Kosten der Hausreinigung trotz Nebeneingangs

Dieses Thema im Forum "NK - Ankündigungen!" wurde erstellt von Nanouk, 18.06.2013.

  1. Nanouk

    Nanouk Neuer Benutzer

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    Meine Frage:
    Ich habe Gewerberäume in einem Mehrfamilienhaus gemietet. Der Zugang zu meinem Gewerbe erfolgt über einen Extraeingang vom Hof aus.
    Kann der Vermieter die Kosten für die Hausreinigung auch auf mich umlegen? Er fegt niemals vor meiner Tür oder reinigt irgendetwas, was mit meinem Gewerbe zu tun hat. Muss ich die Reinigung des Hauses mit bezahlen?
    Kann mir jemand dies Frage beantworten?
    Danke
     
  2. AdMan

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  3. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    was wurde denn bezüglich dies im MV geregelt ?

    Naja, Umlegen kann er es nur, wenn es a) im MV angegeben worden & auch umlegbar ist und b) wenn ihm hier auch Kosten enststanden sind.

    Naja, nach der Argumentation müsste ein EG-Bewohner auch weniger zahlen als ein DG-Bewohner, weil der ja schliesslich auch weniger Treppen nutzt.
     
  4. Nanouk

    Nanouk Neuer Benutzer

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    Hausreinigung trotz Nebeneingangs

    Im Mietvertrag stehen die üblichen Nebenkosten, also auch Hausreinigung.
    Zum Zeitpunkt des Abschlusses des MV war der Eingang zu meinem Gewerbe über den Hausflur gelegen. Ich habe mit Einverständnis des Vermieters sofort nach Einzug den Eingang verlegt, sodass er jetzt über den Hof erfolgt, damit es weniger Belästigung der Mieter und Eigentümer durch unser Gewerbe gibt. Die ursprünlgiche Tür zum Hausflur wurde von mir zugebaut.
    Daher änderte sich die Situation nach Abschluss des MV.
    Da ich kürzlich ein Urteil las, das einem Mieter, der den Aufzug nicht erreichen konnte, zusicherte, dass er keine Kosten für den Aufzug, die ja normalerweise von allen Mietern zu tragen sind, egal ob 1. oder 6 Stockwerk, zu tragen hätte, überdachte ich unsere Situation und fragte mich, ob es eine vergleichbare Situation ist, da wir mit dem Hauseingang absolut nichts zu tun haben.
    Danke für eine Antwort
     
  5. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Wie schön doch, dass sich nicht alles regeln lässt. Was wäre denn Deutschland ohne seine Rechtsanwälte, Sachverständigen und Gerichte...? Arm...:unsicher016:
     
  6. Nanouk

    Nanouk Neuer Benutzer

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    Hausreinigungskosten...

    Recht herzlichen Dank auch, Herr Berny, für den überaus hilfreichen Kommentar. Dann gehe ich jetzt mal schwimmen..
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Viel Spass, Frau Eskimo, dann wären wir ja schon zu Dritt: Little Conny - Pack die Badehose ein - YouTube :verrueckt009:
     
  8. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Mal den Vermieter ansprechen und das Problem benennen.
     
  9. #8 Papabär, 19.06.2013
    Papabär

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    Damit dürfte die Frage, welche Kosten hier abgerechnet werden können, doch schon geklärt sein.


    Ein Gewerbemieter? Hier ist ohne die genaue Entscheidung (Volltextversion) auch fraglich, ob die Fälle miteinander verglichen werden können. Der vom Gesetzgeber beabsichtigte besondere Schutz des Mieters beschränkt sich in aller Regel auf Wohnraummietverträge.
     
  10. #9 lostcontrol, 20.06.2013
    lostcontrol

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    ob das vergleichbar ist?
    nur mal als beispiel: die gartenpflege kannst du auch über die betriebskosten auf die mieter umlegen, wenn dieser garten garnicht für die mieter nutzbar ist - einfach weil ein gepflegter garten eine gute visitenkarte fürs haus ist und die mieter davon ja also trotzdem was haben.
     
  11. Syker

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    Hallo zusammen


    Zumal der TE ja auch schreibt das er die bauliche Veränderung
    nachträglich und selbst veranlasst hat,
    wodurch er nicht mehr in den "Genuss" des gereinigten Treppenhauses kommt.

    M.M.n. sind die Kosten weiterhin wie vereinbart vom TE zu tragen.


    VG Syker
     
  12. Malte

    Malte Neuer Benutzer

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    Hallo,

    Ich habe einen ganz ähnlichen Fall

    - Ein Gewerberaum mit Hintereingang zum Hausflur im Wohnhaus
    - Im MV (Gewerbe) wurden keine Reinigungskosten für den Flur vereinbart
    - Ich bin zudem Wohnungsmieter und zahle dafür natürlich Reinigungskosten

    Nach 3 Jahren nun wurde die Tür verriegelt, weil sich ein Mieter darüber beschwert, dass ich die Tür morgens privat als Eingang nutze (Die Kunden benutzen diese Tür nicht)

    Meine Frage. Bin ich berechtigt die Tür zu benutzen? Darf ich sie z.b offen stehen lassen um im Sommer durchzulüften?


    Gruss
    Malte
     
  13. #12 Papabär, 29.08.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Hallo Malte,

    das Recht zur Nutzung des Treppenhauses ist nicht per se an die Pflicht zur Kostenübernahme der Hausreinigung gekoppelt. Allerdings sind hier entsprechende mietvertragliche Vereinbarungen möglich, d.h. zu prüfen.

    Grundsätzlich gilt auch hier "gemietet wie gesehen" ... d.h. mit dem Hintereingang. Es wäre halt nur - zumindest theoretisch - möglich, dass im Mietvertrag die Nutzung des Hintereinganges untersagt wird ... was mich allerdings sehr wundern würde, da es sich hierbei ja mit Sicherheit um einen Fluchtweg handeln wird.
     
  14. Malte

    Malte Neuer Benutzer

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    Ich danke Dir,
    Ja die Tür befindet sich in einem relativ abgetrennten Teil des Ladens, insofern ist es sicherlich (nach Bauvorschrift) auch ein Fluchtweg.
    Ich könnte also mit dem VM nachvereinbaren einen Teil der Reinigung zu übernehmen? Quasi als "Lüftungskostenbeitrag" damit auch der eine Mieter wieder zufrieden ist.
    Was ist wenn er nicht zustimmt? Darf ich dann den Riegel selbst abmontieren?
     
  15. #14 Papabär, 29.08.2013
    Papabär

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    Wer hat denn den Riegel überhaupt montiert? Etwa der Mieter?

    Ob der Mieter zustimmt oder im Moskau ´ne Currywurst platzt, kommt so ziemlich auf das selbe raus.

    Nach einer entsprechenden Mängelanzeige beim Vermieter kannst Du die Miete angemessen mindern. Welcher Wert dabei angemessen ist, richtet sich nach dem Umfang der Einschränkungen durch diese verschlossene Tür. Wenn Dir also z.B. das Gewerbeaufsichtsamt den Laden dicht macht, weil eben der geforderte Fluchtweg fehlt, dann könnten m.E. durchaus 100% drin sein.
     
  16. #15 Malte, 29.08.2013
    Zuletzt bearbeitet: 29.08.2013
    Malte

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    Sry ich hab mich missverständlich ausgedrückt. Der Vermieter hat es nach etwa 3 Jahren Mietdauer veranlasst, angeblich auf Drängen eines Mieters.

    Die Miete möchte ich deswegen nicht gleich mindern. Ich wüsste auch nicht wie ich den Nachteil der Hitze im Laden bewerten sollte, zumal der eigentliche Zweck einer Tür ja nicht das Durchlüften ist..

    Fakt ist
    - die Tür ist im Mietvertrag eingezeichnet (nicht als Notausgang)
    - die Nutzung wurde vertraglich nicht untersagt
    - Der Hausmeister hat aber gebeten sie geschlossen zu halten
    Nebenbei öffne ich die Tür vom Flur aus, d.h. als Wohnungsmieter, und die Tür geht nach aussen auf, nimmt also einige Zentimeter Platz weg :D

    Was wäre die beste Vorgehnsweise. Kostenbeteiligung, Riegel abschrauben oder gerichtlich klären lassen?
     
  17. #16 Papabär, 29.08.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Na, Du kannst Fragen stellen ...

    Die einfachste Lösung wäre ein klärendes Gespräch mit dem Vermieter (ggf. im Beisein des sich beschwerenden Mieters), gegenseitige Einsicht und Rücksichtnahme :56:, gefolgt vom Rückbau des Riegels durch den Vermieter.

    Soweit die Theorie.


    Sollte das nicht funktionieren, gibt es DIE beste Vorgehensweise schon nicht mehr, ... alleine schon weil Du gegen die offensichtlichen Interessen des Vermieters wirken willst.

    Wenn man mit dem Vermieter ohnehin gut steht, kann man den Riegel auch ganz pragmatisch selber entfernen und ihm zurückgeben ... ansonsten würde ich dessen Eigentum nicht anfassen und den fehlenden Durchgang als Mietmangel betrachten.

    Wie weit Du dabei gehen willst, bleibt ganz Dir überlassen. Ich persönlich würde mich u. U. mit dem Gewerbeaufsichtsamt kurzschließen und mal ganz unverbindlich fragen, ob ich nicht ein Schriftstück haben könnte, wonach für mein Gewerbe ein zweiter Fluchtweg erforderlich sei (z.B. für Restaurants ist das m.E. ja erforderlich) ... und mich mit diesem Schriftstück und unschuldiger Mine dann ganz schüchtern beim Vermieter melden - so nach dem Motto "Tut mir ja auch schrecklich leid - und wenn´s nach MIR ginge ... aber die böse Gewerbeaufsicht ...".


    Ich denke, der Vermieter wird sich zweimal überlegen, ob er den Unmut eines Gewerbemieters riskiert - oder doch lieber dem Wohnungsmieter die Stirn zeigt.
     
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