Kündigung bei mündlichem Mietvertrag

Diskutiere Kündigung bei mündlichem Mietvertrag im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; In einem geerbten Haus wohnen seit ca. 25 Jahren Mieter ohne schriftlichen Mietvertrag. Wie lange ist die Kündigungsfrist, wenn der Vermieter...

  1. #1 karlsruhe, 01.01.2010
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    In einem geerbten Haus wohnen seit ca. 25 Jahren Mieter ohne schriftlichen Mietvertrag. Wie lange ist die Kündigungsfrist, wenn der Vermieter kündigen möchte? Kündigung seitens des Mieters ist glaube ich 3 Monate...., bestimmt aber mehr, wenn die Kündigung vom Vermieter kommt, oder?

    Herzlichen Dank!
     
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  3. #2 lostcontrol, 01.01.2010
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    ob der mietvertrag schriftlich oder mündlich ist spielt letztendlich keine rolle.

    9 monate. du hast hoffentlich einen entsprechenden kündigungsgrund? ohne den geht nämlich garnichts...
     
  4. #3 karlsruhe, 01.01.2010
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    danke für die schnelle Antwort. Ich will das Haus verkaufen in einem zeitlichen Rahmen von 1-2 Jahren. Der Zustand des Hauses, der Fenster und der Installation sind ziemlich schlecht, so dass ich Reparaturen und Mietkürzung befürchte. Der Mitzins ist ebenfalls sehr niedrig und wurde seit 25 Jahren nicht geändert. Alternativ überlege ich, das Haus abzureissen. Was für Kündigungsgründe kommen in Frage, wenn der Mieter seine Miete bezahlt und auch ansonsten seinen Pflichten nachkommt? Hat der Mieter ein Vorkaufrecht? Er bewohnt das Obergeschoss, Erdgeschoss ist Leerstand.

    Herzlichen Dank!
     
  5. #4 lostcontrol, 01.01.2010
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    leider alles kein kündigungsgrund.
    kauf bricht nicht miete (d.h. du könntest das haus auch mit mietern verkaufen) und für die instandhaltung bist du nun mal zuständig, ist also auch kein kündigungsgrund.

    die miete erhöhen kannst du natürlich. evtl. zieht der mieter ja dann freiwillig aus.

    keine.

    normalerweise nicht, oder ist etwas derartiges schriftlich festgehalten?
     
  6. #5 Thomas76, 01.01.2010
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    Soweit ich weiß nur Eigenbedarf.Der Verkauf des Hauses ist kein Grund für eine Kündigung, der Wunsch nach Abriss auch nicht.

    Man kann aber selbstverständlich das Haus inc. bestehendem Mietvertrag verkaufen, nur dürfte sich das in diesem Fall eher negativ auf den Kaufpreis auswirken.

    Ein Vorkaufsrecht hat der Mieter nicht, aber wenn er Interesse hat und man sich über den Preis einig wird, spart man sich großartige Besichtigungen und evtl. späteren Ärger, wenn dem Käufer plötzlich irgendwelche Mängel auffallen.
     
  7. #6 F-14 Tomcat, 01.01.2010
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    ähhhmmmmm

    Thomas76 und losti schon mal was vom § 577 (Vorkaufsrecht des Mieters) gehört

    Losti du kennst doch sicher den § 573 oder im Absatz 2 Satz 3 wird ein Kündigung wegen mangelnder wirtschaftlicher Verwertbarkeit genannt


    außerdem glaube ich das es sich um ein Zweifamilienhaus handelt in dem eine wohnung vermietet ist und die andere leersteht

    fals jetzt der vermieter (warum auch immer) in die leerstehende wohnung zieht hat er meines Erachtens ein sonderkündigungsrecht und benötigt keinen Kündigungsgrund § 573a BGB allerdings würde sich die Kündigungsfrist dann auf 12 Monate erhöhen
     
  8. #7 lostcontrol, 01.01.2010
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    gilt das grundsätzlich?
    kenn ich mich nicht mit aus, sorry.
    wär mir auch egal wer's kauft, wenn ich verkaufen will - da würde mich nur interessieren dass ich 'nen anständigen preis bekomme, und das normale vorkaufsrecht ist doch glaub'ich so gelagert, dass der mieter mit dem meistbietenden mithalten müsste wenn ich mich recht erinnere...

    ja, aber da wird auch eingeschränkt dass mieter rausschmeissen weil's dann besser zu verkaufen wär, da nicht mit drunter fällt, insofern hat sich das ja erledigt, gell?
    und dass abriss keine "wirtschaftliche verwertung" ist, dem wirst du ja wohl zustimmen müssen. kannste also knicken.

    dann könnt er gleich eigenbedarf anmelden - wär bezüglich der kündigungsfrist cleverer. aber ich hab hier nichts rausgelesen dass ein interesse daran bestünde selbst reinzuziehen.
    vorgetäuschter eigenbedarf könnte übrigens auch ein betrugsverfahren nach sich ziehen, da hat wohl auch niemand lust drauf.
     
  9. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Ein Blick ins Gesetz verbessert regelmäßig die Rechtskenntnis... :wink

    § 577 Abs. 1 Satz 1 lautet: Werden vermietete Wohnräume, an denen nach der Überlassung an den Mieter Wohnungseigentum begründet worden ist oder begründet werden soll, an einen Dritten verkauft, so ist der Mieter zum Vorkauf berechtigt.

    Vermietete Wohnräume gibt es offensichtlich. Allerdings keine, an denen Wohnungseigentum begründet wurde. Damit scheidet ein Vorkaufrecht des Mieters bei einem Verkauf zangsläufig aus. Die Voraussetzungen für ein Vorkaufrecht liegen schlicht und einfach nicht vor.


    Hier ist mal wieder die Vorstellung deutlich, dass die Kündigungsgründe in § 573 Abs. 2 abschließend aufgezählt wären. Dies ist unzutreffend. Vielmehr ist Abs. 2 nur eine beispielhafte - keineswegs aber abschließende - Aufzählung dessen, worin das nach Abs. 1 für eine Kündigung erforderliche berechtigte Interesse des Vermieters bestehen könnte.

    Abriss und Neubau wird übrigens als wirtschaftliche Verwertung angesehen.

    Abriss ohne Neubau ist zumindest dann im Grundsatz als berechtigtes Interessen anzusehen, wenn die Immobilie nicht wirtschaftlich zu betreiben ist. Der Gesetzgeber verlangt vom Vermieter nicht, dass er Verluste macht. Ob eine Kündigung aus diesem Grund vor Gericht Bestand hätte, wird von den Unständen des Einzelfalls abhängen.





    dann könnt er gleich eigenbedarf anmelden - wär bezüglich der kündigungsfrist cleverer. aber ich hab hier nichts rausgelesen dass ein interesse daran bestünde selbst reinzuziehen.
    vorgetäuschter eigenbedarf könnte übrigens auch ein betrugsverfahren nach sich ziehen, da hat wohl auch niemand lust drauf.[/quote]
     
Thema: Kündigung bei mündlichem Mietvertrag
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