Kosten für "Altlasten"

Diskutiere Kosten für "Altlasten" im WEG - Allgemeine Fragen Forum im Bereich Wohnungseigentum; Hier das versprochene Schmankerl: In unserer WEG sind viele Wohnungen noch nicht verkauft. Der Eigentümer ist in diesen Fällen Immeo bzw...

Luise

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Hier das versprochene Schmankerl:

In unserer WEG sind viele Wohnungen noch nicht verkauft. Der Eigentümer ist in diesen Fällen Immeo bzw. Nachfolgeunternehmen.

Eine Nachbarin 3 Häuser weiter, die ihre Wohnung nicht gekauft hat (also "Immeo"-Mieterin), hat ein Geräusch-Problem im Schlafzimmer. Knackende Geräusche, sobald dort die Heizung an ist. Die Rohre liegen über Putz u. die Decken sind abgehängt (Altbau, vom Vermieter seinerzeit so saniert). Der Schaden ist Immeo seit 2 Jahren bekannt, wurde aber nicht behoben. Die Handwerker, die damals vor Ort waren, wurden aus unbekannten Gründen zurückgepfiffen.

Nachdem die Dame nun erstmal vor Gericht erfolgreich eine im Verhältnis zu den anderen Mietern überhöhte Mieterhöhung abgewendet hat, kam als nächster Schritt die Androhung einer Mietkürzung wg. dem o.g. Schaden. Flugs kamen wieder Handwerker u. der zuständige Immeo-Bauleiter ins Haus. Altes/neues Ergebnis: Spannungen im Bereich abgehängte Decke, was bei Erwärmung der Heizungsrohre zu dem Knacken führt. Das Ganze soll jetzt gemacht werden. Wird wahrscheinlich recht umfangreich. Wohnung eins tiefer ist auch betroffen.
Bei der Besichtigung hat der Bauleiter u.a. erwähnt, dass die Eigentümergemeinschaft informiert werden müsste, da sie "mit im Boot" sei.

Frage:
Ist die WEG tatsächlich mit im Boot? Ich denke eher nicht! Der Schaden besteht (nachweislich) seit 2 Jahren. Die WEG besteht erst seit 01.10.2005. Behebung des Schadens wurde verschleppt und jetzt soll die WEG dafür gerade stehen? Wie seht Ihr das?

LG
Sabine *dergradmalwiederderKammschwillt*
 
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Capo

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Die Heizung ist nunmal die Gemeinschaft gefragt. Die abgehängte Decke ist jedoch dem eigentümer. Trotzdem muss die Gemeinschaft gefragt werden, weil der Heizungsteil Gemeinschaftseigentum ist.
 

Luise

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Danke für die Info, Capo. Ist soweit schon klar, aber es geht hier ums Prinzip.
Uns ärgert, dass der Schaden bereits seit 2 Jahren besteht, der damalige einzige Eigentümer (Fa. Immeo) dies wusste, Reparaturarbeiten ohne bekannten Grund gestoppt wurden und der Schaden erst jetzt (1 Jahr, nachdem die Wohnungen in Eigentumswohnungen gewandelt wurden) zu Lasten der Gemeinschaft beseitigt werden soll. Da wurden Reparaturen verschleppt, um die Kosten der später begründeten Gemeinschaft anteilig aufzubrummen.

LG

Sabine
 

Martens

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moin Sabine / Luise,

wenn man eine Wohnung im Altbau kauft, erwirbt man immer auch die Altschäden mit - so ärgerlich das natürlich ist, aber es ist eben eine gebrauchte Immobilie.

Solange mit solchen Mängeln keine im Kaufvertrag zugesicherten Eigenschaften verletzt werden, haben die Erwerber für die notwendige Instandhaltung zu sorgen.

hoffe geholfen zu haben,
Christian Martens
 

ZIM-Verwalter

Meine Auffassung ist, dass der damlaige Eigentümer (Immo) von dem Schaden wusste und diesen (viell. aus Kostengründen) nicht beheben alssen hat, um die baldige neugegründete Eigentümergemeinschaft "bluten" zu lassen.

Es wäre interessant zu wissen, ob die betroffene Mieterin diesen Mangel schriftlich dem Vermieter gemeldet hat und ggf. Mietminderung geltend gemacht hat.

Weil der Mieter hat einen Anspruch auf Beseitigung eines Mangels.

Die Immo hat somit eine Pflichtverletzung vollzogen.

Solch einen ähnlichen Fall behandelt unser Hausjustizia derzeit.

VG aus Düsseldorf
 

Immo-Man

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Hallo Sabine, ich schließe mich den Vorgängern an; Du hast einen Altbau gekauft und somit erstmal auch die Mängel.

Es wäre jetzt an der ETG zu beweisen, dass der verkäufer vorher schon von den Mängeln Kenntnis gehabt hat.

Da habt Ihr Euch aber einen netten Verkäufer/Miteigentümer/Verwalter.... was ist die Fa. Immeo denn noch alles - eingehandelt!

Wenn keine Einladung zur versammlung erfolgt, würde ich den Schritt zum A`Gericht gehen und eine Notverwaltung beantragen.

Viel Erfolg

Euer Immo-Man
 

Luise

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Original von ZIM-Verwalter
Meine Auffassung ist, dass der damlaige Eigentümer (Immo) von dem Schaden wusste und diesen (viell. aus Kostengründen) nicht beheben alssen hat, um die baldige neugegründete Eigentümergemeinschaft "bluten" zu lassen.

Es wäre interessant zu wissen, ob die betroffene Mieterin diesen Mangel schriftlich dem Vermieter gemeldet hat und ggf. Mietminderung geltend gemacht hat.

Weil der Mieter hat einen Anspruch auf Beseitigung eines Mangels.

Die Immo hat somit eine Pflichtverletzung vollzogen.

Solch einen ähnlichen Fall behandelt unser Hausjustizia derzeit.
Immeo weiß - nachweisbar - seit 2 Jahren von dem Schaden und hat ihn rausgezögert (s. Eingangspost).

LG
Sabine
 

Luise

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Original von Immo-Man
Da habt Ihr Euch aber einen netten Verkäufer/Miteigentümer/Verwalter.... was ist die Fa. Immeo denn noch alles - eingehandelt!

Okay, ganz von vorn:
Gaaaanz früher waren das hier Werkswohnungen von Fa. Krupp. Dieser Bereich wurde später in Krupp-Hoesch-Immobilien umbenannt und ging dann nochmal in Thyssen-Krupp über.
Vor ein paar Jahren hat Thyssen-Krupp den Immobilienbereich an ein Konsortium - bestehend aus Morgan Stanley, Sparkasse u. der Corpus-Gruppe - verkauft, welches ab da unter dem Namen Immeo auftrat. Für die Mieter lief alles weiter wie immer. Bis auf "Einzelschicksale" gab es wirklich keine Verschlechterungen.

In 2005 wurde mit dem Verkauf eines Teils der Mietwohnungen im Ruhrgebiet begonnen. Corpus bekam den Auftrag, im Lauf der nächsten Jahre die rund 40.000 Immeo-Mietwohnungen nach und nach alle zu vermarkten. Unser Block war ab Sommer 2005 dran. "Unsere" WEG hier wurde dann zum 01.10.05 begründet.
Immeo wurde gesplittet in Immeo=Wohnen (für Mieter) und Immeo-Service (Verwalter der Eigentumswohnungen). Also alles unter einem Konzern-Dach, aber aufgrund der recht problemlosen Vorgeschichte (wir wohnen seit 18 Jahren hier) für uns zunächst okay (die Feinheiten kommen immer erst später, wie man sieht...).

Da der Verkauf hier nicht gut läuft, ist Immeo in unserem Block noch Eigentümer von 90 % der Wohnungen. Der Rest ist in privater Hand (überwiegend ehem. Mieter). Somit wird der Gang vor Gericht (wg. der noch immer fehlenden 1. WEG-Versammlung) mit einem von allen Eigentümern unterzeichneten Schreiben schwierig. Ist ja alles ein Konzern. Man wird sich intern keine Schwierigkeiten machen wollen.

Die neueste Entwicklung (erst seit kurzem bekannt) macht uns noch hellhöriger:
Immeo=Wohnen verkauft gerade seine gesamte Immobiliensparte (also die noch-Mietwohnungen u. die nicht verkauften Eigentumswohnungen) an einen franz. Reit-Fonds. Heißt DRL, glaub ich (besonders nett: die Morgan-Stanley-Gruppe ist wiederum auch Teilhaber an DRL. Da wird also mal wieder umgeschichtet). DRL geniesst wiederum den Ruf, mit minimalem Aufwand den max. Ertrag rauszuholen. Und DIE sind dann natürlich als Miteigentümer/Immeo=Wohnen-Nachfolger in unserer WEG erst mal mit im Boot.
Dieses ganze hin u. her wirft viele Fragen auf. Bei uns und auch bei den Mietern hier. Oder auch bei den Mitarbeitern vom Immeo-Konzern (die z.B. nicht wissen, ob sie nächstes Jahr noch 'nen Job haben). Keiner weiß, was kommt. Deshalb vermuten wir mittlerweile, dass Immeo-Service als Verwalter der WEG schlicht und einfach bewusst verzögert, bis alles im (noch)Immeo-Konzern geklärt ist.
Ist zwar irgendwie verständlich, aber das hilft uns mit unserem bescheidenen Anliegen (endlich mal die längst überfällige 1. WEG-Versammlung) nicht weiter. Man hätte sich ja mal überwinden können, die Einzel-Eigentümer zu informieren, warum es Verzögerungen gibt. Aber echte Informationen kommen nicht.
Mittlerweile überlegen wir, ob wir nicht erst mal einen Fachanwalt für WEG-Recht zu Rate ziehen.

LG
Sabine
 
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