Kostenübernahme

Diskutiere Kostenübernahme im Übergabe Ein- oder Auszug Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Moin! Habe nach längerer Zeit mal wieder eine Wohnungsübergabe gemacht. Leider vergesse ich auch immer viel. Im Protokoll festgehaltene Mängel...

  1. Firefighter

    Firefighter Erfahrener Benutzer

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    Moin!
    Habe nach längerer Zeit mal wieder eine Wohnungsübergabe gemacht. Leider vergesse ich auch immer viel.
    Im Protokoll festgehaltene Mängel sind ein nicht mehr zu öffnendes Velux-Dachfenster (was evtl. sie Stockflecken im DG-Bad begünstigt hat), sowie eine Moccafarben gestrichene Wand. In letzterer wurden Löcher zugespachelt und dann überpinselt, sieht leicht scheckig aus.
    Kann man den Mieter für das Fenster überhaupt irgendwie verantwortlich machen (das ist nicht böse gemeint) oder ist es von vornherein ein Vermieterproblem?
    Die Farbe der Wand.....ist laut ihm ein helles braun und somit zulässig. Mag sein, ist aber nicht fachgerecht, sondern scheckig.
    Nach Abzeichnung des Protokolls habe ich festgestellt, dass div. Plissees verbaut waren und die Dichtung an den Stellen eingedrückt ist. Sollte das nicht weiter schlimm sein, wäre es mir egal. Gibt es da Erfahrungswerte?
    Die Betätigungsplatte der Klospülung.....ist bei Betätigung in sich zusammengefallen. Wie auch immer man das hinbekommt, aber da glaub ich schon, dass es im Rahmen der Kleinreperaturregelung unter den Kostenübernahmepunkt des Mieters fällt. Die dreckigen Fenster hab ich mal aus Harmoniegründen nicht weiter ausgeführt.
    Bin für eure Meinungen dankbar!

    Grüße
     
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  3. Andres

    Andres
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    Wenn es der Mieter nachweislich kaputt gemacht hat, muss er auch zahlen. Also die Ursache klären und dann entscheiden, ob man die Kosten einfordert.


    Die Frage nach "fachgerecht" stellt sich nur, wenn der Mieter Schönheitsreparaturen überhaupt schuldet. Tut er das? Ansonsten führt der Weg höchstens über übermäßige Abnutzung und das ist meist ein eher schwieriges Unterfangen.


    Ich verstehe den Sachverhalt nicht. Fenster? Türen? Und wie drückt ein Plissee in die Dichtung?


    In Glaubensfragen soll der Papst unfehlbar sein. :engel005:

    Die Betätigungsplatte der Spülung und den zugehörigen Mechanismus zähle ich bedenkenlos zu den Einrichtungen, bei denen Schäden grundsätzlich zu den Kleinreparaturen zählen. Bleibt die Frage, was die Reparatur kostet und ob im Mietvertrag eine geeignete Klausel enthalten ist.
     
  4. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Keine Ahnung, ob ich mehr verstehe als du, @Andres, aber es gibt diese Dinger doch auch zum Einhaken in/an den Fensterrahmen. Das Ende des Hakens/Winkels, welches um den Fensterrahmen greift, könnte dann die Dichtung berühren/eindrücken.
    Könnte.
    Vielleicht so. Vielleicht aber auch ganz anders.

    Google-Zufalls-Beispiel: [​IMG]
     
  5. Firefighter

    Firefighter Erfahrener Benutzer

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    Danke schonmal für die Rückmeldungen.
    Zugrunde liegt ein Haus- und Grundmietvertrag. Die sind ja eigentlich immer konform, was die Rechtssprechung betrifft.
    Somit stellt sich die Frage, ob die Farbe als Helle Farbe zulässig ist (habe da mal was von Erdtönen gelesen...) und wenn ja, ob man den Zustand so hinnehmen muss (scheckig). Sie muss in diesem Zustand auf jeden Fall gepinselt werden.
    Bei dem Fenster wird sich vermutlich schwer nachvollziehen lassen, ob es durch Fehlbedienung passiert ist, oder ein Teil ermüdet ist. Hätte ich auch so hingenommen, aber was mich ärgert ist das Insektennest hinter der Lüftungsklappe. Ich vermute somit, dass das Fenster schon länger nicht mehr geöffnet wurde, sonst wäre das nicht mehr dort. Demzufolge vielleicht die Stockflecken an der Decke, bei denen man jetzt auch nicht weiß, ob sie durch mangelndes Lüften entstanden sind oder durch unzreichende Lüftungsmöglichkeiten.
    Da er aber Fotos zum Einzugstermin gemacht hat, wo man schon leichte Fleckenbildung sieht (ich an seiner Stelle hätte dies gleich bemängelt, dann wäre ich nämlich auch schon tätig geworden), nehme ich das komplett auf meine kappe und werde die Paneele durch Feuchtraumrigips ersetzen und einen Lüfter ins Dach setzen.

    Bei den Plissees entschuldige ich für meine mangelhafte Erklärung des Sachverhaltes. Wie schon richtig vermutet handelt es sich um Modelle, die über der Dichtung festgeklemmt werden. Da ich die Fenster nun selber geputzt habe, ist mir aufgefallen, dass die Dichtung an diesen Stellen platt ist. Es handelt sich aber um eine ohne Profil, sie sieht aus wie eine Schnecke aus Silikon. Kann man vermutlich notfalls durch Meterware ersetzen. Hier fehlen mir einfach die Erfahrungswerte, ob man das überhaupt merkt. Ich möchte die Kirche schon im Dorf lassen.

    Zur WC Spülung äußerte er sich gerade dahingehend, dass sie schon zum Zeitpunkt des Einzugs defekt gewesen sein soll. Hat dies aber nie bemängelt. Ich habe sie einmal betätig, und der Sparschalter, welcher mit Panzertape rückseitig befestigt war, ist mir gleich entgegen gekommen. Kostenpunkt knapp 40,-, aber es kommt ja immer eines zum anderen. Dies ist für mich eigentlich der einzige Punkt, der relativ eindeutig unter die Kleinreparaturklausel fällt.
     
  6. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Schön wäre es.

    Ich befürchte, dass sich die Vorlagen nicht von selbst zerstören, wenn am Tag X irgendeine Änderung in Kraft tritt.

    Und außerdem: Wenn ich jetzt etwas (gültig) vereinbare, heißt das ja noch lange nicht, dass das in 2 Jahren nicht für ungültig erklärt werden kann. Dann war das Vertragsformular mal "konform", ist es aber zu dem Zeitpunkt dann nicht mehr.
     
  7. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    ... oder durch feuchte Wände oder oder oder ...
     
  8. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Du willst ernsthaft wegen 40,-€ streiten (und das Risiko eingehen, dass du die Schuld dann doch nicht zweifelsfrei beweisen kannst)?

    Mach neu das Ding - auf deine Kosten. Und freu dich darüber, dass du sicher weißt, dass das Ding beim Start des kommenden Mietverhältisses neu war (und vermutlich/hoffentlich erst mal Ruhe an dieser Front herrscht).
     
    immodream gefällt das.
  9. #8 Papabär, 04.12.2019 um 17:45 Uhr
    Zuletzt bearbeitet: 04.12.2019 um 17:57 Uhr
    Papabär

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    Wie lange hat der Mieter denn da drinnen gewohnt?

    Das kommt darauf an. Grundsätzlich ist der Vermieter zwar verpflichtet die Mietsache in einem vertragsgerechten Zustand zu erhalten, wenn man dem Mieter jedoch ein Verschulden nachweisen kann, könnte man sich den Schaden natürlich ersetzen lassen. Weiterhin ist der Mieter auch verpflichtet, auftretende Mängel unverzüglich beim Vermieter anzuzeigen. Wenn man jetzt - z.B. anhand der Stockflecken (?) plausibel machen kann, das der Mieter dieser Meldepflicht nicht nachgekommen ist, könnte man den dadurch entstandenen (zusätlichen) Schaden ebenfalls geltend machen.


    Was immer Du uns damit auch sagen willst ...


    So weit so richtig ... allerdings immer vorausgesetzt, das eine solche Kleinreparaturklausel auch wirksam vereinbart wurde.
    Außerdem wird man bei den Materialkosten noch den sog. "Neu-für-Alt"-Abzug anbringen müssen ... d.h. der Mieter muss hier nur für den Zeitwert einstehen. Ich habe keine Ahnung, welche Lebenserwartung für so eine Drückerplatte dabei angesetzt wird, aber je nach Alter kann der Restwert auch bei 0,- € liegen. Dann blieben lediglich die Montagekosten über - und da muss man schauen, ob der Aufriss sich überhaupt lohnt.



    Edit: Wegen eines zwischenzeitig aufgetretenen Abwasserschadens verzögerte sich das Absenden d. Posts um etwa 3 Stunden. Ich wollte jetzt aber nicht alles neu schreiben.
     
  10. Firefighter

    Firefighter Erfahrener Benutzer

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  11. Papabär

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    Hab´sch aufgrund des Bildes aus #3 bereits verstanden. Wollte aber meinen schönen Betrag nicht nochmal neu schreiben, nur weil sich während meiner mentalen Abwesenheit hier die eine oder andere Aktualisierung ergeben hat.
     
  12. Andres

    Andres
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    Nein. Auch Haus und Grund kann die Rechtsprechung nicht immer antizipieren. Da wir uns hier u.a. um Schönheitsreparaturen drehen: Dass der BGH Quotenabgeltungsklauseln insgesamt kassieren würde, hat auch die meisten Vorlagen von Haus und Grund hart getroffen.


    Das klärt dann ein Richter. Offensichtlich ist helles braun ein Grenzfall. Der Farbton selbst wird wahrscheinlich noch als ausreichend neutral gelten, damit bleibt die Frage, ob die Wand hell genug ist. Das können wir hier im Forum kaum klären.


    Wenn die Schönheitsreparaturen nicht fällig oder nicht wirksam vereinbart sind, hätte der Mieter noch nicht einmal die Löcher spachteln müssen. Genau deshalb die Frage.


    Nicht bei einer Kleinreparatur.
     
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