Kosten einer außerordentl. Eigentümerversammlung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von Cookie, 10.11.2008.

  1. Cookie

    Cookie Benutzer

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    Hallo Forum,

    unsere 2er-WEG mit gerichtl. eingesetzem Verwalter muß dieses Jahr schon die 2.außerordentliche Eigentümerversammlung abhalten (vermutl. noch eine Dritte), die jedesmal 250 € kostet -davon 110 € für mich.

    Notwendig werden diese Versammlungen ausschließlich wegen meines Miteigentümers. Der weigert sich seit August, die für die Abrechnung 2007 und einen Wirtschaftsplan nötigen Unterlagen rauszugeben und zahlt die bisher 2 Sonderumlagen nicht. Ohne Wirtschafstplan darf der Verwalter ja keine Nebenkostenvorausszahlungen oder Sonderumlagen festlegen bzw. vollstrecken.

    Dadurch war die letzte Versammlung am 3.11. mit TOP Erstellung Abrechn. 07, Wirtschaftsplan 08/09 ergebnislos. Die nächste Versammlung am 27.11. ist nötig, damit der gleiche TOP nochmal für Beschlüsse angesetzt wird u. als 2.TOP Beschluß über Sonderumlagen. Erst nach diesen Beschlüssen darf der Verwalter ja vollstrecken bzw. die Herausgabe der Unterlagen einklagen.

    Ich würde gerne wissen, ob ich die Kosten für diese außerordentl. Versammlungen (deren Notwendigkeit ich ja nicht verschulde) irgendwie dem unwilligen Miteigentümer "aufdrücken" kann?

    Danke und Gruß von COOKIE :wink
     
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  3. #2 Eddy Edwards, 18.11.2008
    Eddy Edwards

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    Mir ist soweit nichts bekannt, dass Schadenersatz zu leisten ist. Es wird somit wohl ein zivilrechtliches Problem sein. Aber ein Anwalt sollte da Klarheit bringen.

    Wobei ich der Meinung bin, dass dem Verwalter keine zusätzliche Vergütung für die Durchführung von Versammlungen zusteht. Das trifft auch für die Durchführung von außerordentlichen Versammlungen zu. Es sei denn, es wurde eine besondere Vergütung mehrheitlich beschlossen.
     
  4. #3 pragmatiker, 18.11.2008
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    dies wird aber in aller regel im verwaltervertrag drin stehen. der verwalter wäre ja schön blöd, das nicht in den vertrag aufzunehmen. wer arbeitet schon gern mehr aber umsonst ? ausnahme: der verwalter hat die außerordentliche zu vertreten.
     
  5. #4 Eddy Edwards, 18.11.2008
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    Die Durchführung von Versammlungen gehört zu den Aufgaben eines Verwalters, der für seine Tätigkeiten eine Verwaltervergütung erhält. Eine zusätzliche Vergütung entfällt demnach eigentlich. Sollte sie doch enthalten und der Vertrag so beschlossen worden sein :ätsch

    Noch etwas anderes, was mir gerade zum Thema einfiel. Warum muss zur Übergabe der Unterlagen eine Versammlung einberufen werden??? Normalerweise ist das doch eine Eigentümerpflicht, welche im Verwaltervertrag enthalten ist.
     
  6. Cookie

    Cookie Benutzer

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    Die 250 € Gebühr für außerordentliche Versammlungen stehen im Verwaltervertrag. Ich finde das prinzipiell auch o.k., ist ja auch ziemlicher Mehraufwand.

    Die letze Versammlung war natürlich nicht, damit die Unterlagen dabei abgegeben werden :lol, sondern anhand der Unterlagen (auf die der Verwalter seit Juli wartet!) sollten Wirtschaftsplan 2008/2009 und die Abrechnung für 2007 erstellt werden. Nur sagt mein "lieber" Miteigentümer immer wieder die Aushändigung der Unterlagen dem Verwalter zu, macht es dann aber nicht! :motzki Ist mir schon klar, warum... :vertrag , er hat in der Feuerversicherung und Eigentümerhaftpflicht einfach auch sein direkt neben dem gemeinsamen Objekt liegendes Grundstück und Gebäude versichert und will von mir den halben Versicherungsbetrag... :party

    Daher war auch zur letzten Versammlung kein Wirtschaftsplan/ Abrechnung erstellt -ich finde, der Verwalter hätte sie kurzfristig absagen müssen.

    Mittlerweile hat der Miteigentümer die Unterlagen wohl endlich abgegeben -der Verwalter hatte mit gerichtlichen Maßnahmen gedroht. Die nächste Versammlung ist auf Anfang Dezember avisiert. Das gibt sicher ein Hauen und Stechen, da der Miteigentümer sich ja weigert, sich an den Heizkosten zu beteiligen, weil er ja kein Öl verbraucht habe... :stupid

    Ich bin gerade auch dabei, ihm einen handfesten Betrug an mir und Beihilfe zum Insolvenzbetrug nachzuweisen... er hat mich mit einer befreundeten Handwerksfirma kräftig übers Ohr gehauen und Geld an deren Insolvenzverwalter "vorbeigeschafft". Nun besitzt er auch noch die Dreistigkeit, mich auf "seinen Anteil" zu verklagen. Ich komm mir wirklich langsam vor, wie in einem Alptraum!

    Allerdings wird es auch für den Miteigentümer ein böses Erwachen wegen der Verwaltungskosten... im Vertrag stehen die Preise pro Einheit und er weiß sicher nicht, daß dies in der Abrechnung nach Miteigentumsanteilen geteilt wird -er hat fast 57%! :ätsch

    Gruß von COOKIE
     
  7. #6 Eddy Edwards, 18.11.2008
    Eddy Edwards

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    Das sehe ich auch so! So lange die Unterlagen nicht vorliegen, kann sich der Verwalter auch gar nicht damit beschäftigen. Und wenn man - entschuldige bitte - aber so einen Sauhaufen übernimmt, wird man auch erstmal eine Zeit benötigen um sich in die Unterlagen durchzuwühlen um dann auch noch ein Abrechnung zu erstellen und einen Wirtschaftsplan zu erstellen. Somit bleibt eigentlich genügend Zeit auch kurzfristig eine Versammlung einzuberufen.

    Ein Schelm der jetzt wieder denkt, der Verwalter hat das leicht verdiente Geld im Hinterkopf gehabt...

    Warum werden nach Einheiten festgelegte Verwaltergebühren nochmals nach Eigentumsanteilen aufgeteilt?
     
  8. Cookie

    Cookie Benutzer

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    "Sauhaufen" ist das richtige Wort!!! :lol Eine Sau und ein Haufen Elend (ich :heul )...

    Ich konnte mir echt auch nicht vorstellen, daß ein einziger unwilliger (psychopathischer) Miteigentümer eine WEG so dermaßen auflaufen lassen und blockieren kann... aber Recht haben und Recht kriegen heißt im Immobilienrecht leider monatelang warten und genau darauf spekuliert der Idi! :motzki

    Er zögert alles -egal was, denn ihm gehts nur ums "Ärgern" - bis zum letzten Moment, sprich bis knapp vor die gerichtliche Auseinandersetzung hinaus, kostet jedesmal Wochen bis Monate Zeit. Ich will mit dem Verwalter sprechen, daß der sich in Zukunft nicht mehr so lange hinhalten lässt, sondern gleich Fristsetzung und dann Klage.

    Das mit der Aufteilung der Verwalterkosten nach Miteigentumsanteilen, auch wenn im Verwaltervertrag der Preis pro Einheit steht, ist so rechtens. Bei uns verweist die Teilungserklärung nur aufs Gesetz und es gibt keine Gemeinschaftsordnung. Daher werden die Verwalterkosten (wie alle anderen Betriebskosten außer Heizung) nach ME berechnet, so wie es in WEG §16 steht:

    (2) Jeder Wohnungseigentümer ist den anderen Wohnungseigentümern gegenüber verpflichtet, die Lasten des gemeinschaftlichen Eigentums sowie die Kosten der Instandhaltung, Instandsetzung, sonstigen Verwaltung und eines gemeinschaftlichen Gebrauchs des gemeinschaftlichen Eigentums nach dem Verhältnis seines Anteils (Absatz 1 Satz 2) zu tragen.

    Ein Verwaltervertrag kann ja nicht §16 oder die Teilungserklärung, die darauf verweist einfach "aushebeln". Für einen anderen Verteilungsschlüssel wäre eine (einstimmige) Vereinbarung aller Miteigentümer nötig. So sehe ich das jedenfalls...

    Bin echt gespannt auf die Versammlung. Der Miteigentümer hat mit weißer Farbe einfach eine Stellplatzmarkierung auf den Hof gemalert (Gemeinschaftseigentum!) und ein TOP ist die Entfernung der Malerei... :lol

    Ich glaube, ich werde später mal ein Buch über die ganze Sache schreiben... weiß nur nicht, ob ich das dann als Drama, Krimi oder Tragödie bezeichnen soll... :?

    Gruß von COOKIE
     
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