Kredit für neues Eigenheim auf Mietobjekt schreiben?

Diskutiere Kredit für neues Eigenheim auf Mietobjekt schreiben? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo, ich suche noch nach der richtigen Fragestellung um die Antwort zu finden ;-) Folgendes: das aktuelle Eigenheim soll vermietet werden und...

  1. AmSo

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    Hallo,

    ich suche noch nach der richtigen Fragestellung um die Antwort zu finden ;-)

    Folgendes: das aktuelle Eigenheim soll vermietet werden und ein neues Objekt soll beschafft werden.
    Um das bisherige nicht verkaufen zu müssen, wird ein Kredit benötigt, ist es nun möglich die Zinsen für diesen Kredit steuerlich abzusetzen bzw. kann ich Kapital aus der Bestandsimmobilie nehmen, in form eines Kredits, um das in das neue Objekt zu investieren?
    Steuerlich ist es ja totaler quatsch das Mietobjekt abbezahlt zu haben und das Objekt, in dem man wohnt, ist verschuldet, das hat der Gesetzgeber doch bestimmt irgendwie geregelt. Bzw. dafür muss es doch eine Lösung geben?

    Danke.
     
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  3. Andres

    Andres
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    Nein. Der Kredit ist durch die private Lebensführung verursacht, daher sind sie Zinsen keine Werbungskosten.
     
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  4. #3 Woidbea, 05.11.2019
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    Hallo AmSo,

    in Deiner Konstellation könnte an den Ehepartner verkauft werden, falls vorhanden und dem Partner "vertraut" wird. Das geht im Innenverhältnis zwischen sich vertrauenden Ehepartnern beim Notar relativ einfach, da nicht das volle Programm abgefahren werden muss (Auflassung, Kontrolle, etc.). Auch Grunderwerbssteuer wird dabei zwischen Eheleuten (glaube ich!) nicht fällig.

    Der Verkauf kann auch von Teilen erfolgen, sprich falls Ihr zu zweit aktuell Eigentümer wärt dann Deine 50% an den Partner.

    "Pferdefuß" an der Geschichte: der Eigentumsübergang erfolgt hier tatsächlich. Solange man zusammen bleibt kein Thema aber im Scheidungsfall sehr wohl.

    Und es muß Geld fließen, sprich nachvollziehbar über Konten laufen.

    Kann eine elegante Konstellation sein, wenn man sich der Nebeneffekte bewußt ist. Der Steuerberater Deines Vertrauens ist hier vor (!!!!) dem Kauf der richtige Gespächspartner und sein Geld mehr als wert. 8o)

    Schönen Gruß

    Woidbea
     
  5. #4 taxpert, 05.11.2019
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    Wenn Du uns jetzt noch verrätst, wo die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit (außer Seuern sparen!) in der Konstellation liegt, um aus dem §42 AO rauszukommen, bekommst Du die Ehrenmigliedschaft beim Bund der Steuersparer!

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  6. #5 Woidbea, 05.11.2019
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    Ich bin kein Anwalt o.ä. aber der §42 AO ist gut. Kennen den die "Kollegen" von Google & Co auch? ;o)

    Mit dem im Hintergrund bräuchte es wahrscheinlich noch eine Selbständigkeit und evtl. dazugehörige Vermietung innerhalb der Partnerkonstellation.

    Aber unterm Strich bleibe ich bei meiner Aussage: mit dem Steuerberater reden bevor(!) was gemacht wird. Selbst wenn da ein "darfst Du nicht" rauskommt.
     
  7. #6 taxpert, 05.11.2019
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    Das musst Du die schon selber fragen! Viel wichtiger ist es aber, dass die Kollegen im FA den sehr gut kennen und daher praktisch alle deine Konstrukte ...
    ... zu Fall bringen werden!

    Ganz ehrlich? Die meisten Internetseiten, die "tolle Steuertipps" anbieten leben schlicht von den "clicks" und "likes", die Leute wie Du produzieren! Eine Internetseite, die immer nur schreibt, was nicht geht, bekommt keine "clicks" und keine "likes", der arme Betreiber muss also darben, soweit er nicht Herr Hauffe oder Herr Juris ist! Von daher kursieren natürlich alle möglichen "Steuertricks", die meistens uralte Kamellen und schon gar keine Tricks sind, oder aber sehr schön aussehen und z.B. auch zivilrechtlich funktionieren, steuerlich aber absoluter Nonsens sind!

    Damit hast Du natürlich grundsätzlich immer recht ... jedoch tendieren hier die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten gegen null, so dass es heißen wird "Ausser Spesen (,die man steuerlich nicht geltend machen kann), nichts gewesen!"

    Denkfehler deinerseits! Das Steuerrecht verbiete (fast) nichts! Natürlich darfst Du das zivilrechtlich gestalten wie Du willst! Nur muss das Steuerrecht die gestaltung nicht anerkennen!

    Schönen Abend noch!

    taxpert
     
  8. Ferdl

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    Och, der taxpert mal wieder, immer so gnadenlos Realistisch, könntest doch mal was netttes erzählen, geht da nicht was mit sch.. äh shared deals? oder der Nichte der Großtante, oder so?
    :54:
     
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  9. #8 Woidbea, 06.11.2019
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    Ach ganz ehrlich: ich bin noch nie so sympatisch ein dilettantischer Click-Baiter genannt worden. 8o)
    Oder anders rum: Realität ist nur für die, die nicht mit Drogen umgehen können.

    Ernst beiseite: der §42AO war mir nicht bekannt, ist mir aber jetzt hochgradig unsympatisch. Aber auch dafür helfen Leute mit Hintergrundwissen.
    Danke für's Aufschlauen. "Again what learnt".
     
  10. #9 Gerald Hörhan Fan, 06.11.2019
    Zuletzt bearbeitet: 06.11.2019
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    Das ist nunmal so, der Staat holt das Geld (Einkommenssteuern) immer nur von den Aktiven und verteilt dann wieder grosszügigst an Gott und die Welt.
    Meist an die Deaktiven was in Deutschland schon eine Art von Geschäftsmodell darstellt.
     
  11. AmSo

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    Nicht ganz, wenn es näher am Arbeitsplatz ist...

    Klar man kann natürlich immer sagen, verkaufen und dann neu, aber vielleicht will ich das ja nicht. Das wäre einfach zu kurz gedacht.
    Man kann natürlich auch im hier und jetzt Leben ohne Sorgen und sagen für die Altersvorsorge ist der Saat zuständig.

    Die andere Methode mit dem Verkauf an die Partnerin würde ich jetzt mal ausklammern, das klingt mir schon etwas ...
    Dann muss ich wohl noch den Steuerberater kneten was er mir vorschlägt. Der Zins ist ja ohnehin nicht mehr all zu hoch, trotzdem wäre es besser als nix.
     
  12. taxpert

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    Damit wäre höchstens der Umzug beruflich/betrieblich bedingt! Das "Wohnen" bleibt trotzdem privat veranlasst und fällt damit unter §12 Nr.1 EStG! Das "Wohnen" selbst ist nur im Rahmen der Reisekosten oder der doppelten Haushaltsführung beruflich/betrieblich bedingt und kann als Wk/BA angesetzt werden!

    Der wird Dir auch nichts vorschlagen können, was nicht im Ruchkreis des §42 AO angesiedelt ist! Oder gehst Du wirklich davon aus, dass Du der erste bist, der in so einer Lage ist und versucht, steuerlich etwas zu gestalten?

    Die einzige "Gestaltungsmöglichkeit", die es hier steuerlich gibt, ist die geschickte Ausnutzung des §35a EStG.

    taxpert
     
  13. AmSo

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    zum Steuerberater muss ich sowieso, da ich mich erst mal generell informieren muss was ich bei der Vermietung steuerlich geltend machen kann usw.

    Darüber hinaus hatte ich gehofft, dass ich sozusagen Geld aus der Immobilie ziehen kann. "Blöderweise" hatte ich versucht möglichst viel Eigenkapital einzubringen und möglichst wenig Fremdkapital, da ich alles für die Immobilie gegeben hab, auch meinen Urlaub. Im Nachhinein wäre es sinnvoller gewesen mehr Geld aufzunehmen, dann wäre am Ende auch mehr auf dem Konto geblieben.
    Wenn ich jetzt was neues kaufen möchte, muss ich vielleicht sogar einen Teil auf die bestehende Immobilie schreiben, damit ich überhaupt das Geld bekomme bzw. nicht deutlich höhere Zinsen bezahlen muss, da der Eigenanteil viel zu gering ist. Könnte das dann aber nicht steuerlich absetzten bei der Vermietung. Das ist dumm gelaufen.

    Das ist halt unser Steuersystem, am wenigsten zahlen die, die wissen wie der Hase läuft.
     
  14. Ferdl

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    Der Hase läuft nicht, der hoppelt.
    Du könntest auch dein altes Haus verkaufen, die Einnahmen währen ganz oder zumindest teilweise Steuerfrei.
    Ein Haus was man für sich selbst gebaut hat zu Vermieten ist eh nicht immer die besste Idee.
    Dann kannst du dir dein neues Haus bauen mit wenig Kredit und wenn du Übermütig wirst kannst du dir immer noch ein Haus zum Vermieten kaufen und dafür die Kreditzinsen steuerlich gelten machen.
     
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