Kosten der Verwalterzustimmung beim Verkauf von Garagenstellplätzen

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Vila Miradouro, 19.05.2014.

  1. #1 Vila Miradouro, 19.05.2014
    Vila Miradouro

    Vila Miradouro Gast

    Im April 2014 habe ich 40 Garagenstellplätze an einen Käufer in einem Kaufvertrag verkauft. Jeder Stellplatz hat ein eigenes Grundbuch. In der Teilungserklärung vom 19.3.1980 ist geregelt: Der Wohnungseigentümer bedarf jedoch zur Veräusserung der schriftlichen Einwilligung des Verwalters.
    Von Garagenplätzen ist nicht die Rede.
    Jetzt bekomme ich als Verkäufer von der Hausverwaltung eine Rechnung üver 40 Zustimmungen a 100,-€
    ist 4000,-€ + 750,-€ MWSt = 4.760,-€ Gesamt.
    Selbst bei gutwilliger Beurteilung halte ich das für nicht akzeptabel.
    Was ist Ihre Meinung?
    Besten Dank im Voraus.
    GG
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Mich würde der Satz vor diesem hier:

    ... interessieren. Für welche Veräußerung das gilt, ist mir nämlich noch nicht klar.
     
  4. Duncan

    Duncan
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    Hm - ein Blick in die Teilungserklärung und die Gemeinschaftsordnung dürfte die Beurteilung schon erleichtern. (Darauf spielt auch Andres ab).
     
  5. #4 Martens, 20.05.2014
    Martens

    Martens
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    Sofern die Zustimmung des Verwalters gem. §12 WEG notwendig ist (siehe Teilungserklärung) und / oder der Verwalter lt. Vertrag hierfür bzw. für die Bearbeitung eines Eigentümerwechsels eine Gebühr erheben darf... sehe ich da kein formales Problem.

    Christian Martens
     
  6. #5 PHinske, 20.05.2014
    PHinske

    PHinske Erfahrener Benutzer

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    Nun ja,
    also wenn der Themenstarter = Verkäufer nicht Wohnungseigentümer ist, sondern nur Inhaber von Stellplätzen ist bzw. war, wird man schon darüber debattieren können.

    Im Weiteren könnte man rechtlich noch prüfen, auf welcher Grundlage ein Verwalter gemeinschaftlichen Eigentums einem einzelnen (ehemaligen?) Eigentümer eine Rechnung schicken kann.

    Wenn ein Verwaltervertrag besteht, wird dieser nicht mit den einzelnen Eigentümern, sondern mit der WEG geschlossen sein. Und nur dann, wenn in diesem Verwaltervertrag eine Gebührenregelung wegen der Zustimmung enthalten ist, hat der Verwalter ein Recht auf diese Gebühr.

    Im nächsten Schritt könnte noch geprüft werden, ob nicht die WEG Rechnungsempfängerin sein müsste.

    Den verkaufenden Eigentümer sehe ich nur dann in der Zahlungspflicht, wenn es

    1.) eine konkrete vertragliche Regelung zwischen dem Verwalter und diesem einzelnen Eigentümer gibt oder
    2.) hierzu eine gültige Vereinbarung unter allen Eigentümern besteht oder
    3.) es eine rechtswirksame Beschlusslage gibt, die dem verkaufenden Eigentümer die Zusatzgebühr - außerhalb der normalen Jahresabrechnung - aufbürdet.

    Wenn die WEG die Gebühr im Verwaltervertrag vereinbart hat, kann es außerdem sein, dass die WEG auch die Gebühren zahlen muss. DANN würde die Zahlung vom Gemeinschaftskonto erfolgen und in der nächsten Jahresabrechnung verteilt werden müssen. Wenn der Verkäufer Glück hat, ist er dann schon nicht mehr grundbuchlicher Eigentümer.

    Soooo klar und sooooo einfach ist es also gar nicht.

    Zur Beurteilung fehlt also durchaus noch ein zu ergänzender Sachverhalt durch den Themenstarter.

    Zur Beurteilung des Arbeitsaufwands für den Verwalter würde ich außerdem noch in dessen Büro Einsicht nehmen in das (eine?) oder die (40?) Anschreiben des Gerichts.

    Hat der Verwalter nicht 40 Briefe zu schreiben, sondern nur EINEN, dann würde ich nicht von 40 Zustimmungen, sondern nur von einer ausgehen wollen.

    Leicht verdientes Zusatz-Geld für den Verwalter ist es allemal.
    Oder eben nur ein Versuch, besonders viel Geld für eine überschaubare Arbeit einzufordern.

    MfG, PHinske
     
  7. #6 Martens, 20.05.2014
    Martens

    Martens
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    lieber phinske,

    ich glaube, nein, ich bin mir sicher, daß Du nicht weißt, was eine Verwalterzustimmung gem. §12 WEG bedeutet. Das hält Dich aber nicht davon ab, auch hierzu viele Zeilen zu schreiben...

    Im Ausgangsbeitrag steht, daß jemand 40 Garagenstellplätze verkauft hat, die alle ein eigenes Grundbuch(blatt) haben, also offenbar 40 Teileigentume, die Sondereigentum darstellen.

    Was bitte ist denn "nur" ein "Inhaber von Stellplätzen"?
    Wo siehst Du denn bitte, daß Gemeinschaftseigentum verkauft wurde?
    Wie sollte das ein einzelner Eigentümer bewerkstelligen?
    Bitte nicht beantworten, die Fragen sind rhetorisch gemeint.

    Christian Martens
     
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