Kosten der Erstellung der Heizkostenabrechnung umlegen

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Vermida, 14.04.2016.

  1. #1 Vermida, 14.04.2016
    Vermida

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    Hallo,

    in den letzten Jahren erstelle ich immer selbst die Heizkostenabrechnung. Ich habe das bislang immer kostenfrei getan, das ist aber schon eine Menge Arbeit. Daher würde ich gerne meine Eigenleistung mit umlegen.

    Ich möchte hier so vorgehen, dass ich mir hier ein Angebot einhole und von den Kosten, die ich in der Abrechnung ansetze, ein Stück unter dem Nettopreis aus dem Angebot bleibe. Ist das aus Eurer Sicht so ok?

    Weitere Frage ist, wie ich diese Kosten in der Abrechnung ausweise. Bin ich verpflichtet, in der Abrechnung kenntlich zu machen, dass es sich hier um Kosten einer Eigenleistung handelt oder reicht es hier einen Posten Kosten Erstellung Heizkostenabrechnung mit aufzunehmen. Bei Rückfragen, kann ich ja anhand des Angebots darlegen, wie die Kosten zustande kommen?

    Danke für Eure Rückmeldung.
     
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  3. #2 Goldhamster, 14.04.2016
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    Das wär ja toll!
    Wenn das gehen würde, würd ich auch noch andere Kosten weiterreichen.
     
  4. #3 Newbie15, 14.04.2016
    Newbie15

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    Betriebskosten sind per gesetzlicher Definition (§1 BetrKV) Kosten, die dem Eigentümer oder Erbbauberechtigten durch das Eigentum oder Erbbaurecht am Grundstück oder durch den bestimmungsmäßigen Gebrauch des Gebäudes, der Nebengebäude, Anlagen, Einrichtungen und des Grundstücks laufend entstehen.

    Damit ist die Frage eigentlich auch schon geklärt, denn solange dir keine KOSTEN für die Erstellung der Abrechnung entstehen, kannst du auch nichts umlegen.

    Wenn du es selbst machen willst, wofür es durchaus Argumente gibt, musst du damit leben, dass deine Arbeit über die Kaltmiete bezahlt ist. Niedrigere Nebenkosten wirken sich ja positiv auf die Vermietbarkeit und erziehlbare Kaltmiete aus, zumindest sollte das so sein. Ansonsten steht es dir natürlich frei, einen Dienstleister damit zu beauftragen und das dann den Mietern in Rechnung zu stellen, sodass du dir die Arbeit sparst.
     
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  5. #4 BHShuber, 14.04.2016
    BHShuber

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    Hallo,

    herrlich erfrischend auf welche Ideen so mancher Vermieter so kommen mag, herrlich!

    Das muss man sich mal verinnerlichen, der Vermieter bekommt Miete für ein Mietobjekt und jetzt kommts, ohhh Schreck, er hat auch Arbeit und Kosten damit, das geht ja schon mal gar nicht.

    Haaaloooooooo :90:

    Gruß
    BHShuber
     
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  6. #5 Vermida, 14.04.2016
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    Sehr wohl darf der Vermieter Eigenleistungen mit den fiktiven Kosten, die ihm durch ein Drittunternehmen entstehen würden abrechnen (s. z.B. hier: http://www.t-online.de/wirtschaft/i...nleistungen-als-betriebskosten-abrechnen.html)

    Ich sehe eigentlich keinen Grund, warum dies nicht auch auf die Kosten für die Heizkostenabrechnung gelten soll. Diese Kosten sind umlagefähig und wenn ich das vergebe, stellt mir eine Firma dafür Kosten in Rechnung.
     
  7. #6 anitari, 14.04.2016
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    Nein.

    Die Kosten für die Erstellung der Heizkostenabrechnung sind zwar umlegbar, aber nur die tatsächlichen. Im E-Fall müßtest Du dem Mieter ja die Kosten nachweisen.

    Als Vermieter darfst Du ja Eigenleistungen abrechnen. Allerdings ohne Mehrwertsteuer und, soweit ich weiß (man korrigiere mich ggf.), mit einem Stundensatz um die 12 €.

    Wie viele HK-Abrechnungen sind denn jährlich zu erstellen und wie lange brauchst Du dazu?

    Für 2014 mußte ich 4 HK-Abrechnungen + BK-Abrechnungen erstellen. Dauer etwa 1 Stunde für alle. Die HK-Abrechnungen waren in etwa 30 Minuten fertig. Dafür den Mietern 6 bzw. je 1,50 € in Rechnung zu stellen wäre mir nie in denn Sinn gekommen.
     
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  8. #7 Tobias F, 14.04.2016
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    Hast du gelesen worum es da ging?
    Es ging nicht darum das der Vermieter sich selbst für die Erstellung der Abrechnung "bezahlt" hat, sondern div. Arbeiten durch EIGENES PERSONAL hat erledigen lassen. Somit sind dem Vermieter hier ECHTE KOSTEN entstanden, denn auch das eigene Personal muss ja bezahlt werden.

    "Im Streitfall hatte der Vermieter Hausmeisterarbeiten und die Gartenpflege durch eigenes Personal erledigen lassen. In der Betriebskostenabrechnung bezifferte der Vermieter die entsprechenden Posten nicht nach den tatsächlichen eigenen Lohnkosten, sondern nach den "fiktiven Kosten eines Drittunternehmens".
     
  9. #8 Vermida, 14.04.2016
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    Also mit einer Stunde ist das nicht getan:

    Briefe erstellen zur Ankündigung der Ablesung
    Ablesung durchführen
    Heizkostenabrechnung erstellen

    Ich rechne so alles in allem mit 8-10 h Aufwand.
     
  10. #9 anitari, 14.04.2016
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    Verwaltungskosten - nicht umlegbar

    Auch nicht umlegbar

    Was bleibt von den 8 - 10 Stunden dann übrig?
     
  11. #10 Vermida, 14.04.2016
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  12. #11 Vermida, 14.04.2016
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    Quelle Mietrechtslexikon:

    Sowohl Miet- oder Leasingkosten der Wärmemessgeräte als auch die Kosten für die Erstellung der Abrechnung und Ablesung sind umlagefähige Kosten
     
  13. #12 Goldhamster, 14.04.2016
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    Ich finde auch, dass das gehen sollte

    :hut011:
     
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  14. #13 anitari, 14.04.2016
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    Darüber das die Abrechnungskosten umlegbar sind mußt Du hier keinen aufklären.

    Nur ob es verhältnismäßig ist für vielleicht 1 - 2 Stunden Arbeit das auch wirklich zu tun ist fraglich.

    Aber mach wie Du denkst.
     
  15. dots

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    Was hat man denn für Kosten, wenn man die Heizkosten-Abrechnung selbst erstellt?
    Also jetzt mal ganz konkret in Euro und Cent, und nicht geschätzt, sondern belegbar.
     
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  16. #15 Vermida, 14.04.2016
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    Wenn man Hausmeisterarbeiten oder Gartenarbeiten selbst durchführt, darf man diese Kosten mit den Kosten, die ein Dritter dafür in Rechnung stellen würde, ansetzen (einfach mal googlen). Ich sehe keinen Grund, warum diese Vorgehensweise nicht auch für die Heizkostenabrechnung in Eigenleistung anwendbar sein sollte, auch diese Kosten sind umlagefähig.
     
  17. #16 PHinske, 14.04.2016
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    PHinske Erfahrener Benutzer

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    WENN es rechtlich möglich sein sollte, dann dürften diese fiktiven Abrechnungskosten aber nicht als separate NK-Position auftauchen.

    Der dafür vorgesehene Geldbetrag müsste sogleich in die Gesamtsumme der Heizkosten eingestellt werden, die dann zu verteilen ist.

    Siehe § 7 Abs. 2 HeizkostenV:
    "Zu den Kosten des Betriebs der zentralen Heizungsanlage einschließlich der Abgasanlage gehören..........einschließlich der Kosten der Eichung sowie der Kosten der Berechnung, Aufteilung und Verbrauchsanalyse. Die Verbrauchsanalyse sollte insbesondere die Entwicklung der Kosten für die Heizwärme- und Warmwasserversorgung der vergangenen drei Jahre wiedergeben."

    MfG PHinske
     
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  18. Andres

    Andres
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    Ich freue mich jedes mal, wenn diese Frage wieder kommt. Dann darf nämlich das gute alte Halbwissen wieder mal Gassi gehen:
    Es ist ja nicht so, dass die Abrechnung von Eigenleistungen im von dir selbst genannten § 1 BetrKV explizit genannt wäre. :91:
    § 2 Nr. 4 BetrKV weist sowohl die "Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung" als auch die "Kosten der Berechnung und Aufteilung" als Betriebskosten aus.
    Komisch, warum muss sich ein Vermieter, der für's Rasenmähen fiktive BK ansetzen will, nie so anpflaumen lassen?
    § 1 Abs. 1 BetrKV: "Sach- und Arbeitsleistungen des Eigentümers oder Erbbauberechtigten dürfen mit dem Betrag angesetzt werden, der für eine gleichwertige Leistung eines Dritten, insbesondere eines Unternehmers, angesetzt werden könnte; die Umsatzsteuer des Dritten darf nicht angesetzt werden."

    Heizkostenabrechnungen werden im Gegensatz zu Gartenarbeit oder Reinigungsleistungen eher selten nach Stunden vergütet. Stattdessen sollte man sich an den "marktüblichen" (viel Spaß bei Ermittlung und Nachweis) Pauschalpreisen orientieren.
    Als Bestandteil der Ablesung oder in den Worten der BetrKV "Kosten der Verwendung einer Ausstattung zur Verbrauchserfassung" selbstverständlich umlegbar.
    Doch, s.o.


    Ich finde ja auch, dass man diese Kosten nicht umgelegt haben muss. Wenn ich keinen Bock darauf habe, diese Leistung freiwillig zu erbringen, dann lasse ich das eben von einem Dienstleister machen.


    Danke für diesen Beitrag zum Thema.
     
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  19. #18 anitari, 14.04.2016
    anitari

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    Jepp. Dann hat das wenigstens Hand und Fuß und ich muß mir als Vermieter keine fiktiven Kosten "aus den Fingern saugen" und damit evtl. einen Rechtsstreit mit den Mietern riskieren.
     
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  20. #19 lostcontrol, 14.04.2016
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    Ist das so? Kann ich wirklich eine höhere Kaltmiete verlangen wenn die Nebenkosten niedrig sind?
    Wenn also z.B. ein Mieter sehr sparsam ist in Sachen Wasser und Heizung, dann darf ich ihm die Miete erhöhen oder wie?
     
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  21. #20 Papabär, 14.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 14.04.2016
    Papabär

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    Ich verstehe nicht, warum es nicht so funktionieren sollte, wie Eingangs beschrieben. Okay, der Link zu der Journallie ist da nur mäßig hilfreich ... vielleicht hilft aber mal ein Blick in´s Gesetz?
    Newbie15 hat schon das richtige Gesetz genannt und sogar aus dem richtigen Absatz zitiert. Das Lesen des zweiten Satzes wäre aber auch hilfreich gewesen.
    Da steht nix von einem Stundensatz (welcher z.B. bei HW-Leistungen als Berechnungsgrundlage durchaus sinnvoll sein kann).

    Ob der Eigentümer für diese Leistung nun eine halbe - oder 10 Stunden benötigt, kann dem Mieter hierbei egal sein (d.h. nur weil der Eigentümer zu langsam ist, braucht der Mieter keine horrenden Kosten zu tragen).

    Ganz nebenbei: Wer nicht weiß, wie diese Kosten in einer Heizkostenabrechnung zu berücksichtigen sind, sollte vielleicht doch lieber jemanden beauftragen, der sich damit auskennt.


    EDIT: Jetzt habe ich beim Schreiben so getrödelt (bzw.ebenbei noch´n bissel Geld verdient), dass ich Andres Beitrag nicht rechtzeitig gesehen habe. Aber egal ... schadet ja nix.
     
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