem Verwaltungsratsvorsitzemden und seinem Stellvertreter. Ich würde gerne beide zu einem Griechenlandurlaub ohne Personenschutz verdonnern...
     
  6. sara

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    sind die Fenster alle schon neu bzw. im energetisch guten Zustand?

    ansonsten schließe ich mich auch Ducan an.

    Allerdings habe ich eh mehr Bedenken bei der ganzen "Wärmeschutzdämmung" der Außenfassade.
    Für (mein) Haus Baujahr 1973 hätte ich es nicht machen lassen.
     
  7. #6 immodream, 20.09.2015
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    Hallo immof4n,
    ich stand vor einigen Jahren auch vor der Entscheidung, ein Mehrfamilienhaus mit gutem Außenputz , nur streichen zu lassen oder Wärme zudämmen .
    Anstrichkosten ca. 10 000 €, Mehraufwand für Wärmedämmung nochmals 20 000 €.
    Die Heizkosten betrugen in den letzten Jahren ca. 1800 €/ Jahr ( mit uralter Gaszentralheizung ).
    Ich hätte also meinen Mietern auch 10 Jahre die Heizkosten erlassen können, bis die Kosten für die Wärmedämmung erreicht sind.
    Ich hab mich für das Streichen entscheiden und werde im nächsten Jahr die alte Gaszentralheizung gegen eine Brennwertheizung austauschen.
    Diese einzelne Maßnahme hat bei meinem Wohnhaus über die letzten 5 Jahre zu ca. 30 % Energieeinsparung/ Jahr geführt.
    Meine langjährigen Handwerker sind zum Thema Energieeinsparung gleicher Meinung.
    Heizung und neuere Fenster ja, WDV nein. Auch wenn man eigentlich vom Verkauf dieser WD Systeme lebt.
    Grüße
    Immodream
     
    Falter, sara und Syker gefällt das.
  8. #7 immof4n, 21.09.2015
    immof4n

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    Hi Immodream & Sara,

    vielen Dank für Eure Antworten.

    Fenster EG +OG sind OK, aber DG sind nur einfach verglast.

    Die Heizung ist wie gesagt uralt und muss auf jeden Fall in 2,5 Jahren raus. Das gleiche gilt für den Warmwasserspeicher (hoffentlich hällt der noch durch).

    Ich glaube, jetzt sehe ich klarer :-)
    • neue Heizungsanlage
    • Fenster DG tauschen
    Kann man eigentlich die Heizkörper in den Nischen optimieren? Hinter den Heizkörpern ist quasi nur ein Stein Außenwand.
     
  9. sara

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    ...heißt wie alt sind die?

    Auf jeden Fall ist durch Fenster und neue Heizung mit evtl. Fensternischendämmung schon eine gute Einsparung möglich.

    Im Grunde ja, man kann in den Nischen eine Innendämmung aufbringen.
    Um es aber wirklich gut aufzubringen müssten die Heizkörper abgebaut werden. Das wäre dann auch eher machbar wenn die Heizung erneuert wird und das Heizungswasser abgelassen wird.

    Machbar ist es zwar auch so, mit diesen speziellen Dämmfolien (dünne Styropor mit Silberfolie darauf) aber ein wenig kompliziert die hinter die Nischen anzubringen. Auch wegen der Halterungen für die Heizkörper.
     
  10. Duncan

    Duncan
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    Die Innendämmung sehe ich da als sinnvoll und empfehlenswert an. Von den Dämmfolien halte ich gar nichts! Im Regelfall werden diese nicht vollständig bündig verklebt, da dies hinter dem HK schlicht nahezu unmöglich ist. Dort bildet sich dann Kondenswasser, dass wegen der Alufolie nicht weg kommt....
    Wenn du eh bei bist und die Heizungsanlage modernisierst dann guck dir halt auch die HK und deren Positionierung an. Hier entscheidet auch die Art der Heizung über die Form und Art der Heizkörper. Wie sara schon anmerkte, wenn man die HK eh ab hat dann auch gleich dämmen, gibt da Verbundplatten mit denen ist das gut und einfach zu machen.
     
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