Kündigung vor Einzug

Dieses Thema im Forum "Räumungsklage" wurde erstellt von Erika, 05.07.2011.

  1. Erika

    Erika Neuer Benutzer

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    Hallo,

    aus Mitgefühl habe ich an einen 65-jährigen Mann vermietet, der dringend eine Wohnung suchte, da er nach einer verlorenen Räumungsklage aus seinem Anwesen ausziehen muss, da der neue Besitzer, dem er das Haus verkaufte, dieses für geschäftliche Zwecke nutzen möchte.

    Dieser Mann ist inzwischen Hartz IV-Empfänger. Bei der Vermietung trat sein Anwalt mit auf und verfasste den Mietvertrag. Ich erhielt ca. 150 Euro weniger Miete, als normal, da die Wohnung ca. 70 qm misst, ihm vom Amt aber nur 50 qm zustehen.
    Aus Gutmütigkeit habe ich es gemacht, obwohl ich selbst finanziell schlecht gestellt bin und von einer kleinen Rente leben muss.

    Bevor der Mietvertrag abgeschlossen wurde, zeigte ich dem Anwalt und den zukünftigen Mieter nasse Flecke in der Wohnung. Ich wusste nicht, wo diese herkamen.

    5 Tage, nachdem der Mietvertrag abgeschlossen war, vernahm ich in meiner Wohnung, die über der Mietwohnung liegt, ein verdächtiges Geräusch wahr. Am nächsten Tag beauftragte ich eine Firma, die nach der Ursache des Geräusches und der nassen Flecken suchen sollte. An mehreren Stellen an den Wänden musste geöffnet werden. Erst nachdem an 6 Stellen geöffnet wurde, konnte der Wasserrohrbruch gefunden und die defekte Leitung repariert werden.

    Jedoch ist es so, dass diese Wohnung einer Baustelle gleicht. Größere Flächen an den Wänden sind durchnässt, der E-Strich ebenfalls. Die Kosten sind noch nicht absehbar. Möglicherweise muss der Boden in einem Zimmer raus, da der E-Strich durchnässt ist.

    Die Mieter ist noch nicht eingezogen, hat aber bereits die Schlüssel. Da die Räume feucht sind, muss erst alles austrocken. Aus dem verrosten Rohr ist ca. über 3 Monate Wasser gelaufen.

    Ich bin inzwischen vom Mietvertrag zurückgetreten. Vorsichtshalber habe ich gleich 30. September gekündigt (mehr als 3 Monate nach Abschließung des Mietvertrags).
    Die bereits überwiesene Miete habe ich an das Amt zurückgezahlt.

    Nun versucht mich der Anwalt zu nötigen. Er droht mit Schwierigkeiten und will eine gerichtliche Verfügung erwirken, dass ich den Mieter in die Wohnung einziehen lassen muss, obwohl die nassen Räume eine gesundheitliche Gefahr für den Mieter birgt und eine Verschlechterung der baulichen Substanz anzunehmen ist, wenn Möbel vor feuchte Wände gestellt wird.

    Für den Rohrbruch trifft mich kein Verschulden. Die Wohnung ist in dem Zustand nicht bewohnbar.

    Um dem Mann zu helfen, suchte ich nach mehreren Wohnungsangebote in der Nähe und informierte den Anwalt nebst Mandanten. Nur zeigt der Mieter kein Interesse für andere freie Wohnungen. Er besteht darauf, dass ich alles reparieren lasse und er einzieht.

    Ich forderte ihn auf, mir die Schlüssel zurückzugeben. Er kam dieser Forderung nicht nach.

    Was soll ich jetzt machen? Wer weiß mir einen Rat?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Martens, 05.07.2011
    Zuletzt bearbeitet: 05.07.2011
    Martens

    Martens
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    moin Erika,

    es gibt keinen Rücktritt von einem Mietvertrag, der Vermieter kann auch nicht einfach kündigen (Sonderbedingungen gelten für Häuser mit genau zwei Wohnungen, von denen der Eigentümer eine bewohnt).

    Sofern es eine Gebäudeversicherung (für die Risiken Feuer, Wasser, Sturm) gibt - es gibt doch eine? - zahlt diese die Kosten der Rohrbruchsortung und -beseitigung, ggfs. die Trocknung sowie die Wiederherstellung der Wohnung. Du solltest unverzüglich die Versicherung von dem Schaden in Kenntnis setzen und ggfs. einen Gutachter anfordern.

    Man kann einen durchfeuchteten Estrich trocknen, der muß nicht zwangsläufig neu. Für Gebäudetrocknung gibt es spezialisierte Firmen... Also bitte nicht mehr Schaden anrichten, als tatsächlich vorhanden ist.

    Du solltest also kurzfristig die Wohnung fertigstellen und den Mann seine Wohnung nutzen lassen, er hat offenbar einen gültigen Mietvertrag.

    Christian Martens
     
  4. Erika

    Erika Neuer Benutzer

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    Kündigungsgrund

    Hallo Christian,

    vielen Dank für Deinen guten Rat.

    In meinem Haus befinden sich zwei Wohnungen. Die eine bewohne ich selbst, die andere ist die Mietwohnung, in der dieser Wasserschaden aufgetreten ist. Sie ist derzeit unbewohnbar, also kann der Mieter nicht einziehen. Zudem gab es jetzt viel Streit, der Anwalt des Mieters hat Nötigungsversuche gegen mich unternommen und mir gedroht, mir massive gerichtliche Schwierigkeiten zu machen. Ebenso stößt der Mieter ständig Drohungen gegen mich aus. Es gab also schon jetzt viel böses Blut.

    Eine Versicherung habe ich nur für Feuer, nicht bei Wasserschaden. Diese Versicherung ist nicht so ganz billig, darum habe ich aus Kostengründen keine abgeschlossen.

    Trotz mehrerer Schreiben, in denen ich meine Lage schildere, bekam ich von diesem Anwalt keine schriftliche Antwort. Ich bin 6 Tage nach Abschluss des Mietvertrags wegen der auftretenden Schäden in der Mietwohnung vom Mietvertrag zurückgetreten.

    Ich muss die Wohnung austrocknen lassen, und evtl. ist teilweise der Putz zu erneuern. Ob mir die Bank noch einen Kredit bereitstellt, bleibt abzuwarten.

    Wo finde ich eine Formulierung für die Kündigung, wenn ich als außerdem anführe, dass sich die Mietwohnung in einem Einfamilienhaus befindet (Zweifamilienhaus ist es nicht, da die Mietwohnung nicht für eine Familie gedacht ist, sondern nur für ein bis zwei Personen geeignet ist, da sich in dieser Wohnung nur ein Schlafzimmer befindet)? Gibt es da einen Gesetzestext?

    Erika
     
  5. #4 Martens, 05.07.2011
    Martens

    Martens
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    Da der Mieter aber offenbar einen gültigen Mietvertrag hat, schuldest Du ihm eine Wohnung. Sofern Deine nicht bewohnbar ist, darfst Du ihm die Ausweichwohnung zahlen.

    Wie gesagt, der Mann hat eine Wohnung gemietet und kann sie nicht nutzen. Da ist es verständlich, daß er und sein Anwalt das Anliegen "deutlich" formuliern. Du bist in der Pflicht, siehe oben.

    Eine Versicherung gegen Leitungswasserschäden sollte man immer haben, gerade dann, wenn es keine großen Rücklagen gibt.

    Hier müßten die Kollegen bitte mal einspringen und Dir weiterhelfen.
    Ich weiß zwar, daß es Kündigungsmöglichkeiten für Dich gibt, kenne aber die Details nicht. Häuser mit zwei Einheiten verwalten wir - zum Glück - nicht. :)

    Christian Martens
     
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