Kosten der Verwaltung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Yanina, 11.05.2010.

  1. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Hallo Liebe Forenteilnehmenden,

    obwohl die Anfechtung des WP 2009 und der Abrechnung 2008 aus der Versammlung aus 2009 noch nicht rechtsgültig vom Gericht abgeschlossen sind, hat unser Verwalter nun eine weitere Versammlung mit Beschlussfassung zu Abrechnung 2009 und WP 2010 einberufen.

    In der Abrechnung 2009 erscheinen mir die Verwaltungskosten sehr hoch. Laut Vertrag erhält der Verwalter eine Gebühr von x€ pro Monat und WE. Abgerechnet hat er allerding knapp 2 € pro Monat und WE mehr. Seine Begründung: der Vertrag gibt dies her, immerhin muss er ja die Abrechnungen der Minijobber erstellen. Die Gemeinschaft hat einen Hauswart und eine Reinigungskraft, die ihre Gehälter über die Verwaltung erhalten. Der Verwalter meint nun, dass dies Sonderleistungen sind, die er laut seines Verwaltervertrages in Rechnung stellen darf und dies nach 6 Jahren im Amt erstmalig für 2009 in Rechnung setzt.

    Eine Kopie des Verwaltervertrages habe ich trotz mehrfacher schriftlicher und mündlicher Aufforderung nicht erhalten. Auch über unseren Anwalt haben wir keine Kopie erhalten, dem Gericht wurde ebenfalls bis dato kein Vertrag vorgelegt (laufendes Verfahren aus 2009).

    Im WP 2010 ist wieder ein niedrigerer Wert angegeben (entsprechend den Werten der Vorjahre). Eine Erhöhung hat die Versammlung weder auf der Tagesordnung gehabt noch beschlossen.

    Müssen wir wieder das Gericht bemühen oder gbt es noch einen anderen Weg?

    BTW: normalerweise lädt die Verwaltung des kompletten Verwaltungsbeirat zur Kassenprüfung ein. Dieses Jahr hat der Verwalter allerdings nur drei von vier Beiräten eingeladen. Er wusste schon, warum er mich nicht einlädt ...
     
  2. AdMan

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  3. #2 pragmatiker, 11.05.2010
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    es ist vollkommen üblich, sonderleistungen gesondert abzurechnen. das sie auf nachfrage -ggfls. gg. erstattung der unkosten- allerdings keine kopie des verwaltervertrages bekommen, spricht nicht für einen guten verwalter.

    auch das er erneut beschlussfassung über eine im gerichtlichen verfahren befindliche angelegenheit ansetzt, ist lächerlich. es ist natürlich kein problem, diesen beschluss wieder negativ zu fassen. für einen vorausschauenden verwalter spricht ein solches verhalten allerdings nicht.
     
  4. Yanina

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    Für mich stellt sich allerdings die Frage, welche Sonderleistung genau bezahlt werden soll. Der Verwalter nannte die Erstellung der Gehaltsabrechnungen und andere Leistungen. Weder nennt der die genaen Leistungen noch gibt den Vertrag heraus, damit die Sachlage geklärt werden kann.

    Selbstverfreilich sollen Sonderleistungen gemäß des Verwaltervertrages bezahlt werden. Nur ist es für mich zum ersten Mal, dass ein Verwalter das Erstellen der Gehaltsabrechnung als Sonderleistung berechnet. zudem der Verewalter die Gemenschaft zuvor nicht informiert hat. Er greift in die Kasse und bedient sich.

    Obwohl ich Beiratsmitglied bin, bekomme ich nicht die vollständigen Unterlagen.
     
  5. #4 pragmatiker, 12.05.2010
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    einsichtsrecht in die unterlagen hat jeder eigentümer. tip: schriftlich auffordern und 3 termine vorschlagen, an denen sie können, verwalter soll ihnen mitteilen, welchen er nimmt oder selber einen voschlagen innerhalb der kommenden 1 oder 2 wochen.

    wenn er das nicht tut, würde ich klagen.
     
  6. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Im letzten Jahr war ich zur Buchprüfung bei ihm, er legte nur ausgewählte Unterlagen vor. Deshalb konnte ich als Berat nicht empfehlen, den Verwalter zu entlasten. Die Geienschaft hat trotz meiner Bedenken WP und Abrechnung genehmigt und den Verwalter entlastet.

    Im Rahmen der Anfechtung des WP 2009 und der Abrechnung 2008 haben wir mehrfach Akteneinsicht verlangt. Ebenso hat der Rchter ihn aufgefordert, die Unterlagen vorzulegen, er tut es nicht. Die Klage liegt mittlerweile vor dem Landgericht: der Mann ist sowas von resistend, das gibt es gar nicht.
     
  7. RMHV

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    Der Beirat hat die Abrechnung zu prüfen und eine Stellungnahme abzugeben. Er ist allerdings nicht Vormund der Eigentümer. Wenn die Eigentümer bei einem Beschluss der Empfehlung des Beirats nicht folgen wollen, ist das zunächst nicht zu beanstanden. Wer diesen Beschluss nicht akzeptieren will, wird den Weg der Anfechtung gehen müssen.


    Das hört sich nach Halbwahrheiten an...

    Wenn der Richter den Verwalter zu irgendetwas aufgefordert hat, dann muss es also einen Beschluss oder ein Urteil geben. In beiden Fällen gibt es Rechtsmittel. Werden die Rechtsmittel nicht ausgeschöpft, die Entscheidung also rechtskräftig, wäre der Verwalter selbstverständlich zur Herausgabe der Unterlagen zwingen. Nun soll Angelegenheit aber plötzlich beim Landgericht liegen. Das kann doch wohl nur bedeuten, dass Rechtsmittel eingelegt wurden und dass es noch keine rechtskräftige Entscheidung gibt.
     
  8. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Der Verwalter wurde vom richter im laufenden Verfahren aufgefordert, die Unterlagen einzureichen. In der mündlichen Verhandlung sagte der Verwalter, dass er die Unterlagen jederzeit vorlegen könne, sie aber gerade nciht dabei habe. der Richter vom AG ließ es auf sich beruhen und urteilte im Sinne des Verwalters. auf Anraten unserer Rechtsschutzversicherung sind wir dann eine Instanz weitergegangen. Wo ist da eine Halbwahrheit?
     
  9. #8 pragmatiker, 17.05.2010
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    @yanina: wie lautet denn der tenor des AG Urteils ?

    wer wurde wozu verurteilt bzw. welche klageforderung wurde abgewiesen ?
     
  10. Yanina

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    Wir haben die Beschlüsse zu ordnungsgeäßer Ladung, Abrechnung 2008 und WP 2009 angefochten. Unsere Begründung: in der Rücklage befinden sich deutlich weniger Gelder als ausgewiesen, Die Summe der ausgewiesenen Gesamtkosten ist um mehrere tausend Euro zu hoch und rechnerisch nciht nachvollziehbar, die Verwalterkosten höher als bisher, es konnte keine plausible Erklärung gegeben werden. Der Verwalter sagte lediglich, dass er die Verwaltungskosten gem. Verwaltervertrag berechnet habe. In der Versammlung sagte der Verwalter, dass der Wert der Instandhaltungsrücklage ein fiktiver Wert ist, den tatsächlichen Bestand wollte oder konnte er nicht belegen.

    Der Richter vom AG wies die Anfechtung zurück, ohne irgend welche Belege gesehen zu haben. Er schenkte den Worten der Verwaltung mehr Glauben als unseren belegten Missständen.
     
  11. #10 pragmatiker, 17.05.2010
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    das ist schwer zu glauben. die frage ist, worauf genau khaben sie geklagt ? auf einsicht in das rücklagenkonto ? auf rechnungslegung darüber ? oder haben sie nur einen beschluss angefochten ohne weitere ansprüche in die klageschrift aufzunehmen ?
     
  12. Yanina

    Yanina Erfahrener Benutzer

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    Wer das nicht selbst erlebt hat, glaubt es auch kaum. Wir haben beantragt, die Belege über das Rücklagenkontoi lückenlos vorzulegen.

    Nicht nur die Rechnungslegung über die Rücklagen, auch über die Reparatur- bzw. Instandhaltungskosten.


    Wir haben auch beantragt, dass ein Rechnungsprüfer in die Unterlagen schaut. Obwohl offensichtliche Fehler in der Abrechnung selbst für Grundschüler, die die Addition beherrshcen, erkennbar sind, ist der richter nicht auf unsere anträge eingegangen. Er hat die Anfechtung abgewiesen - so unglaublich das auch ist.
     
  13. #12 pragmatiker, 18.05.2010
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    nun, das wäre wirklich ein starkes stück. aber dafür haben sie ja die berufung.
     
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