Kündigung unter Vorbehalt (?)

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von gwinn, 29.11.2013.

  1. gwinn

    gwinn Neuer Benutzer

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    Hallo,

    folgende Situation liegt bei mir vor. Ich wohne seit über sechs Jahren in einer Mietswohnung (bei einer Wohnungsgenossenschaft). Es gab nie irgendwelche Probleme und fühle mich dort auch sehr wohl.

    Hab jetzt mein Studium abgeschlossen und mich für das Referendariat beworben.
    Das soll zum 1.2.14 starten. Leider erfahre ich erst zwei Wochen vor Beginn, wo ich arbeiten werde. -.-

    Nun habe ich das Problem mit der Wohnung bzw der Kündigung. Ist in einem solchen Fall die Kündigung unter Vorbehalt möglich?
    Denn wenn ich in der Nähe Arbeit finde, möchte ich natürlich sehr gerne die Wohnung behalten.

    Wenn nicht, dann möchte ich natürlich ungerne Doppelmiete bezahlen (wegen der Kündgungsfrist)

    Ist es denn irgendwie möglich, die Wohnung unter Vorbehalt zu kündigen? Bzw die Kündigung wieder aufzuheben, damit ich dort zu gleichen Konditionen weiter wohnen könnte?

    Danke schon einmal für die Hilfe.
     
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  3. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Nen rechtlichen Anspruch darauf hast Du nicht, wenn Du gekündigt hast, gilt das ohne wenn und aber. Wär also nur über ein Entgegenkommen des Vermieters möglich - aber ob der sich drauf einlassen wird? Schließlich muss er ja die Wohnung dann neu vermieten, da sind nur zwei Wochen Vorlaufzeit doch arg kurz...
     
  4. Andres

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    Nein. Entweder wird gekündigt oder nicht.


    Das ist im gegenseitigen Einvernehmen möglich. Da es allerdings denkbar ist, dass die Wohnung dann bereits wieder vermietet ist, wird das nicht so einfach. Dann hast du ja noch ein zweites Problem: Findest du im Bedarfsfall innerhalb von 2 Wochen eine neue Wohnung?


    Daher würde ich folgendes tun: So schnell wie möglich mit der Verwaltung sprechen und deine Situation schildern, außerdem schon jetzt mögliche Optionen besprechen. Wenn sich die Situation ergibt, dass du umziehen musst, könnte man sich ja vielleicht auf ein vorzeitiges Ende des Mietverhältnisses einigen, falls ein Nachmieter rechtzeitig gefunden wird. Kommt eben immer darauf an, was der Vermieter mitmacht ...
     
  5. #4 Pharao, 02.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 02.12.2013
    Pharao

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    Hi,

    du kannst zB. eine Geldforderung unter Vorbehalt bezahlen, um nicht unberechtigt ins "minus zu fallen". Bei einer einseitigen Willenserklärung, was die Kündigung letztlich darstellt, da geht das nicht :(

    Es wäre hier also reine Kulanz vom Vermieter, nach einer gemachten Kündigung (deinerseits) das Mietverhältnis weiter fortzusetzen.

    Wenn du erst so kurzfristig das erfährst, wirst du m.E. auch Probleme haben eine neue Wohnung rechtzeitig zu finden. Das du ungern 2x Miete zahlen willst, wird wohl jeder nachvollziehen können, nur rechtlich musst du dich an die Kündigungsfristen halten. Auch evtl. Nachmieter die du dem Vermieter anbieten könntest, wäre er nicht verpflichtet zu nehmen.

    Da du das ganze ja erst so kurzfristig erfährst, wird sich eine Doppelmiete m.E. nicht vermeiden lassen, wenn überhaupt (falls der Vermieter mitmacht) lässt sich das nur verkürzen, aber das wäre reine Kulanz vom Vermieter.
     
  6. Berny

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    Versetze Dich doch mal in die Position eines Vermieters...
     
  7. #6 Pharao, 03.12.2013
    Zuletzt bearbeitet: 03.12.2013
    Pharao

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    Hi Berny,

    das hat m.E. nicht soviel damit zu tun bzw. bringt dem Frageseteller nicht viel, sich hier in die Vermieterrolle zu versetzen, sondern erstmal nur, wie die Rechtslage dazu aussieht.

    Alles andere wäre ja reine Kulanz vom Vermieter dem Mieter hier irgendwie entgegen zu kommen. Und jetzt würde das Ratespiel beginnen, denn letztlich kann hier jeder Vermieter anders entscheiden von "nö, vergiss es" bishin zu "ist ok, sag mir halt rechtzeitig bescheid". An was für Faktoren der Vermieter das letztlich ausmacht oder wie er ggf. hier dem Mieter entegegen kommen will oder nicht, das kann so unterschiedlich sein, das es m.E. dem Fragesteller nix bringt sich hier in die Vermieterrolle zu versetzen.
     
  8. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Ich wollte mal zum Nachdenken anregen...
     
  9. #8 Heidemarie, 05.12.2013
    Heidemarie

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    Kontakt zum Vermieter ist in jedem Fall gut.
    Ich würde aber erst kündigen, wenn ich sicher weiß, dass ich ausziehe. Frage den Vermiete doch, ob du vor Ablauf der Kündigungsfrist aus dem Mietvertrag herauskannst.
    Ihr könnt ja einen Aufhebungsmietvertrag machen. Dann musst Du schlimmstenfalls 3 Monate doppelt Miete zahlen. Vielleicht geht er ja darauf ein. Dass der Vermieter nicht gerne auf eventuell 3 fehlenden Miete sitzen bleiben will, kannst du Dir ja denken.
     
  10. Andres

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    :152:
    3 Monate doppelt Miete zahlen kann man auch ohne Aufhebungsvertrag.
     
  11. GJH27

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    Aber so ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass der Vermieter mitmacht! :158:
     
  12. #11 Heidemarie, 06.12.2013
    Heidemarie

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    Genau! Sonst hat der Vermieter das Recht auf volle 3 Monate Mietzins zu bestehen.
     
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