kündigung des sonderverwaltungsvertrages bei verkauf meiner wohnung

Dieses Thema im Forum "WEG-Verwaltung" wurde erstellt von kasia747, 30.01.2014.

  1. #1 kasia747, 30.01.2014
    kasia747

    kasia747 Gast

    hallo, ich habe letztes jahr im september meine whg verkauft.
    im §7 meiner verwaltervertrages für sondereigentum steht, dass im fall einer veräußerung der rechtsnachfolger in diese verwaltervertrag eintritt und der auftraggeber(also hausverwaltung) dem rechtsnachfolger diesen verwaltervertrag und dessen verpflichtungen auferlegt. ich habe darauf hin die verwaltergebühr nicht mehr gezahlt.
    daraufhin meldetet sich die hausverwaltung mit der forderung der zahlung für 1,5 jahre und beruft sich auf den §6 im verwaltervertrag, der die fristgerechte kündigung verlangt, die ich nicht gesondert getätigt habe.

    ich hatte schriftlich widersprochen und mit der begründung des §7 der veräußerung der immobilie und der übertrgung der rechten und pflichten der teilungserklärung. nun bekam ich ein mahnbescheid über die forderung, die für mich keinen sinn macht, auch laut vertrag.
    meine frage: hätte ich trotz des § der veräußerung schriftlich kündigen müssen. oder habe ich mich richtig verhalten. der streitwert beläuft sich jetzt auf ca.370euro. wenn es zur verhandlung kommt sind schnell höhere beträge fällig. soll ich die 370euro zahlen oder widersprechen und es auf die verhandlung ankommen lassen. vielen dank für die antwort.
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Wie sollen wir das ohne Kenntnis des Wortlauts der Vereinbarung wissen? Die wirst du uns schon zur Verfügung stellen müssen ...


    Das Prozesskostenrisiko ist erheblich. Bei dieser Variante muss man sich schon ganz sicher sein.
     
  4. #3 kasia747, 30.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.01.2014
    kasia747

    kasia747 Neuer Benutzer

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    der wortlaut der verwaltervertrages lautet
    §6. der vertrag wird geschlossen für die zeit von 1.1.2008 bis 31.12.2009. er verlängert sich jeweils um ein weiteres jahr, wenn er nicht unter einhaltung einer frist von drei monaten vor ablauf schriftlich gekündigt wird.die vorzeitige dündigung dieses vertrages ist nur bei vorliegen eines wichtigen grundes zulässig.

    §7 des verwaltervertrages betrifft veräußerung des sondereingentums
    Wortlaut: für den fall der veräußerung des sondereigentums tritt der rechtsnachfolger in diesen ein. der auftraggeber hat insofern dem rechtsnachfolger diesen verwaltervertrag und dessen verpflichtungen aufzuerlegen, und zwar so, dass nacherwerber in gleicher weise verpflichtet werden.

    ich meinem kaufvertrag habe ich unter inhalte des wohnungseigentums und übernahme der pflichten aus der teilungserklärung alle rechte und pflichten an der käufer abgetreten.

    nun will die hausverwaltung trotzdem von mir die verwaltergebühr für die letzten drei monate 2013 und noch das ganze jahr 2014, weil ich nicht gesondert gekündigt habe.
     
  5. Andres

    Andres
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    Auch hier wieder: Wortlaut.

    Der Verwaltervertrag (für Sondereigentum, um die Gemeinschaft geht es hier ja nicht) ist nicht Inhalt des Wohnungseigentums oder der Teilungserklärung, sondern eine separate Vereinbarung. Wenn das wirklich genau so im Kaufvertrag steht, dürfte der Käufer nicht in den Vertrag eingetreten sein. Damit bestehen die Ansprüche der Verwaltung weiterhin gegenüber dir.


    Zwei Gedanken:

    Ist die Vergütung wirklich vorschüssig für ganz 2014 zu leisten? Vertrag prüfen! Wenn nicht, ist der Verwalter bei einem Prozess schon einmal gut an den Kosten beteiligt ...

    Für den Fall, dass die Verwaltung im Recht sein sollte würde ich den Vertrag jetzt umgehend kündigen, und zwar erstens aus wichtigem Grund (Verkauf - man sollte sich wenigstens die Option offenhalten) und zweitens hilfsweise fristgerecht zum Ende des Jahres 2014. Selbst im schlimmsten Fall bist du damit vor Forderungen über 2014 hinaus geschützt. Ich würde unbedingt darauf hinweisen, dass die Kündigung keine Anerkennung einer Rechtspflicht darstellt.
     
  6. #5 kasia747, 30.01.2014
    kasia747

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    danke andres, jetzt verstehe ich das alles. ich habe tatsächlich heute gleich die K
    kündigung per einschreiben geschickt, sowohl als auch die bitte um vorzeitige Entlassung aus dem vertrag. mal schauen, ob sie sich darauf einlassen. sonst muss ich tatsächlich bis ende 2014 zahlen. natürlich auch nicht Vorkasse, sondern monatlich.
    vielen dank für deine Beratung.kasia747
     
  7. #6 PHinske, 30.01.2014
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    Tja, Verträge sind einzuhalten.

    Wenn sich der Verwalter nicht von seinem Umsatz abhalten lassen will, dann hättest du zumindest noch eine Verhandlungsoption.

    Denn dadurch, dass die Sondereigentumsverwaltung seit Verkauf der Wohnung nicht mehr wahrgenommen wird, tritt eine Kosteneinsparung beim Verwalter ein.
    Diese wäre zu beziffern bzw. einvernehmlich als Abzug von der Ursprungsforderung abzuziehen.

    MfG, PHinske
     
  8. Andres

    Andres
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    Ich berate nicht, hauptsächlich, weil ich das nicht darf ;)
     
  9. #8 kasia747, 31.01.2014
    kasia747

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    Ich berate nicht, hauptsächlich, weil ich das nicht darf ;)

    [hallo nochmals, ja ich verstehe, dies war auch eher eine aufklärung als beratung. allerdings offenbar aus der fachrichtung.;-))
    ich bin in diese misere gelandet, weil mich ein fachmann falsch beraten. hat.
    zu aller erst, eine korrektur: der verkauf war schon 2012 und damals hatte die hv schon auf den kündigungsparagrafen hingewiesen und kündigung gefordert. das auch schon im oktober zwar zu spät zum ende des jahes war, aber 120 euro sind ein unterschied zu fast 500, zu was es inzwischen angewachsen ist. auf nachfrage eines fachmanns, wies der mich damals auf meinen kaufvertrag und den pasus mit den rechten und pflichten hin. nur dass dieser vollpfosten offenbar ziviles vertragsrecht nicht von weg unterscheiden kann.jetzt versuch mal einen notar wegen falschberatung dran zu kriegen. super erfolgreiche aufgabe.;-((
    die hv hatte sich schlau verhalten und dann ruhe gegeben, weil der vertrag weiter lief und die sich über das honorat von zwei jahren, was sie früher oder später bekommen würden, gefreut haben.. als der mahnbescheid kam fing ich an selbst nachzuforschen. ich habe ziemlich dazu gelernt, auch wenn es kostspielig ist.
    jetzt komme ich zu dem letzten zitat von dir: das verstehe ich nicht so ganz. "Denn dadurch, dass die Sondereigentumsverwaltung seit Verkauf der Wohnung nicht mehr wahrgenommen wird, tritt eine Kosteneinsparung beim Verwalter ein Diese wäre zu beziffern bzw. einvernehmlich als Abzug von der Ursprungsforderung abzuziehen.."
    ich verstehe dass die grundlage zu der verwaltung entfällt und die kündigung vorzeitig sehr wohl ein wichtiger grund sei. aber verstehe ich dies richtig, dass es der hv obliegt dem zu zustimmen?
    ich werde versuchen mit dem geschäftführer zu verhandeln. und vielleicht kann ich das von der steuer absetzen. viele grüsse ks
     
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