Kosten Glasfaseranschluss einzelne Wohnungen

Diskutiere Kosten Glasfaseranschluss einzelne Wohnungen im Modernisierung und Sanierung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Moin Moin allerseits, mir stellt sich gerade folgende Frage. Mein Mehrfamilienhaus wird zukünftig per Glasfaser angeschlossen. Die Kosten für...

  1. Nessy

    Nessy Neuer Benutzer

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    Moin Moin allerseits,

    mir stellt sich gerade folgende Frage.
    Mein Mehrfamilienhaus wird zukünftig per Glasfaser angeschlossen. Die Kosten für den Hausanschluss übernimmt der Betreiber des Netzes.
    Die Kosten der Verkabelung von Hausanschluss bis zu den einzelnen Dosen in den Wohnungen liegt allerdings beim... Ja bei wem eigentlich?
    Wie läuft das mit den Kosten für die Verkabelung bis in die einzelnen Wohnungen? Hier werden mindestens RJ45 Kupferkabel verlegt werden müssen inkl. Dosen und Unterverteilung wie Patchfeld und Switch da aktuell keine Netzwerkverkabelung im Haus vorhanden ist. Ggf. würde ich sogar jeweils Glasfaser direkt bis in die Wohnungen legen lassen wollen. Sicher ist sicher.
    Aber bei wem liegen die Kosten? Werden die Kosten für die Hausverkabelung durch 3 (3 Wohneinheiten) geteilt? Liegen die Kosten zu Lasten des Vermieters & Eigentümers?
    Ggf. relevante Info, aktuell ist es bereits möglich VDSL in den einzelnen Wohnungen zu buchen ohne das etwaige Arbeiten vorgenommen werden müssen. Hier sind Bandbreiten bis 100 Mbit möglich.
    Mit dem Glasfaseranschluss sind dann garantierte 1.000 Mbit möglich, mit der Möglichkeit zukünftig noch höhere Datenraten zu erreichen.

    Klar, die Technik bleibt vorhanden falls die Mieter einmal ausziehen sollten ws vorteilhaft für den Wert der Wohnung und den Vermieter ist. Auf der anderen Seite ist die höhere Bandbreite Luxus und reines Privatvergnügen da bereits ein Breitbandanschluss vorhanden ist.

    Über Unterstützung bei der Fragestellung würde ich mich freuen :-)

    Gruß & Dank

    Nessy
     
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  3. Andres

    Andres
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    Willst du das oder musst du das? Wenn man nicht muss, dann stellen sich diese ganze Fragen doch gar nicht ...


    Davon halte ich nichts. Welche Anforderungen an eine zukünftige Verkabelung zu stellen sein werden, ist völlig offen. Wer zukunftssicher planen möchte, verbaut Leerrohre. Da kommt dann genau das Kabel rein, das man aktuell braucht.


    RJ45 = Stecker. Kabel ist etwas anderes.


    Beim Eigentümer, bei wem denn sonst? Deshalb würde ich das auch nicht machen, wenn es nicht zwingend erforderlich ist. Man könnte die Kosten als Modernisierung auf die Mieter umlegen, aber bis man da sein Geld wieder sieht, dauert es eine halbe Ewigkeit, und ob die höhere Miete z.B. auch nach einem Mieterwechsel noch durchsetzbar ist, dürfte auch unklar sein. Bleibt als Alternative, dass man mit den Mietern, die einen solchen Anschluss wollen, eine Vereinbarung über die zukünftige Miethöhe trifft. Erfahrungsgemäß besteht dann aber kein Interesse mehr.


    Wozu soll das (in einer Wohnung) gut sein? Netflix in 4K benötigt gerade einmal 25 MBit/s. Das VDSL 100 könnte ein 4-Personen-Haushalt so ganz theoretisch ausgelastet bekommen. Also, falls man 4 UHD-Endgeräte hätte ...
     
  4. Nessy

    Nessy Neuer Benutzer

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    Hi Andres,

    vielen Dank für deine Antwort.
    Der Hausanschluss wird in jedem Fall gemacht, und meine Wohnung (die sich auch in dem Haus befindet) entsprechend verkabelt (Planung ausstehend).
    Der aktuelle VDSL Anbieter hat Monopolstellung und ruft für seine 50 Mbit 50€ monatlich auf. Der Glasfaseranbieter ruft 45€ auf, beginnend bei 300 Mbits.
    Meine Mieter haben ebenfalls bei dem Anbieter Glasfaser bestellt, der im Laufe des Jahres ausbauen wird. Das heißt meine Mieter haben bereits einen Vertrag mit dem Anbieter, obwohl noch garkeine Anschlüsse vorhanden sind.
    Der Hausanschluss geht auf Kosten des Providers welcher auch 20m Kupferkabel im Haus bis in die Wohnungen legt. Die Kabelwege müssen aber bereits komplett vorhanden sein, und 20m werden hier nicht reichen.
    Die Frage ist eben nur wer zahlt die Verkabelung im Haus.
    Schließlich möchte der Mieter ja das Glasfaser, obwohl er bereits 100Mbit nutzen könnte.

    Gruß & Dank
    Nessy
     
  5. #4 Aktionär, 17.02.2020
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    Hallo!

    Wie kommen die Mieter denn dazu? Hat der Provider so gut für sein Produkt geworben, dass man abschließt ohne zu wissen ob man das Produkt am Ende auch nutzen kann, oder hat der Vermieter suggeriert, dass er für die notwendige Verkabelung sorgt um das Produkt zu nutzen? Kommt mir etwas spanisch vor das Ganze.
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 17.02.2020
    ehrenwertes Haus

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    Einen Vertrag mit oder ohne dem Glasfaseranschluß?
     
  7. #6 Immofan, 17.02.2020
    Immofan

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    Das mit dem Vertrag klingt wirklich lustig. Wenn Du Glück hast brauchst Du nichts zu unternehmen und der Anbieter muss alles selbst zahlen...

    Wegen dem Kupferkabel: Verwendet wird wahrscheinlich Cat7 Kabel. 100m gibts für ca. 50€. Damit kann man dann auf kurzen Strecken bis zu 10GBit, also der 10fachen angebotenen Geschwindigkeit nutzen. Allerdings erst, sobald sich ein Standard zb. für die Stecker durchgesetzt hat. Bis dahin funktionieren 1000MBit zu einem attraktiven Preis.

    So gesehen braucht man die Glasfasern nicht wirklich bis in die Wohnungen und das Angebot des Dienstleisters klingt vernünftig. Zumal sich Glasfaserkabel nicht ganz so gut verlegen lässt wie Kupfer (benötigt größere Radien in Kurven).
     
  8. Andres

    Andres
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    Und wie lange muss man diese 5 € monatlich "sparen", bis man die Umbaukosten wieder drin hat? Das ist doch eine Milchmädchenrechnung.

    Sofern hier noch nichts zugesagt ist, sehe ich überhaupt keine Verpflichtung für den Vermieter. Wenn man den Mietern hier unbedingt entgegenkommen möchte, würde ich das von einer Mieterhöhung abhängig machen, die innerhalb weniger (vielleicht 3-5?) Jahre die Kosten dieser Maßnahme einspielt. Und dann wird der Mieter kein Interesse mehr haben, weil er monatlich nicht mehr 5 € spart sondern 20-30 € drauflegt. Die ganze Sache ist völlig unnötig.
     
  9. #8 JaWo, 29.02.2020
    Zuletzt bearbeitet: 29.02.2020
    JaWo

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    Mahlzeit zusammen,

    interessantes Thema, da ich in der Glasfaser Branche in der Planung und als Projektleiter eines Unternehmens tätig bin.

    Kurz und knapp. Der Vermieter muss dem Ausbau NE3 nicht zustimmen. Durch die Geundstückseigentümereeklärung gibt er jedoch das „förmliche Go“ für den Netzausbauer.Die Kosten des NE3 Ausbaus trägt bis zu einer Hausanschlusslänge von 10m der spätere Netzbetreiber.

    Im Vorfeld des Ausbaus wird überprüft, ob die NE4 als FTTH, oder nur als FTTB möglich ist. Zukunftssicher ist FTTH und sollte aufgrund des steigenden Bandbreitenbedarfs in Erwägung gezogen werden.

    Der Mieter kann im Zuge des Ausbaus einen Vertrag mit dem Betreiber (Glasfaser) abschließen.

    Hinweis: nach TK Gesetz, kann ein NE3/NE4 Ausbau auch ohne Zustimmung des Vermieters stattfinden. Der Vermieter hätte im Falle des Falles kein Mitspracherecht.

    Kosten des NE4 Ausbaus trägt entweder der spätere Netzbetreiber, oder der Vermieter. Bei uns ist es meist zu Lasten des Netzbetreibers (ca 200€ mit dem Rahmenvertragspartner).

    Das ist faktisch falsch. Dafür gibt’s Biegeoptimierte Glasfaserkabel.
     
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