Küche in Wohnung: Herd selbst angeschlossen - darf ich das?

Diskutiere Küche in Wohnung: Herd selbst angeschlossen - darf ich das? im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Hallo miteinander, ich bin neu hier und hab mal eine technisch-rechtliche Frage an alle erfahrenen Vermieter. Wir haben in eine Mietwohnung wo...

  1. #1 flexistone, 05.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2019
    flexistone

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    Hallo miteinander,

    ich bin neu hier und hab mal eine technisch-rechtliche Frage an alle erfahrenen Vermieter.

    Wir haben in eine Mietwohnung wo wur nun im Zuge des Mieterwechsels eine neue Einbauküche eingebaut haben auch neue Elektrogeräte eingebaut - Kühlschrank und Gefrierschrank haben einen ganz normalen Schuko-Stecker.

    Herd und Backofen - beide Geräte kein Drehstrom - hatten leider keinen Stecker dran. Somit mussten wir die Anschlüsse mittels Klemmmaterial an die vorhandene Steckdose anschliessen. Dafür haben wir entsprechendes geeignetes Material verwendet und gemessen.
    Soweit wohl auch alles gut.

    ABER:
    Unser neuer Mieter (der zum ersten Mal im Leben zur Miete wohnt) bemängelt jetzt, dass der Herd und Backofen nicht durch mich hätte angeschlossen werden dürfen - sondern durch einen Elektriker.

    Meine Frage:
    Stimmt das bzw. darf er das verlangen?

    Die Geräte sind von der IKEA - was natürlich nichts zur Sache tut...

    Wie soll ich nun mit der Sache umgehen?

    Ich hab´ mir schon gedacht, einfach hinzufahren und das Kabel zu entfernen - dann dauert´s halt bis der Elektriker kommt.... Solange bleibt die Küche kalt...

    Wie schätzt ihr die Sachlage ein?

    Versicherungstechnisch könnte das natürlich ein Thema sein...

    Danke

    Flo
     
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  3. Nanne

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    Ja, das stimmt. Ein E-Herd ist an Starkstrom anzuschließen was nur ein Fachmann darf/kann. Der übernimmt dann auch die Verantwortung. So war das mal, vielleicht
    hat sich da was geändert.
     
  4. #3 flexistone, 05.10.2019
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    Bei Drehstrom lass´ ich mir das ja noch eingehen. Wir reden hier aber von einem ganz normalen Einphasen-Anschluss - sprich 230V - drei Adern an einen Schuko-Stecker geschraubt (der übrigens auch 16A-geeignet ist) und das dann in die Steckdose.

    Aber wenn dem so ist, dann frag´ ich mich, ob das nicht eher das Problem des Vermieters ist bzgl. der Versicherung etc. Wollte ihm ja nur vor dem Feiertag eine "warme" Küche ermöglichen.

    Wenn erforderlich, lass ich die Arbeit halt noch von einem Elektriker abnehmen.
     
  5. set

    set Erfahrener Benutzer

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    Dein Mieter hat Recht. Um irgendwelchen Ärger aus dem Weg zu gehen würde ich gemeinsm mit einem Elektriker dort vorbeischauen und dann nochmal den E- Anschluß vom E-Herd überprüfen lassen.

    Ich hoffe du hast dich nur verschrieben und den Herd/Backofen nicht an eine übliche Schukosteckdose angeschlossen sonder an die dafür vorgesehene Herdanschlußdose! Wenn doch dann solltet ihr das schleunigst ändern bevor euch die Bude abbrennt.
     
  6. #5 flexistone, 05.10.2019
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    Hm - die Küche hat ehrlich gesagt KEINE Herdanschlussdose. Es sind nur normale Steckdosen dort...
    Der Vormieter (Erstbezug) hatte seine eigene Küchenzeile mitgebracht...

    Übrigens: Der Genauigkeit halber - wir reden von einer Einbaumikrowelle - nicht Backofen.
    Das Kochfeld ist ein kleines mit zwei "Platten".

    Beide werden mit 230V betrieben.

    Ok - ich sehe schon, das gibt noch Arbeit.
     
  7. Nanne

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    Das ist ja nun ein großer Unterschied zwischen 2-Plattenkocher. Den kannst Du an
    eine Steckdose stecken.
     
  8. #7 set, 05.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2019
    set

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    Ein normaler E-Herd mit Backofen wird auch mit 230V betrieben, das nur mal so nebenbei. Den Anschlußwert deiner Küche kennst du sicher nicht?
    Nur mal so zum Vergleich: Bei einer 230V Steckdose abgesicher mit 16 Ampere (ist so der üblicher Wert) ist so der übliche max. Anschlusswert 3,7 KW.
    Bei einem E-Herd mit Backofen rechnet man mit einem Anschlusswert von 8-11 KW, je nach Ausstattung. Deshalb gibt es auch dafür eine Herdanschlussdose.
    Dafür wird eine Kabel mit einem größeren Querschnitt verwendet (kann höher belastet werden) und es liegen dort 3x 230V, Nullleiter und Schutzleiter an.

    Schick ein Elektriker hin!
     
  9. #8 ehrenwertes Haus, 05.10.2019
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    Echt ihr habt einen Gleichstromherd bzw. Mikrowelle?

    Sry, aber das läuft garantiert nicht mit Gleichstrom...

    Das passt nicht zu einem "nur Mirkrowellenteil".
    Kein Stecker bedeutet, dass es eigentlich nicht zur Selbstmontage gedacht ist.
    Genaueres solle in der technischen Doku zu dem Teil stehen.


    DAS kann ein echter Mangel der Wohnung sein. Gibt es denn einen Gasanschluß für einen Herd-/Backofen?


    Verlangen kann dein Mieter das, aber nicht durchsetzten.
    Ein Mieter hat keinen Anspruch auf "Installation nur durch Fachfirma". Der Mieteranspruch endet bei "funktioniert gefahrlos".
    Wie und durch Wen das bewerkstelligt wird, ist Entscheidung des Vermieters.

    Bei fachlich nicht korrektem Anschluß, kann man den Versicherungsschutz verlieren. Im Schadensfall kann es sein, dass die Versicherung hierfür einen Gutachter beauftragt, der die Schadensursache festellen soll.


    Du hast nicht wirklich Ahnung von dem was da gebastelt wurde. In deinem Interesse sollte sich das ein Fachmann ansehen und wirklich korrekt anschließen.
     
  10. #9 flexistone, 05.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2019
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    Mit Einphasen-Anschluß meinte ich einen, im Haushalb üblichen Einphasenwechselstrom-Anschluß.
    Was hat das mit Gleichstrom zu tun?

    Also wir reden von:

    1x ANRÄTTA Mikrowelle
    1x MÖLIG Induktionskochfeld

    Beide jeweils mit 230V.

    Nichtsdestotrotz werde ich wohl meinen Elektriker mal hinschicken, der mir die Installation "abnimmt". Damit sollte es doch auch erledigt sein...

    Aber dass keine Herdanschlußdose vorhanden ist wundert mich schon...
     
  11. #10 ehrenwertes Haus, 05.10.2019
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    Ey guck a mol, was in der Doku dazu steht:
    Waren wohl Scherzkekse am Werk...
     
  12. Andres

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    Er möge dafür eine Quelle benennen.


    Nein, auch wenn eine enorme Menge an Leuten chronisch das Gegenteil behaupten, wahlweise durch Verweis auf Netzanschlussbedingungen oder ähnliche Bestimmungen (die dann bei näherer Betrachtung keine Vorschriften für diesen Teil des Netzes enthalten), Bestimmungen für öffentliche Gebäude (was eine Mietwohnung nicht ist), Regelungen von Berufsgenossenschaften oder ähnliche Regelwerke (die für Vermieter nicht gelten), Versicherungspraktiken und ggf. -bedingungen oder anderen Nebelkerzen. Maximal verstößt man gegen Empfehlungen aus der Bedienungsanleitung, aber die Anleitung begründet keine rechtliche Pflicht.

    Wenn man alle nicht belegbaren Behauptungen eliminiert, bleibt übrig:
    • Du darfst deinen eigenen Herd anschließen.
    • Du darfst den Herd in deiner Mietwohnung anschließen.
    • Wenn du dabei Fehler machst, ist es wahrscheinlich, dass das erhebliche Konsequenzen hat - gesundheitliche und natürlich auch rechtliche. Die Wahrscheinlichkeiten solcher Folgen steigen drastisch an, wenn man sich nicht auskennt.


    Er darf alles verlangen. Er darf sich nur nicht wundern, welche Reaktionen das womöglich (nicht) hervorruft ...


    Musst du selbst wissen. Du siehst doch in den letzten paar Beiträgen wunderbar, wieso das nicht per Ferndiagnose geht: Für eine saubere Lösung muss man die Gesamtumstände kennen. Ansonsten macht man einen auf @Nanne, vertritt felsenfest die eine Position ...
    ..., nur um dann bei der nächsten Nachlieferung von Informationen ...
    ... eine ganze andere Meinung zu vertreten. Oder man erschlägt dich wie @set mit technischen Details, die du entweder selbst weißt oder deren Unkenntnis definitiv bedeutet, dass man sich daran nicht selbst versuchen sollte.


    ... und so lange ist die Mietsache mangelhaft und der Mieter zur Minderung der Miete berechtigt. Auch hier wieder: Musst du selbst wissen. Bei akuter Unsicherheit ist das wahrscheinlich eine der besseren Lösungen.


    Nebensächlicher Kleinkram:

    Das ist hier aber kein Kombigerät. Mittlerweile sind ja die genauen Typen bekannt und die könnten beide gut an jeweils 16 A laufen.


    Eher nicht.
     
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  13. #12 flexistone, 05.10.2019
    Zuletzt bearbeitet: 05.10.2019
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    Ja, hast mich ja überzeugt...
    a) Elektriker zur Kontrolle hinschicken
    b) Baubeschreibung nachlesen wegen Herdanschluß

    Die Küche ist vertraglich erst ab 01. November zugesichert, weil ich nicht wusste, ob ich es zeitlich vorher schaffe...
    Daher würde ich im Falle, dass es wirklich totaler "Wahnsinn" ist, die Geräte anzuschließen, diese einfach stilllegen, bis der Elektriker kommt.
     
  14. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Für mich ein logischer Vorgang, dass ich einen 2-Platten-Kocher mit Steckdosenkabel in eine ganz normale Steckdose stecken kann, ohne dafür einen Elektriker zu bemühen; das müßte ich ja dann bei allen meinen elektrischen Küchengeräten ebenfalls.

    Hier war es der E-Herd mit Backofen,

    ..und hier der 2-Platten-Kocher.

    Da sind wir uns doch einig,oder?
     
  15. Ferdl

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    [Zitat Ikea]
    Mit Kabel/Schnur.
    Stecker nicht inkl.
    Für feste Installation. Muss von einem fachkundigen Installateur angeschlossen werden.
    [Zitat Ende]

    Abgesehen davon dass das schon fast als Unverschämtheit durchgeht, weil da hängt was ganz anderes dran wie du denkst: Der Inverkehrbringer braucht nämlich nicht für die Sicherheit dieses Elektogelumpes zu haften, das darf der Trottel übernehmen der der den Stecker dranschraubt und danach natürlich die erforderlichen Überprüfungen durchzuführen hat und die Haftung für die ordnungsgemäße Installation und Funktion des Gerätes übernimmt.
    glaubt denn wirklich jemand, dem Inverkehrbringer ginge es darum 2,5 €ct für den Stecker zu sparen?

    möchte ich Andres widersprechen, es gibt tatsächlich kein Gesetz was einen Elektriker vorschreibt, jedoch die Anschlussbedingungen der EVU sind eindeutig: Arbeiten an Elektrischen anlagen sind nur durch einen konzessionierten Elektriker durchzuführen.
    d.h.: der Ele braucht eine Zulassung des jeweiligen EVU.
    Im Zweifel kann und wird sich die Versicherung darauf beziehen und gG die Leistung verweigern.
    Dass kann man alles selber machen, ich mach das auch so, jedoch sollte man wissen was man tut und wissen welche Konsequenzen das eigene Handeln hat.
     
  16. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ich fasse mal zusammen: Ein ...
    ... ist trotz Stecker und Strom und E(lektrizität) kein E-Herd.
    Begründung: Ein E-Herd ist an Starkstrom anzuschließen.
    Alternativ hat Nanne Recht, der TE das Ding an Starkstrom anzuschließen - und Nanne den Schaden zu ersetzen.
     
  17. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Es ist selbsverständlich, dass dieses Steckdosenkabel auch noch einen Stecker hat. Hatte dies als nicht erwähnenswert angenommen. Wie sonst könnte man dieses
    Kabel in eine ganz normale Steckdose stecken.
     
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  18. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Ist das nicht normal, @Nanne?
     

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  19. dots

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    Offensichtlich liegst du auch dieses mal wieder voll daneben:

     
  20. Andres

    Andres
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    Nein, aber wir wissen wahrscheinlich alle, wie es ausgeht, wenn man das Ding mit Stecker liefert, und das ist noch viel weniger im Sinne des Erfinders.


    Das kannst du gerne, aber eine Quellenangabe wäre nett. Während man meine Position nämlich zwangsläufig ohne Quellen vertreten muss, sollte das bei deiner Position nämlich eigentlich doch ein Kinderspiel sein, oder?


    Ich werde nicht behaupten, sämtliche TAB zu kennen, aber für NetzeBW (das ist überwiegend mein Netzbetreiber) kann ich das mit Gewissheit ausschließen. Die interessieren sich in ihren TAB in dieser Hinsicht nur für Anschluss bzw. Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme der Anlage insgesamt und regeln dort im Ergebnis auch nichts anderes, als was bereits in § 13 NAV steht - das dürften sie auch gar nicht, denn die NAV ist zwingendes Recht.

    Diskussionen über § 13 NAV (genauer: Absatz 2) haben meistens Unterhaltungswert. :066sonst:

    Diese Tatsache an sich spricht schon stark dafür, dass dort in sehr vielen blumigen Worten ziemlich wenig wirkliche Information steht. Ansonsten könnte man die Diskussion ja mit Fakten schnell abwürgen. Reguliert werden vier Tätigkeiten: errichten, erweitern, ändern und instandsetzen von elektrischen Anlagen. Für das Instandsetzen gibt's dann gleich wieder eine Ausnahme von der hochheiligen Konzessionspflicht, sofern hinter der Hausanschlusssicherung. Bleiben also noch drei.

    @flexistone hat nach eigenem Bekunden nun also einen Herd gekauft, an dem ein Kabel, aber kein Stecker montiert war. Preisfrage: Errichtet, erweitert oder ändert man eine elektrische Anlage, wenn man dort einen Stecker montiert? Das Teil ist doch zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht mit der elektrischen Anlage verbunden! Und errichtet, erweitert oder ändert man eine elektrische Anlage, wenn man ein Gerät mit Schukostecker in eine Steckdose steckt? Und wer nun mit der Antwort "Ja" liebäugelt, soll sich bitte kurz überlegen, welche Folgen das für andere Situationen hätte.

    Bestenfalls erweitert oder ändert man hier ein elektrisches Gerät. Auch dafür gibt es Vorschriften, aber die befassen sich eher - wie du ganz richtig erwähnt hast - mit dem Inverkehrbringen, was hier nicht vorliegt. Außerdem benutzt man eine elektrische Anlage. Das ist ebenfalls reguliert - aber erfordert selbstverständlich auch keine Konzession.

    Der eigentliche Witz ist aber ein ganz anderer: Selbst wenn man durch diese Aktion irgendwie gegen die Konzessionspflicht aus § 13 NAV verstoßen würde, hätte das absolut keine Folgen, solange die Anlage nicht die genannten "unzulässigen Rückwirkungen" verursacht. Weder dem Netzbetreiber (oder einem anderer Akteur aus der Energiewirtschaft) noch dem zu kurz gekommenen Elektriker noch dem Mieter entsteht hier irgendein Anspruch, solange das Endergebnis in Ordnung ist. Der Verstoß gegen die NAV ist auch keine Ordnungswidrigkeit.


    Es gibt wirklich gute Gründe, sich nicht selbst am Herdanschluss zu versuchen. Dass es nicht erlaubt wäre, gehört nicht dazu. Ob das ein guter Zustand ist, kann man sicher diskutieren, aber ich halte nichts davon, selbst mit den wirklich besten Absichten (nämlich zu verhindern, dass jemand aus Unwissenheit sich oder andere in Gefahr bringt) etwas anderes zu erzählen.
     
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  21. GSR600

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    Er schreibt doch schon im ersten Beitrag, dass keine Stecker dran waren und hier was "gebastelt" wurde.
     
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