Kündigung vom Vater wegen zu spät gezahlter Abwassergebühren

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Ariell, 10.01.2012.

  1. Ariell

    Ariell Gast

    Hallo,
    mein Vater hat 2008 ein Haus für uns (Familie 3 Kinder) gekauft. Er wollte von Anfang an übergeben, aber da wir ergänzendes HarzIV bekommen haben, wollten wir das erst nicht. Deshalb wurde auch ein Mietvertrag gemacht mit einer sehr geringen Summe 320 Euro plus Nebenkosten. Insgesamt um die 500 Euro. Überwiesen bis vor ca 12 Monate haben wir 320 Euro. Zwischendurch ein paar Mal mit mündlicher Absprache, da von dem Geld zB. Strom erneuert wurde, nicht bezahlt. Habe deshalb ja auch nie eine Abmahnung bekommen, wie gesagt mündl Absprache. Mündliche Absprache war auch dass wir die kompletten Anfallenden Kosten für das Haus übernehmen. Sollte ja sobald wir genügend verdienen (war damals schwanger) an uns übergeben werden. Vor ca. einem Jahr gab es auch eine mündl. absprache dass wir keine Miete mehr bezahlen müssen, sondern alles ins Haus reinstecken an Geld.
    Jetzt habe ich mich jedoch mit meinen Vater gestritten. Zurechten meines Vaters muss ich sagen. Ich habe nicht rechzeitig das Abwasser bezahlt und er hatte den Gerichtsvollzieher vor der Türe. Dazu muss ich sagen, versuchen gerade seit Oktober ergänzendes HarzIV zu leben und haben Kindergeldzuschlag beantragt, der aber auf sich warten lässt.
    Gestern hat mir mein Vater nun die mündliche Kündigung am Telefon entgegengeschrien und auch per einschreiben (das aber noch nicht da ist) eine Kündigung ausgesprochen, wegen der nichtgezahlten Abwassergebühren. Hab mir gesten gleich einen Vorschuss von der Bank geholt (gehe inzwischen auf 400 Euro arbeiten und bewerbe mich natürlich auf Vollzeit) und das ganze sofort bei der Gemeinde bezahlt.
    Dennoch besteht er auf der Kündigung und möchte sich auch nicht telfonisch mit mir unterhalten.
    600km Entfernung machen auch keinen Sinn gefahren zu werden wenn ich dann eh abgewiesen werde.
    Mein Onkel, meine Schwester und meine getrenntlebende Mutter sehen da sehr geringe Chancen dass er sich umentscheidet.
    Meine Mutter lebt zwar getrennt von ihm aber ohne Scheidung und das Haus wurde in der Ehe gekauft. Sie steht nicht im Grundbuch. Sie würde mir jedoch gerne Helfen. Hat aber so wie es rechtl scheint nach den INfos aus dem Internet nur Anspruch auf die Hälfte des Geldes bei Scheidung, jedoch nicht auf Anspruch an der Sache.
    Sie kann mit meinen Vater leider nicht reden.
    Wie soll ich mich verhalten, was für Rechte habe ich?
    Was gelten die mündl Abmachungen?
    Er hat der Maklerin schon bescheid gesagt, wo wir damals das Haus kaufen. Hausverkauf ist auf die Schnelle nicht möglich, da es hier zuviel leerstehender Häuser gibt. Aber man weiß ja nie. Die Maklerin hatte es damals auch mitbekommen dass er das Haus für uns gekauft hat. Würde evtl auch vor Gericht aussagen: (etwa so:) Ich habe gehört dass er dass Haus für die Familie zum wohnen gekauft hat. / Weiß nicht so genau ob sie das auch mitbekommen hat von wegen Übergabe und dieses auch aussagen würde.
    Gerade gestern ging dann noch die Heizung kaputt und ich weiß jetzt echt nicht weiter. Soll ich die Heizung auf meine Kosten reparieren lassen? (nach meiner schwester die mit meinen Vater gesprochen hat müssten wir am 1.5. 2012 ausgezogen sein)
    Kann er mich Kündigen mit den Grund schlechter Zahlung? Also Abwasser
    Bzw. was ist mit den Mieten für 12 Monate? (mündl. Abprache)
    Muss er mir erst eine Abmahnung schicken?
    Nach ihm ist die Kündigung ja nur wegen Abwassernichtzahlung.
    Ein vergleichbares Haus mit dem Grundstück für den Preis würden wir eh nie wieder finden. Wie lange ist es mir möglich im Haus wohnen zu bleiben? Was würde evtl das Gericht sagen?
    Natürlich möchte ich es erst im Guten versuchen. Klar kommt man seinen Vater sehr ungerne mit dem Rechtsanwalt. Aber wenn ich meine Familie schützen möchte.
    Habe mich auch vor einem Jahr selbständig mit einem art Pferdehof gemacht. Das Grundstück nebenan für die Pferde für einen Spottpreis 20 Euro Jahr gepachtet. Viel dort hergerichtet. Und möchte in dem Haus so lange es geht wohnen bleiben, bis ich mir genügend Rücklagen geschaffen habe etweder einen guten Hof pachten zu können und das Gewerbe (habe soviel reingesteckt und es läuft gut an - man weis ja nie, hat keine Gewähr dafür dass man irgendwann einmal davon ohne weitere Arbeit davon leben kann, aber ist eine zusätzliche Einnahmequelle) oder eine Anzahlung für einen Hof leisten zu können.
    Und leider ist es ja auch so ein paar Jahre würden mir denk ich genügen, da mein Vater Herzkrank ist und Alkoholiker und ich denke so ne hohe Lebenserwartung hat man da nicht mehr. Er ist 65 Jahre und nach seinen Angaben weiß er dass er nicht mehr so alt wird. Sind aber nur andeutungen.
    Vielleicht weiß ja jemand wie man da am besten vorgeht.
    Versuche es natürlich erst im Guten, möchte aber die Arbeit die ich in unsere Zukunft gesteckt habe nicht wieder zurückgeworfen werden.
    Und eigentlich wollen wir das Haus ja behalten.
    So hoffe mal das jemand vielleicht einen Rat weis.
    Liebe Grüße
     
  2. AdMan

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  3. #2 Christian, 10.01.2012
    Christian

    Christian Gesperrt

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    Hallo,

    m.E. solltest du eher versuchen, mit deinem Vater ein zwischenmenschlich gutes Verhältnis aufzubauen, als gegen deinen Vater zu kämpfen.

    Also, erst mal alles, was an Schulden da ist, bezahlen - leih dir notfalls was von nem Kumpel oder 'ner Freundin.

    Wenn du dann mal einen klaren Kopf hast, solltest du überlegen, ob du das Haus überhaupt tragen kannst - also ob du auf Dauer deinem Vater die Miete, alle Nebenkosten und alles, was sonst noch anfällt, tragen kannst.

    Wenn du wirklich auf Konfrontationskurs gehst, wirst du mit deinem Vater nie wieder ins reine kommen. Ist es dir das wert?

    Wenn abgemacht war, daß keine Miete zu zahlen ist, aber im Gegenzug das Geld ins Haus zu stecken ist, bist du m.E. moralisch sehr wohl in der Pflicht, die Heizung reparieren zu lassen.
    Oder, wenn du es aus der Sicht deines Vaters siehst: Er bekommt keine Miete und soll trotzdem Geld ins Haus pumpen? Da kann er doch besser an "Fremde" vermieten, und bekommt noch die Miete.


    Da du aber schon den Tod deines Vaters scheinbar fest eingeplant hast, würde ich dir empfehlen: Pack deine Sachen, streich deinen Vater aus dem Gedächtnis, halte dich von ihm und seinem Haus fern - deinem Vater zuliebe.
    Es ist das Haus deines Vaters, nicht deins - auch wenn du "das Haus ja eigentlich behalten" wolltest.

    Gruß,
    Christian
     
  4. Pompfe

    Pompfe Erfahrener Benutzer

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    Mutter hat Mitsprachrecht

    Auch wenn Deine Mutter nicht mit im Grundbuch eingetragen ist, hat sie volles Mitsprachrecht an dem Haus. Bis zur Scheidung zählt:.. gemeinsam erworben...
    Es sei denn, es besteht Gütertrennung!
    Versuche wegen Mindereinkommen/ Sonderrecht, ein Beratungsgespräch beim Anwalt zu bekommen, kostet etwa 20 €. Selbst viele Toppanwälte bieten sowas an.

    Was ich nicht weiß, ist, die genaue Regelung bei einem Mietvertragsverstoß, ..kann er ohne Zustimmung Deiner Mutter ...?
    Das kann Dir der Anwalt beantworten.

    Viel Glück, Pompfe
     
  5. #4 Arielle, 10.01.2012
    Arielle

    Arielle Gast

    Nein ich mag meinen Vater, obwohl er mich als Kind Misshandelt hat und möchte nicht dass er stirbt. Das möchte ich bei keinem Menschen. Nur ist halt die Frage, wenn ich jetzt noch ein paar Jahre durchhalte dann könnte ich mit evtl Erbschaft/Pflichtteil bzw mit meiner Mutter mich einigen.
    Also ich bin garantiert nicht auf dem Tod meines Vaters aus. Aber es ist einfach ein Gedanke der mir durch den Kopf geht.

    Natürlich möchte ich versuchen mich mit ihm einigen. Das Verhältnis war nie herzlich von seiner Seite. Ich habe das Haus auch als so eine Art Wiedergutmachen angenommen. Er nimmt das Haus gerne als Druckmittel her damit er jemand hat über den er bestimmen kann. Manchmal ist er auch nett und ich glaub im innersten meint er es gar nicht so schlimm wie er manchmal tut. Das jetzt mit der Kündigung jedoch doch sehr ernst. Mein Bruder hat auch ein Haus bekommen und es gleich übernommen. Da hat er schon irgendwie einen Gerechtigkeitssinn und er ist nicht gerade arm. Aber er liebt es halt auch Macht über jemanden zu haben. Und dann kommt noch der Alkohol hinzu. Er trinkt nur Bier und ab und zu ein Gläschen wein. Sonst kein Wasser oder nichts und das schon seit ich Kind bin. Naja darüber will ich ja nicht jammern.

    Mir gehts eher darum wie es rechtlich aussieht falls ich mit meinen Vater nicht mehr zurechtkomme.
    Ich möchte auch nur im äußersten Notfall einen Rechtsanwalt einschalten.

    Wie kann er mich kündigen?
    Wie lange Zeit habe ich das ganze zu verzögern?
    Wie weiß ich denn dann wenn er keine Abmahnung schickt welche Ausstenstände ich habe?
    Weiß ja gar nicht ob er jetzt die 12 Monate ohne Mietzahlung auch haben möchte? Oder ob er sich da an die mündliche Absprache hält. Weiß ja gra nicht wieviel geld ich dann beschaffen muss. Alles andere ist ja jetzt bezahlt. Und mit der nase möchte ich ihn ja auch nicht draufstoßen.

    Er hasst Anwälte und ehrlich gesagt innerhalb der Familie muss man soweit sein dass man das auch ohne Regeln kann. Ich werde auch mein möglichstes tun.
    Ich bin auch ein ganz lieber Typ, der zB. seinen Vater pflegen würde auch wenn der arm wäre, damit er nicht ins Altersheim müsste.

    Das ist klar, dass ich die Heizung reperieren lassen würde bzw eine neue kaufen würde wenn das alles nicht so unklar wäre.
    Da steck ich jetzt Geld in die Heizung rein und er fordert zum Schluss die gesamte Miete zurück die er nicht auf das Konto bekommen hat. Was mach ich dann? Würde mir eh schwer tun das Geld zusammenzubekommen für diese 12 Monate. Und dann wäre es ärgerlich wenn genau der Betrag wo ich in die Heizung reinstecke fehlen würde.

    Ich hab ihm von der Heizung auch noch nichts gesagt, weil er das sonst vielleicht als Druckmittel sieht. Und danach hat er ja eh mit mir nicht mehr gesprochen. Also müsste ich das per Post machen. Aber wie gesagt, dann denkt er ich möchte ihn damit unter Druck setzen und es hilft nichts...
    Heute kommt einer und schaut sich die Heizung an. Dafür bezahle ich dann um die neunzig euro ca. Hilft ja nichts, mit Kinder ohne Warmwasser geht es einfach nicht.

    Und ich bin ihm dankbar dass er damals das Haus für uns gekauft hat.
    Nur so gehts ja auch nicht...
     
  6. #5 Arielle, 10.01.2012
    Arielle

    Arielle Gast

    Wenns anders geht möchte ich meine Mutter da nicht mithineinbeziehen. Nur im äußersten Notfall. Mag das nicht wenn andere dann evtl darunter leiden müssen.
     
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