Kündigung lebenslanges Wohnrecht wegen Gewalttätigkeit

Diskutiere Kündigung lebenslanges Wohnrecht wegen Gewalttätigkeit im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Ich habe das Haus meines Großvaters geerbt. Bis zu ihrem Tod ihm Dezember 2017 war meine Mutter als Vorerbin und ich als Nacherbin im Grundbuch...

  1. #1 Martinchen, 01.01.2019
    Martinchen

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    Ich habe das Haus meines Großvaters geerbt. Bis zu ihrem Tod ihm Dezember 2017 war meine Mutter als Vorerbin und ich als Nacherbin im Grundbuch eingetragen. Da mein Großvater bzgl. eines Wohnrechts für die Schwiegersöhne keine Regelung getroffen hatte, hat mich meine Mutter vor mehr als 30 Jahren gezwungen, meinem Vater Nießbrauchsrecht einzuräumen. Dieses wurde vom Notar beurkundet und von meiner Mutter und mir unterschrieben.

    Seit mein Vater eine neue Freundin hat ist er wie ausgewechselt. Aus dem einst liebevollen, fürsorglichen Vater ist ein Monster geworden. So hat er mir gehörende Wohnräume mit Latten verbarrikadiert, so dass ich mir gewaltsam Zutritt verschaffen musste. Er lässt Schlüssel von gemeinsam genutzten Räumen verschwinden und verweigert deren Herausgabe.

    Das ALLERSCHLIMMSTE: er hat mir beim Herunterlaufen von einer Treppe die Beine weggerissen, meinen Kopf gepackt und ihn mehrfach gegen den Treppenpfosten geschlagen -> Fünfmarkstückgroßes Hämatom knapp neben der Schläfe, Schädelprellung, Schleudertraume, versucht die Blutzufuhr zum Gehirn abzudrücken -> Kratzspuren am Hals, ferner hat er versuch, mit den Fingern in meine Augen zu stechen -> blutunterlaufenes Auge, blaues Augenlid. Die Polizei hat das alles nicht ernst genommen und seinen eher erfundenen und widersprüchlichen Aussagen Glauben geschenkt. O-Ton Polizist: ich sei gefährlich, da mein Vater behauptet, dass ich ihn mit einer Holzlatte geschlagen habe. Seltsam, dass er keinerlei Verletzungen hatte.

    Seit einigen Monaten ist er fast nur noch bei seiner Freundin. Die ihm gehörende Wohnung wird weder gelüftet noch richtig beheizt. Da er den ganzen Tag Zeit hat, fällt ihm immer wieder ein Schabernack ein, wie er mir Schaden zufügen kann. So verschwinden Gartengeräte, deren Nutzung mir per Sondervereinbarung zugesagt wurde. Er will Eintritt in Räume, die ihm nicht gehören. Er beauftragt einen Gärtner bereits wunderschön in Form geschnittene Bäume zu verunstalten. In seiner Wohnung verrotten Lebensmittel, auf einst gemeinsam genutzte Räume erhebt er alleinigen Anspruch, da diese ihm seiner Meinung nach gehören.

    Erst an diesem Silvester kam es nachmittags zu einer unschönen Auseinandersetzung, da er alleinigen Zugriff auf einem gemeinsam genutzten Raum beansprucht. Ist man anderer Meinung wird er sofort aggressiv und bedroht mich. Dann folgt noch: gar nichts hast Du - merk Dir das.

    In einer Auseinandersetzung hat er mir einmal zugeraufen: "Dich mache ich fertig, Du zahlst für mich...". Sein ganzes Handeln ist darauf angelegt, mir Schaden zuzufügen.

    Ich weiß mir keinen Rat mehr.

    Aber so kann es nicht weitergehen. Nachdem er aus sehr einfachen eher armen Verhältnissen kommt hat er scheinbar ein Problem, dass ich jetzt Eigentum habe. Er hat nur eine kleine Eigentumswohnung und Bargeld in einem mittleren fünfstelligen Betrag. Diese ETW und das Geld wollte er mir eigentlich nach dem Tod meiner Mutter übergeben. Ich gutmütiges Schaf habe damals noch an das Gute im Vater geglaube und abgelehnt. Jetzt verschleudert er das Geld mit seiner neuen Freundin.

    Gibt es irgendeine Möglichkeit, dass dieser Nießbrauch rückwirkend für unwirksam erklärt wird?
    Bin wirklich am Verzweifeln. Habe jeden Tag Angst, wenn ich nach Hause fahre, da ich jeden Tag mit einer neuen unliebsamen Überraschung rechnen muss.

    Selbst auszuziehen ist im Moment keine Option, da ich in den letzten Jahren nahezu 100.000 € in das Haus investiert habe.
     
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  3. GSR600

    GSR600
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    Hallo, das ist natürlich keine schöne Situation.
    Hier darf keine Rechtsberatung gemacht werden.
    Mein Tipp wäre der Gang zum Fachanwalt für Mietrecht.
    Wurde Nießbrauch oder Wohnrecht eingetragen?
     
  4. #3 RP63VWÜ, 01.01.2019
    RP63VWÜ

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    Hallo!
    Was erwartest Du von einem Forum?
    Rechtsberatung darf(!) hier nicht gegeben werden.
    Ab zum Anwalt, lasse Dich beraten.

    Viel Erfolg und viel Glück!
     
  5. #4 ehrenwertes Haus, 01.01.2019
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    Ich kann mich den Vorrednern nur anschließen.
    Geh schleunigst zu einem Anwalt und lass dich dort beraten.
    Nimm dazu alle Unterlagen mit, die helfen die Wohnungsaufteilung (Wer darf was wie nutzen) klären können.

    Zusätzlich kannst du innerhalb deiner Räume, aber wirklich nur dort, Kameras installieren.
    Das ist kein Allheilmittel gegen Übergriffigkeiten, mit etwas Glück gibt es aber verwertbare Beweise, die dir weiterhelfen können.

    Viel Erfolg!
     
  6. Ferdl

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    Der Sache ist nur mit einem Anwalt beizukommen. Und ammel Beweise, führe schriftlich Protokoll über Übergriffigkeiten mit Datum und Uhrzeit + evtl. Zeugen.
    Wichtig, ohne zu Übertreiben, ein Richter glaubt im Zweifel dem Glaubwürdigen.
    Geh zu einem Anwalt bevor du Irgendetwas anderes unternimmst.
    Bei Gewalttätigkeit darf man man auch seinen eigenen Vater anzeigen, bitte nach anwaltlicher Beratung.
    Das Geschwätz der Polizisten vor Ort Interessiert die Staatsanwaltschaft nicht unbedingt.
     
  7. Duncan

    Duncan
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    Verletzungen sollte man durchaus dokumentieren lassen, einige großstädtische Krankenhäuser bieten das durchaus auch in einer Art an, dass die Aufnahme ein Gerichtsmediziner macht und das in einer Art das dies als Beweismittel in einem Strafverfahren analog einem Sachverständigengutachten behandelt wird. Bei einem Gerichtsmediziner allerdings nicht als Privatgutachten sondern wie die selbständige Beweisaufnahme des Gerichts! Diese Aufnahme führt aber ohne Anzeige nicht zu einer selbständigen Aufnahme eines Ermittlungsverfahrens. Das ist quasi die strafrechtliche Form eines selbständigen Beweisverfahrens aus dem Zivilrecht.
    Gerichtsmediziner sind u.a. spezialisiert darauf anhand der Verletzung/Wunde die Ursache zu erkennen.
    Im Zweifel kann man aber auch zum Hausarzt gehen und diesen um eine entsprechende Aufnahme und Dokumentation bitten. Das wird dann aber halt auch als entsprechendes Privatgutachten gehandelt. Wichtig ist durchaus die Wahl eines einschlägig qualifizierten Berufsgeheimnisträgers, also nicht einfach die Freundin die mal einen Ersthelfer-Kurs gemacht hat.
     
  8. #7 ehrenwertes Haus, 01.01.2019
    ehrenwertes Haus

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    Wer solche Verletzungen dokumentiert wird leider regional sehr unterschiedlich gehandhabt.

    Teilweise werden diese Fostos auch von der Polizei (evt. von Fachärzten) selbst gemacht direkt bei Anzeigenaufnahme.
    Teilweise wird man aber auch von Pontius zu Pilatus geschickt für eine offizielle Dokumentation für Verletzungen von Gewalttaten.

    Wenn keiner der offiziellen (Polizei, Notarzt, Unfallmediziner, Pathologe) bereit ist Bilder zu machen, sind Selfies oder von Freunden gemacht Bilder noch immer besser wie gar keine.
     
Thema: Kündigung lebenslanges Wohnrecht wegen Gewalttätigkeit
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