Kündigung Mietvertrag aus 2001

Diskutiere Kündigung Mietvertrag aus 2001 im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Guten Tag, ich habe in 2001 gemeinsam mit meinem Mann ein Haus vermietet. Der Mietvertrag wurde nach dem Tod meines Mannes von mir alleine...

  1. Elise

    Elise Neuer Benutzer

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    Guten Tag,

    ich habe in 2001 gemeinsam mit meinem Mann ein Haus vermietet. Der Mietvertrag wurde nach dem Tod meines Mannes von mir alleine fortgeführt. Eine formale Änderung fand nicht statt. War das ein Fehler von mir?

    Der Mieter hat bis heute nur temporär Miete gezahlt. Er wurde von mir aber nicht schriftlich in Verzug gesetzt - mündlich immer mal wieder, aber nicht konsequent. Jetzt will ich das Haus verkaufen und dem Mieter kündigen. Kann ich das fristlos tun? Oder gilt die gesetzliche Kündigungsfrist von 9 Monaten? Ich freue mich auf Ihre Antworten.
     
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  3. #2 anitari, 13.03.2017
    anitari

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    Nein.

    Was genau heißt "temporär"? Das immer unpünktlich zahlt? Hat er aktuell Mietrückstände?

    Warum überläßt Du das nicht dem neuen Eigentümer?
     
  4. #3 Stadtkind, 13.03.2017
    Stadtkind

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    Gut gemeinter Tipp: Wenn man so wenig Ahnung vom Mietrecht hat, sollte man sich professionelle Hilfe holen. Also am besten einen Termin beim Fachanwalt für Mietrecht. Bei konkreteren Problemen kann das Forum sicher Hilfestellungen geben, aber hier riecht das alles nach einer Katastrophe.

    Tipp für den Termin: Schreiben Sie alle geleisteten Zanhlungen des Mieters der letzten 3 Jahre auf und übergeben Sie diese dem Fachanwalt.
     
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  5. Elise

    Elise Neuer Benutzer

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    Die Mietzahlungen erfolgten in den 16 Jahren in keinem nennenswerten Umfang. Genau muss ich das erst nachvollziehen. Ich schätze vielleicht zu 10%. Warum das so lief? Der Mieter ist mein Sohn und wir haben die ausbleibenden Zahlungen in der Regel stillschweigend akzeptiert.
     
  6. #5 Stadtkind, 13.03.2017
    Stadtkind

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    Ich tendiere weiterhin stark zu Fachanwalt. Der höhere Verkaufspreis wird die Anwaltskosten im Normalfall locker wieder einspielen.
    Der Anwalt kann die Situation ja vielleicht auch außergerichtlich regeln. Nur weil Sie einen Anwalt beauftagen läuft es ja nicht zwangsläufig auf eine Klage hinaus. Der Anwalt kann die Situation höchstwahrscheinlich objektiver bewerten und ist in die Familiensituation nicht involviert.

    Ansonsten: Zahlungen der letzten 3 Jahre zusammenrechnen. (Ältere Mietzahlungen sind verjährt). Die vereinbarte Miete gegenüberstellen und den Fehlbetrag ausrechnen.
    Diesen Fehlbetrag dann nachweislich (am besten per Boten/Gerichtsvollzieher) schriftlich einfordern. Zugleich ordentlich kündigen wegen Zahlungsverzuges. Lesen Sie sich den §543 BGB mal durch.
     
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  7. Andres

    Andres
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    Erstens bitte ich darum, keine konkreten Handlungsempfehlungen in Rechtsfragen auszusprechen. Das ist hier im Forum unzulässig.

    Zweitens ist der Sachverhalt dann doch etwas komplexer, als hier angenommen wird. Diese schleppenden Mietzahlungen werden immerhin seit 16 Jahren mehr oder weniger geduldet und insgesamt gab es in diesem Zeitraum keine Mietzahlungen in "nennenswertem Umfang". Ich frage mich, zu welchen konkludenten Änderungen des Mietvertrages es durch dieses Verhalten wohl gekommen sein mag. Eine Antwort darauf habe ich auch nicht.

    Auch ein Gang zum Anwalt wird diese Frage nicht beantworten - der Anwalt kann dazu auch nur seine Meinung äußern. Trotzdem ist dieser Schritt sinnvoll, denn der Anwalt kann wenigstens helfen, diese Situation wieder in geregelte Bahnen zu lenken. Das Haus kann man dann leerstehend oder wenigstens mit einem geregelten Mietverhältnis verkaufen. Diesem Teil der Antwort von Stadtkind möchte ich mich ausdrücklich anschließen.
     
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  8. #7 BHShuber, 13.03.2017
    BHShuber

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    Hallo,

    da ist das Problem bei der ganzen Sache, mit diesem Problem der engen Verwandtschaft steht und fällt alles.

    Ich hatte mich gewundert wie ein Vermieter sich das so gefallen lassen kann, bis ich dann diesen Beitrag gelesen habe.

    Nun obliegt es dir ganz alleine, wie weit möchtest du gehen in der Sache, dies solltest du gut überlegen, wenn denn die notwendigen Schritte eingeleitet werden, gibt es oft kein Zurück mehr.

    Eine Erstberatung bei einem Juristen wäre sicher nicht die schlechteste Idee, das Geld ist gut investiert um zu wissen, was welche Handlung, welche Auswirkung zur Folge haben kann.

    Gruß
    BHShuber
     
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