Küche in Wohnung: Herd selbst angeschlossen - darf ich das?

Diskutiere Küche in Wohnung: Herd selbst angeschlossen - darf ich das? im Bautechnik Forum im Bereich Technische Abteilung; Äh, ja oder doch eher nein...? Was wollt ich grad sagen? Ach ja: dont feed the troll.

  1. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Äh, ja oder doch eher nein...?

    Was wollt ich grad sagen?

    Ach ja: dont feed the troll.
     
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  3. #62 flexistone, 11.10.2019
    flexistone

    flexistone Neuer Benutzer

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    Konntest Du in dem Elektriker-Forum noch irgendwelche verwertbaren Infos erhalten?


    Ich habe mir jetzt nochmal vor Ort alles angesehen und überprüft:

    Es gibt verschiedene Sicherungen für jede Steckdose in der Küche - sind insgesamt 5 Stück. Jede ist mit 16A abgesichert und hat einen Kabelquerschnitt von 2,5mm².

    Desweiteren habe ich auch festgestellt, dass es tatsächlich noch eine ektra "Herd-Anschlußdose" gibt. Die habe ich nicht mehr gesehen, weil sie leider ganz blöd hinter der Seitenwand vom Schrank liegt. Muss ich also ausschneiden., um diese überhaupt zu erreichen. Dann werde ich die Herdplatte und die Mikrowelle/Backofen entsprechend dort installieren/installieren lassen...
     
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  4. Ferdl

    Ferdl Erfahrener Benutzer

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    Schwierige Gemengelage mit verhärteten Fronten. Als Konsens kommt etwa folgendes:

    Zitat pro Elektriker:
    Grundsätzlich ist auch bei einer Instandsetzung die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme zu prüfen.
    Das dies leider auch bei Elektrofachkräften nicht immer durchgeführt wird steht auf einem anderem Blatt.
    Aber Fakt ist das ein Laie weder über die Kenntnisse noch über die Messgeräte verfügt unterbleibt die in aller Regel.
    Aber rein rechtlich ist immer derjenige der als Letzter an der Anlage war für die Sicherheit verantwortlich und im Schadensfall erklärt das der Staatsanwalt demjenigen.
    Beispiel der Hauseigentümer obwohl keine Elektrofachkraft wechselt eine defekte Steckdose und vergisst den Schutzleiter anzuschließen und es kommt zu einem Todesfall, dann steht der genauso vor Gericht wie eine Elektrofachkraft. Kann die EFK dagegen nachweisen, das der Schutz messtechnisch in diesem Stromkreis sichergestellt war ist er Raus aus der Haftung. Ohne dagegen hat er extrem schlechte Karten. Der Laie dagegen hat noch viel schlechtere Karten , denn er hat gar keine Berechtigung an der Elektroanlage zu arbeiten.


    Zitat dagegen:
    Ich warte noch auf den Tag, an dem das Lesen jeden erreicht hat...
    Nochmal:
    Nav §13 Abs. 2 Satz 4 ff.

    "Die Arbeiten dürfen außer durch den Netzbetreiber nur durch ein in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenes Installationsunternehmen durchgeführt werden; im Interesse des Anschlussnehmers darf der Netzbetreiber eine Eintragung in das Installateurverzeichnis nur von dem Nachweis einer ausreichenden fachlichen Qualifikation für die Durchführung der jeweiligen Arbeiten abhängig machen. Mit Ausnahme des Abschnitts zwischen Hausanschlusssicherung und Messeinrichtung einschließlich der Messeinrichtung gilt Satz 4 nicht für Instandhaltungsarbeiten.

    Dem Gesetzgeber ist an dieser Stelle die fachliche Qualifikation bei Instandhaltung erst einmal Wurst. An anderer Stelle geht es um die Unschuldsvermutung nach EnWG bei Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik... Das könnte per Gesetz aber auch der Laie respektive eine nicht in diesem Berufsstand ausgebildete Person erreichen. Entscheidend ist an dieser Stelle die Befähigung durch Kenntnis.


    Als Fazit für mich, unter der Voraussetzung
    der Eigentümer selbst arbeit an seiner eigenen E-anlage und hält sich an die anerkannten Regeln der Technik und keine gewerbliche Nutzung der Elektrik,
    Reparaturen sind machbar alles andere ist dunkelgrau.
    Jedoch: Grundsätzlich ist auch bei einer Instandsetzung die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme zu prüfen.
    Dies nachzuweisen wird für den "Laien" nicht einfach.
     
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  5. Andres

    Andres
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    Sag' ich doch: Ein klassisches Popcorn-Thema. Trotzdem danke, dass du es versucht hast!


    Zum Glück ist die Beweislast im Strafrecht einseitig und auch im Zivilrecht dürfen Versicherungen immer mal wieder erfahren, dass die Argumentation "der Laie soll doch erst mal beweisen, dass er nichts falsch gemacht hat" nicht uneingeschränkt überzeugt. Das gilt - und das kann man nicht genug betonen - aber ausschließlich in solchen Fällen, in denen der Laie weiß, was er tut und wie man sich vor, während und nach solchen Arbeiten technisch (und damit am Ende auch rechtlich) absichert.


    Nur nebenbei: Dass das erst jetzt auffällt, ist für mich ein starkes Indiz, dass der Sicherungskasten nicht ausreichend beschriftet ist.
     
  6. Duncan

    Duncan
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    wenn man das mal ändern will und den nicht unerheblichen Zeitaufwand nicht scheut, ist dieses Gerät da sehr hilfreich. Festgelegte Dosen (Herd, Kühlschrank usw.) die tendenziell verdeckt liegen werden von mir auch gerne mal mittels Dymo beschriftet, andere unterhalb der Abdeckung mittels Edding- dann findet man die auch leichter. Aber hier fängt es schon an, nur wenn man weis was man da tut, was ich einigen hier problemlos zutraue, bei anderen aber schon erhebliche Zweifel habe.



    PS: wenn man nicht seinen Schrittzähler mit aller Macht hochjagen will, macht man das lieber zu zweit. Kaum zu glauben wie viele Kilometer man in einer 2-Raum-Wohnung zurücklegen kann...
     
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